DE977036C - Strangpressmatrize - Google Patents

Strangpressmatrize

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DE977036C
DE977036C DEC3019A DEC0003019A DE977036C DE 977036 C DE977036 C DE 977036C DE C3019 A DEC3019 A DE C3019A DE C0003019 A DEC0003019 A DE C0003019A DE 977036 C DE977036 C DE 977036C
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DE
Germany
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die
rod
metal powder
shoes
punch
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Expired
Application number
DEC3019A
Other languages
English (en)
Inventor
Edgar Kendrick Leavenworth
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Cyprus Amax Minerals Co
Original Assignee
American Metal Climax Inc
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Filing date
Publication date
Application filed by American Metal Climax Inc filed Critical American Metal Climax Inc
Application granted granted Critical
Publication of DE977036C publication Critical patent/DE977036C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/22Extrusion presses; Dies therefor
    • B30B11/26Extrusion presses; Dies therefor using press rams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

  • Strangpreßmatri.ze Die Erfindung betrifft eine Strangpreßmatrize zum Pressen von Stanzen aus Metallpulver mit einem dem Preßstempel zugekehrten Teil von konstantem Querschnitt und mit einem sich an diesen anschließenden, radial spreizbaren Teil, der normalerweise durch eine Klemmvorrichtung geschlossen gehalten wird, um eine Bewegung der Stange in Preßrichtung zu vermeiden.
  • Es sind Vorrichtungen bekannt, bei denen loses Metallpulver in einer Matrize durch einen Stempel verdichtet wird, jedoch haben diese bekannten Matrizen keinen konstanten Querschnitt, sondern sie verjüngen sich zum Auslaßende hin konisch. Diese konische Form hat zur Folge, daß von dem Preßstempel ein außerordentlich hoher Druck aufgebracht werden muß, damit das verfestigte Metallpulver aus der Matrize ausgetrieben werden kann. Diese bekannte Anordnung kann daher nur zum Verdichten von solchem Metallpulver verwendet werden, das zum Verfilzen neigt oder dein spezielle Bindemittel zugesetzt sind. Die Fabrikation zusammenhängender Stangen ist bei dieser bekannten Einrichtung nur mit Schwierigkeiten möglich, weil infolge der konischen Form der Matrize das verdichtete Metallpulver über seine elastischen Grenzen hinaus verformt werden muß, damit es aus der Matrize ausgetrieben werden kann. Die Verarbeitun- von lockerem Metallpulver, das keinen Zusatz I an Bindemitteln aufweist und nicht zum Verfilzen neigt, ist mit dieser bekannten Matrize nicht möglich.
  • Diese Schwierigkeiten werden erfind-ungsgemäß dadurch überwunden, daß der radial spreizbare Matrizenteil in geschlossener Stellung den gleichen konstanten Querschnitt hat wie der dem Preßstempel zugekehrte Matrizenteil und daß eine solche Klemmvorrichtung vorgesehen ist, deren Druck auf den spreizbaren Teil abnimmt, wenn der auf das Pulver ausgeübte axiale Preßdruck einen bestimmten Wert überschreitet. Diese beiden Merkmale, der gleiche konstante Ouerschnitt beider Matrizenteile und die Klemmvorrichtung, deren Druck auf den spreizbaren Matrizenteil bei Erreichen eines bestimmten axialen Preßdruckes auf das Pulver abnimmt, sind je für sich bekannt.
  • Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Strangpreßmatrize erhält man gleichmäßig verdichtete Stangen, die sich insbesondere für einen anschließenden, mittels eines elektrischen Stromes durchzuführenden Sintervorgang eignen. Weiterhin bietet die erfindungsgemäße Strangpreßmatrize eine Sicherheit dafür, daß die maximale Verdichtung unabhängig von den unvermeidbaren Schwankungen des Reibungskoeffizienten zwischen Stab und Matrize immer gleichbleibt.
  • Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist an Hand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt Fig. i einen Längsschnitt durch eine Anlage zum Herstellen eines zusammenhängenden Stabes aus gepreßtem und gesintertem Metallpulver, Fig. 2 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, der Matrize, Fig. 3 und 4 Ansichten des oberen und des unteren Endes der Matrize, Fig. 5 einen Aufriß des konischen Matrizenhalters, Fig. 6 eine Ansicht des Matrizenhalters von unten, Fig. 7 eine Ansicht der Matrizenstützschuhe, Fig. 8 eine Draufsicht auf die Matrizenstützschuhe, Fig. 9 einen Längsschnitt durch die Matrize und die Klemmvorrichtung.
  • In Fig. i ist der Erfindungsgegenstand in Verbindung mit einem Vakuumlichtbogenschmelzofen dargestellt, in dem der durch die Vorrichtung nach der Erfindung aus Metallpulver kontinuierlich geformte und gesinterte Stab die abbrennende Elektrode bildet und der Tiegel bzw. die Form, die das geschmolzene Metall enthält, die andere Elektrode darstellt. Die Vorrichtung nach der Erfindung preßt das Metallpulv#er zusammen, preßt es als einen zusammenhängenden Stab aus -und führt somit fortlaufend das sich verbrauchende Elektrodenmaterial zu. Der gepreßte Stab wird durch den Durchfluß eines elektrischen Stromes oder auf irgendeine andere Art gesintert, um ihm die nötige Festigkeit zum Tragen seines Eigengewichtes zu geben.
  • Die Vorrichtung weist ein Gehäuse i, das unten von einer Bodenplatte ?- begrenzt ist, auf. In der Mitte der Bodenplatte ist eine wassergekÜhlte Kupferform 4 von beliebiger Länge vorgesehen. Die Kupferform 4 ist luftdicht durch die Bodenplatte hindurchgeführt. Es sind Einrichtungen vorgesehen, um die Kupferform so, einzujustieren, daß sie zu der stabförmig gepreßten Elektrode genau konzentrisch angeordnet ist.
  • Nach oben ist das Gehäuse i durch eine Deckplatte 16 abgeschlossen, die auf einem Dichtungsring 17 aufliegt. Durch eine Mittelöffnung in der Deckplatte 16 steht das Innere des Gehäuses i in Verbindung mit einem Gehäuse 18, durch das das Metallpulver in die Vorrichtung eingebracht wird. Ein Vorratsbehälter 2o ist mit dem Gehäuse 18 durch eine Entnahme,5ffnung 2 1 verbunden. In dem Gehäuse kann ein üblicher Rüttelförderer 23 angeordnet sein.
  • Das Metallpulver wird entlang einem Trog 22 des Rüttelförderers in einen Trichter 24 gefördert und von diesem der Einfüllöffnung der Matrize 2,5 zugeleitet. Dort wird das Metallpulver von einem hin- und hergehenden Stempel 26 gepreßt, der zugleich das gepreßte Metallpulver nach unten durch die Matrize schiebt.
  • Wie am besten aus den Fig. 2, 3 und 4 zu ersehen ist, ist die Matrize im allgemeinen zylinderförmig, mit Ausnahme des Flansches 26' am unteren Ende und des Kopfteiles 27 am oberen Ende der Matrize. Der KOPfteil 27 ist mit einer Auskehlung 28 versehen. In der Matrize selbst verläuft axial eine zylindrische Bohrung 29. Diese muß auf ihrer ganzen Länge densellyen Durchmesser aufweisen innerhalb von Toleranzen, die kleiner als 0,024 mm, nach Möglichkeit in der Größenordnung von 01,00:24 mm sein sollen. Die Seitenwände der Bohrung 29 bestehen vorzugsweise aus einer harten Chromauflage, die auf das Sollmaß poliert ist. Am Kopfteil 27 ist die Matrize 25 ringförmig geschlossen. Vom Kopfteil ab bis zum unteren Flansch 26# ist die Matrize dagegen mit Längsschlitzen 30 versehen. jeder dieser Längsschlitze 30, von denen in den Zeichnungen vier angedeutet sind, besitzt innen parallele Kanten 3 1, die sich nach außen konisch erweitern, wie allgemein mit dem Bezugszeichen 32 angedeutet ist.
