DE975784C - Auflichtkondensor fuer Dunkelfeldbeleuchtung in Verbindung mit einem Mikroskopobjektiv schwacher Vergroesserung - Google Patents

Auflichtkondensor fuer Dunkelfeldbeleuchtung in Verbindung mit einem Mikroskopobjektiv schwacher Vergroesserung

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DE975784C
DE975784C DEZ4214A DEZ0004214A DE975784C DE 975784 C DE975784 C DE 975784C DE Z4214 A DEZ4214 A DE Z4214A DE Z0004214 A DEZ0004214 A DE Z0004214A DE 975784 C DE975784 C DE 975784C
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DEZ4214A
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Eugen Dr Bernhardt
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Carl Zeiss SMT GmbH
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Carl Zeiss SMT GmbH
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    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B21/00Microscopes
    • G02B21/06Means for illuminating specimens
    • G02B21/08Condensers
    • G02B21/082Condensers for incident illumination only
    • G02B21/084Condensers for incident illumination only having annular illumination around the objective

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Microscoopes, Condenser (AREA)

Description

  • Auflichtkondensor für Dunkelfeldbeleuchtung in Verbindung mit einem Mikroskopobjektiv schwacher Vergrößerung Für die Auflichtmikroskopie sind Objektive gebräuchlich, die mit einem aus ringförmigen optischen Baugliedern bestehenden Dunkelfeldauflichtkondensor vereinigt sind. Diese Bauglieder können auf verschiedene Weise gestaltet werden. Gebräuchlich sind Linsen-, Kugel-, Paraboloid-, Ellipsoid-oder Kardioidspiegel, von denen jeweils nur eine das eigentliche Objektiv umgebende Ringzone benutzt wird. Es ist weiterhin bekannt, daß die angegebenen Systeme in der Regel nicht als aplanatische Systeme, sondern mit absichtlich eingeführten Aberrationen benutzt werden. Dadurch erfolgt im Meridionalschnitt eine divergente Auffächerung der Beleuchtungsstrahlen im Objektraum, was mit Rücksicht auf die Ausleuchtung großer Objekt-Felder wenigstens im Meridionalschnitt erforderlich ist. Um die ebenfalls erforderliche zusätzliche Streuung der Beleuchtungsstrahlen in sagittaler Richtung zu bewirken, ist es vielfach üblich, eine der optisch wirksamen Flächen des Dunkelfeldkondensors zu mattieren und den damit verbundenen Lichtverlust in Kauf zu nehmen.
  • Es ist eine Anordnung eines Dunkelfeldkondensors bekannt, bei dem ein ringförmiger Spiegelkondensor in vier Segmente mit vier außerhalb der Kondensorachse liegenden Krümmungsmittelpunkten aufgeteilt ist. Dieser Kondensor ist so beschaffen, daß im Meridionalschnitt die Beleuchtungsstrahlen ausreichend divergent aufgefächert werden. Andererseits werden mit dieser Anordnung die Beleuchtungsstrahlen im Sagittalschnitt nach den Krümmungsmittelpunkten zu gesammelt und erzeugen im Objektfeld eine Ausleuchtung mit allerdings nur beschränkter Breite in sagittaler Richtung.
  • Es ist weiterhin eine Anordnung eines Dunkelfeldkondensors bekannt, der zwei konzentrische, kegelförmige Ringspiegel enthält. In einer weiteren Variante dieses Kondensors werden die Kegelflächen in eine größere Anzahl von ebenen Spiegelfacetten aufgeteilt. Dieser Kondensor bewirkt, daß die von der Bildseite des Mikroskopes zugeführten parallelen Beleuchtungsstrahlenbündel zwar nach dem Objekt zu umgelenkt werden, jedoch im übrigen im Meridional- wie im Sagittalschnitt in sich parallel bleiben. Da eine konvergente, nahezu punktförmige Strahlenvereinigung am Objektort vermieden wird, gelingt es mit diesem Kondensor, einigermaßen große Objektfelder auszuleuchten.
