DE975142C - Druckpasten zum farbigen Bedrucken von Textilien - Google Patents

Druckpasten zum farbigen Bedrucken von Textilien

Info

Publication number
DE975142C
DE975142C DEI9695A DEI0009695A DE975142C DE 975142 C DE975142 C DE 975142C DE I9695 A DEI9695 A DE I9695A DE I0009695 A DEI0009695 A DE I0009695A DE 975142 C DE975142 C DE 975142C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
water
printing
pigment
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI9695A
Other languages
English (en)
Inventor
Joyce Lois Johnson
Robert Emison Score
Zeno Waterbury Wicks
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Interchemical Corp
Original Assignee
Interchemical Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Interchemical Corp filed Critical Interchemical Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE975142C publication Critical patent/DE975142C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Druckpasten zum farbigen Bedrucken von Textilien Die Erfindung bezieht sich auf neuartige Gemische zum farbigen - Bedrucken von Textilien.
  • Zum Bedrucken von Textilien können wasserlösliche Farbstoffe, die nach dem Drucken fixiert werden, oder unlösliche Farbstoffe, d. h. Pigmente, verwendet werden. Die üblichen Verfahren des Bedruckens mit löslichen Farbstoffen bedingen die Verwendung eines eingedickten Trägers. Der Träger kann eine wäBrige Lösung eines wasserlöslichen Verdickungsmittels, wie Stärke, Tragantgummi od. dgl., oder eine Emulsion sein. Mit Pigmenten kann man unter Verwendung der gleichen Träger drucken, wie sie für die löslichen Farbstoffe als Zusätze benutzt werden; aber weil Pigmente gewöhnlich keine Affinität für Textilfasern aufweisen, ist es meist erforderlich, zum Festhalten des Pigments auf dem Gewebe noch Bindemittel zu verwenden. Bisher trug man beim Drucken von Pigmenten auf Textilien am erfolgreichsten den Farbstoff in Form einer pigmenthaltigen Wasser-in-Lack-Emulsion auf, wobei die Lackphase, die mengenmäßig nur 2o bis 30 % der Emulsion zu betragen braucht, flüchtige, mit Wasser nicht mischbare Lösungsmittel und ein organisches, in dem Lösungsmittel lösliches, wärmehärtbares Harz enthielt. Um die Druckfarbe zu trocknen und das Harz unlöslich zu machen, erwärmt man dann das bedruckte Gewebe.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft Druckpasten zum farbigen Bedrucken von Textilien, die aus in einem Träger dispergiertem Pigment bestehen. Erfindungsgemäß besteht der Träger aus einer wäßrigen Lösung mit einem p11-Wert von 5 bis ii, in der höchstens 2 Gewichtsprozent eines oder mehrerer wasserlöslicher Salze von vernetzten Mischpolymerisaten aus einer ungesättigten Carbonsäure mit einem Mehrfach-Alkenyläther von drei- oder höherwertigen Alkoholen gelöst sind und gegebenenfalls ein flüchtiges, mit Wasser nicht mischbares, organisches Lösungsmittel emulgiert ist. Wie in der Technik üblich, gibt man dabei noch zur Erleichterung der Dispersion der unlöslichen Pigmente gewöhnlich ein Dispergiermittel zu. Das wasserlösliche Salz des vernetzten Mischpolymerisats muß in solcher Menge vorhanden sein, daß das fertige Gemisch die richtige Druckkonsistenz aufweist. Im allgemeinen werden dafür nicht mehr als 2 Gewichtsprozent benötigt, und gewöhnlich ist sogar nicht mehr als etwa i Gewichtsprozent erforderlich. Zur Erzielung bester Verdickungs- und Druckeigenschaften ist es ferner wesentlich, daß der p_«-Wert des Druckgemisches als Ganzes zwischen 5 bis ix liegt.
  • Außer der Verdickungswirkung entwickelt das wasserlösliche Salz des vernetzten Mischpolymerisats auch noch eine gewisse Bindekraft, was beim Bedrucken von Textilien mit Pigmenten gewöhnlich erwünscht ist. Um eine ausreichende Bindung des Pigments auf dem Gewebe zu gewährleisten, werden vorzugsweise noch Hilfsbindeharze, z. B. wärmehärtbare Kunstharze, mitverwendet.
  • Wird das Verdickungsmittel ohne ein wärmehärtbares Harz angewandt, dann trocknet man nur das bedruckte Gewebe bei entsprechender Temperatur. Sind dagegen neben dem Verdickungsmittel noch wasserlösliche wärmehärtbare Kunstharze vorhanden, dann erwärmt man das bedruckte Gewebe 2 bis 5 Minuten auf Temperaturen von etwa i2o bis ißo° oder behandelt es mit einem Alterungsmittel in Gegenwart einer Säure, z. B. von Ameisen- oder Essigsäure.