  • Wie aus Fig. 2 ersichtlich, enden die Längsschlitze 3o an einer Stelle 33, so daß der nicht geschlitzte Kopfteil 27 übrigbleibt, in dem das Metallpulver zusammengepreßt wird. Die Schlitze 30 ermöglichen eine radiale Ausdehnung des unteren Teiles der Matrize. Die Auskehlung 28 erleichtert das Ausbiegen der Matrizensegmente.
  • Wie aus Fig. i ersichtlich, wird dieses Ausbiegen durch vier am Umfang der Matrize 25 angeordnete Schuhe 34 verhindert. Die Ausbildung dieser Schuhe 34 ist am besten aus den Fig. 7 und 8 zu ersehen. jeder dieser Schuhe 34 weist eine zylindrische Innenfläche auf, die sich an die ebenfalls zylindrische Oberfläche der Matrize 25 zwischen dem unteren Flansch:26' und dem Kopfteil:27 anlegt. Die äußeren Oberflächen der Schuhe 34 bilden gemeinsam einen Kegelstumpf, der in die konische Innenfläche eines Halters 35 paßt. Die unteren Enden der Schuhe 34 sitzen auf einer Platte 36 auf, die durch acht um den Umfang verteilte Bolzen 37 nach oben gehalten ist. Die Bolzen 37 sind frei durch eine Ringscheibe 39 durchgeführt und mit ihren oberen, mit Gewinden versehenen Enden in eine weitere Ringscheibe 40 eingeschraubt, die sich relativ zu dem Matrizenhalter 35 in axialer Richtung frei bewegen kann. Zwischen den Ringscheiben 39 und 40 sind die Bolzen 37 von Schraubenfedern 38 umgeben, wodurch die Ringscheibe 40, die Bolzen 37, die Platte 36 und die Schuhe 34 relativ zu der festen Ringscheibe 39 nach oben gedrückt werden.
  • Zur Befestigung des Halters 35 und der festen Ringplatte 39 können beliebige Einrichtungen vorgesehen werden. Bei der dargestellten bevorzugten Ausführungsform ist die Ringscheibe 39, wie in Fig. 9 dargestellt ist, durch vier lange Bolzen 42 gehalten, die zwischen je einem Paar der Bolzen 37 angeordnet sind. Diese Bolzen 42, die mit einem Absatz auf der Deckplatte 16 aufsitzen, sind frei durch die bewegliche Ringscheibe 40 und die feste Ringscheibe 39 hindurchgeführt. Die Verschraubung der Bolzen 42 drückt die Ringscheibe 39 fest gegen einen Absatz des Halters 35 und diesen wiederum gegen die Platte 16.
  • Der hin- und hergehende Stempel 26 kann von einer beliebigen Vorrichtung angetrieben werden. In Fig. i ist ein Antrieb 41 mittels eines hydraulischen Zylinderkolbens 48 dargestellt, der über der Deckpla,tte 16 durch die Bolzen 42 gehalten ist. Die Haltevorrichtung ist dabei so konstruiert, daß der hydraulische Zylinderkolben elektrisch von dem Gehäuse i bzw. der Deckplatte 16 isoliert ist.
  • Die Stelle, an der der Stempel 26 in das Gehäuse 18 eintritt, ist mit einer Packungsbüchse 54 verschlossen.
  • Der aus Metallpulver stranggepreßte Stab 56 erstreckt sich von der Matrize 25 nach unten und wird von zwei oder mehreren elektrischen Kontakten 57, die von einer waagerechten Platte 58 getragen und die für eine begrenzte senkrechte Bewegungsrichtung elastisch unterstützt sind, jedoch an jeder seitlichen Verschiebung gehindert sind, berührt.
