DEE0004367MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. September 1951 Bekanntgemacht am 29. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Mit Gas gespeiste Heizgeräte, insbesondere | solche für Haushalt und Küche, weisen .meistens
eine ständig brennende Hilfsfiamme auf, durch die das1 au« den Brennern der Heizrampe austretende
Gas entzündet wird. Bei solchen Geräten tauchen sowohl hinsichtlich der Betriebssicherheit als auch
in bezug auf die Regelung.schwierige Probleme auf; vor allem kommt es darauf an, daß selbst dann kein
Gas uriverbrannt entweichen kann, wenn die Bediemmgsperson
einen unrichtigen Handgriff oder einen Handgriff unvollständig ausführt. Ferner soll
die Bedienung und Regelung des Gerätes so möglich sein, daß der Benutzer in keinem Augenblick
und aus keinem Anlaß auf die selbsttätigen 'Steuerorgane für das Entzünden der Flammen einzuwirken
braucht. Endlich soll die Bedienung möglichst einfach sein.
Die meisten bekannten Regelvorrichtungen für ■ Heizgeräte erfordern mehrere Bedienungsgriffe,
darunter einen für die Betätigung des 'Steuerorgan^, für die Zündung der Brennerrampe, beispielsweise
für die Betätigung eines Bimetalls. Diese Art der Betätigung schließt eine absolute, Sicherheit gegen
das Austreten unverbrannten Gases aus. Beiandeinen
bekannten, iVorrichtungen ; muß : ein., -!Steuiergriff in
die Zündstellung eingestellt und für den Betrieb
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des Gerätes in dieser Stellung belassen werden. Nach einem etwa eintretenden Erlöschen der Gasflammen
ist ein ständiges Entweichen von unverbranntem Gas die Folge. Bei wieder anderen Vor-
, 5 richtungen sind die Ventile so angeordnet und ausgebildet,
daß der Gasdruck sie zu öffnen bestrebt ist und somit keine zuverlässige Gewähr gegen unbeabsichtigteis
Austreten von Gas gegeben ist.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheits- und Regelvorrichtung für mit Gas gespeiste Heizgeräte,
bei der ein durch einen Dauerbrenner erhitztes Bimetall die Gaszufuhr zu den Heizbrennern
steuert. Die Vorrichtung nach der Erfindung ist dazu bestimmt, hinter dem Absperrhahn zwischen
der Austrittsöffnung der Gasspeiseleitung und der Eintrittsöffnung der Brennerrampe eingesetzt zu
werden. Sie vermeidet die obenerwähnten Nachteile der bekannten Vorrichtungen und bietet unbedingt
sichere Gewähr dafür, daß kein Gas unbeabsichtigt oder unverbrannt austreten kann. Die
neue Vorrichtung ist im wesentlichen dadurch ge-. kennzeichnet, daß in der Zuleitung zu einem gleichfalls
auf das Bimetall wirkenden Zündbrenner ein normalerweise durch eine Feder auf seinen Sitz
gedrücktes und durch Druck auf einen 'Steuierknopf kurzzeitig zu öffnendes Zündventil angeordnet ist,
und daß der Dauerbrenner über das Hauptventil, das beim Erwärmen des Bimetalls durch die Zündflamme
geöffnet wird, mit Gas gespeist und durch die Zündflamme gezündet wird.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung sind vor der Inbetriebnahme sowohl das Zündventil als
auch das Hauptventil geschlossen. Das einzige bei der Inbetriebsetzung zu betätigende Organ ist der
'Steuerknopf, durch den das in der Zuleitung zu dem Zündbrenner liegende Ventil entgegen Federkraft
geöffnet werden muß. Das Hauptventil wird mittels des durch die Zündflamme erwärmten Bimetalls
selbsttätig geöffnet und erfordert keinerlei Bedienung.