  • Vorzugsweise kommen Bindeharze aus in Wasser oder organischen Lösungsmitteln löslichen, wärmehärtbaren Harzen des Phenol-Formaldehyd- und des Amid-Formaldehyd-Typs in Betracht. Diese Harze werden in solchen Mengen angewandt, die ausreichen, um die gewünschte Bindewirkung hervorzubringen, wobei aber der Umstand zu berücksichtigen ist, daß das bedruckte Gewebe um so steifer wird, je größer die Menge des benutzten Harzes ist. Die Steifheit oder dieser »Griff;; ist manchmal unerwünscht. Dementsprechend richtet sich die Menge des der Druckpaste einverleibten Bindemittels nach dem gewünschten Griff, der wie auch die erforderliche Farbechtheit vom Verwendungszweck bestimmt wird. , Gewöhnlich liegt die Menge des Bindeharzes im Bereich von o,25 bis etwa 2,5 Gewichtsteilen auf i Gewichtsteil Pigment.
  • Weil wasserlösliche, wärmehärtbare Harze langsam härten, d. h. nur langsam in der Wärme unlöslich werden, ist es günstig, der Druckpaste als Katalysatoi zusammen mit diesen Harzen einen beliebigen dei i vielen üblichen sauren Katalysatoren zuzugeben, z. B. Ammoniumsulfat, Diammoniumphosphat, Aluminiumphosphat, organische Aminsalze von Mineral-oder organischen Säuren.
  • Falls es darauf ankommt, die bedruckten Gewebe reibechter zu machen, kann man noch feinverteilte wasserunlösliche lineare Polymere oder Elastomere mit hohem Molekulargewicht, vorzugsweise in Form von Latex, den Druckpasten einverleiben. Methylacrylat und Methylmethacrylatpolymere sowie natürlicher und synthetischer Kautschuk gehören zu den typischen Elastomeren, die alle in Latexform erhältlich sind und unmittelbar den Druckpasten einverleibt werden können. Besonders bevorzugt werden Latices von Mischpolymeren des Butadiens und des Acrylnitrils, weil sie hochwirksam sind, um den Abrieb der Farbe von den Fasern zu verhindern. Bei Zusatz dieser die Reibechtheit erhöhenden Mittel zur Druckpaste ist es zur Erzielung einer ausreichenden Wirkung gewöhnlich erforderlich, wenigstens 0,5 Gewichtsprozent davon, bezogen auf die Gesamtmenge der Druckpaste, anzuwenden. Gegebenenfalls kann man bis zu etwa 15 Gewichtsprozent des die Reibechtheit erhöhenden Mittels verwenden.
  • Wird ein organisches Lösungsmittel benutzt, dann ist das Mengenverhältnis der dispergierten Phase nicht entscheidend. Weil jedoch die Stoffdruckindustrie nur ungern flüchtige entflammbare Lösungsmittel in größerer als der unbedingt erforderlichen Menge anwendet und auch aus Ersparnisgründen ist man bestrebt, die Menge dieses Lösungsmittels so niedrig wie möglich zu halten. In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, wobei in Lösungsmitteln lösliche Harze als Bindemittel verwendet werden, braucht die Menge des verwendeten Lösungsmittels nur 2 bis 15 °/o des Gesamtgemisches zu betragen.
  • Zu den erfindungsgemäß anwendbaren Farbpigmenten gehören sowohl anorganische wie organische Pigmente. Als Dispergiermittel nimmt man gewöhnlich sulfoniertes Methylenbinaphthalin, Polyglykolester einer langkettigen Fettsäure, Ligninsulfonate, Glykolmonostearat, Dioctylnatrium-sulfosuccinat, ein Alkylarylsulfonat, das Natriumsalz von alkylsubstituierten Arylsulfonaten, p-Isooctylphenyl-dekapolyäthylen-glykoläther, Natriumlaurylsulfat, Sorbitanmonopalmitat und Seifen. Alle diese Mittel können mit Erfolg zum Dispergieren der Pigmente verwendet werden.
  • Die wasserlöslichen Salze von vernetzten Mischpolymerisatexn, die als Verdickungs- und Bindemittel für die erfindungsgemäßen Druckpasten verwendet werden, können, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen, zusammen mit anderen Verdickungsmitteln gebraucht werden. Manchmal können zur Beeinflussung bestimmter Eigenschaften, z. B. der Fließeigenschaften der Druckpaste, wechselnde Mengenverhältnisse solcher weiteren Verdickungsmittel erwünscht sein. Natürlich hängt die Menge des in solchen Fällen angewandten Verdickungsmittels von dem jeweils gewählten Verdickungsmittel und der gewünschten Wirkung ab. Es ist auch klar, daß man bei gleichzeitiger Verwendung von zwei oder mehr Verdickungsmitteln nebeneinander mit geringeren Mengen des Salzes des vernetzten Mischpolymerisats auskommt. Geeignete wasserlösliche Verdickungsmittel sind z. B. Methylcellulose, Natrium-, Kalium- oder Ammoniumpolyacrylat oder -polymethacrylat, Natrium-, Kalium- oder Ammoniumalginat, Mischpolymere aus Polyvinylmethyläther und Maleinsäure, Natrium - Carboxymethylcellulose und Polyvinylalkohol.
