DEF0009369MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEF0009369MA
DEF0009369MA DEF0009369MA DE F0009369M A DEF0009369M A DE F0009369MA DE F0009369M A DEF0009369M A DE F0009369MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brine
automatically
water
electrolysis
centrally
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. Juni 1952 Bekanntgemacht am 23. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es liegt ein technisches Problem in der Aufgabe, größere Zellen-Anlagen, welche nach dem Quecksilber-Verfahren arbeiten, z. B. mit einigen hundert Zellen, so gleichmäßig mit gesättigter und gereinigter Salzsole und Zersetzungswasser zu versorgen, daß keine Betriebsstörungen - auftreten. Die Aufgabe wird insbesondere dann schwierig, wenn aus Gründen der Ausnutzung möglichst günstiger Strompreise die Anlagen mit stark wechselnden Strombelastungen
ίο betrieben werden sollen. Aus diesem Grunde, wurde es bisher meistens von Fachleuten abgelehnt, beim Quecksilber-Verfahren die Stromstärke zu variieren, wie es bei Diaphragmenzellen üblich ist, z. B. im Verhältnis 1:2, und die kurzfristige Belastungs-Schwankungen von 50 auf 100 °/0 mit sich bringen.
Die Zugabe von Wassermengen, die den Stromstärken äquivalent angepaßt sind, hat besonders dann entscheidende Bedeutung, wenn die Alkalilauge mit 5o°/0 oder höherer gleichmäßiger Konzentration gewonnen werden soll. Wird dann bei wechselnder Stromstärke die Wasserzugabe bei einer großen Anzahl von Zellen nicht rechtzeitig und im richtigen Umfang reguliert, so kommt es zu Auskristallisationen des Ätzalkalis in den Amalgam-Zersetzungsteilen, mit allen bekannten Störungen für den Zellenbetrieb, oder zu mehr oder minder starken Unterschreitungen der betriebserforderlichen Alkali-Konzentration.
Andererseits ist auch eine Regelung der Menge des Solezulaufs entsprechend der Stromstärke erforderlich, da ansonsten entweder eine zu starke Verar-
509 659/48
F 9369 IVa/121
mung des Elektrolyts in der Zelle oder bei zu starker Solezugabe eine unerwünschte Abkühlung der Zellen unter Erhöhung der Zellenspannungen eintritt.
Ebenso steht die Menge des für die Nachsättigung des zirkulierenden und aus den Zellen verarmt ablaufenden Elektrolyten notwendigen Steinsalzes und der für die Fällung der für den Betrieb schädlichen Verunreinigungen des Salzes erforderlichen Fällungs-. mittel im Äquivalent-Verhältnis zu der Strombelastung der Anlage und muß ebenfalls mit der Stromstärke variiert werden, wenn optimale Betriebsbedingungen erzielt werden sollen.
Zur Lösung dieses Problems wird nun vorgeschlagen, zum Betrieb von Alkalichlorid-Elektrolysen nach dem Quecksilber-Verfahren die. Steuerung der Zellenversorgung mit Wasser und bzw. oder Sole zentral vorzunehmen, indem die Zugabe der in der Elektrolyse verbrauchten Stoffe entsprechend den Stromstärken von Hand oder automatisch von zentraler Stelle aus bemessen wird.
So kann die Wasserzuführung zu den Amalgam-Zersetzungsteilen der Zellen von einem zentralen Ventil mit Meßeinrichtung von Hand oder automatisch durch Impulsgabe von dem Amperemeter des Stromkreises gesteuert werden. Da die Wassermengen klein sind, wird zweckmäßigerweise eine Wasserrad-Verteilung vorgesehen, von welcher zu jeder Zelle eine eigene Leitung abzweigt.
Der Solezulauf, dessen Menge wesentlich größer ist, kann gleicherweise oder z. B. durch düsenartige Verengungen an den Austrittstellen der Sole bei den Zellen gesteuert werden, wobei durch einen von Hand oder automatisch eingestellten Regler der Soledruck im Verteilungssystem variabel so eingestellt wird, daß bei allen Zellen eine variierte, aber gleiche, im bestimmten Verhältnis ■ zur Stromstärke stehende Solemenge austritt.
Man kann bei der Ausübung der Verfahren gemäß der Erfindung so vorgehen, daß man beide zentrale Regelungen, nämlich die für Wasser und für Sole, anwendet. Es hat sich aber gezeigt, daß es in manchen Fällen, insbesondere dann, wenn es sich um kleinere Anlagen handelt, ausreichend sein kann, nur eine der zentralen Regelungen gemäß der Er-'findung anzuwenden, wobei sich insbesondere die Anwendung der zentralen Regelung der Wasserverteilung als vorteilhaft erwiesen hat.
