DEC0010748MA - - Google Patents

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DEC0010748MA
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clamping
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 14. Februar 1955 Bekanntgemacht am 8. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einspannvorrichtung zum Nachprüfen und Ausrichten oder Einstellen von Lehren und ähnlichen Meß vorrichtungen.
Rachenlehren und ähnliche Meßgeräte zur Prüfung der Genauigkeit von Werkstücken oder Werkzeugen müssen gelegentlich auf ihre richtigen Abmessungen geprüft werden. Zur Prüfung und zum Ausrichten oder Einstellen müssen die Lehren in einer Einspannvorrichtung festgehalten werden, damit die abgenutzten Flächen abgeschliffen oder andere Bearbeitungen ausgeführt werden können. Es ist wesentlich, daß die Lehre dabei starr festgelegt ist und von der Einspannvorrichtung nicht verbogen oder verformt wird, da andernfalls die Einstellung oder Bearbeitung der Lehre fehlerhaft wird.
Die Erfindung ist auf eine Einspannvorrichtung gerichtet, die eine feste Einspannung von Lehren oder ähnlichen Vorrichtungen ohne Veränderung ihrer Abmessungen oder Ausrichtung ermöglicht. Dabei ist die Einspannvorrichtung vorzugsweise so ausgebildet, daß sie jegliche von ihr hervorgerufene Verziehung oder Verbiegung anzeigt und es ermöglicht, solche Verziehungen oder Verbiegungen durch entsprechende Einstellung zu beseitigen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Einspannvorrichtung einen Halter für das Ende
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des einen Lehrenschenkels und einen mit diesem Halter starr verbundenen, gabelartigen Einspannkopf aufweist, zwischen dessen Arme das Ende des anderen Lehrenschenkels ragt, wobei an den Armen zwei Klemmglieder vorgesehen sind, die an einander gegenüberliegenden Stellen in den zwischen den Armen befindlichen Spalt ragen und gegen die Seitenflächen des Lehrenschenkels gedrückt werden können, sowie ein drittes Glied, das ebenfalls in
ίο den Schlitz ragt, sich nachgiebig gegen die eine Seite des Lehrenschenkels anlegt und mit einer Anzeigevorrichtung verbunden ist, so daß .es die Lage des Lehrenschenkels innerhalb der gabelartigen Vorrichtung erkennen läßt.
Die Zeichnung zeigt ein Beispiel für die Ausführung der Einspannvorrichtung nach der Erfindung, und zwar '
Fig. ι eine schaubildliche Ansicht einer Rachenlehre, für die die Einspannvorrichtung bestimmt ist, Fig. 2 eine Ansicht der Einspannvorrichtung mit der Lehre und
Fig. 3 einen waagerechten Schnitt durch die Grundplatte der Einspannvorrichtung in größerem Maßstab. .
Die Rachenlehre 10 besteht aus einem Lehrenbügel 11 mit einer festen Meßbacke 12 an dem einen und einer verstellbaren Meßbacke 13 am anderen Ende des Bügels. Die Verstellung der Meßbacke 13 wird an einer Meßuhr 14 angezeigt, die abnehmbar an dem Bügel 11 befestigt ist. Diese Meßuhr wird von dem Bügel abgenommen, bevor die Lehre in die Einspannvorrichtung eingesetzt wird. Ein verschiebbarer Stab 15, der normalerweise durch eine Klemmschraube 16 in seiner Lage gehalten wird, verhindert ein zu weites Überschieben der Lehre über den zu messenden Gegenstand. Er kann "ebenfalls vor dem Einsetzen der Lehre in die Einspannvorrichtung herausgenommen werden.
Die in Fig. 2 veranschaulichte Einspannvorrichtung besteht aus einer Grundplatte 17, einer darauf befestigten Säule 18 und einem gabelförmigen Einspannkopf 19, der auf der Säule in der Höhe verstellbar ist. Er kann mittels einer Klemmschraube 20 in der gewünschten Höhe festgestellt werden.
Die Grundplatte 17 enthält eine genau gebohrte, lotrechte Bohrung 21, in die ein nach unten ragender Zapfen der unteren festen Meßbacke 12 gesteckt werden kann, sowie eine diese Bohrung durchsetzende waagerechte Bohrung 23,,, in die eine ' Spannvorrichtung zum vertikalen Festlegen des Zapfens der Meßbacke 12 eingeschraubt ist. Sie bestellt aus einer beweglichen Hülse 24, die mit einer Gewindebohrung versehen ist und auf einer Schraubenspindel 25 sitzt, die in einer Hülse 26 gelagert ist. Die Schraubenspindel 25, deren Ende 25fl die bewegliche Hülse 24 durchragt, ist mit einem Drehknopf 27 versehen. Die einander zugekehrten Enden der beiden Hülsen 24 und 26 sind abgeschrägt. In gleicher Weise ist auch der Zapfen der Meßbacke 12 mit Schrägflächen I2ff versehen. Durch Drehen des Knopfes 27 können die beiden Hülsen einander genähert werden, so daß sie sich nach Art eines Schraubstocks von beiden Seiten, gegen die Schrägflächen anlegen, dadurch den Zapfen der Meßbacke 12 gegen die gegenüberliegende Wand der lotrechten Bohrung 21 - anpressen und so- die Meßbacke 12 in der Bohrung festlegen.