  • Die erfindungsgemäßen Druckpasten zum Bedrucken von Textilien werden in üblicher Weise, z. B. von einem Intagliozylinder oder nach der Rasterdrucktechnik, auf das Gewebe gedruckt. Am Schluß des Druckvorganges oder wenn die Druckmaschine vor einem Wechsel der Druckpaste gereinigt werden soll, läßt sich die Maschine leicht mit Wasser säubern. Dies stellt einen ausgesprochenen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber den üblichen Druckpasten aus Wasser-in-Lack-Emulsionen dar, bei denen die Verwendung organischer Lösungsmittel zur Reinigung der Anlage erforderlich ist.
  • Nach dem Verfahren der Erfindung kann man Textilien mit Farbstoffen bedrucken, einerlei, welcher Art diese Textilien sind, weil die Echtheit nicht von der Affinität der Farbstoffe zu den Textilfasern abhängt.
  • Zu den vernetzten Mischpolymerisaten, die für die Herstellung von Druckpasten für Textilien brauchbar sind, gehören Polymere, deren monomere Hauptbestandteile polymerisierbare ungesättigte Säuren oder deren Anhydride sind, die bei der Polymerisation an der polymeren Hauptkette Carboxyl- und carboxylbildende Nebenketten besitzen und die als zweiten Hauptbestandteil eine mehrfach ungesättigte vernetzte Verbindung enthalten, die mit der ungesättigten Säure oder dem Säureanhydrid zusammen polymerisierbar ist. Diese vernetzte Verbindung soll in solcher Menge vorhanden sein, daß das Mischpolymer in Wasser und den üblichen organischen Lösungsmitteln, wie Benzol, Toluol, Alkohol, Aceton oder flüssigen aliphatischen Kohlenwasserstoffen, unlöslich ist; aber die Vernetzung geht nicht so weit, daß der hydrophile ionische Charakter der Carboxylgruppen zerstört wird.
  • Besondere Polymere dieser Art sind vernetzte hydrophile Polymere der gegebenenfalls durch Kohlenwasserstoffreste substituierten Acrylsäure, einschließlich der Methacryl- und Äthacrylsäure, a-und ß-Halogen- und Cyanacrylsäure, Crotonsäure, ß-Acryloxypropionsäure, a- und ß-Isopropyliden-propionsäure, Sorbinsäure, Zimtsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Itaconsäure, Mesaconsäure und Aconitsäure. Die Anhydride der Polymere sind vorzugsweise Maleinsäureanhydrid und seine Derivate mit der allgemeinen Formel wobei R und R' Wasserstoff, Halogen, -CN und niedere aliphatische Kohlenwasserstoffreste sein können.
  • Mit der Säure und den Säureanhydriden können andere Verbindungen zusammen polymerisiert werden. Zu diesen Stoffen gehören hydrophile Verbindungen, wie die niederen Alkylvinyläther, z. B. Methylvinyläther, Äthylvinyläther und n-Butylvinyläther. Vinyl- und Acrylester, Vinylidenchlorid, Acrylnitril, Methacrylester und andere hydrophobe Monomere können auch mit den genannten Säuren und Anj hydriden zusammen polymerisiert werden. Im allgemeinen ist es jedoch wichtig, daß in den fertigen Mischpolymeren höchstens äquimolare Mengen des hydrophoben Anteils vorhanden sind, um die richtigen Quelleigenschaften in Wasser zu erhalten. Teilester und Teilamide der vernetzten Polymere, in denen bis zu etwa 50 °/o der Carboxylgruppen verestert oder mit einer Amidgruppe versehen wurden, bleiben genügend hydrophil, um für die vorliegende Erfindung brauchbar zu sein.
  • Die hierfür verwendbaren vernetzbaren Stoffe sind mehrfach ungesättigte Verbindungen, die mit den erwähnten übrigen Monomeren mischpolymerisiert werden können. Hierzu gehören Allyl-, Methallyl-und Crotylpolyäther, die 2 bis 7 oder mehr Alkenyläthergruppen enthalten, die sich von mehrwertigen Alkoholen herleiten, z. B. von den Sacchariden oder »Zuckeralkoholen«, wie Erythrit, Arabit, Idit, Mannit, Sorbit, Inosit, Raffinose, Glukose, Laktose, Rohrzucker und anderen Mono-, Di-, Tri- und Polysacchariden, Glycerin und Pentaerythrit sowie anderen Polyolen.
  • Die Menge der im Polymer enthaltenen vernetzbaren Stoffe schwankt etwas, je nach dem Grad der Ungesättigtheit und je nach dem Grad der für das Fertigprodukt gewünschten Viskosität sowie je nach Art der für Herstellung des hydrophilen Polymers erforderlichen übrigen Monomere. Jedoch werden die Polyallylsaccharide und die Zuckeralkohole mit fünf bis sechs Allylgruppen im Molekül im Verhältnis von etwa i bis 8 Teilen auf ioo Teile des übrigen Monomers angewandt. Der Squalen- oder Myrcengehalt des Polymers sollte zweckmäßig etwa 8 bis etwa 2o Teile und der Gehalt an den mehrfach ungesättigten Polyestern etwa ¢ bis 15 Teile des übrigen Monomers ausmachen. Die anderen mehrfach ungesättigten vernetzbaren Bestandteile können im Verhältnis von etwa 2 bis io Teilen auf ioo Teile Monomeres gewonnen werden.