  • Der Behälter 2o wird im gefüllten Zustand verschlossen und abgedichtet, so daß die Gehäuse 18 und i evakuiert werden können.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist fo#lgende: Durch den Rüttelförderer 23 wird das Metallpulver in den Trichter 24 und von da aus in die Matrize 25 gefördert. Nach einer bestimmten Betriebsdauer erstreckt sich durch die Matrize 25 ein längerer Strang aus gepreßtem Metallpulver, wie in Fig. i dargestellt ist. Durch die hydraulische Antriebseinrichtung, 41 wird der Stempel 26 ständig hin- und herbewegt. Der Sternpelhub und das Maß der Metallpulverzufuhr in die Matrize können je nach Wunsch variiert werden, nur darf der Stempel nicht weiter in die Matrize eingeführt werden als bis zur Stelle 33 (Fig. 2). Die Spannung der Federn 38 wird mittels der Bolzen 37 so eingestellt, daß diese die konischen Schuhe 34 und damit auch die Matrize 25 an einer nach unten gerichteten Bewegung unter der von dem Stempel 26 ausgeübten Kraft hindern, bis diese Kraft den Wert erreicht, der den erforderlichen Preßdruck gewährleistet, durch den das lose Pulver im Kopfteil der Matrize zu einem festen Strang verpreßt wird. Da der Kopfteil 27 der Matrize 25 als Flansch ausgebildet ist, der auf den oberen Enden der Schuhe 34 aufsitzt, weichen die Matrize und die Schuhe 34 nach unten aus, wenn die durch den Stempel 26 ausgeübte Kraft größer ist als die durch die Federn 38 ausgeübte Gegenkraft einschließlich der Reibungskräfte zwischen den Schuhen 34 und dem Halter 35.
  • Infolge der beschriebenen Wirkungsweise wird das gesamte vom Stempel 26 zu komprimierende Metallpulver zunächst innerhalb des Kopfteiles 27 der Matrize, der die zylindrische, ungeschlitzte Matrizenbohrung aufweist, bleiben, bis das Pulver maximal gepreßt ist. Dadurch werden alle folgenden Pulvermengen innerhalb des Kopfteiles der Matrize geformt, während der untere, geschlitzte Teil der Matrize nur zur Erzeugung der notwendigen Reibung des gepreßten Metallstabes dient, um dessen Bewegung unter der das Pulver zusammenpressenden Kraft zu verhindern. Der Kopfteil 27 der Matrize ist so kurz, daß die durch seine Innenwände erzeugte Reibung nicht genügt, um das Durchfallen des Pulvers durch die Matrize zu verhindern,- bis dieses auf den gewünschten Grad gepreßt ist. Es hat sich gezeigt, daß, wenn eine auf die gesamte Länge ungeschlitzte Matrize von einer zur Erzeugung des nötigen Reibungswiderstandes mit dem Metallpulverstab ausreichenden Länge vorhanden ist, keine noch so hohe Stempelkraft den Metallpulverstab durch die Matrize treiben kann. Aus diesem Grunde ist der untere Teil der Matrize geschlitzt, um eine radiale Ausdehnung zu ermöglichen.
  • Die Matrize:25 und die konischen Schuhe 34 bewegen sich dann nach abwärts und ermöglichen dabei die Ausdehnung des unteren Teiles der Matrize 25, wenn ein genau vorbestimmter Preßdruck vom Stempel 26 ausgeübt wird. So werden alle Teile des Stabes gleichmäßig gepreßt. Die radialen Kräfte, mit denen der Stab aus Metallpulver auf die Matrizenteile einwirkt, können die Matrize nicht ausdehnen, bevor nicht die axiale Kraft des Stempels die Spannung der Federn 38 überwindet, weil der Winkel der konischen Innenfläche des Halters 35 im wesentlichen gleich oder weniger als der Reibungswinkel im Ausgangszustand zwischen den im Eingriff stehenden Oberflächen der Schuhe und des Halters ist. Es bilden daher die Schuhe 34 und die Federn 38 eine nicht umkehrbare oder selbstschließende Kraftübertragungsvorrichtung zur Erzeugung eines radialen Druckes auf den Metallpulverstab.