  • Gemeinsam ist diesen beiden Kondensoren, daß die Ausleuchtung noch mit erheblichen Azimuteffekten behaftet ist. Aus energetischen Gründen kann die Ausleuchtung nicht homogen erfolgen, sondern nur so, daß jedes Segment bzw. jede Spiegelfacette, in die die Kondensoren aufgeteilt sind, als eine diskrete Lichtquelle wirkt. Auf diese Weise entstehen bei der Beobachtung glänzender Objekte (z. B. Textilfaser, Chitin-Panzer) störende Glanzlichter in periodischer Anordnung, die Strukturen vortäuschen, die im Objekt nicht vorhanden sind.
  • Erhebliche Schwierigkeiten entstehen erst, seitdem es gilt, Mikroskopobjektive mit geebnetem Sehfeld mit Dunkelfeldkondensoren zu versehen. Wegen der behobenen Bildfeldwölbung besitzen diese Objektive große Sehfelder, die wiederum die Ausleuchtung großer Objektfelder notwendig machen. Da auch die freien Objektabstände dieser Objektive in der Regel kürzer sind als die der alten Objektive, werden an die Dunkelfeldkondensoren besonders hohe und schwer erfüllbare Ansprüche gestellt.
  • Die Erfindung betrifft einen Auflichtkondensor, der ebenfalls ein ringförmiges optisches' Bauglied enthält, bei dem gleichzeitig mit der Umlenkung der Beleuchtungsstrahlenbündel nach dem Objekt zu im Meridionalschnitt eine divergente Auffächerung der Beleuchtungsstrahlen im Objektraum bewirkt wird und bei dem die optisch wirksame Fläche des ringförmigen Baugliedes in einer Anzahl gleichmäßig über den Umfang verteilter, annähernd in Meridionalebenen angeordneter, zur optischen Achse des Kondensors nicht rotationssymmetrischer Flächenelemente aufgeteilt ist. Gegenstand der Erfindung ist ein derartiger Kondensor, bei dem zum Zweck der azimutfreien Ausleuchtung großer .Objektfelder diese Flächenele-Inente in einer so großen Anzahl vorgesehen sind und daß deren endlicher Krümmungsradius im Querschnitt so kurz bemessen ist, daß im Sagittalschnitt eine divergente Auffächerung der Beleuchtungsstrahlen. im Objektraum bewirkt wird, derart, daß .die Breite der Ausleuchtung des Objektraumes in sagittaler Richtung groß-ist gegen die Breite der Flächenelemente.
  • Bei der erfindungsgemäßen Einführung der optisch wirksamen Fläche sind grundsätzlich zwei Aufgaben zu erfüllen: Es müssen nämlich die durch die erfindungsgemäßen Mittel erzeugten divergenten Auffächerungen der Beleuchtungsstrahlen im Objektraum sowohl im Meridionalschnitt als auch im Sagittalschnitt unabhängig voneinander die Werte annehmen, die für eine gleichmäßige azimutfreie Ausleuchtung der Objektfelder erforderlich sind. Um im Meridionalschnitt divergente Auffächerungen jedes gewünschten Ausmaßes zu erzeugen, wird zweckmäßig für die optisch wirksame Fläche ein Meridionalschnitt mit asphärischem Profil gewählt. Um unabhängig -davon auch die divergenten Auffächerungen im Sagittalschnitt beeinflussen zu können, werden gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung die Flächenelemente in Form von Rillen oder Riffeln ausgebildet. Dabei kann der Krümmungsradius des Querschnitts der Rillen bzw. Riffeln in deren Längsrichtung veränderlich sein.
  • Die Erfindung sei an Hand der Figuren näher erläutert, von denen die Fig. i bis 3 die Wirkungsweise der erwähnten asphärischen Flächen am Beispiel einer tonischen Fläche und der mit Rillen oder Riffeln besetzten Fläche veranschaulichen, die Fig. q. und 5 zwei mögliche Ausgestaltungen von nichtsphärischen Flächen, die Fig. 6 und 7 einen Vertikalschnitt und einen Horizontalschnitt eines Mikroskopobjektivs, dessen Dunkelfeldkondensor mit einer nichtsphärischen brechenden Fläche versehen ist, und die Fig. 8 und 9 Ansicht und Schnitt eines mit einer nichtsphärischen spiegelnden Fläche versehenen Dunkelfeldkondensors zeigen.