  • Im allgemeinen werden die vernetzten Mischpolymerisate, die zur Herstellung der Textildruckpasten dienen, dadurch erhalten, daß man die Monomere und die vernetzbaren Stoffe, in. Benzol oder anderen inerten Lösungsmitteln gelöst, miteinander vermischt, wobei man einen Katalysator, z. B. Benzoylperoxyd; zugibt und die Polymerisation im Autoklav unte eigenem Reaktionsdruck bei etwa 5o bis 7o° durchführt. Das vernetzte Polymer ist im flüssigen organischen Reaktionsmedium unlöslich und setzt sich in Form sehr feiner Flocken ab, die durch Filtration, Dekantieren oder Zentrifugieren gewonnen werden können. Gegebenenfalls kann man diese Säure- oder Säureanhydridform des Polynlers in dem inerten flüssigen organischen Medium durch Umsetzung des festen Polymers mit einem Alkohol, Ammoniak oder einem primären oder sekundären Amin teilweise verestern oder in. Amide überführen, ohne daß sich die feste Beschaffenheit des Polymers dadurch ändert und sich das vernetzte Polymer löst.
  • Das vernetzte Polymer kann aber auch durch Ammoniak oder durQh ein einwertiges AlkaHhydroxyd, -carbonat oder -oxyd teilweise neutralisiert werden, und zwar entweder in dem inerten, für die Herstellung des Polymers verwendeten organischen Verdünnungsmittel oder auch in Wasser, nachdem zuvor das Polymer abgetrennt wurde, oder aber man trocknet zuerst das Polymer durch Verdampfung der organischen Flüssigkeit und vermischt dann das trockene Polymerpulver mit der erforderlichen Menge von trockenem Alkahhydroxyd oder -carbonat. Andererseits kann das Polymer auch in der Säureform trocken gelagert und dann bei der Herstellung der Druckpaste oder des schleimigen Trägers dafür neutralisiert werden. Die schleimigen Massen entwickeln gewöhnlich ihre höchste Viskosität, wenn etwa 75 0% der Carboxylgruppen des Polymers neutralisiert sind. Zwar erhält man auch durch Neutralisation von 25 bis 95 °% der Carboxylgruppen oder der carboxyl bildenden Gruppen schleimige Trägermassen, die zur Bereitung von Druckpasten noch viskos genug sind; aber manchmal kann es dann erforderlich werden, zui Erzielung der gewünschten Viskosität die Konzentration zu erhöhen.
  • Zu den. typischen vernetzten Mischpolymerisaten, die erfindungsgemäß anwendbar sind, gehören die Polymere aus den folgenden Ausgangsgemischen:
    Teile
    I. Acrylsäure ................... ioo,o
    Allylrohrzucker (mit 5,6 bis 5,8
    Allylgruppen im Molekül) .... i bis 2
    II. Maleinsäureanhydrid .......... 56,6
    Methylvinyläther ............. 33,5
    Acrylsäure ................... 10,0
    Allylrohrzucker (mit 5,6 bis 5,8
    Allylgruppen im Molekül) .... 2,0
    III. Maleinsäureanhydrid .......... 62,8
    Methylvinyläther ............. 37,2
    Allylsukrose . . . . . . . . .. . . . . . . . . 4,0
    IV. Acrylsäure ................... 95,o
    Vinyllaurat .................. 5,0
    Allylrohrzucker (mit 5,6 bis 5,8
    Allylgruppen im Molekül) .... i,0
    Die folgenden Beispiele, deren Angaben sich auf Gewichtsteile beziehen, dienen zur weiteren Veranschaulichung der Erfindung. Beispiel i Aus Heliogenblau, einem durch Erhitzen von Phthalsäureanhydrid mit Harnstoff und Kupfer(II)-chlorid in Gegenwart eines Katalysators erhältlichen Pigmentfarbstoff, wird eine blaue Textildruckpaste wie folgt hergestellt: Zuerst bereitet man eine Dispersion eines Farbkonzentrats, indem man i6 Teile Heliogenblau in 75,5 Teilen Wasser und 8,5 Teilen 4o °/oiger wäßriger Lösung eines sulfonierten Methylenbinaphthalins dispergiert.
  • Diese konzentrierte Farbdispersion wird dann mit der gewünschten anteiligen Menge eines nicht pigmentierten Farbstoffträgers vermengt, das
    Teile
    Vernetztes Mischpolymerisat nach I ... i,0
    NH40H (280/jg) ................... 0,5
    Wasser ............................ 98,5
    enthält. Zum Beispiel erhält man, wenn 9,4 Teile Farbdispersion auf 9o,6 Teile Farbstoffträger kommen, eine Druckpaste mit 1,5% Heliogenblaugehalt, die ein dunkles Blau druckt.
