DEC0006922MA - - Google Patents

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DEC0006922MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. Januar 1953 Bekanntgemacht am 8. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein chlorophyllhaltiges Zahnpflegemittel.
Chlorophyll, der grüne Pflanzenfarbstoff, besteht bekanntlich aus zwei Komponenten, dem blaugrünen Chlorophyll a und dem chemisch analog aufgebauten gelbgrünen Chlorophyll b, die beide wasserunlösliche, magnesiumhaltige Phytyl-methylester eines Prophyrinderivates sind, das einen Dihydroporphinring mit eingebautem isocyclischem Ring aufweist. Im Sinne der Erfindung sind unter Chlorophyll sowohl das Gemisch als auch die einzelnen Komponenten und deren Derivate zu verstehen.
Die wasserlöslichen Chlorophyllverbindungen beseitigen den unangenehmen Mundgeruch weitgehend oder völlig.
Sie werden zweckmäßig in die Mundhöhle durch Spülen oder durch Bürsten der Zähne mit einem diese Verbindungen enthaltenden Zahnpflegemittel eingeführt. Es zeigte sich aber, daß die wirksamen Chlorophyllverbindungen aus den Zahnpflegemitteln, vor
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allem, wenn sie unlösliche Calciumverbindungen als Poliermittel enthalten, weder in wäßriger Lösung noch im wäßrigen Speichel in Freiheit gesetzt werden, so daß sie beim Zähneputzen nicht wirksam werden.
ICs wurde nun gefunden, daß diese Nachteile beseitigt werden, wenn das Zahnpflegemittel eine wasserlösliche Chlorophyllverbindung, ein Poliermittel, ζ. Ii. eine unlösliche Calciumverbindung, und ein wasserlösliches Salz einer anorganischen oder organischen
in Säure enthält, das dem Gemisch bei Einstellung auf einen Wassergehalt von 8o°/„ einen ρ,,-Wert von etwa 5 bis 11, vorzugsweise von etwa 7,5 bis 9, verleiht. Als Puffeiungsmittel kann das Zahnpflegemittel ein Alkaliphosphat, /.. H. ein Alkalisalz der Orthophosphorsäure, der Pyrophosphorsäiire oder von Polyphosphorsäuren enthalten. ICs kann alier auch Alkalisilikate enthalten. Auch kann das Alkalisalz einer Oxycarbonsäure, wie Citronensäure oder Gluconsäure, zugesetzt werden. Auch Salze von Amino-polycarbonsäuren, wie der
NaOOC CH,,
NaOOC CH.,
Äthylen-diamino-tetra-essigsäure, sind geeignet. An Stelle der genannten Säuren können auch ihre Derivate, Homologen und Substitutionsprodukte verwendet werden.
Zu der Herstellung erfindungsgemäßer Zahnpflegemittel, wie Mundwässer, Zahnpasten und Zahnpulver, können folgende Alkalisalze anorganischer Säuren verwendet werden: Mono-, Di- und Trinatriumphosphat, Dinatriumpyrophosphat, Tetranatriumpyrophosphat, Natriumtripolyphosph.it, Mono-, Di- und Trikaliumphosphat, Dikaliumpyrophosphat, Tetrakaliumpyrophosphat, Kaliumtripolyphosphat, Natrium- und Kaliumsilikat.
Auch Salze des Ammoniums oder von Aminen sind geeignet.
An Salzen organischer Säuren kommen beispielsweise in Frage Natriumeitrat, Kaliumeitrat, Natriumgluconat, Kaliumgluconat, das Alkalisalz der Äthylen diamino-tetra-essigsäure der Formel
ν -CH,- CH., — n:
,CH.,- COONa
1CH,-COONa
oder andere Salze von Polycarbonsäuren, von Alkyl-, Alkyleii-, Aryl-, Aralkyl-aniino-carbonsäuren oder deren Derivaten. Die Alkalisalze können in Mengen bis zu etwa 10"/,, des Gewichts der fertigen Cremische zugesetzt werden.
Die in Wasser unlöslichen bzw. schwerlöslichen Calciumverbindungen, die als Polier- oder Scheuermittel zugesetzt werden, können Calciumcarbonat, Calciumsulfat, wasserfreies Dicalciumphosphat, Diealeiumphosphat-dihydrat, handelsübliches TYicaleiunipliosphat od. dgl. sein. Auch kann man Aluininiuinhydroxyd, Magnesiumcarbonat od. dgl. neben der Calciuiuverbindung zusetzen. Das \vasserunlöslielie bzw. schwerlösliche Poliermittel macht bei Zahnpasten und Zahnpulvern den größten Teil des Gemisches aus, und zwar bis zu 95 Gewichtsprozent.
