DEF0011515MA - - Google Patents
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- DEF0011515MA DEF0011515MA DEF0011515MA DE F0011515M A DEF0011515M A DE F0011515MA DE F0011515M A DEF0011515M A DE F0011515MA
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. April 1953 Bekanntgemacht am 29. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei Fernsehkameras ist es zum Zweck der Entfernuingseinstellung
im allgemeinen notwendig, entweder das Objektiv bzw. einen mit mehreren Objektiven
ausgerüsteten Revolver oder Schlitten oder aber die Fcrnsehaufnahmeröhre in Richtung der
optischen Achse zu verschieben. Beide Ausführungisformen führen dann zu Schwierigkeiten, wenn
relativ große Massen um große Beträge verschoben werden müssen und die optische Achse der Fernsehaufnahmekamera
gegen die horizontale Ebene stark geneigt ist. Dies ist beispielsweise bei Fernsehübertragungen
der Fall, bei denen von einem erhöhten Standpunkt das darunter befindliche Gelände
aufgenommen werden soll, ferner bei Reportage- oder Studioaufnahmen, bei denen zu übertragende
Szene schräg von unten oder schräg von oben aufzunehmen ist.
Es wurde vorgeschlagen, eine durch die Schwerkraft bewirkte unerwünschte Achsialverschiebung
des beweglichen Teiles zu verhindern. Dies bedingt jedoch selbsthemmende Antriebe für die Scharfeinstellung
oder andere konstruktive Maßnahmen, die im allgemeinem den leichten Gang des zur
Scharfeinstellung dienenden Triebwerks beeinträchtigen oder das Gewicht der Kamera erhöhen.
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Ks wurde weiterhin bereits vorgeschlagen, einen
(iewiehtsausgk'ich für die beweglich gelagerten
Teile dadurch zu schaffen, daß in der Kamera ein mil dem verschiebbaren Teil gekoppeltes Gegeugewicht
derart angeordnet wird, daß in jeder Stellung -(Ut Kamera sich die vom verschiebbaren Tei
und vom Gegengewicht in axialer Richtung ausgeübten Kräfte kompensieren.
Die FiTuidung iRv.weekt, ohne Anwendung eines
ίο zusätzlichen Gegengewichts einen vollkommenen
Gewichtsausgleich für die zum Zweck der optischen Scharfeinstellung l>eweglich gelagerten Teile für
jede Stellung der Kamera zu schäften.
Frfindungsgemäß werden 1km einer Fernsehkamera zum Zweck der optischen Scharfeinstellung
sowohl die Fenischaiifnahineröhre nebst den zugehörigen
Spulen, ] lalterungselementen und gegebenenfalls auch Vorverstärkern und Abschirmeinrich-(UiIgX1H
in der Kamera als auch des zur optischen Abbildung des zu übertragenden Objekts auf der
lichtempfindlichen Schicht der Fernsehröhre dienende optische System in axialer Richtung derart
gelagert und ihre Axiall>ewegungeii derart mechanisch gekoppelt, daß in jeder Stellung der Kamera,
as inslx-sondere bei Schräglage der optischen Achse,
die axiale Komponente des Eigengewichts der Fcnisehaufnahmcröhre und der mechanisch mit ihr
verbundenen Zubehörteile durch die axiale Komponente des Eigengewichts des optischen Systems
und der mit diesem mechanisch verbundenen Zubehörteile ganz oder teilweise kompensiert wird.
F.s ist zweckmäßig, die zur Fernsehaufnahme verwendete Optik zusammen mit mehreren anderen
Optiken in einer kevolverkopffassung anzuordnen. deren 1 )iehaehsc axial verschiebbar gelagert ist.
Bei einer 1κ·vorzugteil Ausführuiigsform ist es
möglich, die mechanische· Verkoppluiig zwischen
der Axialbewegung der Fernsehröhre und zwischen der Axialbewegung des optischen Systems willkürlieli
zu lösen und wiederherzustellen, so daß /.. II. bei Aufnahmen in horizontaler Richtung —
bei gleichem Drehwinkel des F.instellhelx-ls Aufnahmen
mit erhöhter Einstcllgenauigkeit (Ihm gleichem Verschiebungsweg größerer Drehwinkel des
Kinstellhebels) gemacht werden können.
