DE975326C - Wassergekuehlte Hohlwalze fuer Walzenmuehlen - Google Patents
Wassergekuehlte Hohlwalze fuer WalzenmuehlenInfo
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- DE975326C DE975326C DEB14207A DEB0014207A DE975326C DE 975326 C DE975326 C DE 975326C DE B14207 A DEB14207 A DE B14207A DE B0014207 A DEB0014207 A DE B0014207A DE 975326 C DE975326 C DE 975326C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C4/00—Crushing or disintegrating by roller mills
- B02C4/28—Details
- B02C4/44—Cooling or heating rollers or bars
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Rolls And Other Rotary Bodies (AREA)
Description
Für die zerreibende Bearbeitung von Kakao oder Schokoladenmassen bzw. von Farben od. dgl. werden
Walzenstühle benutzt, deren Walzen eine außerordentlich genaue Bearbeitung erfahren müssen,
um ein den hohen Ansprüchen genügendes Mahlprodukt zu erzeugen. Trotz genauester Bearbeitung
der Walzen haben sich aber bei derartigen Walzenmühlen Übelstände eingestellt, denen man seit
langem auf vielfachem Wege zu begegnen bemüht ist, ohne jedoch bisher zu einem befriedigenden
Ergebnis gelangt zu sein.
In Fig. ι der Zeichnung ist ein Walzenpaar dargestellt,
wie es bei Walzenmühlen üblich ist. Jede Walze besteht aus einem Hohlzylinder io, der an
beiden Enden durch scheibenförmige Wände ii abgeschlossen und über diese mit den Lagerzapfen 12
bzw. 13 fest verbunden ist. Der eine Lagerzapfen 13 weist eine zentrale Bohrung 14 auf, durch die ein
Rohr 15 von kleinerem Durchmesser hindurchgeführt ist, welches in das Innere des Walzenkörpers hineinragt.
Das in dem Walzenkörper liegende Ende des Rohres 15 ist mit Düsenöffnungen versehen, durch
welche das durch das Rohr zugeführte Kühlwasser in das Innere der Walze gelangt. Die Bohrung 14
dient als Überlauf.
Die beiden Walzen 10 liegen während der Arbeit linear aneinander. Wenn das Mahlgut durch den
Spalt zwischen den beiden Walzen hindurchgeführt wird, was in der Regel unter sehr hohem Druck
(100 bis 150 kg je Zentimeter Walzenlänge) geschieht,
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dann wird die Walzenwandung gegen die Mitte des Mahlspaltes etwas eingebuchtet, weil die Scheiben ii
an den beiden Walzenenden eine Versteifung ergeben, während der Walzenkörper in seiner Mitte federnd
nachgeben kann. Infolgedessen wird beim Mahlprozeß die Walze durch das Gut nicht gleichmäßig über ihre
ganze Länge beansprucht. Auf das Mahlgut wird vielmehr in der Walzenmitte ein anderer Druck ausgeübt
als an den Walzenenden, so daß ein ungleichmäßig ίο gemahlenes Produkt entsteht. Ferner haben die
Walzen infolge größerer Steifigkeit an den Enden die Neigung, sich dort mehr zu erwärmen.
Zum Ausgleich dieser Durchfederung werden die Walzen um den Betrag der Durchfederung ballig
geschliffen. Wenn zwei ballige Walzen (Fig. 2) mit entsprechend großem Druck aufeinandergepreßt werden,
dann sind die Walzen im Berührungsspalt wieder gerade. Der Druck auf das Walzgut ist über die ganze
Walzenlänge trotzdem nicht überall derselbe; denn bei dem Aufeinanderpressen der balligen Walzen
und der dabei stattfindenden Durchmesserverringerung in der Walzenmitte entsteht nicht eine rein
lineare Berührung der beiden Walzen, sondern eine Flächenberührung, die, wie in Fig. 3 übertrieben
dargestellt, in der Walzenmitte am breitesten ist und gegen die Walzenenden hin bis auf Null zurückgeht.
