DEC0000903MA - Anlaßhilfsvorrichtung für Brennkraftmaschinen - Google Patents

Anlaßhilfsvorrichtung für Brennkraftmaschinen

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DEC0000903MA
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DE
Germany
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internal combustion
combustion engines
oil
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starting auxiliary
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Inventor
Paul Dipl.-Ing. Osterholz-Scharmbeck Chronz
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Description

Brennkraftmaschinen von Kraftfahrzeugen sind immer schwer in Gang zu bringen, wenn sie bis in die Nähe des Gefrierpunktes abgekühlt sind und die Anlaßbatterie nicht mehr die volle Leistung aufweist. Meist wird so lange gestartet, bis die Batterie erschöpft ist und der Wagen angeschoben oder angeschleppt oder die Batterie ausgewechselt werden muß. Dabei ist das lange Ziehen der Startklappe für den Motor schädlich. Es gelangt hierdurch so viel Benzin in das Schmieröl, daß oft gar kein Ölverbrauch festzustellen, aber mancher Motor nach überraschend kurzer Zeit reif zum Ausschleifen ist.
Die Anlaßschwierigkeiten des tief abgekühlten Motors sind in der Hauptsache auf die hoch angestiegene Zähigkeit des Schmieröls zurückzuführen. Dieses enthält im allgemeinen Paraffin, das schon bei Temperaturen über 0 Grad C erstarrt und die Kolben im Zylinder festklebt. Hinzu kommt der unverhältnismäßig hohe Widerstand, den die Ölpumpe zu überwinden hat. Das auf der Druckseite der Ölpumpe in der Leitung befindliche Öl ist bei Temperaturen um 0 Grad C so steif, daß eine Schmierpresse erforderlich wäre, um den Ölfaden in Bewegung zu bringen.
Da das Kraftfahrzeug seine längsten Betriebspausen und die damit verbundene Abkühlung meist in der Nähe von Wohnungen oder in der Garage erfährt und hier fast immer elektrische Energie vorhanden ist, liegt es nahe, den Motor durch Netzstrom anzuwärmen. Hierzu ist nur erforderlich, im Ölsumpf des Motors und falls er wassergekühlt ist, an geeigneter Stelle des Kühlwassersystems wie im Ober- oder Unterteil des Kühlers oder in den Verbindungsleitungen für die Spannung des Ortsnetzes, also im allgemeinen für 220 V ausgelegte elektrische Heizkörper einzubauen. Als solche eignen sich insbesondere die bei Tauchsiedern üblichen wasserdichten Rohre, die wenig Platz beanspruchen und der Form des mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraumes, den sie erwärmen sollen, leicht anzupassen sind. Die Befestigung eines Rohres bereitet keine Schwierigkeiten. Der Anschluß des Heizkörpers an das Netz kann in der gleichen Weise erfolgen wie beim elektrischen Tauchsieder. Der Gerätestecker, in den die am Kabel sitzende Gerätesteckdose eingeführt werden muß, kann dabei an beliebiger Stelle angebracht werden. Zweckmäßig erscheint es, ihn unmittelbar am Motor anzuordnen, so daß der Verlauf der Erwärmung und das Entweichen der aus dem Schmieröl ausgetriebenen Benzindämpfe beobachtet werden kann.
Bei luftgekühlten Motoren wird der Leistungsbedarf der vorstehend beschriebenen Heizvorrichtung besonders klein, da nur das auf dem
Boden der Ölwanne befindliche Öl zu erwärmen ist und Öl nur die halbe spezifische Wärme von Wasser hat.
Für die Art der Verlegung des Heizkörpers auf dem Boden der Ölwanne ist deren Form maßgebend. Da der Ölsumpf seine größte Tiefe über der Ölablaßschraube hat, erscheint es vorteilhaft, diese zum Träger des Heizkörpers auszubilden, der dabei beliebige Formen erhalten kann wie die einer Kugelschale, einer Halbkugel, eine Zylinders oder beliebig geformte aufgesetzte Rohrschleifen usw.

Claims (3)

1.) Anlaßhilfsvorrichtung für Brennkraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erwärmung des Schmieröls und des Kühlwassers in den von diesen Flüssigkeiten erfüllten Räumen elektrische Heizkörper ortsfest oder ortsbeweglich angeordnet werden, deren Strom einer von der Batterie des Wagens verschiedenen Stromquelle, am besten jedoch dem örtlichen Licht- und Kraftnetz entnommen wird.
2.) Anlaßhilfsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere der Oberteil der Ölablaßschraube als Elektroheizkörper ausgebildet ist.
3.) Anlaßhilfsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als elektrische Heizkörper insbesondere die bei Tauchsiedern üblichen wasserdichten Rohre Verwendung finden.

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