  • Diese Druckpaste kann durch Einverleibung anderer üblicher Zusätze weiter abgewandelt werden. Zum Beispiel verhindert der Einsatz von i Teil Wasser durch i Teil eines Feuchthaltemittels, wie Äthylenglykol, im Farbkonzentrat das Abtrocknen der Druckpaste an den Druckwalzen. Durch Zusatz eines Bruchteils eines Prozents wasserlöslicher Amine, z. B. von Äthylendiamin, wird die Beständigkeit erhöht, wahrscheinlich dadurch, daß eine schwach alkalische Pigmentdispersion entsteht. Auch durch Zumischung eines Bruchteils eines Prozents eines üblichen Konservierungs- oder Desinfektionsmittels, wie Phenol, wird die Dispersion stabilisiert. Beispiel 2 Eine blaue Textildruckpaste ähnlich der nach Beispiel i, nur mit dem Unterschied, daß dem Präparat ein wasserlösliches Bindeharz einverleibt wird, stellt man wie folgt her:
    Teile
    Farbkonzentrat nach Beispiel i . . . . . . . 9,4
    Trimethyläther des Trimethylol-melamins 1,9
    Katalysator (Ammoniumsulfat) ........ 0,5
    Farbstoffträger nach Beispiel i . . . . . . . . . 88,2
    Eine noch festere Bindung des Pigments erreicht man durch Verwendung eines wärmehärtbaren Harzes. Beispiel 3 Eine blaue Textildruckpaste ähnlich der nach Beispie12, die sich von dieser nur dadurch unterscheidet, daß sie die doppelte Menge des wärmehärtbaren Bindeharzes enthält, wird wie folgt hergestellt
    Teile
    Farbkonzentrat nach Beispiel i . . . . . . . . 9,4
    Trimethyläther des Trimethylol-melamins 3,8
    Katalysator (Di-ammoniumphosphat) ... i,o
    Farbstoffträger nach Beispiel i . . . . . . . . . 85,8
    Beispiel 4 Eine Druckpaste, die ein die Reibechtheit verbesserndes Mittel enthält, wird erhalten, indem man einen Teil des Farbstoffträgers nach Beispiel 2 durch einen synthetischen Kautschuklatex in folgender Weise ersetzt:
    Teile
    Farbkonzentrat nach Beispiell ........ 9,4
    Trimethyläther des Trimethylol-melamins 1,9
    Katalysator .......................... 0,5
    40%iger wäBriger Latex eines Kautschuk-
    mischpolymers aus 45% Acrylnitril und
    55% Butadien . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . 3,8
    Farbstoffträger nach Beispiel i .. . . . . . .. 84,4
    Beispiel 5 Eine blaue Druckpaste ähnlich derjenigen nach Beispiel 4, jedoch mit einem höheren Anteil an die Reibechtheit verbessernden Mitteln, wird wie folgt bereitet
    Teile
    Farbkonzentrat nach Beispiel i . . . . . . . . . 9,4
    Trimethyläther des Trimethylol-melamins 1,9
    Katalysator .......... ................. 0,5
    40%iger wäBriger Latex eines Kautschuk-
    mischpolymers aus 45 0% Acrylnitril und
    55 % Butadien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3,8
    Farbstoffträger nach Beispiel i . . . . . . . . . . 69,2
    Beispiel 6 Eine grüne .Textildruckpaste, die Heliogengrün, ein hochchloriertes Kupferphthalocyaninpigment enthält, stellt man wie folgt her: Zuerst bereitet man eine konzentrierte Farbdispersion durch Dispersion von 18,5 Teilen Phthalocyaningrün in 76,5 Teilen Wasser und 5 Teilen 35%iger wäBriger Natriumligninsulfonatiösung.
  • Diese konzentrierte Farbdispersion wird dann mit der gewünschten Menge eines nicht pigmentierten Farbstoffträgers ähnlich dem nach Beispiel i verdünnt. Zum Beispiel würde i Teil des Farbkonzentrats mit 9 Teilen des Trägers eine Druckpaste ergeben, die 1,85 % grünes Pigment enthält.
  • Beispiel 7 Ähnlich, wie in den obigen Beispielen angegeben, wird eine rote Textildruckpaste hergestellt; indem ein Farbkonzentrat aus i2 Teilen Rot ITR (Azopigment, hergestellt durch Kupplung des 2, 5-Dimethoxy-5-chloranilids der ß-Oxynaphthoesäure mit diazotiertem 2-Methoxy-5-sulfondiäthylanihn), 83 Teilen Wasser und 5 Teilen 40%iger wäBriger Lösung eines sufonierten Methylenbinaphthalins mit einem Farbstoffträger nach Beispiel i vermischt wird.
  • Beispiel 8 In gleicher Weise wird eine gelbe Druckpaste hergestellt, indem ein Farbkonzentrat aus 2o Teilen Benzidingelb (hergestellt aus Dichlor-benzidin durch Diazotrieren beider Aminogruppen und Kupplung mit Acetoacetanilid), 75 Teilen Wasser und 5 Teilen 35%lger wäBriger Natriumhgninsulfonatlösung mit einem Farbstoffträger nach Beispiel i angemacht wird. Obgleich die vorstehenden Beispiele alle die Verwendung einer besonderen Art von- synthetischen hydrophilen vernetzten Polymeren behandeln, sind natürlich auch andere derartige Polymere- verwendbar. Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Verwendung anderer derartiger Polymerer in klaren Farbstoffträgern. Statt der in den Beispielen i bis 8 genannten Fasbstoffträgerkönnen etwa die im folgenden angegebenen Träger benutzt werden.
