DE98374C - - Google Patents

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DE98374C
DE98374C DE189698374D DE98374DD DE98374C DE 98374 C DE98374 C DE 98374C DE 189698374 D DE189698374 D DE 189698374D DE 98374D D DE98374D D DE 98374DD DE 98374 C DE98374 C DE 98374C
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shaft
arm
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sheaf
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DE189698374D
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D59/00Equipment for binding harvested produce

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Binders And Loading Units For Sheaves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bindevorrichtung für Garbenbinder.
Vorliegende Erfindung betrifft eine neue Einrichtung der Bindevorrichtung an Garbenbindern und ist bestimmt, an Garbenbindern derjenigen bekannten Art angewendet zu werden, in welchen dem Arbeitszwecke folgende Hülfsmittel dienen: eine beständig in Drehung versetzte Packerkurbelwelle G für den Schwingungsantrieb der die Halme zur Garbe anhäufenden Packer G1, eine nur periodisch mittels Kupplung . von der erstgenannten Welle aus zu drehende Binderwelle D, von deren Drehung der Antrieb der Binder- bezw. Knüpf-Einrichtungen abhängt, und ein im besonderen Falle mit dem Prefsarm (Widerhaltarm L für die Garbe) vereinigter zurückdrückbarer Arm, wodurch die für gewöhnlich gelöste Kupplung zwischen der Packer- und Binderwelle rechtzeitig eingerückt wird, wenn genügend viel Halme zur Bildung einer Garbe oder eines Bündels gegen den Prefsarm aufgehäuft sind. Die Arbeitsweise umfafst hiernach folgende Vorgänge: Die Kupplung zwischen Packerwelle und Binderwelle bleibt gelöst, so lange die Packer die Anhäufung der Halme zu bewirken haben; sobald die Anhäufung in genügendem Mafse zur Bildung einer Garbe stattgefunden hat, wird durch den Druck der Garbe der Prefsarm zurückgedrückt und die Kupplung der Binderwelle eingerückt; die Binderwelle dreht sich so lange, bis die Garbe geknüpft ist urid abgeworfen wird, wonach die Kupplung aufser Eingriff gebracht oder zur Ausrückung freigegeben werden mufs, um für die Binderwelle den Stillstand bis zur Bildung einer neuen Garbe herbeizuführen. Bei dieser Vorrichtung zum Ein- und Ausrücken der Kupplung ist es gebräuchlich, eine den Prefsarm tragende Schwingwelle anzuordnen, welche aufserdem einen Abzugsarm trägt, der an die Kupplung angreift. Behufs Vervollständigung vorstehend bezeichneter bekannter Bestandtheile an Garbenbindern (besonders der Appleby'schen Bauart, s. z.B. die amerikanischen Patentschriften Nr. 428645 und 510174) bezieht sich vorliegende Erfindung darauf, dafs die den Prefsarm tragende Schwingwelle aufser mit dem Kupplungsabzugsarm noch mit einem Hülfsarm N versehen wird, und dafs man den letzteren oder eine daran angebrachte Rolle η von dem Anlaufflantsch e4 einer Radscheibe antreiben läfst, welche mit der Binderwelle, also in Abhängigkeit von der Einrückung der Kupplung, gedreht wird. Dieser im bestimmten Bereiche des Umfanges unterbrochene Radflantsch wird zum Theil von einem Federungsstück F am Ende des Flantsches gebildet, und auf diesem Ergänzungsstück liegt der Hülfsarm mit elastischer Stützung des Prefsarmes während der Garbenbildung durch die Packer an, bis durch den Abzugsarm behufs Einleitung des Bindens die Kupplung eingerückt wird. Die dann stattfindende Drehung der Anlauffiantschscheibe regelt die Bewegung des Prefsarmes und das gehörige Zusammenspiel der Scheibe derart, dafs ein gesicherter Betrieb hinsichtlich der Bewegung des Prefsarmes und der Kupplungs-Ein- und Ausrückung erzielt wird.