Es ist aber natürlich auch möglich, das Festlegen der Lehre durch anders ausgebildete Vorrichtungen zu bewirken.
Ist die Meßbacke 12 durch die Spannvorrichtung 22 festgelegt, so befindet sich das obere Ende des Bügels 11 in dem Schlitz I9„ zwischen den beiden Gabelarmen 28 und 29 des Einspannkopfes 19. Der Schlitz ist so breit, daß beiderseits des Bügels noch etwas Raum verbleibt. Zwei Klemmglieder, die als Schrauben 30 und 31 ausgebildet sein können, ragen von beiden Seiten in den Schlitz 19,,. Sie können so weit angezogen, werden, daß sich ihre Enden gegen die Seitenflächen des Bügels 11 anlegen. An der Seite des Einspannkopfes ist eine '■* Meßuhr 32 angeordnet. Ihr Meßstift 32a durchragt eine waagerechte Bohrung des Armes 28 und legt sich nachgiebig gegen die eine Seitenfläche des Bügels 11 an. In dieser Stellung mißt die Meßuhr 32 die Abweichung des Lehrenbügels 11 von der Lotrechten. Die Meßuhr wird an dem Arm 28 mittels einer Klemmschraube 33 gehalten.
Die zu prüfende Rachenlehre wird in aufrechter Stellung mit dem nach unten vorstehenden Zapfen der festen Meßbacke 12 in die lotrechte Bohrung 21 der Grundplatte 17 eingesteckt und mittels des Drehknopfes, 27 darin festgespannt. Stimmt die Höhenlage des Einspannkopfes 19 mit dem oberen Ende des Bügels der Lehre nicht überein, so wird der Einspannkopf 19 nach Lösen der Schraube 20 entsprechend auf der Säule 18 verstellt, bis sich dieses Ende in dem Schlitz 19,, des Einspannkopfes befindet. Die Klemmschrauben 30 und 31 müssen vorher so weit zurückgeschraubt sein, daß sie den Bügel nicht berühren. Nun wird die Meßuhr 32 in dem Arm 28 nach Lösen der Schraube 33 so verschoben, daß der Meßstift den Bügel seitlich berührt und der Zeiger der Meßuhr auf Null steht. In dieser Stellung wird die Meßuhr durch die Klemmschraube 33 festgelegt.
Nun werden die beiden Klemmschrauben 30 und 31 von beiden Seiten vorsichtig und gleichmäßig gegen den Bügel angeschraubt, so daß sich die Anzeige, der Meßuhr nicht verändert. Durch vorsichtiges Verschrauben können gegebenenfalls auftretende Ausschläge der Meßuhr wieder rückgängig gemacht j werden, bevor der Bügel endgültig festgeklemmt ist. Nach endgültiger Feststellung hält die Ein-' spannvorrichtung die Rachenlehre sehr fest,. ohne daß die Lehre beim Einspannen irgendwelche Ver- * formungen erlitten hat. '

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zum Einspannen von Rachenlehren od. dgl., gekennzeichnet durch einen mit einer Klemmvorrichtung (22) versehenen Halter (17) für das eine Ende des Lehrenbügels (11) und einen mit diesem Halter starr verbundenen,
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    gabelartigen Einspannkopf (19), dessen Arme (28, 29) das andere Ende des Lehrenbügels seitlich zwischen sich erfassen und zwei Klemmglieder (30, 31) aufweisen, die an gegenüberliegenden Stellen in den zwischen den Armen befindlichen Spalt (19J ragen und gegen die Seitenflächen des Lehrenbügels angezogen werden können, sowie ein drittes Glied (32J, das ebenfalls in den Schlitz ragt, sich nachgiebig gegen die eine Seite des Lehrenrahmens anlegt und mit einer Anzeigevorrichtung (32)' verbunden ist, so daß es die Lage des Lehrenbügels innerhalb des gabelartigen Einspännkopfes erkennbar macht.
  2. 2. Einspannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß die Klemmglieder aus fluchtend in den beiden Armen (28, 29) sitzenden Stellschrauben (30, 31) bestehen.
  3. 3. Einspannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dritte Glied der Federstift (32fl) einer Meßuhr (32) ist, die an dem einen Arm (28) des gabelartigen Einspannkopfes (19) angeordnet ist.
  4. 4. Einspannvorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (17) für das eine Ende des Lehrenbügels aus einer Grundplatte besteht, die mit in einer Querbohrung (23,,) liegenden Einspannhülsen (24, 26) versehen ist.
  5. 5. Einspannvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (17) eine senkrechte Bohrung (21) zur Aufnahme des Zapfens (12) einer Rachenlehre aufweist und die zum Festlegen des Lehrenzapfens dienenden Einspannhülsen (24, 26) mit einander zugekehrten Enden auf die senkrechte Bohrung der Grundplatte einstellbar sind.
  6. 6. Einspannvorrichtung nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, daß der mit gabelartigen Armen (28, 29) versehene Einspannkopf (19) an einer auf der Grundplatte (17) starr befestigten Säule (18) vorzugsweise verstellbar befestigt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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