Die neue Vorrichtung kann vorteilhaft so gebaut werden, daß der Zündbrenner, des'sen Zuleitung
das 1 die Feder enthaltende Zündventil aufweist, zugleich
als Dauerbrenner wirksam ist und dazu über das Hauptventil und eine Hilfsleitung, die beim
Schließen des Zündventils geöffnet wird, mit Gas gespeist wird. Statt die Zuleitung zu dem zugleich
als Dauerbrenner benutzten Zündbrenner über das Hauptventil zu führen, kann die Anordnung auch
so1 getroffen werden, daß der Zündbrenner über ein
Hilfsventil, das beim Erwärmen des Bimetalls durch die Zündflamme getroffen wird, mit Gas für den
Betrieb als Dauerbrenner gespeist wird.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind nachstehend erläutert, und zwar an Hand mehrerer
Ausführungsbeispiele, die zum besseren Verständnis in den Zeichnungen dargestellt sind. Es
zeigt
Fig. ι einen 'Schnitt durch eine erste Ausführungsform
einer 'Sicherheits- und Regelvorrichtung nach der Erfindung im Stillstand,
Fig. 2, 3 und 4 entsprechende Schnitte in kleinerem Maßstab für drei Betriebsphasen der Vorrichtung,
Fig. s einen Schnitt durch eine andere Ausführungsform,
Fig. 6 und 7 in räumlicher Darstellung zwei Beispiele für den Anbau der Vorrichtung an ein
Heizgerät,
Fig. 8 einen 'Schnitt durch eine weitere Ausführungsform
im Stillstand,
Fig. 9, 10 und 11 entsprechende 'Schnitte in
kleinerem Maßstab für drei aufeinanderfolgende Betriebszustände der Vorrichtung.
Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Vorrichtung weist einen Körper 1 mit Gaseinlaß 2 auf, durch
den das Gas in eine Kammer 3 gelangt. Mit dieser Kammer stellt ein Kanal 4 in Verbindung, der zu
einem Zündbrenner 5 führt und dessen Durchlaßmenge mittels einer Schraube 6 geregelt werden
kann. Im Stillstand ist die Eintrittsöffnung des Kanals 4 durch ein Ventil 7 verschlossen, das eine
Feder 8 (Fig. 2 bis 4) auf seinem Sitz zu halten sucht. Der Schaft 9 des Ventils 7 hängt mit einem
Bedienungsknopf 10 . zusammen, der das einzige Bedienungsorgan der Vorrichtung darstellt. Wie
noch gezeigt wird, genügt es nämlich für die Inbetriebsetzung, kurzzeitig auf den Knopf 10 zu
drücken, damit das Ventil 7 von seinem Sitz abgehoben wird, und in Höhe des Brenners 5 eine
Flamme zu halten.
Die Kammer 3 steht außerdem mit einem Anschluß 11 in Verbindung, durch den das Gas zum
Heizgerät (nicht dargestellt) gelangt. Im Stillstand ist die Verbindung zwischen der Kammer 3 und dem
Anschluß 11 durch ein Ventil 12 unterbrochen, das
eine Feder 13 auf seinen Sitz zu pressen bestrebt ist.
- Das Ventil 12 unterliegt andererseits der Wirkung eines Bimetalls 14, das auf dem Körper 1 über der
vom Dauerbrenner 5 ausgehenden Hilfsflamme befestigt ist und unter Vermittlung einer auf eine,
Stange 15 aufgeschraubten Mutter ι ζα auf diese
Stange eimvirkt, die in dem Körper 1 ohne Stopfbuchse gleitet und unmittelbar das Ventil 12 betätigt.
Die Mutter ι ζα ermöglicht die Regelung des
Bimetallstrei'fens.
Eine in dem Ventil 12 vorgesehene Schraube 16,
auf der das untere Ende der Stange aufsitzt, ermöglicht den Angriff der Stange 15 am Ventil 12
zu regeln. Eine in einem Stopfen 32 sitzende; Schraube 31 gewährt Zugang zu einer Regelschraube
16, ohne daß der Stopfen 32 abgeschraubt zu werden braucht.
Unter dem Zündbrenner 5 ist ein Dauerbrenner
17 vorgesehen, dem Gas durch einen Kanal 18 zugeführt
wird, der von dem Anschluß 11 ausgeht und in dem eine Schraube 19 für die Regelung des
Brenners 17 vorgesehen ist.
Ein Regelorgan, das beispielsweise in einer Drosselklappe 21 bestehen kann, wie sie in den
Fig. ι bis 4 dargestellt ist, ist in der Kammer 3 vor dem Ventil 12 vorgesehen, um den Druck . des
zugeführten Gases regeln zu können.
