DE20706C - Neuerungen an Saugekammern für künstliche Gebisse - Google Patents
Neuerungen an Saugekammern für künstliche GebisseInfo
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-
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- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
- A61C13/00—Dental prostheses; Making same
- A61C13/225—Fastening prostheses in the mouth
- A61C13/24—Fastening by suction, i.e. total dentures
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Der Zweck der Neuerung besteht in der Verhütung eines Uebelstandes, welcher bei jeder
eine blofse Vertiefung in der Gaumenplatte bildenden Saugekammer auftritt. Die Vertiefung
hat den Zweck, beim Ansaugen der Gebifsplatte einen abgeschlossenen luftleeren Raum zwischen
Gaumendach und Gebifsplatte zu bilden, der das Anhaften der Gebifsplatte an dem Gaumendach
wesentlich unterstützt. Die Erfahrung lehrt, dafs dieses aber nur eine gewisse Zeit der Fall
ist; die Schleimhaut des Mundes pafst sich der vorhandenen Vertiefung an, sie wächst in dieselbe
hinein und füllt sie aus.
Die Neuerung besteht nun im wesentlichen darin, dafs aufser der üblichen offen liegenden
Saugekammer eine abgeschlossene Reserveluftkammer angebracht ist. Innerhalb der wie
üblich geformten, im Durchmesser aber einige Millimeter gröfseren Saugekammer wird · ein
schmaler Ring eingesetzt, dessen Dicke der Tiefe der Saugekammer entspricht, und welcher
genau in den Umrifs der Saugekammer hineinpafst (s. Vorderansicht, d). An der dem Boden g
der Saugekammer . anliegenden Seite ist der Ring mit einer Hohlrinne oder Auskehlung
(Quer- und Längsschnitt, K) versehen, durch welche somit ein rings um die durch den "Ring
gebildete kleinere Saugekammer laufender abgeschlossener Hohlraum hergestellt ist. Durch
Anbringung einiger Oeffnungeny wird derselbe mit der inneren Luftkammer in Verbindung
gebracht.
Soll der Einsatzring aus Metall sein, so wird er aus dünnem Blech derartig gefertigt, dafs er
etwas über den Rand der angebrachten Vertiefung greift und auf einem rings um dieselbe
laufenden, um die Dicke des Bleches vertieften Sims aufliegt. Der innere Rand des Ringes
wird im rechten Winkel umgebogen oder mit einer Zarge versehen, so dafs er auf dem Boden
der Saugekammer genau aufsteht. Im Längsund Querschnitt B ist α der Einsatzring, e die
Zarge, h der Hohlraum, g der Saugekammerboden. Die Oeffhungen werden ebenfalls angebracht.
Wenn nun auch die durch den Ring eingeschlossene Saugekammer durch das Hineinwachsen
der Schleimhaut ausgefüllt ist, so bleibt doch stets ein luftleerer Raum in der von der
Saugekammer getrennten Hohlrinne, welcher durch die Schleimhaut nicht ausgefüllt werden
kann. ■
Der Einsatzring kann nun fest oder beweglich eingesetzt werden; vorzuziehen ist es, ihn
derart anzufertigen, dafs er der leichteren Reinigung wegen aufgeklappt werden kann. Zu
diesem Zweck wird er auf der einen Seite mit einem Gelenk, auf der anderen mit einer
Schraube oder einem Schieber versehen oder sonst auf geeignete Weise eingerichtet. Auf der
Zeichnung ist er mit einem Schieber d und dem Gelenk b dargestellt.
In der Zeichnung ist A ein Einsatzring und Saugekammerboden aus plastischem Stoff, z. B.