  • In Fig. i, die im Schema eine perspektivische Darstellung Wiedergibt, .sei die Wirkung einer tonischen Linsenfläche auf einen Strahlengang erläutert. Von der tonischen Fläche ist nur eine ringförmige `Zone gezeichnet, die als Eintrittsfläche in ein höher brechendes Medium gedacht sei. Die tonische Fläche möge die Funktion des Dunkelfeldkondensors vertreten. Der Einfachheit halber sind die untere Austrittsfläche der tonischen Ringlinse und @ die an dieser Fläche stattfindenden Strahlenü_mlenkungen nicht dargestellt. Die tonische Fläche wird in ihrer ganzen dargestellten Ausdehnung von einem Bündel nahezu achsenparalleler Strahlen durchsetzt. Von diesem Strahlenbündel ist nur ein Ausschnitt dargestellt, dessen Achse A-A' ist; es wird durch den kreisförmigen Querschnitt B-D-C-E begrenzt.- Die Achse. dieses Bündels wird an der tonischen Fläche in die Richtung A'-A" umgelenkt und trifft im Punkt A.' die Mitte des auszuleuchtenden Objektfeldes, welches schraffiert gezeichnet ist. Das Strahlenbündel selbst trifft die tonische Fläche längs der Linie B'-D'-C'-E'. Der Meridionalschnitt B-C-C'-B' des Bündels trifft - die tonische Fläche längs gines nach -oben hohl gekrümmten Meridians B'-A'-C': Innerhalb des Meridionalschnittes findet daher eine Auffächerung statt. Die Strahlen B-B' und C-C, die zunächst parallel verlaufen, divergieren nach Durchtritt durch die torische Fläche und treffen die Objektebene in den Punkten B" und C'. Die torische Fläche bewirkt also die Umlenkung eines Strahlenbündels nach der Achse zu, ohne gleichzeitig, wie eine gewöhnliche Linse, eine zusätzliche Sammelwirkung zu besitzen. Vielmehr wird das nach der Achse umgelenkte Strahlenbündel divergent aufgefächert. Die Anwendung äsphärischer, speziell torischer Flächen ist also angebracht, wenn die Ausleuchtung großer Objektfelder gleichzeitige Umlenkung der Strahlenbündel nach der Achse zu und deren Auffächerung im Meridionalschnitt erforderlich macht.
  • In ähnlicher Weise wie torische Flächen wirken auch Kegelflächen, die als Ringprismen oder als torische Flächen mit dem Meridionalradius oo aufgefaßt werden können. Sie lenken zwar die Strahlenbündel um, lassen aber deren Konvergenz oder Divergenz unverändert.
  • Wie die Fig. i zeigt und sich aus der bekannten Tatsache ergibt, daß für beliebige rotationssymmetrische Flächen die Sinusbedingung für sagittale Bündel streng erfüllt ist, läßt sich mittels rotationssymmetrischer (z. B. torischer oder kegeliger) Flächen grundsätzlich nur der Strahlenverlauf im Meridionalschnitt im Sinne der erstrebten divergenten Auffächerung beeinflussen. In sagittaler Richtung erfolgt grundsätzlich immer punktförmige Strahlenvereinigung im Sinne der Sinusbedingung, sofern es sich um Strahlenbündel der öffnung O handelt. Veranschaulicht werden diese Verhältnisse in Fig. i wie folgt. Der Sagittalschnitt des auftreffenden Strahlenbündels (durch D-D'-E'-E dargestellt) trifft die torische Fläche längs einer nach oben erhaben gekrümmten Linie :D'-A'-E'. Nach Durchtritt durch die torische Fläche werden wegen der sammelnden Wirkung der Schnittlinie D'-A'-E' die vorher annähernd parallelen Grenzstrahlen D-D' und E-E' so umgelenkt, daß sie nach den in der Tat sehr nahe beieinanderliegenden Punkten D"' und E"' in der Objektebene konvergieren. Am Objektort entsteht somit eine sehr schmale, etwa elliptische Lichtfigur, deren meridionale Ausdehnung B"'-C"' zwar das auszuleuchtende Objektfeld (schraffierte Fläche) ausreichend überdeckt, während die Ausdehnung in sagittaler Richtung D"'-E"' ganz unzureichend ist.