Diese Flächenberührung bringt es wiederum mit sich, daß das Walzgut in der Mitte, wo die Fläche
am breitesten ist, anders beaufschlagt wird als an den beiden Walzenenden, und daher wird auch mit
dieser Ausbildung der Walzen nicht das Ziel einer gleichmäßigen Ausmahlung des Gutes über die
ganze Walzenlänge erreicht. Dabei ist noch zu bedenken, daß infolge der ungleichartigen Flächenberührung
der Walzen in der Mitte eine raschere Abnutzung und damit ein Hohllaufen der Walzen stattfindet, wodurch
der Mahlprozeß ungünstig beeinflußt wird. Dieser Übelstand macht ein häufiges Stillsetzen der Mühle
und ein kostspieliges und zeitraubendes Nachschleifen der Walzen erforderlich.
Die Erfindung betrifft eine wassergekühlte Hohlwalze für Walzenmühlen, bei der der zylindrische
Walzenkörper über die Länge seiner Arbeitsfläche gleichbleibende Wandstärke aufweist und mit außen
abgesetzten hülsenförmigen Endteilen geringerer Wandstärke mit den je einen Achszapfen tragenden
Endscheiben fest verbunden ist.
Bei den bekannten Hohlwalzen dieser Art liegt der
Walzenkörper mit den Endteilen über deren gesamte Länge auf den Endscheiben auf, so daß sich hierbei
praktisch die gleichen Verhältnisse ergeben, wie sie eingangs geschildert wurden.
Um die genannten Nachteile zu beheben, liegen gemäß der Erfindung die den Walzenkörper mit den
Endscheiben verbindenden Endteile nach innen frei. Auf Grund dieser Ausbildung können die Endteile
frei durchfedern, so daß die beim Mahlprozeß auf den Walzenkörper wirkenden Kräfte gleichmäßiger
über die tragende Walzenlänge verteilt werden. Es sind allerdings Walzen für Walzenmühlen
bekannt, bei denen sich der Walzenkörper etwa nach Art eines frei aufliegenden Trägers durchbiegen kann.
Hierbei ist der Walzenkörper aber zwischen die Endscheiben eingesetzt und nicht mit ihnen fest
verbunden, so daß mangels einer flüssigkeitsdichten Verbindung zwischen diesen Teilen eine Flüssigkeitskühlung,
die für hochbelastete Walzen notwendig ist, nicht vorgesehen werden kann.
Durch die federnden Endteile des Walzenkörpers nach der Erfindung ist ferner das Problem der verschiedenen
Ausdehnung des Walzenkörpers und der Endscheiben gelöst. Die Walzenkörper werden während
der Arbeit stark erwärmt und vergrößern ihren Durchmesser entsprechend. Zur Abführung der entstehenden
beträchtlichen Wärmemengen bedarf es einer starken Kühlung der Walzen im Innern. Die
Walzenendscheiben, auf die keine Reibung einwirkt, sind daher im Betrieb erheblich kühler als die Walzenkörper.
Da die Wärmeentwicklung je nach dem Fettgehalt der zu walzenden Schokolade verschieden ist
und die Kühlung im Innern dementsprechend verschieden sein muß, werden die Schwierigkeiten, die
bei den bekannten Walzen durch die verschiedenen Ausdehnungen der Walzenkörper und der Endscheiben
entstehen, durch die erfindungsgemäß zwischen dem Walzenkörper und den Endscheiben
vorgesehenen federnden Endteile behoben.
Die Verbindung des Walzenkörpers mit den Endscheiben kann in erfindungsgemäßer Weise auch
dadurch erzielt werden, daß der Walzenkörper auf einen längeren, dünnwandigen, mit den Endscheiben
verbundenen Hohlzylinder aus Stahl aufgezogen ist. Dabei bilden dann die an beiden Enden über den
Walzenkörper überstehenden Teile des Hohlzylinders die federnden Endteile.
In der Zeichnung sind zwei Walzen gemäß der Erfindung beispielsweise schematisch dargestellt.
Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch die eine Ausführungsform
;
Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt durch die andere Ausführungsform.