Das Regelorgan 21 kann 'mit dem Zündventil 7
derart verbunden sein, daß durch Drücken auf das Ventil mittels des Knopfes 10 bewirkt wird, daß
das Regelorgan in die Stellung für starken Gas-
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durchlaß zurückgebracht wird. Eine Ausführungsform, dieser Verbindung ist als Beispiel, ohne einschränkende
Wirkung, in Anwendung auif das Regelorgari 21 und das Ventil 9 der Ausführung
nach Fig. 8 dargestellt.
Schließlich ist durch eine Schutzkappe 22 (Fig. 6 und 7) die Stange 15 des Ventils 12 und der dieser
Stange benachbarte Teil des Bimetalls 14 abgedeckt, um diesen Teil der Vorrichtung dem Zugriff seitens
der Bedienungsperson zu entziehen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende;
Nachdem die Vorrichtung, wie aus den Fig. 6 . und. 7 ersichtlich ist, zwischen der Leitung 23 für
die Gaszufuhr und der Heizrampe 24 angebracht und der Absperrhahn (nicht dargestellt) dieser Leitung
geöffnet worden ist, wird vor die Düse des ■ Zündbrenners s unter das Bimetall 14 eine Flamme
gehalten und gleichzeitig für kurze Zeit, etwa ■i'S Sekunden lang, auf den Knopf 10 gedrückt.
Nachdem der Zündbrenner sich entzündet hat, wird der Knopf 10 losgelassen. Dieser Handgriff ist der
einzige, den die Bedienungsperson auszuführen hat.
In dieser Betriebsphase (Fig. 2) füllt sich die
Kammer 3 mit Gas bis unter das Ventil 12, das
durch die Feder 13 noch geschlossen gehalten wird. Das Bimetall, das sich unter der Einwirkung der
von der Flamme des Zündbrenners 5 abgegebenen Wärme biegt, wirkt auf die Stange 15 ein und bewegt diese nach unten, wodurch das Ventil 12 gegen
■30- die Wirkung der Feder 13 geöffnet wird, so daß das
Gas in den über dem Ventil 12 gelegenen Teil der Kammer 3 gelangen kann. Daraus ergibt sich einerseits
die 'Speisung des BetriebsdauerbreniieriS. 17
und andererseits die Speisung der Heizrampe 24.
Diese Betriebsphase ist aus Fig. 3 'ersichtlich.
Nachdem das Ventil 7 sich unter der Wirkung seiner Feder 8 auf seinen Sitz gelegt hat (vorausgesetzt,
daß die Bedienungsperson dien Knopf 10 losgelassen hat), hört die Speisung des Zündbrenners
5 auf, der somit erlischt (Fig. 4), so daß nur noch der Dauerbrenner 17 weiter brennt, um
das Bimetall in dem Zustand zu halten, in dem es die Öffnung des Ventils 12 gewährleistet.
Die Anlage befindet sich dann im normalen Betrieb.
. Von der vorstehend beschriebenen Ausführungsform unterscheidet sich diejenige nach Fig. 5 in
folgenden Punkten: Die Vorrichtung weist nur einen Dauerbrenner 5a auf. Wie zuvor wird dieser Dauer brenner
selbsttätig durch die das Gerät durchquerende Hauptleitung gespeist, wenn das Bimetall
sich zu erwärmen beginnt und demzufolge einen Bruchteil seines Hubes von der kalten Ausgangsstellung
aus durchlaufen hat. Die Speisung des Dauerbrenners $a wird gewährleistet: während der
Zündphase durch den Kanal 26 und die kammerartige Erweiterung 27, die um den Schaft 9 des
. Ventils ya vorgesehen ist; während des normalen
Betriebs der Anlage durch den Kanal 28 und die . Kammer 29.
Die Stange 15/, ist mit dem Ventil 12 durch ein
Kugelgelenk 2 5 verbunden, und die Rückstellfeder 13 für das Ventil ist weggelassen, da die Rückstellung
des Ventils auf seinen Sitz beim Erlöschen: des Brenners ζα durch das Bimetall 14 gewährleistet
ist, das bei der Abkühlung seine, ursprüngliche Form wieder annimmt und dabei einen Zug auf
die Stange des Ventils ausübt. Es ist zu beachten,
daß in der 'Schließstellung der Gasdruck das Ventil 12 auf seinen Sitz zu drücken .sucht.
