DE97808C - - Google Patents

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DE97808C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/01Palates or other bases or supports for the artificial teeth; Making same
    • A61C13/06Palates or other bases or supports for the artificial teeth; Making same made by punching

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Prosthetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Oktober 1896 ab.
Wenn man nach der bisher bekannten Art ein Kautschukgebifs mit Unterlage einer Metallplatte herstellen wollte, so mufste man erst die Metallplatte stanzen, hierauf wieder die Zähne aufsetzen und schliefslich das Gebifs fertig stellen. Bei dem vorliegenden Verfahren wird bei der Arbeit ganz so wie bei der Kautschuktechnik vorgegangen, und es braucht keine eigene Stanzform gemacht zu werden; erst bis man mit der Kautschukärbeit bis zu jenem Zeitpunkt angelangt ist, wo das Wachsmodell ausgesotten bezw. aus der Gypsform entfernt ist, wird die Kauischukarbeit unterbrochen. Statt nämlich gleich den Kautschuk auf die Gummifläche des Modells aufzulegen und niederzupressen, . wird nach dem vorliegenden Verfahren mit Hülfe der hierbei in Verwendung kommenden eigenartigen Formkästen eine Stanze hergestellt, die Platte gestanzt und dann mit Kautschuk fertig gestopft.
Dadurch wird das bisherige Verfahren nicht nur erheblich verkürzt, sondern auch ungemein erleichtert, so dafs auf diese Art jeder Kautschuktechniker, der noch nie eine Metallplatte gemacht hat, sofort ein Kautschukgebifs mit einer Metallunterlage herstellen kann.
Dies ist nun dadurch möglich, dafs eigenartige Formkästen in Verwendung gelangen.
In der beiliegenden Zeichnung sind in den Fig. 1 bis 13 die Vorrichtungen zur Herstellung der Gebisse nach dem neuen Verfahren und die Gebisse selbst dargestellt, und zwar zeigen
Fig. ι bis 6 Schaubilder der einzelnen Formkastentheile,
Fig. 7 und 8 das eingegypste Gebifsmodell zur Herstellung der Stanzplatten,
Fig. 9 die Ansicht eines Gebisses mit drei Zähnen von der Zungenseite aus gesehen,
Fig. 10 dasselbe in Ansicht von der Gaumenseite, .
Fig. 11 ein oberes Gebifs von der Gaumenseite aus gesehen,
Fig. 12 ein zugehöriges Unterkiefergebifs von der Kieferseite aus, und schliefslich
Fig. 13 ein Werkzeug zum Aufrauhen der Aluminiumplatte.
Die Formkästen α b können durch die Deckel c geschlossen werden. In gleicher Weise können auch auf den zusammengehörigen Formkastenhälften ef die Deckel g aufgesetzt werden.
Hierbei sind die Formkastenhälften a b derart eingerichtet, dafs gegebenenfalls auch in den Falz h des Kastens e der Formkastentheil a eingesetzt werden kann.
Die Formkastendeckel finden durch in Löcher i eingreifende Zapfen j ihren Halt.
In den Fig. 9, 10, 11 und 12 bedeutet A die künstlichen Zähne, B die Aluminiumplatte, C den Kautschuk und D die Saugkammer. Abdrucknehmen, Modelliren des Gebisses in Wachs, Einpassen im Munde etc., Einbetten desselben sammt dem Gypsmodell in dem Formkastentheile a, Herstellung des Uebergusses im Formkastentheile b und Entfernen der Wachsplatte aus dem Formkastentheil α nach dem Erhärten des Gypses geschieht wie ge-
wohnlich bei Kautschukarbeiten, nur soll die Wachsplatte möglichst in der Stärke und Form modellirt werden, welche die fertige Gebifsplatte haben soll.
Nachdem nun die Wachsplatte aus dem Formkastentheil α entfernt ist, werden die künstlichen Zähne herausgenommen, die dadurch entstehenden oder durch das Entfernen der Wachsplatte schon vorhandenen Lücken und alle überhängenden Theile der Gypsform mit Wiener Thon (s. bei Fig. 7 w) ausgefüllt und die ganze Fläche dünn eingeölt, hiernach der Formtheil e auf α aufgesetzt und mit Spence-, Rabbit- oder Melottes-Metall oder sonstigen leichtflüssigen Stanzmetallen ausgegossen. Nach dem Erkalten des Metalles wird der Formtheil e von α abgehoben, wieder dünn eingeölt, der Formtheil/ in den Formtheil von e eingesetzt und wieder mit Spence-Metall ausgefüllt.
