DEE0001166MA - Verfahren zur Vermeidung von trüben Vorlauf beim Aufbau von Kieselgur-Anschwemmfilterkuchen - Google Patents

Verfahren zur Vermeidung von trüben Vorlauf beim Aufbau von Kieselgur-Anschwemmfilterkuchen

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DEE0001166MA
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Germany
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building
filter cake
diatomite
precoat filter
filtration
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English (en)
Inventor
Karl Dr.-Ing. Mannheim Keller
Original Assignee
Enzinger-Union-Werke AG, Mannheim
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Description

Es ist bekannt, Anschwemmfilter unter Verwendung von Kieselgur für die Klärung von Flüssigkeiten der Getränkeindustrie zu benutzen. Das Anschwemmen wird bewirkt, indem die in den Filterschalen angeordneten porösen Unterlagen der z.B. mittels Bier umgepumpten Kieselgur Widerstand entgegensetzen und sie nicht durchlassen, sodass sie sich an der porösen Unterlage sammelt und einen Kuchen bildet. Das Umpumpen wird solange fortgesetzt, bis der trübe Vorlauf verschwindet und das Filtrat klar kommt.
Es wird dann während des ganzen Filtrationsvorganges der zu filtrierenden Flüssigkeit eine bestimmte Menge Kieselgur zugesetzt, weil die adsorbierende Wirkung der Kieselgur zur Klarfiltration dauernd notwendig ist. Nach Einstellung der laufenden Zugabe von Kieselgur würde die Flüssigkeit trüb laufen. Es werden dadurch dicke Anschwemmkuchen, aber auch grosse Mengenleistungen erreicht.
Im Gegensatz dazu steht das Anschwemmen von Faserstoffen, die sehr viel dichtere Filterfliese bilden und die man nicht während des ganzen Filtrationsvorganges zusetzen darf, weil dadurch die Mengenleistungen sehr beeinträchtigt werden.
Der Nachteil der Kieselgurfiltration, dass das anzuschwemmende Material während des Anschwemmvorganges und noch darüber hinaus solange umgepumpt werden muss, bis der trübe Vorlauf aufhört und das Filtrat klar kommt, wird gemäss vorliegender Erfindung dadurch vermieden, dass als poröse Unterlage für den Aufbau des Kieselguranschwemmkuchens eine gesondert hergestellte fertige, also nicht während des Anschwemmens gebildete Filterschicht benutzt wird, welche während des Aufbaus des Anschwemmkuchens die Filtration der Flüssigkeit übernimmt und nach dem Aufbau des Anschwemmkuchens in ihren klärenden Eigenschaften wirkungslos wird, indem die Adsorptionskraft der in der Hauptsache aus Kieselgur unter Beimischung von organischen und anorganischen Zusätzen bestehenden Filterschicht durch den Zusatz von Asbest und Baumwollfasern eingestellt wird.
Sobald der Filterkuchen aufgebaut ist, tritt dieser an die Stelle der Filterschicht.
So ist es z.B. möglich, eine fertige Filterschicht in der Weise herzustellen, dass sie aus ungefähr gleichen Teilen Kieselgur und Zellstoff besteht und ausserdem ca. 2 - 5% Asbest und ungefähr 4 - 7% Baumwollfasern enthält. Diese Schicht filtriert ein fein getrübtes Bier je nach ihrer Dicke ungefähr 10 - 20 Minuten lang klar, während danach die Trübung des Bieres die Schicht durchdringt, ohne dass der Filterwiderstand merklich ansteigt und damit die Durchgangsleistung der Schicht sich verringert. Wird bei derselben Zusammensetzung der Schicht der Asbestgehalt erheblich (ca. 50 - 100%) erhöht und der Baumwollfaserngehalt verringert, so erhält man eine Schicht, die das Bier dauernd klar filtriert, wobei jedoch der Filterwiderstand schon am Anfang der Filtration wesentlich höher liegt und daher auch die Filterleistung wesentlich vermindert ist und sich im Laufe der Filtration zur Unwirtschaftlichkeit verringert.
Die Verwendung einer solchen Schicht als Unterlage würde die ganzen Vorzüge der Kieselgurfiltration zu nichte machen.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Vermeidung von trübem Vorlauf bei der Filtration von Flüssigkeiten, insbesondere der Getränkeindustrie, mittels Kieselguranschwemmfilter,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass als poröse Unterlage eine fertige Filterschicht dient, die ungefähr zu gleichen Teilen aus Kieselgur und Zellstoff besteht und deren Adsorptionskraft durch geringe Zusätze von Asbest oder Asbest und Baumwolle eingestellt wird.

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