Ebenso wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel kann ein Organ 30 für die Regelung des Gasdrucks
vorgesehen sein; dasselbe kann wie zuvor mit dem Zündventil vereinigt bzw. gekoppelt sein.
Wie aus der Fig. 6 ersichtlich ist, kann die Vorrichtung
rechts oder links in der üblichen Weise befestigt werden; sie kann auch gemäß Fig. 7 in
der Mitte des Heizgerätes angebracht werden.
Bei der in Fig. 8 dargestellten AusführungsfoTm wieist die Vorrichtung einen Körpier 33 mit Gaseinlaß
34 auf, durch den das Gas aus der 'Speiseleitung in die Kammer 35 gelangt.
Die Verbindung zwischen dem Dauerbrenner 5&
und der Kamrner 3 5 ist gemäß der Erfindung durch zwei Kanäle 36 und 37 gegeben. Eine 'Schraube 38
gestattet die Regelung der Durchlaßmenge im Kanal 36. Ebenso· gestattet eine Regelschraube 58
die Veränderung der Durchlaßmenge im Kanal 37 für die Speisung des Dauerbrenners während des
Betriebs des Gerätes.
Im Stillstand ist 'die Eintrittsöffnung des Kanals
36 durch ein Ventil 39 verschlossen, das gewöhnlich durch eine Feder 40 auf seinem 'Sitz gehalten wird.
Der Schaft 41 des Ventils 39 trägt einen Steuerknopf
42, der das einzige Bedienungsorgan der Vorrichtung darstellt. '
Der Gasstrom aus der Kammer 35 zum Datier brenner 5^, durch den Kanal 37 wird durch ein
Ventil 43 gesteuert, das als Relais wirkt. Im Stillstand (s. Fig. 8) wird dieses Ventil durch die Feder
43a auf seinem Sitz gehalten. Andererseits steht das
Hauptventil 45, das die Kammer 35 vom Kanal 46 trennt, durch den das Gas zum Heizgerät gelangt,
unter der Wirkung einer Feder 44, die das Ventil auf seinen Sitz zu drücken sucht. '·
Die aus den Ventilen 43 und 45 gebildete Einheit unterliegt der Steuerung durch das Bimetall 14^
mittels einer Stange 47, die durch -das auf die Mutter 48 einwirkende Bimetall 14« abwärts bewegt
wird, wenn dieses durch die Flamme des Dauerbrenners ζι, erhitzt wird, wobei die Stange 47 unmittelbar
am Ventil 43 angreift, das seinerseits nach Zusammendrückung seiner Feder 43^ auf eine
Stange 49 einwirkt, die das Hauptventil 45 steuert.
Wie ersichtlich, erfolgt diese Steuerung der Ven- 115, tile mittels unabhängiger Organe, die nicht starr
untereinander verbunden sind. Hieraus ergibt sich eine hohe Betriebssicherheit, ohne Gefahr des
Klemmens.
Die Verstellung des Ventils 45 kann mittels der Schraube 50 geregelt werden, zu der man durch
Entfernen der Schraube 51 Zugang gewinnt, ohne den Stopfen 52 abschrauben zu müssen.
Gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung 42 ist der Stößel 42 für die Steuerung des
Ventils 39 mit einer Steuerung der Drosselklappe 53
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für die Regelung und Schließung des Gasdurchtritts kombiniert. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Drosselklappe durch ein in geeigneter Weise angeordnetes Gestänge mit einem Ring 55
verbunden, der den Fortsatz 56 umgibt, in dem die Stange 41 des Ventils 39 gleitet. Wenn man den
Ring 55 nach oben gleiten läßt, bis er mit dem Betätigungsknopf
42 in Berührung kommt, wird die Drosselklappe gedreht, die dabei in die strichpunktier'te
Lage gebracht wird, in der sie die Verbindung zwischen der Kammer 3 5 und dem Ventil 45
unterbricht. Es ist zu beachten, daß die Regelklappe 53 die Wirkung der Flamme des Dauerbrenners
5i während des Betriebs des Gerätes nicht beeinflußt, da dieser Brenner vor der Regelklappe
53 angeschlossen ist.