Als wasserlösliche Chlorophyllverbindungen können
Nalrium-kupfer-chlorophylliii, Natrium-magnesiumchloropliylhn, Natriuin-nickel-chlorophyllin, Natrium-(■isen-chloropliyllin.Natrium-kalium-kupfer-chlorophyl- lin, Kalium-kupfcr-chlorophyllin, Kalium-magnesiumchlorophyllin, Kalium-nickel-chlorophyllin, Kaliumeiseii-chlorophyllin usw. verwendet werden. Der Gehalt der fertigen Zahnpflegemittel an diesen wasserlöslichen Chloropliyllverbindungen beträgt bis zu etwa I Gewichtsprozent.
Zum Nachweis, daß aus den erfmdungsgemäßen Gemischen wirksame Chlorophyllverbindung in Freiheit gesetzt wird, wurden Vergleichsversuche mit Zahnpllegeinitteln durchgeführt, die verschiedene wasserunlösliche bzw. schwerlösliche Calciumverbindungen als Poliermittel, ο,ι "/„ wasserlösliches Kaliumkupier-ehlorophyllin und verschiedene der erfindungsgemäßen wasserlöslichen Alkalisalze enthielten. Aus
Cm der folgenden Tabelle ist zu ersehen, wieviel Prozent der wasserlöslichen Chlorophyllverbindung in einem Gemisch von etwa 1 Gewichtsteil Zahnpflegemittel und .| Teilen Wasser in Freiheit gesetzt wird:
In Freiheit gesetzte Chlorophyllverbindung in Prozent bei einem Gehalt des Zahnpflegemittels an
i,5 - /ei —
Dicalciumphosphat-dihvdrat und
Tetranatriumpyrophosphat.. . i,5 98 —
Dicalciumphosphat-dihydrat und
Natriumtripolyphosphat 91
Dicalciumphosphat-dihydrat und
Dinatriumpyrophosphat 2,0 68
Calciumcarbonat und Tetra
natriumpyrophosphat 2,0 94 90
Calciumcarbonat und Natrium
polyphosphat . . . 2,0 87 9T
Calciumcarbonat und Dinatrium /
pyrophosphat . . 0,0 65 63
Tricalciumphosphat und Tetra
natriumpyrophosphat 0,0 63
Tricalciumphosphat und
Natriumtripolvphosphat 0,0 79
Tricalciumphosphat und
Dinatriumpyrophosphat 19
Die erfindungsgemäßen Zahnpflegemittel können die üblichen Zusätze aufweisen, z. B. Reinigungsmittel, wie Seifen oder synthetische Reinigungsmittel, beispielsweise bis zu etwa 10% Seife oder bis zu 8% waschaktive synthetische Stoffe. Auch Geruchs- oder Geschmacksstoffe, wie Wintcrgrünöl, Pfefferminzöl, Spearmintöl, Eukalyptusöl, Nelkenöl, Menthol, Anis, Thymian, lösliches Saccharin u. dgl. können in üblicher Weise zugesetzt werden.
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In den folgenden Beispielen sind einige Zahnpflegemittel nach der Erfindung aufgeführt. Die Angaben über die Wasserstoffionenkonzentration beziehen sich auf einen 20%igen wäßrigen Brei der aufgeführten Mittel.