  • Um den verfolgten Zweck zu erreichen, d. h. die Streuung ausschließlich im Sagittalschnitt zu beeinflussen, daß ein auch im Sagittalschnitt divergentes Bündel die ganze Breite des Objektfeldes ausleuchtet, ist es erforderlich, einen kräftigen Eingriff in die Rotationssymmetrie vorzunehmen, indem gemäß der Erfindung eine der optisch wirksamen Flächen des Dunkelfeldkondensors mit in' Radialebenen verlaufenden Rillen versehen wird, die zweckmäßig ein kreisbogenförmig vertieftes Querschnittsprofil erhalten. Die Rillen wirken wie ein Raster von Zylinderlinsen, mit denen die Linsenfläche in radialer Richtung besetzt ist. Es ist im übrigen für die Wirkung dieses Mittels belanglos, ob das auf der Linsenfläche aufgebrachte Linsenraster aus derart vertieften Rillen besteht oder aus Riffeln, deren Querschnittsprofil erhaben ist. Zur Erläuterung der Wirkung des Linsenrasters ist der Sagittalschnitt der Fig. i in Fig. 2 als Abwicklung in die Zeichnungsebene dargestellt, wobei weiterhin angenommen wird, daß die torische Fläche mit radial verlaufenden Rillen versehen ist. An die Stelle der stetig gekrümmten Schnitt-fgurD'-A'-E'des Sagittalschnittesmit der torischen Fläche in Fig. i tritt in Fig. 2 die aus einzelnen stark hohl gekrümmten Abschnitten bestehende Schnittfigur D'-E' des Sagittalschnittes mit dem Linsenraster. Die in Luft parallel verlaufenden Strahlen des Bündels DD' bis EE' werden beim Durchgang durch das Linsenraster so umgelenkt, daß sie, vom virtuellen Vereinigungspunkt F ausgehend, divergent in Richtung D" und E" verlaufen. Das gleiche gilt für den Fall eines Rasters aus Riffellinsen, der in Fig. 3 dargestellt ist. Hier vereinigen sich die parallelen Strahlen des Bündels nach Durchgang durch das Linsenraster zunächst im reellen Vereinigungspunkt F, um dann divergent in Richtung D" und E" zu verlaufen.
  • Damit wird erreicht, daß im Gegensatz zu den eingangs beschriebenen bekannten Dunkelfeldkondensoren die sagittale Breite der Ausleuchtung des Objektfeldes groß wird gegen die Breite der Rillen bzw. Riffeln selbst. Nur auf diese Weise ist es möglich, die Zahl der Flächenelemente so zu erhöhen, daß eine praktisch azimutfreie Beleuchtung erzielt wird. Zwar erfolgt auch bei diesem Kondensor die Beleuchtung wie von einer Anzahl diskreter Lichtquellen, wobei diese Anzahl der Zahl der Rillen bzw. Riffeln entspricht. Die auf glänzenden Objekten erzeugten Glanzlichter der diskreten Lichtquellen haben zwar noch eine periodische Struktur, die aber deswegen nicht mehr stört, weil die zahlreichen Einzelreflexe wegen ihres sehr engen Abstandes vom Mikroskop nicht mehr aufgelöst werden, also zu einem Lichtband verschmelzen.
  • In Fig. q. und 5 sind Ausführungsbeispiele für mit Rillen oder Riffeln versehene Flächen dargestellt. Fig. q. zeigt eine torische Fläche, die mit vertieften Rillen versehen ist, Fig. 5 eine Kegelfläche, die mit erhabenen Riffeln besetzt ist. Es liegt auf der Hand, daß es durch Wahl des Krümmungsradius des Linsenrasters möglich ist, die Streuung in der Sagittalebene unabhängig von derjenigen in der Meridionalebene so zu bemessen, daß auch die Breitenausleuchtung des Objektfeldes ausreichend wird. Um die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung noch weiter zu steigern, dient die erfindungsgemäße Maßnahme, daß der Krümmungsradius im Querschnittsprofil der Rillen oder Riffeln vom äußeren zum inneren Rand der damit besetzten optisch wirksamen Fläche veränderlich ausgeführt ist. Dadurch kann die Streuung in der Sagittalebene für jede Linsenzone entsprechend den Erfordernissen der gleichmäßigen Beleuchtung bemessen werden. Diese Maßnahme ist in Fig. 4 dargestellt, in der der Radius des Rillenprofils r1 am äußeren Umfang der torischen Fläche größer ist als der Profilradius r2 am inneren Umfang.