  • Beispiel 9
    Teile
    Vernetztes Mischpolymerisat nach III .... o,5
    NH40H (28%ig) ..................... 0,25
    Wasser ........................ . ..... 99,25
    Beispiel io
    Teile
    Vernetztes Mischpolymerisat nach II ..... 1,0
    NH40H (280%ig) ................:.... o,5
    Wasser ..........................._ . 98,5
    Beispiel ii
    Teile
    Vernetztes Mischpolymerisat nach IV .... 1,5
    NI-140H (280%ig) ........ ........ ..... 0,75
    Wasser .............................. 97,75
    Beispiel 12 Eine Textildruckfarbe, die 1,5 % Heliogenblaupigment enthält, zum Bedrucken von Textilien in einem mittelblauen Ton wird hergestellt, indem man 12 Teile einer Farbkonzentratdispersion (bestehend aus 1,5 Teilen in io,i Teilen Wasser dispergiertem Heliogenblau und' 0,4 Teilen Dispergiermittel) mit 35 Teilen Erdölkohlenwasserstoffen als Lösungsmittel (Siedebereich 95 bis 2oo°, Kauri-Butanol-Wert 33,45) und 40 Teilen eines nicht pigmentierten Farbstoffträgers (0,4 Teile des hydrophilen Polymers I in einer Lösung aus o,2 Teilen 28°/oigem NH40H in 39,4Teilen Wasser) sowie 13 Teilen Wasser zu einer Öl-in-Wasser-Emulsion mischt.
  • Diese Druckpaste wird vorzugsweise noch durch andere übliche Zusätze weiter abgewandelt. Zum Beispiel kann man durch Zumischung von bis zu 10/0 eines'Feuchthaltemittels, wie Äthylenglykol, das Antrocknen der Druckpaste an den Druckwalzen verhindern. Die Zugabe eines Bruchteils eines-Prozents von wasserlöslichen Aminen, wie Äthylendiamin, macht die Druckpaste beständiger; wahrscheinlich dadurch, daB eine schwach alkalische Pigmentsdispersion entsteht. Auch durch die Zugabe eines Bruchteils eines Prozents eines üblichen Konservierungs- oder Desinfektionsmittels, wie Phenol, wird die Dispersion stabilisiert. Vorzugsweise setzt man ferner bei der Herstellung der Emulsion Emulgatoren zu. Ein besonders wirksamer Emulgator ist hierbei Methylcellulose; jedoch sind auch andere Emulgatoren brauchbar, z. B. Sorbitanmonopahnitat, Natriun-flaurylsulfat oder andere Stoffe, die bereits oben als Dispergiermittel genannt wurden. Beispiel 13 Eine Textildruckfarbe, die 2 % Heliogenblaupigment enthält, bereitet man durch Vermischen von 12,5 Teilen einer Pigmentdispersion (2, Teile Pigment dispergiert mit 0,4 Teilen Dispergiermittel in 1o,1 Teilen Wasser), 7,5 Teilen einer 4%igen wäßrigen Methylcelluloselösung (4ooo cP, gemessen als 2%ige wäßrige Lösung bei 25°), 13,2 Teilen nicht pigmentiertem Farbstoffträger (o,132 Teile hydrophiles Polymeres I, wie oben, in einer Lösung von 0,o66 Teilen 28°/oigem NH40H in 13 Teilen Wasser), 1,9 Teilen einer Harzlösung (aus I,16 Teilen in organischen Lösungsmitteln löslichem Melanin-Formaldehyd-Harz, o,15 Teilen Ölsäure, 0,o1 Teil Morpholin und o,22 Teilen Xylol), 0,3 Teilen 28%igem NH40H, 24,6 Teilen Wasser und 4o Teilen Erdölkohlenwasserstoff, Kp. 95 bis 20o°, miteinander.
  • Mit dieser Druckfarbe hergestellte Drucke erwiesen sich als viel farbechter als die nach Beispiel 12 hergestellten.
  • Bei dem beschriebenen Beispiel dient . die Methylcellulose außer als Verdickungshilfsmittel in der wäßrigen Phase auch als Emulgator. Die Ölsäure, das Ammoniak und dis Morphohn bilden zusammen einen Emulgator üblicher Art. Beispiel 14 Mit einer Druckpaste ähnlich der nach Beispiel 13, nur mit dem Unterschied, daß io Teile Wasser durch Io Teile eines 40%igen Latex eines Mischpolymers aus 45 % Acrylnitril und 55 % Butadien ersetzt sind, werden viel reibechtere Drucke erhalten als bei Verwendung der nach Beispiel =3 hergestellten Paste. Beispiel 15 Zur Verbesserung des Farbwertes der mit der Druckpaste hergestellten Drucke ist es. vorteilhaft, der Paste Äthylcellulose einzuverleiben. Die Äthylcellulose wird vorzugsweise der konzentrierten Pigmentdispersion zugemischt.
