DEC0000478MA - Verfahren zur Herstellung kernchlorierter alkylierter aromatischer Kohlenwasserstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kernchlorierter alkylierter aromatischer Kohlenwasserstoffe

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DEC0000478MA
DEC0000478MA DEC0000478MA DE C0000478M A DEC0000478M A DE C0000478MA DE C0000478M A DEC0000478M A DE C0000478MA
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DE
Germany
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aromatic hydrocarbons
alkylated aromatic
production
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Hans Dr. Marl Steinbrink
Carl Dr. Marl Wulff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
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Description

CHEMISCHE WERKE HÜLS G0m0boHB Mari, den 28'.1.1950
= Patentbüro - (Kr„Recklinghausen)
Unser Zeichens OcZ0 417
Verfahren zur Herstellung kernchlorierter alkylierter aromatischer Kohlenwasserstoffe
Es ist bekannt, daß Metallhalogenide, wie sie bei der Friedel-Crafts1 sehen Synthese Verwendung finden^ bei der Halogenierung alkylierter aromatischer Kohlenwasserstoffe das Halogen bei Lichtausschluß fast ausschließlich in den aromatischen Kern lenken« Als wirksamstes Metallhalogenid gilt hier das Eisenchlorid, ferner kommen zeBo Aluminiumchlorid, Antimonpentachlorid, Molybdänpenta-Chlorid uswe hierfür in Betrachte
Es wurde nun gefunden, daß man alkylierte aromatische Kohlenwasserstoffe sehr vorteilhaft kernchlorieren kann, wenn man die Chlorierux unter Lichtausschluß in Gegenwart von Borfluorid oder Borfluorid eni haltenden Komplexverbindungen durchführte Das Borfluorid und die Borfluorid enthaltenden Komplexverbindungen, Z9B0 Borfluoriddiessjgsäure, entsprechen in ihrer Wirksamkeit etwa dem Antimonpentachloric und übertreffen das Aluminiumchloride Gegenüber Eisenchlorid zeigen die genannten Borverbindungen den Vorteil, daß das rohe Chlorierung* produkt nur wenig gefärbt ist, was besonders dann von Vorteil ist, wenn der chlorierte Kohlenwasserstoff nicht durch Destillation gereinigt werden kann,, Infolgedessen bietet das Verfahren insbesondere dort Vorteile, wo es darauf ankommt, helle, stabile Chlorierungsprodukte herzustellen, die einen möglichst geringen Anteil an Sei=- tenkettenchlor besitzen«, Die Chlorierung wird zweckmäßig in einem Temperaturbereich von -50 bis +50 , vorzugweise bei -10° bis +20° ausgeführt„ Die erhaltenen Chlorierungsprodukte kommen je nach Molekulargewicht als Zwischenprodukte für organische Synthesen, als Lösungsmittel oder als Lackrohstoff in Betrachte
Beispiel 1
Man leitet in ein Gemisch aus 250 Gewichtsteilen Toluol und 10 Ge= wichtsteilen Borfluoriddiessigsäure unter Rühren bei +10 und unter LichtausSchluß solange Chlor ein, bis eine Gewichtszunahme
28,1,50
τοπ 100 Gewichtateilen, eingetreten ist« Aus dem Chlorierungsgemisch erhält man durch fraktionierte Destillation neben 80 Gewicht st eilen unverändertem Toluol 180 Gewicht steile Chlortoluol von&Kp,57 - 62°/20 mm, das etwa 0,03 fo Seitenkettenchlor enthält, und etwa 4-0 Gewichtsteile Dichlortoluol«,
Beispiel 2
In eine lösung von 100 Gewichtsteilen Polystyrol vom Erweichungspunkt 65° in 900 Gewichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff werden unter Rühren bei 20 - 30° innerhalb von 5 Stunden 270 Gewichtsteile Chlor und etwa 5-7 Gewichtsteile Borfluorid eingeleitet» Die Lösung nimmt'hierbei um 130 Gewichtsteile zu„ Hach dem Auswaschen mit Natronlauge und Abtreiben des Lösungsmittels mit Was·= serdampf erhält man 200 Gewichtsteile eines weißen Pulvers vom Erweichungspunkt 131°? das 53 $> Gesamtchlor, davon 4 <$> Seitenkettenchlor* enthält*
Beispiel 3-
In eine Lösung von 100 Gewicht st eilen Polystyrol und 10 Gewichts= teilen Borfluoriddiessigsäure in 900 Gewichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff leitet man bei 20 - 30° innerhalb von 3 Stunden 280 Gewichtsteile Chlor ein«, Hierbei nimmt die Lösung um 105 Gewiehtsteile zu und man erhält nach der Aufarbeitung,, wie intBeispiel 2 angegeben/180 Gewichtsteile eines weißen Pulvers vom "Erweichungspunkt 126°, das 48j,5 Gesamtchlor und 5 $> Seitenketten= chlor enthält«
Patentanspruch
Verfahren zur Kernehlorierung alkylierter aromatischer Kohlenwasserstoffe, dadurch gekennzeichnet s daß man in Gegenwart von Borfluorid oder Borfluorid enthaltenden Komplexverbindungen unter Lichtausschluß chlorierte

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