DEF0006558MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 18. Juni 1951 Bekanntgemacht am 22. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei der Verfeuerung von festen Brennstoffen auf Rosten in öfen, Dampfkesseln od. dgl. treten
vielfach im Brennstoffbett Löcher und Verschlackungen auf, die eine restlose Verbrennung
des Brennstoffes verhindern. Diese Schwierigkeiten vergrößern sich ganz besonders bei der Verwendung
minderwertiger und ballastreicher Brennstoffe.
Man hat bereits vorgeschlagen, diese Schwierigkeiten durch Ausgestaltung der Roststäbe zu beseitigen,
indem man durch winklig abgebogene Roststabköpfe den Weg der Mischung von Primärluft
und Brenngas durch das Brennstoffbett verlängert und eine gute Verwirbelung der Gasmischung
in und über dem Brennstoffbett erzeugt.
Die Erfindung schlägt nun vor, die um einen oder mehrere Mittelstäbe angeordneten Roststäbe
■sowohl mit ihren Kopf schenkein als auch mit ihren
Enden schräg nach oben zur Mitte des Rostes hin zu neigen. Durch diese Abschrägung der Roststabenden
und Roststabanfänge zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Roststäben wird eine weitere
Verstärkung der Wirbelbildung erzeugt, so daß das Brenngas-Luft-Gemisch nicht nur quer und
gegenläufig, sondern auch in Richtung oder Gegenrichtung der Feuerungsbahn unter Ausbildung von
Kreuzwirbeln verwirbelt wird. Zugleich werden durch diese Anordnung die Heizgase von den
Seitenwänden des Feuerungsraumes abgeleitet. Außerdem hat diese Anordnung den Vorteil, daß
die Roststäbe bei übermäßig großer Erwärmung und Längendehnung nicht zusammenstoßen und
sich verkrümmen.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß der Verbrennungsvorgang größtenteils bereits in der
Brennstoffschicht verläuft, wodurch nicht nur der
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F 6558 V/'24f
Wirkungsgrad der Feuerung erhöht, sondern auch eine wesentliche Verkleinerung des Feuerungsraumes möglich wird. Bei dieser räumlichen Zusaininendrängung
des Verbrennungsvorganges in der Oxydationszone ist jedoch damit zu rechnen, daß unerwünscht hohe Temperaturen auftreten.
Um die Temperatur in jeder Zone der Brennstoftsehieht
beliebig zu beherrschen, wird deshalb in Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, der
to l'rimärluft in an sich bekannter Weise Wasserdampf
zu zumischen.
Während es bisher meist üblich war, die Zweitluft ziemlich hoch über der Brennstoffschicht in
den FeiHTungsrauni einzuführen und sie gegebenenfalls
schräg nach unten zu richten, hat es sich nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung als
besonders zweckmäßig erwiesen, die Zweitluft möglichst nahe der Brennstoit-O1>erfläche zuzuführen.
Denn es wurde gefunden, daß der schräg abwärts gerichtete Zweitluftstrahl bei der bekannten
Anordnung durch die Gasströmungen im Feuerungsraum doch wieder schnell nach oben abgeleitet
wird und, will man nicht den Feuerungsraum vergrößern, größtenteils ungenutzt bleibt.
Demgegenüber ist bei der durch die Erfindung erreichten Zusammendrängung des IJauptverbreiiuungsvorganges
in und unmittelbar über dem Brennstoffbett die Zweitluftzufuhr an dieser Stelle
besonders wirksam. Die Zweitluft kanu in an sich bekanntet' Weise trocken, gegel>enenfalls vorgewärmt,
in den Fciierungsrauni eingeführt werden; man kann
auch hier Wasserdampf oder Wasser zusetzen.
Die Roststäbe sind in weiterer Ausgestaltung der F.rfindung an den spitzwinkligen Enden der
oben abgebogenen Schenkel abgerundet und erhalten so eine düsenförmige Erweiterung der Luftaustritlsöifinnig.