Voi'teilhafterweisc dient dasselbe Einstelleleineiit,
vorzugsweise ein Handhebel oder ein Handrad, gleichzeitig zur optischen Scharfeinstellung
der Kamera und zur Betätigung der wahlweisen Lösungen oder Wiedereinrückung der mechanischen
Kopplung zwischen den Axiall>cwegungen der Fernsehröhre und des optischen Systems.
Hierbei sollte nur in einer oder wenigen ausgezeichneten Einstellungen eine Lösung der Verkopphing
dieser beiden Axiall>ewegungen von Fernsehröhre und optischem System ermöglicht werden.
Ks ist günstig, wenn bei Lösung der mechanischen
Verdopplung zwischen den Axialliewegungen
der Fernsehröhre und des optischen Systems gleichzeitig der durch die Vorrichtung zur Entfernungseinstellung
nicht unmittelbar, sondern nur mittelbar über einen Hebel, Kettenzug od. dgl. verschiebbare
Teil in der jeweils vorhandenen Entfernungscinstcllung arretiert und axial unverschiebbar festgehalten wird1.
Eine solche Anordnung hat den Vorzug, daß Gewicht und Raum eines zusätzlichen Gegengewichts
eingespart werden, was besonders für kleine und leichte Fernsehkameras (Reportagekameras) von
Bedeutung ist.
Im nachstehenden wird die Erfindung an Hand der Ausführungsbeispiele darstellenden Figuren beschrielx-n,
wobei alle zum Verständnis der Erfindung nicht unbedingt notwendigen Einzelheiten der
besseren Übersichtlichkeit halber fortgelassen sind. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Teil der Fernsehkamera.
Fig. 2 eine Einrichtung zur Entkopplung und Festlegung einer Verschiebungseinheit,
Flg. 3 eine andere Schnittzeichnung der Entkopplungseinrichtung
nach Fig. 2.
Fig. ι zeigt in vereinfachter Darstellung das Gehäuse
ι einer Fernsehkamera, bei der die zugehöri- ■ gen, wahlweise in den optischen Strahlengang einschaltbaren
Aufnahmeobjektive 2 und 3 in einen Revolverkopf 4 eingeschraubt sind. Dieser Revolverkopf
4 soll zum Zweck der Scharfeinstellung verschiebbar gelagert sein. Dazu ist die mit eiern
Revolverkopf 4 mechanisch starr verbundene Revolverkopfach.se 5 in den Lagern 6 und 7 in axialer
Richtung leicht beweglich gelagert. Die Revolverkopfachse 5 ist über einen He1>cl 8 mit dem zur
Halterung des Aufnahmerohres 9 dienenden Wagen 10 kinematisch gekoppelt. Der Wagen 10 kann
durch Drehung des außen an einer Seitenwand der Kamera angeordneten Handrades 11 über Ritzel 12
und Zahnstange 13 axial verschoben werden. Der Hebel 8 ist um die Drehachse 14 schwenkbar, die
ihrerseits im Lagerbock 15 befestigt ist, welcher mit dem Gehäuse 1 der Kamera starr verbunden
ist. Bei einer durch Drehung des Handrades 1 1 ül>er Ritzel 12 und Zahnstange 13 bewirkten Axialverschiebung
des Wagens 10 wird daher vermittels des Hebels 8 zwangläufig die Re\roh'crkopfachse 5
ein Stück in entgegengesetzter Richtung vcrschol>en.
Der Heljel ist an seinen beiden Enden derart geschlitzt, daß sowohl der mit der Revolverkopfachse
5 fest verbundene Flansch 16 als auch der mit dem Wagen 10 fest verbundene Mitnehmer
17 von den Enden des Hebels zangenartig umfaßt werden. Die zangenartigen Enden des Hebels sind
dabei derartig ausgebildet, daß sie bei dem üblichen Schwenkbereich des Meißels den Flansch bzw. den
Mitnehmer spielfrei und zweckmäßigerweise mit einem entsprechenden Anpreßdruck umfassen. Bei
der dargestellten Ausführuiigsform werden in den Endstellungen die zangenartigen Enden des Hctals
federnd um einen kleinen Betrag gespreizt. Das Übersetzungsverhältnis des Hebels ist derart gewählt,
daß die verschiedenen Gewichte der beiden axial verschiebbaren Einheiten ausgeglichen werden.