  • Man stellt etwa eine konzentrierte Pigmentdispersion in einer Öl-in-Wasser-Emulsion äls Träger her, indem man 9 Teile Heliogenblau in einer Erhulsion dispergiert, die 3,6 Teile Äthylcellulose mit 45 0% Äthoxyl-2-ehalt, 9,12 Teile in organischen Lösungsmitteln lösliches Melamin-Formaldehyd-Harz, 3,55 Teile Butylalkohol, 4,55 Teile Xylol, 7,18 Teile Terpentin, 2 Teile Kienöl, 2,7 Teile Stearinsäure, 2,72 Teile Natriumlaurylsulfat, 6;82 Teile 4%ige-wäBrige Methylcelluloselösung (wie bei Beispiel 13 beschrieben), 2,73 Teile 28%iges NH40H und 45,03 Teile Wasser enthält.
  • verwendungsfertige Druckfarben mit 1,5 % Pigment bereitet man durch Mischen von
    Teile
    konzentrierter Pigmentdispersion ....... 16,7
    nicht pigmentiertem Druckpastenträger
    (2 Teile hydrophiles Polymeres I 1 Teil
    280/,ges N H40 H und 97 Teile Wasser) . 30,0
    Ölsäure .............................. o,63
    NH40H (28%ig) .................... 0,37
    Wasser............................... 12,30
    Erdölkohlenwasserstoff, Kp. 95 bis 20o° . . . 4o,oo
    Zur Verbesserung der Farbechtheit kann man der Druckpaste noch zusätzliches Bindeharz einverleiben; z. B. kann man 1,9 Teile Wasser durch 1,9 Teile einer Lösung von in organischen Lösungsmitteln löslichem Melamin-Formaldehyd-Harz ersetzen, etwa bestehend aus 4o0/, Harz, 32,I % Xylol, 27,3% Ölsäure und o,6 % Morpholin. Beispiel i6 Es wird ein Farbkonzentrat aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
    Teile
    Heliogenblau ........ .............. 9,o
    Äthylcellulose mit 45 % Äthoxylgehalt ... 3,6
    Lösung von wärmehärtbarein Harz
    (5o Teile butyliertes Melamin-Form-
    aldehyd-Harz in 25 Teilen Butylalkohol
    und 25 Teilen Xylol) . . . . . . . . . . . . . . . . . 18,23
    Terpentin-............................ 7,18
    Stearinsäure.......................... 2,69
    Kienöl........................... .... 2,o
    Natriumlaurylsulfat ....... ....... ..... 2,72
    Methylcelluloselösung (4%ige wäßrige
    Methylcelluloselösung mit 4000 cP
    Viskosität) ......................... 6,82
    NH40H (280%ig) ..................... 2,73
    40%iger Latex des Mischpolymers aus
    45 Teilen Acrylnitril mit 55 % Butadien 11,25
    Wasser............. ................ 33,78
    Zur Bereitung von Druckpasten wird diese konzentrierte Farbdispersion ,mit der gewünschten Menge Farbstoffträger verschnitten, z. B. wie im Beispiel 12 beschrieben. Zum Beispiel ergeben 16,7 Teile Farbkonzentrat und 83,3 Teile Farbstoffträger eine Druckpaste, die 1,5 % Pigment, etwa 1,5 % Melamin-Formaldehyd-Bindeharz, etwa 0,75 0/0 synthetischen Kautschuk (bezogen auf trockene Substanz), etwa 3 0/0 flüchtige, mit Wasser nicht mischbare organische Lösungsmittel und über 9o % Wasser enthält. Diese Druckfarbenpaste ergibt auf Textilien Drucke mit guten Farbwerten, hoher Farb- und Reibechtheit. Beispiel 17 Die Reibechtheit der Drucke wird dadurch verbessert, daß man die Latexmenge im Farbkonzentrat erhöht oder daß man der Druckpaste nachträglich weiteren Latex zugibt. Eine Druckpaste mit höherem Gehalt an synthetischem Kautschuklatex (berechnet auf Trockensubstanz) wurde wie folgt hergestellt:
    Teile
    Farbkonzentratdispersion nach Beispiel 16 16,5
    Trimethyl-methylolmelamin ............ 1,9
    (N HIS O4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,5
    40%iger Latex des Mischpolymers aus
    45 0% Acrylnitril und 55 % Butadien ... 19, o
    Farbstoffträger nach Beispiel I2 . . .., . . . . 61,9
    Beispiel 18 Eine grüne Textildruckpaste wird bereitet, indem man eine konzentrierte Dispersion eines grünen Pigments mit einem Farbstoffträger, wie im Beispiel 12 beschrieben, vermischt.