Wenn man auf den Knopf,42 drückt, um das
- Ventil 39 von seinem Sitz abzuheben, so daß das bei 34 austretende Gas durch den Kanal 36 zum
Dauerbrenner 5& gelangen kann, so wird der Ring 55 gleichzeitig zurückgeschoben, wodurch die
Drosselklappe 53 im Öffnungssinne geschwenkt wird.
Während des Betriebs kann man den Ring 55 zwecks Regelung der Durchlaßmenge des Gases
in eine beliebige Zwischenstellung bringen, und aus diesem Grunde ist der Ring mit leichter Reibung
auf dem Fortsatz 56 angebracht.
Eine Schutzkappe 22 überdeckt den vorstehenden Teil der Stange 47 und den dieser Stange benachbarten
Teil des Bimetalls I4ff, so daß die Bedienungsperson
hierzu keinen Zugang hat.
Nachstehend sind die Wirkungsweise der Vorrichtung und die aus ihrer Anordnung eich ergebenden
Vorteile dargelegt.
Nachdem die Vorrichtung zwischen der Gaszuführungsleitung und der Rampe des Heizgerätes angebracht
und der Absperrhahn der Leitung geöffnet worden ist, wird vor die Düse des Dauerbrenners
5^, unter das Bimetall 14« eine Flamme
gehalten und gleichzeitig auf den Knopf 42 gedrückt, so daß der Dauerbrenner ζι, durch den
Kanal 36 gespeist wird. Sobald der Dauerbrenner entzündet ist, wird durch das sich erhitzende Bimetall
14a die 'Stange 47 abwärts bewegt und so das
Ventil 43 geöffnet. Von diesem Augenblick an wird der Dauerbrenner 5& durch den Kanal 37 mit Gas
gespeist, und der Knopf 42 kann losgelassen werden, so daß die Feder 40 das Ventil 39 auf seinen
Sitz zurückbringt. Die Zeit, während der ein Druck auf den Knopf ausgeübt werden muß, dauert etwa
15 Sekunden, und die vorstehend beschriebene
Handhabung ist die einzige, die die Benutzungsperson vorzunehmen hat, abgesehen von der Rege-
lung der Drosselklappe 53.
Nach Ablauf dieser Zeit, während der durch Biegung des Bimetalls I4a die Öffnung des Ventils 43
unter Vermittlung der Stange 47 erfolgt, wird durch das sich noch weiter biegende Bimetall während
eines zweiten Zeitablaufs das Öffnen des Hauptventils 45 unter Vermittlung der Stange 49 herbeigeführt.
Das Gas kann alsdann durch den Anschluß 46 zum Heizgerät gelangen. Die Brennerrampe
entzündet sich, und das Heizgerät befindet sich nunmehr im normalen Betrieb.
Die Vorrichtung weist keine Stopfbuchse für die Durchführung der Betätigungsstangen, insbesondere
der Stangen 41 und 47, auf und gewährt eine vollkommene Sicherheit.
Bei bekannten Vorrichtungen erlischt der Dauerbrenner bei einer zufälligen Gasunterbrechung,
während die Zuleitung geöffnet bleibt. Wenn das Gas wiederkehrt, kann es dann in die Umgebung
entweichen. Bei der Vorrichtung nach der Erfindung ist dies unmöglich. Einerseits nämlich ist die
Speisung des Dauerbrenners 52, durch den Kanal 36
wegen der erfolgten Schließung des Ventils 39 am Ende der Inbetriebsetzung unterbrochen. Andererseits
wird die Speisung des Dauerbrenners durch den Kanal 37 im Falle einer zufälligen Unterbrechung
der Gaszufuhr selbsttätig abgesperrt, sobald das Bimetall 14^ sich abkühlt und die Federn
43a und 44 demzufolge die beiden Ventile 43 und
45 schließen.
Wie ersichtHch, arbeitet die Vorrichtung in zwei Zeiten: in einer ersten Phase wird nach dem Entzünden
des Dauerbrenners durch das Bimetall das Ventil 43 geöffnet, wodurch die Speisung des Dauerbrenners
durch den Kanal 37 gewährleistet ist (das Ventil 39 ist auf seinen Sitz zurückgekehrt); während
einer zweiten Phase bewirkt das sich noch mehr biegende Bimetall das Öffnen des Hauptventils
45.
