DEC0007443MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEC0007443MA
DEC0007443MA DEC0007443MA DE C0007443M A DEC0007443M A DE C0007443MA DE C0007443M A DEC0007443M A DE C0007443MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil
pour point
coal tar
parts
heating oil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. April 1953 Bekanntgemacht am 2. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Herstellung von Heizöfen aus Steinkohlenteerölen sowohl wie auch aus Braunkohlenteerölen . islt an sich bekannt.
. Steinikohlenteeröle haben jedoch, die lästige Eigenschaft, sogenannten· Satz zu bilden, d. h., sie sicheiden bei längerem Lagern und bei tieferen Temperaturen feste Bestandteile in Form von Kristallen oder Schlamm aus. Sie werden deshalb mach »Satz frei he it« gehandelt, d. h. mach Angabe einer bestimmten Temperatur und einer bestimmten Zeitspanne, innerhalb der das Öl noch keine festen Bestandteile abscheidet. Falls, eine Satzireiheit bei oder unter o° C gefordert wird., müssen Steitakohlenteeröle in der Regel mittels Kühlanlagen »tiefgekühlt« werden, um diese Bedingung zu einfüllen.
Brauenkohleniteeröle zeigen diese Satzbindung nicht, sondern beginnen bei tiefem Temperaturen zu stocken (zähflüssig ,zu werden), und, zwar liegt ihr Stockpunkt in der Regel bei, + 5 bis —50C. Da BTaunkohilenteeröle jedoch einen charakteristischen Geruch aufweisen;, da ihr Heizwert gewöhnlich etwas niedriger Hegt als jener der S.teinkohlenteerofe und da sie meii'st erheblich mehr saure Bestandteile enthalten, ist ihre Verwendung auf einen anderen Verbraucheirkreis. beschränkt als den,, der ausschließlich Steinikohlenteeröl zu verwenden pflegt.
609 577/430
C 7443 IVc/23 b
Es wurden wohl schon vielfach Versuche gemacht, durch Mischen von Stekikohleniteerölen und Braunkohlenteerölen Heizöle herzustellen, die beider Vorteile !aufweisen sollten,, ohne ihre Nachteile 1ZU besitzen, doch ist eine optimale Mischung beidter. Komponenten .-h..■ insonderheit hinsichtlich Satzfreihieit und Stockpunkt — bisher nie entwickelt worden oder Gegenstand einer Patentanmeldung geworden.
ίο Gegenstand der Erfindung ist nunmehr das Resultat einer längeren Entwicklungsarbeit, die einer optimalen Mischung von Rraunkohilenteeröl und Steinkohlenteeröl dienen sollte, mit dem Ziel, vor .allem ein möglichst' tief stockendes und völlig satzfreies Heizöl herzustellen,, das möglichst alle Vorteile beider Komponenten in sich vereinigen sollte, ohne deren Nachteile zu besitzen.*
Dabei wurde gefunden, daß ein Gemisch von 50 Gewichtsteilen Steinkohlenteeröl mit einer » S atzf reiheilt« von i5°/3 Stunden und 50 Gawichitsteilen Braunkohlenteeröl mit einem . Stockpunkt von. o° ein Heizöl lieferte, 'das völlig satzfrei war und einen Stockpunkt von —120 aufwies. Die gleiche Mischung im Verhältnis 60 (Braunkohlenteeröl) zu 40 (Steinkohlenteeröl) ergab sogar einen Stockpunkt unterhalb —200. Auch durch einen Zusatz von etwa 0,5 Ge wicht steilen Rohniaphthalin zur Überdeckung des Braunkohlenteerölgeruchs wurde der Stockpunkt nicht erhöht.
Auf diese Weise läßt sich also ein Heizöl mit allen Vorteilen gewöhnlichen Steinkohlenteeröls erzeugen, das auch bei verhältnismäßig strengem Frost dünnflüssig, bleibt, ohne daß zu seiner Herstellung kostspielige und langwierige Manipulationen in einer Tiefkühlanlage erforderlich sind, welch letztere kleine oder mittlere Teerdestillationen nicht zu besitzen pflegen. Das so gewonnene Heizöl zeigt überhaupt keine Satzbildung mehr, stockt nach Art des Braunkohlenteeröls erst bei Temperaturen unter —ίο0 — also bei einer Temperatur, bei der die beiden hierzu verwendeten Komponenten allein, bzw. jede für sich, längst erstarrt sein würden.
