DEE0002018MA - Notschaltung zur Speisung von Röhrenempfangsgeräten - Google Patents
Notschaltung zur Speisung von RöhrenempfangsgerätenInfo
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Description
Empfangseinrichtungen, insbesondere Überlagerungsempfangsgeräte für Hochfrequenzsignale oder sonstige modulierte oder unmodulierte elektro-magnetische Schwingungen werden allgemein mit Anoden-Spannungen von 100 bis 250 Volt betrieben. Steht diese Spannung nicht direkt aus dem Netz zur Verfügung, so wird sie mit Hilfe von Umformern oder Zerhackern erzeugt.
Die Erfindung betrifft eine Notschaltung, die dann Bedeutung gewinnt, wenn das Netz ausfällt. Von besonderer Bedeutung ist eine solche Notschaltung bei transportablen Anlagen, z.B. in Schiffen, Flugzeugen oder anderen Fahrzeugen. Wenn ein Schiff beispielsweise in Seenot gerät und das Netz beschädigt ist, besteht ein Bedürfnis, trotzdem die Empfangsanlage weiter betreiben zu können.
Erfindungsgemäss wird die geschilderte Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Röhrenempfangsgerät von Netzbetrieb für 100/220 Volt auf niedrigere Batteriespannung von beispielsweise 24 oder 36 Volt umschaltbar ausgebildet ist, ohne daß Umformer oder Zerhacker Anwendung finden. Zur Bestückung der Anlage sollen dabei Allstromröhren Verwendung finden.
Die Schaltung des Röhrengerätes kann im wesentlichen in an sich bekannter Weise ausgebildet sein. Es ist nur wichtig, daß insgesamt eine hinreichend hohe Verstärkung erzielt wird, so daß trotz der niedrigen Anodenspannung von 24 oder 36 Volt eine noch brauchbare Wiedergabe im Lautsprecher oder
Kopfhörer möglich ist. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß eine Hochfrequenzvorstufe verwendet wird.
Obgleich die technischen Mittel bezüglich des Empfängeraufbaues, der Netzspeisung und der Batteriespeisung als solche seit langem bekannt sind, ist bisher noch niemals der Versuch unternommen worden, unter Verwendung normaler Röhren und normaler Schaltungen, ein Röhrenempfangsgerät (ohne Umformer oder Zerhacker) ausschliesslich mit relativ niedriger Batteriespannung zu betrieben. Es wiedersprach allen bisher üblichen Auffassungen der Technik, daß eine solche Schaltung überhaupt betriebsfähig ist. Die der Erfindung zugrunde liegenden Versuche haben überraschenderweise gezeigt, daß sich ein Röhrenempfangsgerät der geschilderten Art direkt aus einer Mittel-volt-Batterie betreiben lässt, so daß diese Schaltung für Notbetrieb, neben dem Dauerbetrieb aus dem Netz, besonders für Schiffe und andere Fahrzeuge von grosser Bedeutung ist.
Bei der Umschaltung von Netz- auf Batteriespeisung werden einige Entkopplungswiderstände in den Anodenzuleitungen kurzgeschlossen, um möglichst die volle Batteriespannung nutzbar zu machen, und ferner wird der Heizkreis in Gruppen zu je 24 Volt aufgeteilt, die unter sich parallel an die Batterie angeschaltet sind. Die Gittervorspannung wird (bei beiden Speisearten) ausschliesslich durch Kathodenwiderstände erzeugt, so daß sich bei der niedrigen Batteriespannung die Gittervorspannung entsprechend automatisch erniedrigt.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Röhrenempfangsgerätes nach der Erfindung beispielsweise dargestellt.
1 bedeutet eine Hochfrequenzvorstufe, an
die sich eine Oszillatormischstufe 2 und eine Zwischenfrequenzstufe 3 anschliessen. Signaldetektor, Regeldiode und ein Triodensystem zur Niederfrequenzverstärkung sind in der Röhre 4 vereinigt. 5 bedeutet die Niederfrequenzendstufe. 6 bedeutet einen zweiten Oszillator, der zum Empfang tonloser Telegrafie vorgesehen ist. Erfindungsgemäss wird die Röhrenanordnung 1 bis 6 durch einen Schalter 7 vom Netz auf eine Batterie 8 umgeschaltet, die eine Spannung von 24 Volt besitzt. Beim Umschalten werden die Heizkreise in geeigneter Weise zusammengeschaltet und die Vorwiderstände 9 in den Anodenzuleitungen kurzgeschlossen.
Claims (3)
1. Notschaltung zur Speisung von Röhrenempfangsgeräten, vorzugsweise zum Gebrauch auf Schiffen, Flugzeugen oder anderen Fahrzeugen, auf denen neben einer Netzversorgung eine Mittelvoltbatterie zur Verfügung steht, dadurch gekennzeichnet, daß das Empfangsgerät mit Allstromröhren bestückt ist, und vom Gleich- oder Wechselstromnetz 100/220 Volt umschaltbar auf Batterie von beispielsweise 24 oder 36 Volt ausgebildet ist, wobei die Verbindung der Heiz- und Anodenkreise der Röhrenanordnung mit der Batterie unmittelbar - ohne Verwendung von Umformer oder Zerhacker - erfolgt.
2. Notschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltmittel vorgesehen sind, die beim Umschalten von Netz auf Batteriebetrieb die Anoden- und Schirmgitterkreise an den Pluspol der Batterie legen, die Anodenvorwiderstände teilweise kurzschliessen und die Heizelemente der Röhren zu Gruppen zusammenschalten, die für die Batteriespannung geeignet sind.
3. Empfänger zur Verwendung in einer Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Hochfrequenzvorstufe vorgesehen ist.
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