Bei der in Fig. 4 wiedergegebenen Ausführungsform ist der vorzugsweise aus Hartguß bestehende
Walzenkörper als ein glatter Hohlzylinder 10 ausgebildet,
der — bis auf die geringe Balligkeit — überall die gleiche Wandstärke hat. Dieser Walzenkörper
ist über von seinen Enden ausgehende Endteile 20 mit den Endscheiben 21 fest verbunden, die die
Achszapfen 12 und 13 tragen. Diese Endteile, die bei
der dargestellten Ausführungsform aus einem Stück mit dem Walzenkörper 10 bestehen, weisen eine
geringere Wandstärke und deshalb eine beträchtlich größere Federung in radialer Richtung auf als der
Walzenkörper. Die Berührungsfläche zwischen zwei zusammenarbeitenden Walzen wird dadurch wesentlieh
verbessert.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 handelt es sich um eine Walze, bei der der eigentliche Walzenkörper
10 auf einen Hohlzylinder 22 aufgezogen ist, der im Inneren mit Stütz- bzw. Kühlrippen 23 versehen
ist. Die federnden Endteile 20 sind mit den Scheiben 21 durch Verschweißung verbunden. Die
ringscheibenförmigen Kühlrippen 23 verbessern den Wärmeaustausch und verhindern eine zu große
Federung des Walzenmantels bei geringer Wanditärke. Wenn der Innendurchmesser der Rippen von
den Enden des Walzenkörpers nach der Mitte zu allmählich abnimmt, wird die Berührungsfläche der
Walzen unter Druck eine annähernd gleiche Breite annehmen.
Claims (4)
1. Wassergekühlte Hohlwalze für Walzenmühlen zur Bearbeitung von Schokoladenmasse,
Kakao od. dgl., bei der der zylindrische Walzenkörper über die Länge seiner Arbeitsfläche gleichbleibende
Wandstärke aufweist und mit außen abgesetzten hülsenförmigen Endteilen geringerer
Wandstärke mit den je einen Achszapfen tragenden Endscheiben fest verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die den Walzenkörper (10) mit den Endscheiben (21) verbindenden Endteile
(20) nach innen frei liegen.
2. Hohlwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Walzenkörper (10) auf einen längeren, dünnwandigen, an beiden Enden überstehenden
und mit den Endscheiben (21) verbundenen Hohlzylinder (22) aus Stahl aufgezogen
ist.
3. Hohlwalze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (22) im Bereich
des Walzenkörpers (10) im Innern mit als Stützbzw. Kühlrippen dienenden Ringscheiben (23)
versehen ist.
4. Hohlwalze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser der Ringscheiben
nach der Mitte der Walze abnimmt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 7480, 222180, 410091,
Deutsche Patentschriften Nr. 7480, 222180, 410091,
496543; französische Patentschrift Nr. 344 001;
USA.-Patentschrift Nr. 2 093 606;
Bühler-Werbeschriften »Schokolade-Fünfwalzwerk«, Modell SFRc vom Jahre 1938 und Modell SFBc vom
Jahre 1942.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
109 712/44 11.61
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB975326X | 1948-09-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE975326C true DE975326C (de) | 1961-11-09 |
Family
ID=10824526
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB14207A Expired DE975326C (de) | 1948-09-17 | 1951-03-16 | Wassergekuehlte Hohlwalze fuer Walzenmuehlen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE975326C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4793172A (en) * | 1986-02-24 | 1988-12-27 | Italimpianti Of America Incorporated | Thermal crown controlled rolls |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7480A (de) * | A F. BEYER & A. G. BEYER in Paris | Walzenmühle | ||
| DE222180C (de) * | ||||
| FR344001A (fr) * | 1904-06-15 | 1904-10-22 | Friedrich Ernst Ferdinand Neum | Dispositif pour rendre étanche les cotés de paires de rouleaux, au moyen de surfaces d'étanchéité se recouvrant les unes les autres |
| DE410091C (de) * | 1923-12-18 | 1925-02-21 | Willibald Raym Dipl Ing | Insbesondere fuer Getreidewalzenstuehle bestimmte Mahlwalze |
| DE496543C (de) * | 1927-08-25 | 1930-04-25 | Bauermeister Hermann Maschf | Zylindrische, mittels Kuehlfluessigkeit zu temperierende Walze |
| US2093606A (en) * | 1935-04-30 | 1937-09-21 | J M Lehmann Company Inc | Roller mill |
-
1951
- 1951-03-16 DE DEB14207A patent/DE975326C/de not_active Expired
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| US2093606A (en) * | 1935-04-30 | 1937-09-21 | J M Lehmann Company Inc | Roller mill |
Cited By (2)
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| US4793172A (en) * | 1986-02-24 | 1988-12-27 | Italimpianti Of America Incorporated | Thermal crown controlled rolls |
| EP0371177A3 (en) * | 1986-02-24 | 1990-07-11 | Italimpianti Of America Incorporated | Thermal crown controlled rolls |
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