Dadurch wird eine sehr erhebliche Vergrößerung der freien Rostfläche erzielt, ohne daß — im Gegensatz zu einer senkrechten
.Ausführung der Koststäbe —ein Durchfallen von
Brennstollteilen zwischen den Roststäben zu befürchten
ist, weil der Brennstoff auf der Schräge des davorstehenden Roststabes aufliegt. Die Übergangsstelle
zwischen Roststabsteg und Roststabkopf ist als düsenartige Verengung des Luftweges
ausgebildet, so daß die Luft gewissermaßen wie durch I )üsen dein Brennstoftlieü zugeführt wird.
Als zweckmäßig haben sich nach einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung Roststäbe erwiesen, die zur Abstandhaltung mit seitlichen Rippen versehen
sind, von denen mindestens zwei Rippen an jedem Teilstab breiter sind als die mögliche maximale
Längsverschiebung der Roststähe beträgt.
Dadurch wird vermieden, daß bei einer Längsverschiebung der Roststäbe, z. B. durch Temperatur-Wechsel,
ein Roststab gegen einen benachbarten verkantet werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Abb. 1 einen senkrechten Schnitt durch einen Wanderrost
<|iicr zur Laufrichtung,
Abb. 2 einen senkrechten Schnitt in der Laufrichtung
des Rostes,
Abb. 3 in vergrößertem Maßstab einen Ausschnitt des in AbI). 1 dargestellten Rostes.
Um einen oder mehrere Mittelstäbe 1 sind Roststäbe 2 und 3 angeordnet, deren obere Schenkel 4
und 5 abgebogen und gegenläufig geneigt sind. und 7 sind die abgeschrägt ausgeführten Roststabenden,
8 und 9 die Endroststäbe. 10 sind am Rost angebrachte gewöhnliche Abstands- und Kühlrippen,
11 solche, die zur Vermeidung der Verkantung von Roststäben bei einer Längsverschiebung
derselben breiter gehalten sind als die gewöhnlichen Kühlrippen. 12 sind die Rostbalken, die den
Rostbelag tragen, 13 die Seitenwände desFcucrungsraumes
und 14 in diese eingelassene Kühlwangen.
Claims (6)
1. Roststabbelag zur Verfeuerung fester Brennstoffe, bei dem die Verbrennungsluft durch
entsprechend winklig abgebogene Roststabköpfe in schräger Richtung nach der Mitte des Rostes
geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die um einen oder mehrere Mittelstäbe (1) angeordneten
Roststäbe (2, 3) sowohl mit ihren Kopfschenkeln (4, 5) als auch mit ihren Enden (6, 7)
schräg nach oben geneigt sind.
2. Rostbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kopfschenkel (4, 5) der Roststäbe an ihren spitzwinkligen Enden (15,
16) zur düsenförmigeii Erweiterung der .Luftaustrittsöffnung
und zur Vergrößerung der freien Rostfläche abgerundet sind.
3. Rostbelag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergangsstelle zwischen
Roststabsteg und Roststabkopf als düsenartige Verengung des Luftweges ausgestaltet ist.
4. Rostbelag nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Rippen
(11) am Roststabsteg breiter sind als die durch die quer zum Rost verlaufenden Luftspalten
(6, 7) gegebene Ausdehnungsmöglichkeit des Rostes. Jo5
5. Verfahren zum Betrieb der Feuerung bei der Benutzung des Rostbelages nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Primärluft in an sich bekannter Weise Wasserdampf zugemischt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der an sich bekannte Zusatz
von Zweitluft mit oder ohne Wasserdampf zusatz möglichst nahe der Brennstoffoberfiäche, vorzugsweise
von den Seiten des Feuerraumes in ng Richtung auf die Rostmitte, gegebenenfalls mit
erhöhtem Druck erfolgt.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 378228,502818,
967;
britische Patentschrift Nr. 306000.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
G 509 556/106 9. 55
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