Ll
Auf beiliegenden Zeichnungen ist Fig. ι eine Vorderansicht des in Betracht kommenden Theiles des Garbenbinders mit der Vorrichtung gemäfs der Erfindung,
Fig. 2 ein Grundrifs der Fig. i, bei dem der obere Gestelltheil entfernt ist;
Fig. 3, 4 und 5, welche Querschnitte nach den Linien 3-3, 4-4, 5-5 der Fig. 2 sind, zeigen die Stellung der Theile während des Packens, wenn also der Prefsarm L noch nicht in die (bei Fig. 5 punktirte) Lage zum Einrücken der Kupplung zurückgedrückt ist;
Fig. 6 ist ein Querschnitt ähnlich wie Fig. 5, in welchem die Kupplung eingerückt und der Prefsarm L als vollständig unter den Bindetisch niedergelegt dargestellt wird;
Fig. 7 veranschaulicht im Schnitt nach der Linie 3-3 (ähnlich wie Fig. 3) eine Zwischenstellung, bei welcher der Hülfsarm N entsprechend der unteren Lage des Prefsarms L (Fig. 6) in der FlantschlUcke der Flantsch-Anlaufscheibe steht;
Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 (ähnlich wie Fig. 5) für eine Zwischenstellung der Theile, bei welcher der Prefsarm L im Aufrichten begriffen ist und die Kupplung sich demnächst mittels des Abzugsarmes ausrückt, wobei die punktirten Linien die vollendete Ausrücklage bezeichnen.
Fig. 9 zeigt eine Uebersicht bezw. Oberansicht der Wellen und wesentlichen Theile aufser Zusammenhang mit dem Gestell.
Die Anbringung der Vorrichtung unter dem Bindetisch und die Einrichtung des Gestelles mit den Bestandtheilen AaBbb1 ist die gebräuchliche. In Fig. 9 sind die Hauptbestandteile abgesondert von dem Gestell im Grundrifs ersichtlich. Mit G ist die bei g g gekröpfte Packerwelle bezeichnet, welche, wie gewöhnlich, die Antriebsdrehung erhält und die von drehbaren Stangen P getragenen Packer G1 (Fig. 3), welche im Sinne der Halmanhäufung diesseits des Prefsarmes L wirken, in abwechselnde Schwingungen versetzt. Zwischen den Schienen C C, welche der Bindetischebene entsprechend schräg angeordnet sind, tritt der Prefsarm L hindurch. Letzterer bildet einen nachgiebigen Bestandtheil eines mit der Welle M verbundenen Armes /, indem er an diesem bei /4 gelenkig befestigt ist und durch eine über seinen bogenförmigen Fortsatz /3 geschobene Feder Z6 in Stellung gehalten wird. Abgesehen von der Nachgiebigkeit des Prefsarmes L bewegen sich die vereinigten Theile LI zusammen mit der Welle M; wenn der Prefsarm zurückgedrückt wird, theilt er der Welle M die Drehung mit. Die auf diese Weise für Schwingbewegung eingerichtete Prefsarmwelle M trägt einen nach bekannter Art eine Kupplung K bewegenden Abzugsarm O mit Fangnase ο (Fig. 1 und 8) und als neuen Bestandtheil einen Hülfsarm N mit Anlaufrolle n.
Die Kupplung K, deren besondere Einrichtung hier nicht näher erläutert zu werden braucht, ist zwischen der Packerwelle G und einer dieselbe fortsetzenden unabhängigen Hohlwelle H (Fig. 9) eingeschaltet und besteht aus dem an G festsitzenden Theile k1 und dem mit H verbundenen Theile /c2, von welchem ein Arm I als Hülfsmittel zum Ein- und Ausrücken der Kupplung nach aufsen reicht. Letzterer bezw. dessen Nase i ist im Angriffbereich des Abzugsarmes O mit Nase o. Die innere Einrichtung der Kupplung K und die Anordnung einer den Kupplungsarm / beeinflussenden, im freigegebenen Zustande gegen Kupplungsvorsprünge anliegenden Feder / ist derart, dafs, wenn sich gemäfs Fig. 8 der Arm / gegen den Abzugsarm O bewegt, bei der in dieser Figur punktirt gezeichneten Lage die Entkupplung stattfindet, wonach also die Welle H gegen Weiterdrehung trotz Fort-. drehung der Welle G festgehalten wird.
Die Hohlwelle H trägt da, wo sie in der Höhlung e eines innen verzahnten Rades E endigt, einen Zahntrieb h in Eingriff mit der Innenverzahnung e1 genannten Rades E. Letzteres sitzt auf der bei α4 ab gelagerten Binderwelle D, welche somit, wenn die Kupplung K eingerückt ist, gleichsinnig mit der Packerwelle G umläuft. Der Speichenkörper es des Rades E trägt den von demselben seitlich vorspringenden Flantsch e\ so dafs das Rad E zugleich die Flantschanlaufscheibe ist, mit welcher der Hülfsarm N nebst Rolle η zusammenwirken soll.