Kautschuk. Auf das von dem Munde abgenommene Modell wird eine Bleischablone in der Form und Gröfse des inneren Durchmessers
des beabsichtigten Einsatzringes gelegt und nach . diesem Modell nebst Schablone eine Nachbildung
in Gyps hergestellt. Eine,Wachsschablone von gleichem Umfange wie der beabsichtigte
Einsatzring wird alsdann an die entsprechende
Stelle der "Nachbildung gebracht, und gleichzeitig wird das Gelenk b und die Laufschiene c
für den Schieber an ihre Stelle in das Wachs eingesetzt. Hiernach wird über die Schablone
und die Gaumenseite des Modells ein Gypsabgufs gemacht, das Wachs durch Kautschuk
ersetzt und der letztere in der erhaltenen Form vulcanisirt. Schneidet man aus der erhaltenen
Kautschukscheibe den durch die Bleischablone angezeigten Kreis heraus, so erhält man den
Einsatzring nebst Gelenk und Schieberschiene an ihrem Platz. Der Ring α wird nun auf der
Seite, welche dem Saugekammerboden g anliegen soll, mit einer Hohlrinne h versehen,
wobei darauf zu achten ist, dafs der innere Rand c des Ringes mit Ausnahme der als Oeffnungen
dienenden Ausschnitte f unverletzt bleibt. Der äufsere Rand wird abgeschrägt. Zur Vollendung
der Arbeit wird die Hohlrinne des Einsatzringes mit Gyps glatt ausgefüllt; doch läfst man
dem äufseren Rande des Einsatzringes entlang einen feinen Streifen frei, wo der Ring später
auf einer Stufe aufliegen soll.
So hergerichtet, wird der Ring an seine Stelle auf das Modell gebracht, der Raum, den
er umschliefst, durch die Bleischablone ausgefüllt und das Ganze mit der Wachs- oder
Guttaperchaplatte überdeckt, aus welcher man die Gaumenplatte des Gebisses modellirt. Die
weitere Arbeit ist die zur Herstellung der Gebifsplatte übliche.
B stellt einen Einsatzring und Saugekammerboden aus Metall, z. B. Gold, dar. Auf das
vom Munde abgenommene Modell wird eine Wachsschablone gelegt, deren Umfang dem des
herzustellenden Einsatzringes entspricht. Von dem Modell nebst Schablone wird eine Nachbildung
in Gyps und nach dieser eine Metallstampfe hergestellt und die Scheibe in der entsprechenden
Form gestanzt. Aus dieser wird durch Herausnahme des für die Saugekammer
bestimmten Raumes der Einsatzring α hergestellt.
An den inneren Rand desselben wird, der Tiefe der Saugekammer entsprechend, eine
Zarge e angesetzt und gleichzeitig das Gelenk b und die Laufschiene c für den Schieber
angebracht. Nachdem die Oeffmmgen / in die Zarge gebohrt und das Ganze gesäubert ist,
wird der Hohlraum h bis auf einen feinen Rand mit Gyps glatt ausgefüllt, der Ring auf
das Modell gebracht, der Innenraum g des Ringes mit Wachs ausgefüllt und hiernach eine
Stampfe angefertigt, auf welcher die Metall-Saugekammer, in welche der Einsatzring hineinpassen
soll, gestanzt wird. Sodann kommt der Ring, mit der Saugekammer darüber, wieder auf das Modell, und die Gaumenplatte
wird in Wachs oder Guttapercha darüber modellirt.
Die Neuerung kann in gleicher Weise auch für ganze Metallplatten zur Anwendung kommen
, ebenso wenn Ringeinsatz und Saugekammerboden aus verschiedenen Stoffen bestehen
sollen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein in gezeichneter oder in ähnlicher Formherzustellender, mit einer Hohlrinne versehener Einsatz in Saugekammern für künstliche Gebisse, welcher mit einer Saugekammer in Verbindung steht und eine Reserveluftkammer ■bildet, welche durch hineinwachsende Mundschleimhaut nicht ausgefüllt werden kann.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20706C true DE20706C (de) |
Family
ID=297436
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT20706D Active DE20706C (de) | Neuerungen an Saugekammern für künstliche Gebisse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20706C (de) |
-
0
- DE DENDAT20706D patent/DE20706C/de active Active
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