Die Salzzugabe in die von der Elektrolyse ablaufende verdünnte Sole kann in bekannter Weise mit oder ohne vorherige 'Entchlorung derselben im Verhältnis zum Verbrauch automatisch gesteuert oder durch Aufspritzen der Sole auf Salzhaufen und ähnlichen Maßnahmen getätigt werden.
Wesentlich ist aber der mit der Strombelastung und Salzzuführung variable, kontinuierliche Zusatz der Fällchemikalien, der entweder entsprechend den Stromstärken von Hand aus oder automatisch reguliert wird, genau so aber auch automatisch, auf Grund des Fälleffektes gesteuert werden kann.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Veifahren zum Betrieb von Alkalichlorid-Elektrolysen nach dem Quecksilber-Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Zellenversorgung mit Wasser und bzw. oder Sole zentral durch Zugabe der in der Elektrolyse verbrauchten Stoffe entsprechend den Stromstärken vorgenommen wird, indem die Salzsole unter einstellbarem Druck durch düsenartige Verengungen gleichmäßig den Einzelzellen zugeführt wird, wobei ihre Menge zentral durch Vordruck variierbar ist, , und bzw. oder indem das für die Zersetzung des Amalgams notwendige Wasser den Zellen in zentral z. B. durch Rost verteiler in von Hand aus oder automatisch einstellbaren Mengen zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Elektrolyse verbrauchten Salzmengen entsprechend der Gleichstrombelastung von Hand aus oder automatisch gesteuert, dem verdünnten Elektrolyten zur Nachsättigung zugeführt werden.
3. Veifahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Reinigung der Salzsole notwendigen Fällchemikalien in kontinuierlich von Hand oder automatisch einstellbaren Mengen im Verhältnis zu den durch das Frischsalz eingebrachten Verunreinigungen zugegeben werden. go>
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 435 901, 448 530,
4-VIS7. 8lO 274. *
157, 810 274.
© 509 659/48 2. 56

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60308281T2 (de) Verfahren zur Herstellung von elektrolysiertem Wasser
DE3423653C2 (de)
DE69724289T2 (de) Elektrochemische behandlung von flüssigkeiten z.b. wasser
DE4326854A1 (de) Verfahren zur Regenerierung einer Metallionen und Schwefelsäure enthaltenden wässrigen Lösung sowie Vorrchtung
DE2523117A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur regeneration einer dekapierloesung
DE102009005374B4 (de) Verfahren zum Ausführen eines Durchzieh-Elektroabscheideprozesses
DE2027793A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur gesteuerten Zugabe von Metallionen zu in Metallplattierungsbädern verwendeten Elektrolytlösungen
EP0244565A1 (de) Verfahren zur Beladung von Leitungswasser mit Ozon unter Verwendung einer ozonerzeugenden, mit einem Feststoffelektrolyten ausgestatteten Elektrolysezelle
DEF0009369MA (de)
DE10132349B4 (de) Verfahren und Anlage zur kataphoretischen Tauchlackierung von Gegenständen
DE1220798B (de) Verfahren zur elektrolytischen Behandlung kochsalzhaltiger Waesser, insbesondere von Meerwasser, zwecks Verhuetung von Kesselsteinablagerungen
DE4243699C1 (de) Elektrolytisches Verfahren zur Gewinnung von Platin hoher Reinheit aus verunreinigtem Platin
EP0575699A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Regenerierung einer Metallionen und Schwefelsäure enthaltenden wässrigen Lösung sowie Verwendung
DE1216852B (de) Verfahren zur Elektrolyse von waessriger Salzsaeure in Diaphragmenzellen
DE3225470C2 (de)
DE202022101701U1 (de) Wasserbehandlungsanlage
DE743524C (de) Verfahren zum Reinigen von Chromelektrolyten
DE69405748T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum behandeln einer waschflüssigkeit in druckmaschinen, insbesondere für offset druckmaschinen
DE2106189A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Steuern der Zersetzungsleistung einer Elektrolysezelle
DE3206538C2 (de) Verfahren zur elektrolytischen Regenerierung von verbrauchter Schwefelsäure-Beizflüssigkeit
DE2212420A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum dosieren einer durch elektrolyse hergestellten bleichlauge
DE3937765A1 (de) Bauteil mit einer siliziumcarbidhaltigen verschleiss-schutzschicht
DE1421956A1 (de) Verfahren und Vorrichtungen zur elektrolytischen Formung
EP0079032B1 (de) Vorrichtung zum galvanischen Beschichten eines metallischen Werkstücks
DE1061755B (de) Verfahren zur automatischen Steuerung der Fluessigkeitsumsaetze bei den nach dem Quecksilberverfahren arbeitenden Anlagen zur Elektrolyse waessriger Alkali- oder Erdalkalisalz-loesungen