  • Da es wesentlich leichter gelingt, im Meridionalschnitt durch Aberrationen eine Divergenz zu erzeugen als im Sagittalschnitt, wird es sich häufig erübrigen, für den Meridionalschnitt besondere Maßnahmen zu treffen, da man bereits mit bestimmten Anordnungen von sphärischen Flächen allein Aberrationen erreichen kann, die groß genug sind, um im Meridionalschnitt die gewünschte Divergenz der Beleuchtungsstrahlen zu erzeugen. In einem solchen Falle genügt es, das Mittel der Rillen oder Riffeln allein anzuwenden, um auch die Strahlenbündel im Sagittalschnitt genügend aufzufächern. Andererseits wird es im Falle der sehr großen Objektfelder schwächster Objektive zweckmäßig sein, sowohl den Meridional- als auch den Sagittalschnitt unabhängig voneinander durch die erfindungsgemäß gestalteten nichtsphärischen Flächen zu beeinflussen. Daher sieht die Erfindung neben der getrennten Anwendung der torischen oder kegeligen Flächen einerseits und der Rillen oder Riffeln andererseits eine kombinierte Anwendung beider Mittel vor.
  • An dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 6 und 7 seien die Verhältnisse näher erläutert. Das eigentliche Mikroskopobjektiv, bestehend aus einzeln stehenden Linsen i und 2 und verkitteten Linsen 3 und q., ist in zwei innen gerauhten Fassungshülsen 5 und 6 gefaßt. Die Fassungshülse 6 ist mit drei radialen Stegen 7 versehen, durch die das eigentliche Objektiv in einer äußeren Fassungshülse 8 zentriert wird. Die Fassungshülse 8 trägt am oberen Ende ein Anschraubgewinde 9, mit dem das Objektiv unmittelbar oder unter Vermittlung eines Revolvers an den Vertikalilluminator des Auflichtmikroskops angeschraubt wird. Die äußere Fassungshülse ist nach unten durch einen Dunkelfeldkondensor io abgeschlossen, der zur Aufnahme der Frontlinsenfassung 5 eine zentrale Bohrung besitzt. Der Dunkelfeldkondensor stützt sich innen gegen einen Ring i i ab und wird von außen durch einen Vörschraubring 12 in der Fassung befestigt. Das vom Vertikalilluminator für die Dunkelfeldbeleuchtung erzeugte etwa parallele Strahlenbündel tritt in die mikroskopseitige Bohrung der äußeren Fassungshülse ein und gelangt durch den ringförmigen Raum zwischen äußerer, 8, und innerer, 6, Fassungshülse auf die Eintrittsfläche 13 des Dunkelfeldkondensors io, die im Ausführungsbeispiel als torische Fläche gestaltet ist. Beim Durchgang durch die torische Eintrittsfläche und die sphärisch gekrümmte Austrittsfläche 14 wird das Strahlenbündel zweimal in Richtung auf die Achse umgelenkt. Dabei überwiegt die Streuwirkung der torischen Fläche 13 über die Sammelwirkung der sphärischen Fläche 1q.. Somit ist das den Dunkelfeldkondensor verlassende Strahlenbündel in dem in Fig. 6 dargestellten Meridionalschnitt divergent; daher wird in diesem Schnitt ein Objektfeld der Ausdehnung 15-15' ausgeleuchtet. Die torische Fläche 13 des Dunkelfeldkondensors ist (in ähnlicher Weise wie die Fläche in Fig. q.) mit Rillen besetzt, wie Fig. 7 erkennen läßt. Im Sagittalschnitt, der auf der Zeichenebene der Fig.6 senkrecht steht, erfolgt daher ebenfalls eine Auffächerung, die auch in dieser Richtung die Ausleuchtung des ganzen Objektfeldes bewirkt.