Da im vorliegenden Fall das Aufnahmcrohr 9 lebst den damit fest verbundenen, zum Betrieb erforderlichen
Spulabschirmungen usw. sowie der r Axialverschiebung erforderliche Wagen 10
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einschließlich Mitnehmer ΐγ usw. etwa 30% schwerer
ist als der Revolverkopf 4 mit dem zur normalen Bestückung gehörenden Objektiven einschließlich
der Revolverkopfachse, ist im Hebel 8 die Drehachse 14 derart ■ angeordnet,' daß sich ein Hebelübersetzungsverhältnis
13 : 10 ergibt. Es wird also auch bei' sehr schräg liegender Kamera das
vom Revolverkopf auf die Achse 14 ausgeübte
Drehmoment stets durch das von der Aufnahmeröhre nebst Wagen ausgeübte Drehmoment kompensiert.
Bei der in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsform
kann die mechanische Verkopplung zwischen Revolverkopf einerseits und Aufnahmeröhre
andererseits jederzeit von dem Kameramann wahlweise gelöst oder wiederhergestellt werden.
Zu diesem Zweck ist das zur Scharfeinstellung der Fernsehkamera dienende Handrad 21 (welches im
übrigen dem Handrad 11 der Fig. 1 entspricht)
axial verschiebbar gelagert. Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Ziffern
versehen, und nur die bei- den einzelnen Ausführungsformen
in ihrer Wirkungsweise verschiedenen Teile sind abweichend numeriert. Das Handrad 21
sitzt fest auf der Welle 22, die in den Lagern 23 und 24 axial verschiebbar gelagert ist. Von der
Welle 22 wird ebenso wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 über Ritzel 12'und Zahnstange 13
die axiale Verschiebung des auf Kugellagern laufenden
Wagens 10 bewirkt. Werden das Handrad 21 und die Welle 22 in Pfeilrichtung verschoben,
dann kommt das mit 25 bezeichnete Ende der Welle in Eingriff mit dem Hebel 8 und arretiert
diesen und damit auch den Revolverkopf.
Der auf dem Wagen 10 befindliche Mitnehmer, welcher zur mechanischen Verkopplung der Axialbewegung dies Wagens 10 und1 der Drehbewegung des Hebels 8 dient, ist bei dieser Ausführungsform als Stift 26 ausgebildet, der in einem auf dem Wagen 10 befestigten Lagerbock 27 axial verschiebbar gelagert ist. Der Stift 26 trägt an einem Stirnende ein Paßstück 28, welches in einer bestimmten .- Stellung des Wagens (z. B. Unendlicheinstellung) in eine Nut der Welle 22 eingreift. Dadurch werden die Bewegungen der Welle 22 und des Stiftes 26 derart verkoppelt, daß bei Verschieben der Welle 22 in Pfeilriehtung gleichzeitig der Stift 26 so weit verschoben wird (um die Strecket), bis er mit dem Hebel 8 nicht mehr im Eingriff ist. In dieser (nicht gezeichneten Stellung) wird bei einer Verdrehung des Handrades 21 über Ritzel 12 und 13 nur der Wagen 10 verschoben, aber die Verbindung zwischen Wagen und Hebel 8 ist gelöst, so daß bei einer Verschiebung des Wagens der Hebei 8 nicht gedreht wird. Der Hebel 8 ist vielmehr — wie bereits oben näher ausgeführt — durch das Ende 25 der Welle 22 arretiert.
Der auf dem Wagen 10 befindliche Mitnehmer, welcher zur mechanischen Verkopplung der Axialbewegung dies Wagens 10 und1 der Drehbewegung des Hebels 8 dient, ist bei dieser Ausführungsform als Stift 26 ausgebildet, der in einem auf dem Wagen 10 befestigten Lagerbock 27 axial verschiebbar gelagert ist. Der Stift 26 trägt an einem Stirnende ein Paßstück 28, welches in einer bestimmten .- Stellung des Wagens (z. B. Unendlicheinstellung) in eine Nut der Welle 22 eingreift. Dadurch werden die Bewegungen der Welle 22 und des Stiftes 26 derart verkoppelt, daß bei Verschieben der Welle 22 in Pfeilriehtung gleichzeitig der Stift 26 so weit verschoben wird (um die Strecket), bis er mit dem Hebel 8 nicht mehr im Eingriff ist. In dieser (nicht gezeichneten Stellung) wird bei einer Verdrehung des Handrades 21 über Ritzel 12 und 13 nur der Wagen 10 verschoben, aber die Verbindung zwischen Wagen und Hebel 8 ist gelöst, so daß bei einer Verschiebung des Wagens der Hebei 8 nicht gedreht wird. Der Hebel 8 ist vielmehr — wie bereits oben näher ausgeführt — durch das Ende 25 der Welle 22 arretiert.