Der technische Fortschritt dieser Herstellungsweise eines weitgehend frostfesten Heizöls liegt auf der Hand, denn solcher Art wird durch einen einfachen Mischprozeß zweier an sich nicht frostfester öle ein tiefstockendes Heizöl gewonnen, das ohne Inanspruchnahme einer Tiefkühlanlage erzeugt und trotzdem den bekannten tiefgekühlten Heizölen sogar überlegen ist. Die auf diesem Wege gegebene Möglichkeit, ein besonders in den Wintermonaten sehr gesuchtes frostsicheres Heizöl auf einfachste und billigste Weise zu fabrizieren, bietet zweifellos die Gewähr, daß es sich bei vorliegender Erfindung um eine wertvolle Bereicherung der einschlägigen Technik handelt.
Beispiel
5.0 Gewichtsteile eines handelsüblichen Steinkohlenteerheizöls, jedoch mit einer Satzfreiheit von i5°/3 Stunden und 50 Gewichtsteile Braunkohlenteerheizöl mit einem Stockpunkt von —20 wurden gemischt und nach Anwärmen auf etwa 700 C mit o,S Gewichtsteilen' Rohnaphthalin versetzt. Die seitens der Staatl. chem.-techn. Prüfungs- und Versuchsanstalt an der Technischen Hochschule Karlsruhe vorgenommene Analyse ergab:
Spezialgewicht bei 200 1,013
Wassergehalt 0,4%
Siedeverlauf bis 2700, Volumprozent 65
Flammpunkt (o. T.) ' ■ 920
Verkokungsrückstand nach
Conradson .-. . , . . ΐ,ΐο,ο/ό'
Asche 0,055 °/o>
Stockpunkt .·...■ . —.12°
Oberer Heizwert 9337 W.E.
Unterer Heizwert 8882.W.E.
Schwefel 1,27%
Viskosität bei 20° C :..... 1,88° E
Viskosität bei 500 C 1,28° E
Korrosionsversuch negativ

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Völlig satzfreie Heizölmischung mit einem Stockpunkt unterhalb —100C, bestehend aus 35 bis 50 Teilen Steinkohlenteeröl von Heizölqualität und einer Satzfreiheit von höchstens 1S0Zs Stunden und 65 bis 50 Teilen Braunkohlenteeröl von Heizölqualität mit einem Stockpunkt von höchstens o° sowie 0,5% bei 700 zugefügtem Rohnaphthalin.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 325 883;
    britische Patentschrift Nr. 261 907.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE8703670U1 (de) Ventil für normal saugende sowie aufgeladene Benzin- und Dieselkraftmaschinen sowie Turbinenaggregate
DE2428091A1 (de) Verschleissfeste eisenhaltige sinterlegierung
LU83339A1 (de) Brennstoffbriketts
DE2827168A1 (de) Suspension und verfahren zur herstellung
DE2522772C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Koks und hierfür geeignetes kohlenstoffhaltiges Material
DE2942122A1 (de) Suspension und verfahren zur herstellung
DEC0007443MA (de)
DE1470615A1 (de) Verfahren zur Hydroraffination von Schmieroelfraktionen
DE3032995A1 (de) Zweistufenverfahren zur kohleverfluessigung mit aus dem prozess stammendem loesungsmittel, dessen gehalt an heptanunloeslichen bestandteilen gering ist
DE1246147B (de) Verfahren zur Gewinnung schwefelarmer schwerer Heizoele aus Ruecktstandsoelen
DE60108172T2 (de) Verfahren zur herstellung einer suspension von flugasche
DE1009338B (de) Steinkohlenteerweichpech-Produkt
DE102014016073A1 (de) Stahl
DE294481C (de)
DE526783C (de) Verfahren zum Veredeln bituminoeser Stoffe durch Zusatz von Harzen
DE324258C (de) Bindemittel fuer Brennstoffbriketts aus schwerem Kohlenwasserstoffoel, insbesondere solchem, welches im Teer vorkommt, mit Zusatz fester, verdickender Stoffe
DE121289C (de)
DE3031583C2 (de) Verwendung eines Pulvergemischs als Plasmaspritzpulver
DE429551C (de) Verfahren zur Herstellung von Schmieroelemulsionen
DE638662C (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlendispersionen in Heizoelen
DE112023001085T5 (de) Molybdänaminokomplex-Katalysator, Vorbereitungsverfahren für diesen und Verwendung von diesem
DE122893C (de)
DE959044C (de) Verfahren zum Herstellen stabiler waesseriger Dispersionen
AT38840B (de) Verfahren zur Herstellung von festem Brennstoff aus Erdöl, Pech und Sägespänen.
DE974766C (de) Verfahren zur Herstellung von plastischen Massen aus Teeren