Mit den so hergestellten Metallstanzen wird nun in der üblichen Weise aus einem 0,5 bis 0,6 mm starken Stück harten Aluminiumblechs eine Platte gestanzt. Nach dem Stanzen wird die Aluminiumplatte auf die Kieferform im Formtheile f aufgelegt und die Zungenfläche derselben, welche mit dem Kautschuk in Berührung kommt, durch waagrechtes Einstechen des Werkzeugs (Fig. 1 3), ohne die Platte durchzustechen , reibeisenförmig angerauht, dann wird die angerauhte Platte unter Auflegen eines doppelt zusammengelegten Stückes Cofferdam nochmals leicht geprefst.
Nachdem aller Thon aus dem Formtheil a entfernt ist, wird die Aluminiumplatte auf die Modellfläche aufgelegt, alle abstehenden Theile der Platte mit einem stumpfen Stopfer an das Gypsmodell angedrückt, die künstlichen.Zähne in ihre Stellung gebracht, dann, wie üblich, mit Kautschuk gestopft, die Formtheile α und b geschlossen, geprefst, vulcanisirt, befestigt und polirf.
Damit aber der Kautschuk die Zungenflächen der Zunge nicht berührt, mufs die Aluminiumplatte bei den Naturz'ähnen so hoch ausgestanzt werden, als die fertige Platte daselbst dick sein soll.
Sollen Goldklammern an irgend welchen Zähnen angebracht werden, so geschieht dies in der üblichen Weise wie bei Kautschukarbeiten.
Wird am Gebisse eine Saugkammer gewünscht, so wird auf das Gypsmodell eine Saugkammerschablone aus Blei oder Zinn, an den Rändern gegen die Zungenseite zu kegelig verlaufend, an der richtigen Stelle wie üblich angebracht, die Wachsplatte darüber modellirt und, wie eben beschrieben, weiter gearbeitet. Die Saugkammerschablone mufs aber, nachdem sie zuvor etwas dünner gefeilt wurde, nach dem Stanzen wieder in die Vertiefung der Aluminiumplatte eingelegt werden, damit1 beim Pressen des Kautschuks die Saugkammerhöhle der Platte nicht zusammengedrückt werden kann.
Bei ganzen Gebissen wird, wie üblich, in Wachs modellirt, nach dem Einprobiren im Munde mit den Gypsmodellen in Formtheile a so eingegypst, dafs der Kautschuk von der Gaumenfläche ausgestopft wird, wie jedem Kautschuktechniker bekannt ist.
Nach dem Erhärten des Gypses werden von den Formtheilen a, in welchen die Kiefermodelle enthalten sind, in oben beschriebener Weise die Metallstanzen hergestellt, die Platten geprefst, angerauht,- dann nochmals unter Cofferdam leicht nachgep'refst, hernach wird der Kautschuk (in Formtheil b), wie bei ganzen Gebissen üblich, eingestopft und geprefst. Wenn man sich überzeugt hat, dafs genügend Kautschuk eingeprefst ist, werden die Alumi-· niumplatten auf die Kiefermodelle (in Formtheile d) aufgelegt, α und b geschlossen und geprefst, dann nochmals geöffnet, um etwaigen Ueberdruck des Kautschuks entfernen zu können, dann endgültig geschlossen, vulcanisirt und wie gewöhnlich fertig gearbeitet. Zur Herstellung eines ganzen Ober- und Unterkiefer-Gebisses in einer Arbeit gehören zwei Formtheile. . ;
Die Fugen zwischen den künstlichen Zähnen und der Aluminiumplalte werden mit weifsem Kautschuk gestopft, ebenso alle sonstigen Stellen,- wo sich derselbe durchpressen konnte.
Die Metallplatte kann auch aus 0,35 mm starkem Gold- oder Platinblech hergestellt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Herstellung von Gebissen mit einer Metallplatte als Unterlage, dadurch gekennzeichnet, dafs nach Entfernen des Wachsmodells aus dem Formkasten α b mit Hülfe eines zweiten Formkastens ef eine Stanze aus leicht schmelzbarem Metall zum Zweck des Pressens der Metallunterlagsplatte erzeugt wird, worauf man nach Einbringen der fertigen Unterlagsplatte in den ersten (Modell-) Formkasten α b und Auflegen oder Aufpressen von Kautschuk und Einsetzen der künstlichen Zähne das Gebifs vulcanisirt und auf bekannte Art fertig stellt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT97808D Active DE97808C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2712158A (en) * 1954-01-06 1955-07-05 Villa Honorato Dental flask

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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