Beispiel ι
Es wird eine Zahnpaste aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
ίο Dicalciumphosphat-dihydrat 5o,o%
Natrium-kupfer-chlorophyllin ..... o,i °/0
Tetranatriumpyrophosphat 2,o°/0
Carboxymethylcellulose i,5 %
Wasser Rest
Dieses Mittel hat einen pH-Wert von etwa 7,5
Beispiel 2
Es wird ein Zahnpflegemittel in Pastenform mit folgenden Bestandteilen hergestellt:
Dicalciumphosphat-dihydrat 37,5 °/0
Calciumcarbonat 12,5 %
Kalium-kupfer-chlorophyllin 0,1 °/0
Dinatriumpyrophosphat 3»°°/o
Natriumalginat 1,2%
Wasser Rest
Die Paste hat einen pH-Wert von etwa 8
Beispiel 3
Es wird eine Zahnpaste aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
Handelsübliches Tricalciumphosphat 40,0 %
Natrium-kupfer-chlorophyllin 0,05 %
Natriumeitrat 5,0 %
Natriumlaurylsulfoacetat 4,0 °/0
Irisches Moos 0,3 %
Glycerin 35,o%
Pfefferminzöl 1P0U
Wasser Rest
Dieses Mittel hat einen pH-Wert von etwa 8,5
Beispiel 4
Es wird eine Zahnpaste folgender Zusammensetzung, hergestellt:
Calciumcarbonat 50,0 %
Natrium-kupfer-chlorophyllin 0,3 %
Tetranatriumpyrophosphat 0,25 %
Natriumlaurylsulfat 2,5 °/0
Spearmintöl 1,0 %
Traganth 1,0%
Glycerin 20,0 %
Saccharin 0,1 %
Wasser Rest
Diese Paste hat einen pH-Wert von etwa 8,8
Beispiel 5
Ein Zahnpulver folgender Zusammensetzung wird hergestellt: ■
Calciumcarbonat 84,8 %
Natrium-kupfer-chlorophyllin ..... 1,0°/0
Saccharin o,2 °/0
Natriumsilikat 3,0 °/0
Palmölseifenpulver 8,0 %
Wintergrünöl 3,0 %
Das Mittel hat einen pH-Wert von etwa 10,8
Beispiel 6
Ein Zahnpflegemittel in Pulverform wird aus folgenden Bestandteilen hergestellt: ^0
Dicalciumphosphat-dihydrat 91,8%
Natrium-kupfer-chlorophyllin 0,2 %
Natriumlaurylsulfat 3,0 °/0
Natriumtripolyphosphat 3.0%
Pfefferminzöl 2,0 %
Dieses Mittel hat einen pH-Wert von etwa 8,5
Wie aus den Beispielen hervorgeht, können auch Hilfsstoffe in kleineren Mengen zugesetzt werden, wie Binde- oder Verdickungsmittel. Wird Natriumalginat als Bindemittel verwendet, nimmt man vorteilhaft Mengen von bis zu etwa 3%. Traganth wird in Mengen von etwa 0,1 bis 3%, berechnet auf das Fertigprodukt, zugefügt, während Carboxymethylcellulose in größeren Mengen, z. B. bis etwa 4°/0 oder mehr, verwendet werden kann. Ebenso können auch Irisches Moos, Pektin u. dgl. in weiten Grenzen zugesetzt werden.
Weiter kann man Titandioxyd oder andere Färbstoffe in Mengen von bis zu etwa 2% zusetzen.
Die Erfindung umfaßt alle Mund- und Zahnpflegemittel in jeder Form, z. B. als wäßrige Lösung, als Krem, Paste oder als trockenes Pulver.
Wenn man die erfindungsgemäßen Mittel mit wäßrigem Medium herstellt, werden alle flüssigen Bestandteile, wie Wasser, Äthanol u. dgl., in ein Gefäß gebracht und gründlich gerührt, dann das wasserlösliche Alkalimetallsalz zugesetzt und darauf das Poliermittel, die wasserlösliche Chlorophyllverbindung und sonstige Hilfsstoffe zugegeben. Aktive synthetische Reinigungsmittel werden, zweckmäßig den gründlich vermischten flüssigen Bestandteilen vor Zugabe des wasserlöslichen Alkalimetallsalzes zugesetzt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Zahnpflegemittel aus einer wasserlöslichen Chlorophyllverbindung, einem Poliermittel, z. B. einer in Wasser unlöslichen bzw. schwerlöslichen Calciumverbindung und dem wasserlöslichen Salz einer anorganischen oder organischen Säure, das dem Gemisch bei einem Wassergehalt von 8o°/0 einen pH-Wert von etwa 5 bis 11, vorzugsweise von etwa 7,5 bis 9, verleiht.
    509 598/143
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  2. 2. Zahnpflegemitte] nach Anspruch i, gekennzeichnet (lurch einen Gehalt an einem Alkaliphosphat, beispielsweise einem Alkalisalz der Orthophosphorsäure, der Pyrophosphorsäure oder einer Poly phosphorsäure.
  3. 3. Zahnpflegcmittel nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Alkalisilikat.
  4. /|. Zahnpilcgemittel nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem Alkalisalz einer Oxycarbonsäure, insbesondere der Citronensäure oder Gluconsäure.
  5. 5. Zahnpflegemittcl nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem Alkalisalz von Amino-poly-carbonsäuren, z. B. der Äthylen-diamino-tetra-essig-säurc.
    Angezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 601 801.
    © 509 598/143 11.55

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