Die Bewegung des Prefsarmes L ist eine dreitheilige: erstens wird er in beschränktem Mafse, sobald die Packer G1 genügend Halme herangefördert haben, zurückgedrückt und setzt durch den Abzugsarm O die Binderwelle durch Einrücken der Kupplung K in Betrieb; zweitens wird er vollständig umgelegt oder zurückgelehnt (Fig. 7), um das Abwerfen der gebundenen Garben über ihn hinweg zu1 ermöglichen ; drittens kehrt er in die Anfangs- bezw. Widerlagstellung zurück, wobei der Antrieb der Binderwelle unterbrochen wird.
Anfangs, nämlich bei aufrechter Stellung des Prefsarmes L (Fig. 3), liegt der Hülfsarm N der Prefsarmwelle M nicht gegen den Flantsch e4 der Scheibe E, sondern gegen den als Endfortsatz desselben angeordneten, hebelartig bei eB drehbaren Theil F, welcher unter der Wirkung einer Feder/ steht, so dafs er einwärts bis zu der punktirt gezeichneten Lage in Fig. 3 zurückgedrückt werden kann.
Sobald sich die Garbe durch die Wirkung der Packer G1 fertig gebildet hat, um gebunden zu werden, wird der Prefsarm L zurückgedrückt, wobei der Hebeltheil F dem Druck
des mit der Welle M bewegten Hülfsarmes N nachgiebt, und schliefslich der Abzugsarm O der Welle gegen den Kupplungsarm / so weit emporgedreht, dafs sich die Kupplung K einrückt. Die Drehung überträgt sich infolge dessen durch die Hohlwelle H auf das Rad E. Die Rolle η des Armes JV läuft nun auf dem Flantsch e*, bis das Binden beendet ist.
Während der Dauer des Bindens wird auf den Prefsarm ein Druck ausgeübt, und zwar durch die Packer, die auf die Garbe drücken; diesem Druck entgegen hält der Flantsch e* den Prefsarm so lange aufrecht, als der mit dem Rad E verbundene Flantsch e4 sich unter dem Arm JV der Rolle η fortdreht. Fällt alsdann die Rolle η von dem Flantsch e4 ab und tritt in 'die Lücke desselben (Fig. 7) ein, so gelangt der Prefsarm L in die Stellung nach Fig. 6 und 7. Die inzwischen gebundene Garbe wird hierauf durch eine geeignete Vorrichtung abgeworfen.
Wenn der Kopf des federnden Theiles F nach einer Umdrehung des Rades E wieder in den Bereich der Rolle η tritt, drückt er den Arm N der Welle M zurück, stellt den Prefsarm L aufrecht und dreht die Welle M vollends durch den Federdruck so weit, dafs der Abzugsarm O in eine Lage (Fig. 5) kommt, bei welcher sich die Kupplung K infolge Auftreffens ihres Armes / löst.
■ Die Theile nehmen hiernach die Anfangsstellung ein, so dafs die Arbeit für eine neue Garbe beginnt.
Die Rast e'2 an dem Rade E hat den Zweck, zu verhüten, dafs das Rad E sich in umgekehrter Richtung dreht, nachdem die Garbe gebunden worden ist; diese Sperrung wird erreicht mittels des mit einer Rolle versehenen Armes Q_, der federnd gegen den Radkranz angedrückt wird, und dessen Rolle in die Rast gelangt, wenn die Bindebewegung beendet ist (Fig. 3 und 4).

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Ein Garbenbinder mit unausgesetzt umlaufender Packerwelle und zeitweise mittels Kupplung mitangetriebener Binderwelle, dadurch gekennzeichnet, dafs die Welle (M) des Prefsarmes (L), durch dessen Zurückdrückung infolge des Garbendruckes die Bindearbeit eingeleitet wird, aufser dem Abzugsarm (O), welcher in diesem Zeitpunkte die Einrückung der Kupplung (K) zwischen Packerwelle (G) und Binderwelle (D) zu bewirken hat, einen Hülfsarm (N) trägt, welcher mit seinem freien Ende während des Bindens auf einen theilweise unterbrochenen Anlaufflantsch (e^) eines mit der Binderwelle (D) sich drehenden Rades (E) gleitet und den Prefsarm (L) während des Bindens gegen Rückwä'rtsumlegen stützt, dann am Ende des Flantsches frei wird, um das Umlegen des Prefsarmes und das Abwerfen der Garbe zu gestatten, und hierauf von einem federnden Fortsatz (F) des Flantsches (e*) zugleich mit dem Prefsarm unter Ausrückung der Kupplung (K) wieder gehoben wird, um nun den Prefsarm nachgiebig zu unterstützen und eine Drehung desselben nur so weit zuzulassen, als zur Einrückung der Kupplung (K) beim Binden einer neuen Garbe nöthig ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE189698374D 1896-10-06 1896-10-06 Expired DE98374C (de)

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