DE99763C - - Google Patents

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DE99763C
DE99763C DENDAT99763D DE99763DA DE99763C DE 99763 C DE99763 C DE 99763C DE NDAT99763 D DENDAT99763 D DE NDAT99763D DE 99763D A DE99763D A DE 99763DA DE 99763 C DE99763 C DE 99763C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C4/00Flame traps allowing passage of gas but not of flame or explosion wave
    • A62C4/02Flame traps allowing passage of gas but not of flame or explosion wave in gas-pipes

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
• Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, welches verhindert, dafs in Leitungen, welche explodirbare Gase, wie z. B. das Acetylen enthalten, eine Explosion, welche durch Zufall an irgend einer Stelle hervorgebracht wurde, sich in der ganzen Leitung fortpflanzt.
Das neue Verfahren besteht darin, dafs in bestimmten Abständen in den Leitungen eine Vorrichtung eingeschaltet wird, welche die Fortpflanzung der Explosion aufhält und durch die Explosion selbst in Thätigkeit gesetzt wird.
·■■ Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und zwar ist
Fig. ι eine schematische Zeichnung zur Erläuterung des Verfahrens, während
Fig. 2 eine Art der Ausführung der Explosionsauf haltevorrichtung und
Fig. 3 eine andere Vorrichtung nach dem .neuen Verfahren zeigt, welche gewisse Abweichungen von der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung enthält.
Betrachtet man in Fig. 1 zwei einander folgende Punkte A und B einer Leitung, so wird die Explosion, welche sich nach unserer Annahme in der Richtung des Pfeiles F fortpflanzt, in dem Punkte A um eine bestimmte, wenn auch kleine Zeit früher ankommen, als in dem Punkte B. Steht dieses fest, so kann man von dem bedeutenden Drucke, welcher in A im Augenblicke des Durchganges der Explosion hervorgebracht wird, Nutzen ziehen^ um eine mechanische Vorrichtung in Wirkung zu setzen, welche die Leitung im Punkte B abschliefst. ■ ,r.- ■ , . · -.-.
Wenn dann ,,die Explosion sich in diesem letzteren Punkte einstellt, wird sie den Durchgang verschlossen finden und an der Fortpflanzung gehindert werden.
Die Vorrichtung ,wird den gewünschten Zweck erfüllen unter der Bedingung, dafs die Zeit, welche für die Bethätigung des Mechanismus in B von A aus nöthig ist, kleiner ist als die Zeit, deren die Explosion bedarf, um die Entfernung zwischen diesen beiden Punkten zurückzulegen. Um dieses Resultat zu erreichen, mufs man dafür Sorge tragen, dafs zwischen den Punkten A und B ein genügend langes Stück der Leitung zu liegen kommt, indem man dem Rohre eine entsprechend gewundene Form giebt.
Ein Apparat, welcher gestattet, das neue Verfahren zu verwenden, ist in Fig. 2 dargestellt.
Der Theil MM1 der Leitung, welcher die Vorrichtung zum Aufhalten der Explosion trägt, ist mit Hülfe von zwei Flanschverbindungen in der Leitung O O1 eingebracht. Das Rohr A A besitzt einen Flantsch-BU, welcher zwischen den beiden Flantschen N- und M1 fest eingespannt ist. An seinem unteren Theile ist dasselbe offen und hier einfach mit einem porösen Material P angefüllt.
Ein zweites Rohr C C, welches an einem ..Ende geschlossen ist, umhüllt das vorige. Die cylindrische Wandung dieses Rohres C C legt sich also zwischen das Rohr AA und die inneren Wandungen E E der Leitung ein. Diese verschiedenen Theile lassen unter sich nur einen sehr kleinen Spielraum.
Ein Stück D, welches Durchbohrungen ee besitzt ^ dient als Stützpunkt tür die Umhüllung C C.
Das Gas wird, nachdem es . durch das poröse Material P hindurchgegangen ist, auf einem gewundenen Wege durch die kleinen Zwischenräume zwischen den verschiedenen Rohren circuliren und schliefslich zu den Durchbohrungen e e gelangen.
Wenn die Explosion in der Richtung des Pfeiles F ankommt, so hat der Druck, welchen dieselbe hervorruft, zu allererst die Wirkung, dafs die Stelle ^4. A des inneren Rohres sich auf die Wandung C C auflegt, so dafs, wenn die Explosion in ihrem weiteren Vor-, dringen in den Zwischenraum zwischen dem Rohre A A und dem Rohre C C oder zwischen dem Rohre C C und der Wandung E E gelangt, dieselbe den Weg versperrt findet; sie wird somit aufgehalten.