  • Die Matrize hält den Metallpulverstab fest, solange dessen oberster Abschnitt gepreßt wird, und läßt ihn dann los, wenn der vorbestimmte Preßdruck erreicht ist. Diese Wirkungsweise beruht darauf, daß der so im Kopfteil der Matrize verhältnismäßig hochgradig gepreßte Metallpulverstab eine ziemliche Festigkeit besitzt und deshalb im unteren Teil der Matrize als fester elastischer Körper wirkt, wie etwa ein fester Stahlstab mit einem bestimmten Vermögen begrenzter Deformierbarkeit innerhalb seines elastischen Bereiches. Die Federn 38 üben in Zusammenarbeit mit den konischen Schuhen 34 eine radiale Preßkraft auf den Metallpulverstab aus und zielen darauf ab, dessen Durchmesser zu verringern, ohne aber die Elastizitätsgrenze des Metallpulverstabes zu überschreiten. Dieser radiale Druck erzeugt genügend Reibung zwischen dem Pulverstab und den Matrizenwänden, um die Abwärtsbewegung der Matrize zu verhindern, solange die Matrize im Halter im Ruhezustand bleibt. Trotzdem erlaubt bereits eine kleine Abwärtsbewegung der Matrize die Ausdehnung des unteren Teiles und damit die Verminderung des Druckes des Stabes auf die Matrizenwände. Wenn der Metallpulverstab bei der Ausdehnung der Matrize keine eigene Kompressionsfestigkeit hätte, würde er sich wie eine Flüssigkeit verhalten und sich gleichmäßig mit der Matrize ausdehnen, ohne daß dadurch der Druck des Stabes auf die Matrizenwände vermindert würde. Da aber der Stab eine Kompressionsfestigkeit besitzt, bewirkt eine Ausdehnung der Matrizenwände um einen Betrag innerhalb der elastischen Grenze des Stabes eine Verminderung des radialen Druckes und damit auch der Reibung zwischen dem Stab und der Matrize. Sobald die Reibung auf die Größe des vom Stempel erzeugten Druckes vermindert ist, rutscht der Stab so weit in der Matrize nach unten, bis der Stempel das Ende seines Hubes erreicht hat. Während dieser Abwärtsbewegung des Stabes bezüglich der Matrize besteht ein Gleichgewichtszustand zwischen der von den Federn 38 stammenden Kraft und der von der Metallpulversäule an den Matrizenwänden erzeugten Reibungskraft. Beim Rücklauf des Stempels ziehen die Federn 38 die Matrize 2,5 und die Schuhe 34 in ihre obere Ausgangslage zurück und reduzieren so den Durchmesser des Unterteiles der Matrize auf seinen Ausgangswert, bei dem es den Stab fest einspannt. Die gesamte Ab- wärtsbewegung der Matrize ist auf einige Hundertstelmillimeter beschränkt, da ein Dehnungswinkel von nur einer Minute notwendig ist, um den radialen Druck der Säule auf die Matrizenwände zu vermindern.
  • Es ist damit aus dem Vorhergegangenen verständlich, warum es wesentlich ist, daß die Matrize von einem Ende zum anderen den gleichen Durchmesser aufweist. Wenn nämlich der im Kopfteil der Matrize vollständig geformte Stab durch eine öffnung gezwungen würde, die nur ein klein wenig enger ist als die im Kopfteil der Matrize, aber trotzdem genügend -eng ist, um den Stab über seine elastische Grenze hinaus zusammenzupressen, so wird der Stab an dieser Stelle zerdrückt und seine gesamte Eigenfestigkeit verlieren. Der Metallpulverstab könnte dann an der Stelle, an der er zerdrückt wird, nicht mehr in der oben beschriebenen Art und Weise als elastisch fester Körper wirken. Zudem ist es nicht möglich, den Querschnitt des komprimierten Metallstabes in einer dehnbaren Matrize über seine elastische Grenze hinaus zusammenzupressen, weil die Rückverengung der Matrize zur Folge hätte, daß das Metallpulver in die Längsschlitze der Matrize getrieben würde und so die Matrize unbrauchbar gemacht würde. Da nach der Erfindung der Stab im ungeschlitzten Kopfteil der Matrize vollständig geformt wird, besitzt er genug Eigenfestigkeit, um über die Schlitze im unteren Teil der Matrize hinwegzugleiten. Weil der Stab jedoch bestenfalls nur eine beschränkte Eigenfestigkeit und eine sehr niedere Elastizitätsgrenze hat, ist es notwendig, Schwankungen des Durchmessers, auch winzige, von einem Ende der Matrize zum anderen zu vermeiden.