Wenn die Gaszufuhr unterbrochen wird, entweder durch die Bedienungsperson oder durch eine
äußere Ursache, erlischt der Dauerbrenner 5j, und
das Bimetall I4a nimmt durch Abkühlung seine ursprüngliche Form wieder an; die Federn 44 und 43,,
können alsdann nacheinander die Schließung der Ventile 45 und 43 herbeiführen. .
Wenn die Gaszufuhr wiederhergestellt ist, arbeitet das Heizgerät erst dann von neuem, wenn
die Bedienungsperson den oben beschriebenen Zündvorgang erneut ausführt.
Es ist zu beachten, daß beim Stillstand der Gasdruck sämtliche Ventile auf ihren Sitz drückt, worin
ein weiterer 'Sicherheitsfaktor bei der Vorrichtung der Erfindung besteht.
Selbstverständlich dienen die beschriebenen und dargestellten Einzelheiten der verschiedenen Ausführungsformen
nur dazu, die Mögliahkeiteri für die Verwirklichung der Erfindung zu veranschaulichen.
Diese können auf mannigfache Weise abgewandelt und einzelne Teile können durch gleichwertige Teile
ersetzt werden, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So kann insbesondere die Verbindung
zwischen dem Knopf 42 und der Regelklappe 53 auf jede andere Weise ausgeführt werden.
Claims (9)
- Patentansprüche:i. Sicherheits- und Regelvorrichtung für mit Gas gespeiste Heizgeräte, bei derein durch einen Dauerbrenner erhitztes Bimetall die Gaszufuhr zu den Heizbrennem steuert, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuleitung (4) zu einem gleichfalls auf das Bimetall (14) wirkenden709/4E 4367 Xl4cZündbrenner (5) ein normalerweise durch eine Feder auf seinen Sitz gedrücktes und durch Druck auf einen Steuerknopf (10) kurzzeitig zu öffnendes Zündventil (7) angeordnet ist und daß der Dauerbrenner (17) über das Hauptventil (12), das beim Erwärmen des Bimetalls (14) durch die Zündflamme geöffnet wird, mit Gas gespeist und durch die Zündflamme gezündet wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch .1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündbrenner (sa), dessen Zuleitung (26) das die feder (8) enthaltende Zündventil (ja) aufweist, zugleich als Dauerbrenner wirksam ist und dazu über das Hauptventil (12) und eine Hilfsleitung (28), die beim Schließen des Zündventils (ja) geöffnet wird, mit Gas gespeist wird.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündbrenner (5b), dessen Zuleitung (36) das die Feder (40) enthaltende Zündventil (39) aufweist, zugleich als Dauerbrenner wirksam ist und dazu über ein Hilfsventil (43), das beim Erwärmen des Bimetalls (}4a) durch die Zündflamme geöffnet wird, mit Gas gespeist wird.
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Bimetall beeinflußte Steuerstange (150) durch ein Kugelgelenk (25) mit dem Hauptventil (12) verbunden ist.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptventil(45) für die Speisung der Heizbrenner des Heizgerätes mit dem Hilfsventil (43) für die Speisung des Zünd- und Dauerbrenners (50) während des normalen Betriebs des Gerätes gekoppelt ist, und zwar derart, daß durch das Öffnen des Hilfsventils (43) unter dem Einfluß des Bimetalls (i4fl) anschließend das Öffnen des Hauptventils (45) herbeigeführt wird.
- 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen den beiden Ventilen (43 und 45) durch zwei getrennte Stangen (47 und 49), die ohne gegenseitige starre Verbindung in einer Flucht angeordnet sind, bewirkt wird.
- 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein in einer Kammer (3, 35) des Zuleitungskanals angeordnetes Regelorgan (21, 30, 53) mit einem äußeren Bedienungsorgan (55) für die Handregelung der Gasmenge im Betrieb verbunden ist, das beim Drücken des Zündknopfes (10, 42) zwangläufig im öffnungssinne verstellt wird.·
- 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Angriffspunkt (i5a, 48) für ein Ende des Bimetalls (14, I4a) zwecks Regelung des letzteren verstellbar ist.
- 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Teil der 'Steuerstange (15, ΐζ/,, 47) des Hauptventils (12, 45) und der benachbarte Teil des Bimetalls (14, 14«) durch eine Schutzkappe (22) überdeckt sind.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen,© 609 709/4 11.56
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