Die Rolle des porösen Materials P besteht darin, im Augenblicke der Explosion, dem Durchgang der Gase einen heftigen Widerstand entgegenzusetzen, und dies hat den Erfolg, während einer bestimmten Zeit einen erhöhten Druck an der Stelle A A zu erhalten. Auf diese Weise wird das Anpressen der inneren Rohre gegen die Wandung EE noch mehr gesichert, wenn die Explosion in dem Ringraum anlangt.
Das poröse Material kann beliebig gewählt sein; dasselbe kann auch aus Sand bestehen, welcher zwischen zwei Platten aus Drahtgewebe, eingeschlossen ist. .
Fig. 3 stellt eine andere Ausführungsform dar. Der Apparat zum Aufhalten der Explosion ist ebenfalls in dem Theile M enthalten, welcher durch Flantschenverbindungen in die Leitung eingeschoben ist.
Ein von aufsen mit Gewinde versehener Cylinder wird mit Gewalt oder durch irgend welche andere Hilfsmittel in das Rohr EE eingeführt, gegen dessen innere Wandung er sich mit der Kante des Gewindes anlegt. Der hohle Raum zwischen den Gewinden bildet auf diese Weise einen schraubenförmigen Gang von grofser Länge. Die Mitte des Cylinders A ist ausgehöhlt und enthält an seinem unteren Theile einen ; cylindrischen Kolben P, der genau eingepafst ist. Dieser Kolben P ist seinerseits theilweise ausgehöhlt und endet an seinem unteren Theile in eine dünne cylindrische Wandung.
Unterhalb dieses Kolbens P und in einem kleinen Abstande von demselben wird die Leitung durch ein Stück B geschlossen. Dasselbe besitzt in seiner Mitte eine Durchbohrung H, um welche sich eine ringförmige Höhlung V befindet, welche sich nach unten hin verengt und in welcher das dünne untere Ende des Kolbens P eindringen kann.
Um einen - vollständigen Verschlufs der Durchbohrung H durch den Kolben P zu sichern, kann die ringförmige Höhlung V mit irgend einem beliebigen plastischen Material ausgefüllt werden, in welches der untere Rand des Kolbens eindringt.
Unter normalen Verhältnissen kann das Gas frei in dem schraubenförmigen Gange, welcher durch das Gewinde gebildet ist, circuliren und gelangt so in den Raum, welcher den Cylinder A von dem Verschlufsstücke B trennt, und auch in die centrale Durchbohrung H. Wird aber eine Explosion stattfinden und dieselbe sich in der Richtung des Pfeiles F fortpflanzen, so gelangt dieselbe über den Kolben P, bevor sie die Zeit haben wird, sich in der ganzen Länge des schraubenförmigen Ganges fortzupflanzen. Der Kolben P wird dann durch den Druck nach unten getrieben,: sich in der Höhlung V einkeilen und so die Durchbohrung H abschliefsen. Wenn dann die Explosion am äufsersten Ende des Ge-, windes unten anlangt, so wird sie keinen Ausgang finden und auf diese Weise aufgehalten. . . . ■"

Claims (2)

Patent-Ansprüche: .
1. Ein Verfahren zur Sicherung der Leitungen, welche explodirbare Gase einschliefsen, dadurch gekennzeichnet, dafs der durch die Explosion selbst hervorgebrachte. Druck benutzt wird, um ein in den weiteren,
, von der Explosion noch zurückzulegenden Weg eingeschaltetes Verschlufsorgan zu be- - ' thätigen.
2. Zur Ausführung des in Anspruch ι gekennzeichneten Verfahrens die Einschaltung
. eines porösen oder staubartigen Materials oder eines sehr langen schraubenförmigen Ganges zwischen die Stelle der Leitung, von welcher aus das Abschlufsorgan bethätigt wird, und: das Abschlufsorgan selbst, behufs Verlängerung der, Zeitdauer, welche die Explosionswelle zum Durchlaufen der zwischen beiden Punkten' gelegenen Strecke
, der Leitung benöthigt. .
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1136295B (de) * 1957-10-09 1962-09-13 Gasaccumulator Svenska Ab Flammenrueckschlagsicherung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1136295B (de) * 1957-10-09 1962-09-13 Gasaccumulator Svenska Ab Flammenrueckschlagsicherung

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