  • Während in der bevorzugten, hier erläuterten und beschriebenen Form der Matrizenvorrichtung die konischen Schuhe 34 als von der Matrize 25 getrennte Teile ausgeführt sind, ist es selbstverständlich, daß die Schuhe auch mit den radial dehnbaren Sektoren der Matrize:25 ein zusammenhängendes Stück bilden können, ohne daß dadurch die Wirkungsweise oder die Ergebnisse verändert werden.
  • In der obigen Beschreibung der Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes wurde vorausgesetzt, daß die Matrize bei Beginn ihrer Tätigkeit mit gepreßtem Metallpulver gefüllt war. Wenn dies nicht der Fall ist, muß man die Vorrichtung so lange betätigen, bis die Matrize mit Metallpulver gefüllt ist, bevor ihre normale Tätigkeit beginnen kann. Dies kann auf verschiedene Art und Weise erreicht werden. So kann z. B. ein präzise hergestellter zylindrischer Stöpsel vom gleichen Durchmesser wie die Matrizenöffnung und von derselben Länge wie der geschlitzte Teil der Matrize in die Matrizenöffnung eingelegt werden, wobei die Spannung der Federn 38 nachgelassen ist. Danach wird die Federspannung durch Anziehen der Bolzen 37 wieder angelegt. Die Vorrichtung kann nun in Betrieb gesetzt werden, wobei der Stöpsel, der aus Kupfer oder sonst einem brauchbaren Material gefertigt sein kann, nun die Funktion des Metallpulverstabes ausübt, indem er während der das Metallpulver pressenden Phase des Stempelhubes die Abwärtsbewegung des Stabes verhindert.
  • Um die Festigkeit des aus der Matrize:25 ausgepreßten Metallpulverstabes zu erhöhen, sintert man vorzugsweise die pulverisierten Teile zusammen, indem man sie in irgendeiner gebräuchlichen Art und Weise bis auf ihre Sintertemperatur erwärmt. Dies geschieht sehr leicht durch den Durchfluß -eines elektrischen Stromes durch den Metallpulverstab. In Übereinstimmung mit der in Fig. i dargestellten Form der Vorrichtung wird der Sinterstrom dem Stab zugeführt, indem die Pole einer Stromquelle mit der Platte 16, die in, elektrischer Verbindung mit der Matrize:25 steht, und mit den Kontakten 57 verbunden werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Strangpreßmatrize zum Pressen von Stangen aus Metallpulver mit einem dem Preßstempel zugekehrten Teil von konstantem Querschnitt und mit einem sich an diesen anschließenden, radial spreizbaren Teil, der normalerweise durch eine Klemmvorrichtung geschlossen gehalten wird, um eine Bewegung der Stange in Preßrichtung zu vermeiden, gekennzeichnet durch die beiden für sich bekannten Merkmale, daß der radial spreizbare Teil in geschlossener Stellung den gleichen konstanten Querschnitt hat wie der dem Preßstempel zugekehrte Matrizenteil sowie daß eine solche Klemmvorrichtung vorgesehen ist, deren Druck auf den spreizbaren Teil abnimmt, wenn der auf das Pulver ausgeübte axiale Preßdruck einen bestimmten Wert überschreitet. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 289 787.
DEC3019A 1947-09-25 1950-10-03 Strangpressmatrize Expired DE977036C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US977036XA 1947-09-25 1947-09-25

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DE977036C true DE977036C (de) 1964-11-19

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ID=22264728

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DEC3019A Expired DE977036C (de) 1947-09-25 1950-10-03 Strangpressmatrize

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2289787A (en) * 1937-12-24 1942-07-14 Kaschke Kurt Production of shaped articles from metal powder

Patent Citations (1)

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US2289787A (en) * 1937-12-24 1942-07-14 Kaschke Kurt Production of shaped articles from metal powder

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