  • Weiterhin braucht die Anwendung der Rillen oder Riffeln nicht auf brechende Flächen beschränkt bleiben, sondern kann auch für rotationssymmetrische spiegelnde Flächen beliebiger Gestalt; also beispielsweise für sphärische, asphärische, kegelige und torische Spiegel vorgesehen werden. Um dies zu veranschaulichen, ist als weiteres Ausführungsbeispiel in Fig. 8 und 9 ein Spiegelkondensor dargestellt, dessen spiegelnde Fläche mit Rillen besetzt ist. Die Fig. 8 zeigt die Ansicht des Spiegelkondensors von schräg unten. Er kann in einem Objektiv wie dem in Fig. 6 dargestellten Anwendung finden und dort den Linsenkondensor io ersetzen. Die Wirkungsweise des Spiegelkondensors zeigt die in Fig. 9 dargestellte Schnittzeichnung. Ein nahezu parallel auftreffendes Strahlenbündel tritt zunächst durch die ebene Eintrittsfläche 16 in den Glaskörper ein und wird an der rückflächenbelegten Spiegelfläche 17 wieder nach oben reflektiert. Da die Spiegelfläche als torische Fläche ausgebildet und mit Rillen versehen ist, wird nach Reflexion das Strahlenbündel sowohl im Meridional- als auch im Sagittalschnitt divergent gemacht. Das divergente Strahlenbündel trifft ein zweitesmal auf die Fläche 16, jetzt aber unter Winkeln, die Totalreflexion bewirken. Das Bündel wird also wieder nach unten abgelenkt, ohne daß die Divergenz eine Änderung erfährt. Zum Schluß tritt das Strahlenbündel durch die sphärische, hohl gekrümmte Austrittsfläche 18, wobei die Divergenz sich noch vergrößert, und erreicht die Objektebene, die in einer Ausdehnung 19-i9' ausgeleuchtet wird. Eine zentrale Bohrung 2o des Spiegelkondensors dient wieder zur Aufnahme der Objektivfrontlinse.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Auflichtkondensor für Dunkelfeldbeleuchtung in Verbindung mit einem Mikroskopobjektiv schwacher Vergrößerung, der ein ringförmiges optisches Bauglied enthält, bei dem gleichzeitig mit der Umlenkung der Beleuchtungsstrahlenbündel nach dem Objekt zu im Meridionalschnitt eine divergente Auffächerung der Beleuchtungsstrahlen im Objektraum bewirkt wird und bei dem die optisch wirksame Fläche des ringförmigen Baugliedes in einer Anzahl gleichmäßig über den Umfang verteilter, annähernd in Meridionalebenen angeordneter, zur optischen Achse des Kondensors nicht rotationssymmetrischer Flächenelemente aufgeteilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zweck einer azimutfreien Ausleuchtung großer Objektfelder diese Flächenelemente in einer so großen Anzahl vorgesehen sind und daß deren endlicher Krümmungsradius im Querschnitt so kurz bemessen ist, daß im Sagittalschnitt eine divergente Auffächerung der Beleuchtungsstrahlen im Objektraum bewirkt wird, derart, daß die Breite der Ausleuchtung des Objektraumes in sagittaler Richtung groß ist gegen die Breite der Flächenelemente. a. Auflichtkondensor nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächenelemente in Form von Rillen ausgebildet sind. 3. Auflichtkondensor nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächenelemente in Form von Riffeln ausgebildet sind. 4. Auflichtkondensor nach Anspruch :2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius des Querschnittes der Rillen bzw. Riffeln in deren Längsrichtung veränderlich ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 6o8 644; USA.-Patentschrift Nr. z 13o494.
DEZ4214A 1954-05-26 1954-05-26 Auflichtkondensor fuer Dunkelfeldbeleuchtung in Verbindung mit einem Mikroskopobjektiv schwacher Vergroesserung Expired DE975784C (de)

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