Eine auf dem Wagen 10 befestigte Schiene 29, welche in eine entsprechende Nut der Welle 22 eingreift,
verhindert normalerweise eine axiale Verschiebung der Welle 22 aus der in Fig. 3 gezeichneten
Stellung in Pfeilriehtung. Nur in einer ganz bestimmten Stellung des Wagens 10 — am besten
in der Scharfeinstellung für unendlich — ist eine axiale Verschiebung der Welle 22 möglich, da die
Schiene 29 an der entsprechenden Stelle mit einen· Ausnehmung versehen ist.
Claims (6)
1. Fernsehkamera mit Mitteln zur optischen Scharfeinstellung, dadurch gekennzeichnet, daß
sowohl die Fernsehaufnahmeröhre (9) nebst den zugehörigen Spulen, Halterungselementen und
gegebenenfalls auch Vorverstärkern und Abschirmeinrichtungen in der Kamera als auch
die zur optischen Abbildung des zu übertragenden Objekts auf der lichtempfindlichen Schicht
der Fernsehröhre dienende optische System (3.) in axialer Richtung derart gelagert und ihre
Axialbewegunigen derart mechanisch gekoppelt
sind, daß in jeder Stellung der Kamera, inisbesondere bei Schräglage der optischen Achse, .
die axiale Komponente des Eigengewichts der Fernsehaufnahmeröbre und der mechanisch mit
ihr verbundenen Zubehörteile durch die axiale Komponente des Eigengewichts deis optischen
Systems und der mit diesem mechanisch verbundenen Zubehörteile ganz oder teilweise kornpensiert
wird.
2. Fernsehkamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Fernsehaufnahme
verwendete Objektiv zusammen mit mehreren anderen Objektiven in einer Revolverkopffassung
angeordnet ist, deren Drehachse axial verschiebbar gelagert ist.
3. Fernsehkamera nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, welche es ermöglicht,
die mechanische Verkopplung zwisehen der Axialbewegung der Fernsehröhre und zwischen der Axialbewegung des optischen
Systems willkürlich zu lösen1 und1 wiederherzustellen,
so daß — z. B. bei Aufnahmen in horizontaler Richtung — bei gleichem Drehwinkel
des Einstellhebels Aufnahmen mit erhöhter Einstellungsgenauigkeit (bei gleichem
Verschiebungsweg größerer Drehwinkel des Einstellhebels) möglich ist.
4. Fernsehkamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß dasselbe Einstellelement:, vorzugsweise ein Handhebel oder ein Handrad, gleichzeitig zur
optischen Scharfeinstellung der Kamera und zur Betätigung der wahl weisen Lösung oder
Wiedereinrückung der mechanischen Kopplung zwischen den Axialbewegungen der Fernsehröhre
und des optischen Systems dient.
5. Fernsehkamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine
Einrichtung, welche normalerweise eine Entkopplung der Axialbewegung von Fernsehröhre
und optischem System verhindert und nur in einer oder wenigen ausgezeichneten Einstellungen
eine Lösung der Verkopplung dieser beiden Axialbewegungen ermöglicht.
509 626/93
F 11515VIIIa/21a1
6. Fernsehkamera nach Anspruch ι und 5, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, welche
lx'-wirkt, daß l>ei Lösung der mechanischen Verkopplung
zwischen den Axialbcwegungen der Fernsehröhre und des optischen Systems gleichzeitig
der durch die Vorrichtung zur Entfer
nungseinstellung (11, 12) niöht unmittelbar,
sondern nur mittelbar über einen Hebel (8), Kettenzug od. dgl. verschiebbare Teil (3,4,5)
in der jeweils vorhandenen Entfermvngseiiistcllung
arretiert und axial unverschiebbar festgehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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