  • Ein geeignetes Farbkonzentrat ist das folgende
    Teile
    Heliogengrün ..... . ................... 18,5
    Wasser.............................:. 76,5
    35%ige wäl3rige NatriumIigninsulfonat-
    lösung .............................. 5,0
    Eine Druckpaste erhält - man daraus, indem man 1o Teile der Dispersion des Farbkonzentrats, 35 Teile Erdölkohlenwasserstoff als Lösungsmittel (Siedebereich 15o bis 20o°, Kauri-Butanol-Wert 33 bis 45, q.o Teile des Farbstoffträgers nach Beispiel 12 und 15 Teile Wasser miteinander vermischt. Eine derartige Druckpaste enthält 1,85 0/0 Pigment. Beispiel 1g Eine konzentrierte gelbe Pigmentdispersion in einer Öl-in-Wasser-Emulsion als Träger wird hergestellt, indem man 1o Teile Benzidingelb in einer Emulsion aus 3,8 Teilen Äthylcellulose mit etwa 48 % Äthoxylgehalt, 10,4 Teilen in organischen Lösungsmitteln löslichem Melamin-Formaldehyd-Harz, 5,6 Teilen Xylol, 13 Teilen Terpentin, 3 Teilen Natriumlaurylsulfat, q. Teilen 280/0igem NH40H, 37,7 Teilen Wasser und 12,5 Teilen Latex (40%iger Latex eines Mischpolymers aus 45 0/0 Acrylnitril und 55 0/0 Butadien) dispergiert. Eine Druckpaste mit 1,5 0/0 Pigmentgehalt ist herstellbar durch Vermischen von 15 Teilen der Farbkonzentratdispersion mit 85 Teilen nicht pigmentiertem Farbstoffträger (2 Teile hydrophiles Polymeres I, 1 Teil 280%iges NH40H und 97 Teile Wasser). Beispiel 20 Eine Dispersion eines Pigmentkonzentrats in einer Öl-in-Wasser-Emulsion als Träger wird bereitet, indem man 9 Teile eines Azo-Rot-Pigments (hergestellt durch Kupplung des 2, 5-Dimethoxy-5-chloranilids der fl-Oxynaphthosäure mit diazotiertem 2-Methoxy-q.-sulfondiäthylanilin), 3,5 Teile Äthylcellulose, mit 45 0/0 Äthoxylgehalt, 9,12 Teile in organischen Lösungsmitteln lösliches Melamin-Formaldehyd-Harz, 4,55 Teile Butylalkohol, 4,55 Teile Xylol, 7,18 Teile Terpentin, 2 Teile Kienöl, 2,7 Teile Stearinsäure, 2,72Teile Natriumlaurylsulfat, 6,82 Teile einer 40/0igen wäßrigen Methylcelluloselösung' (Viskosität 4000 cP, 2,73 Teile 28%iges NH4 0H und 45,03 Teile Wasser miteinander dispergiert.
  • Eine 1,5 0/0 Pigment enthaltende Druckpaste kann daraus durch Mischen von 16,7 Teilen der Pigmentkonzentratdispersion mit 3o Teilen nicht pigmentiertem Farbstoffträger nach Beispiel 1g, o,63 Teilen Ölsäure, 0,37 Teilen 280/0igem N H40 H, 12,3 Teilen Wasser und q.o Teilen Erdölkohlenwasserstoff (Kp. 15o bis 20o°) hergestellt werden.
  • Anstatt des Ammoniumsalzes können natürlich auch andere wasserlösliche Salze des hydrophilen vernetzten Polymers hergestellt werden, z. B. die Natrium-, Kalium-, Methylamin-, Äthylamin-, Äthanolamin-, Diäthanolamin- oder Morpholinsalze.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Druckpasten zum farbigen Bedrucken von Textilien, die aus in einem Träger dispergiertem Pigment bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger aus einer wäßrigen Lösung mit einem pH-Wert von 5 bis i1 besteht, in der höchstens 2 Gewichtsprozent eines oder mehrerer wasserlöslicher Salze von vernetzten Mischpolymerisaten aus einer ungesättigten Carbonsäure mit einem Mehrfach-Alkenyläther von drei- oder höherwertigen Alkoholen gelöst sind und gegebenenfalls ein flüchtiges, mit Wasser nicht mischbares organisches Lösungsmittel emulgiert ist.
  2. 2. Druckpasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB sie auf 1 Teil des Pigments 0,25 bis 2,5 Gewichtsteile von in Wasser oder organischen Lösungsmitteln löslichen wärmehärtbaren Harzen enthalten.
  3. 3. Druckpasten nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daB sie zusätzlich feinverteilte wasserunlösliche lineare Polymere in einer Menge von höchstens 15 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgemisch, enthalten.
DEI9695A 1954-01-20 1955-01-21 Druckpasten zum farbigen Bedrucken von Textilien Expired DE975142C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US975142XA 1954-01-20 1954-01-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE975142C true DE975142C (de) 1961-09-07

Family

ID=22263761

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI9695A Expired DE975142C (de) 1954-01-20 1955-01-21 Druckpasten zum farbigen Bedrucken von Textilien

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE975142C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69616203T2 (de) Tintensortiment und Verfahren zur Verhinderung des Blutens in Druckelementen
DE69411046T2 (de) Emulsions-Tinten für den Schablonendruck
CH557860A (de) Verfahren zur herstellung von farbigen polymeren verbindungen.
DE69204056T2 (de) Drucktinte mit niedrigem abrieb.
DE69606592T2 (de) Tintensortiment und Verfahren zum Vermindern des Ausblutens in Druckelementen
DE19641297A1 (de) Tintenzusammensetzung und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1595525A1 (de) Verfahren zur Herstellung und Verwendung von chromogengebundenen Polymeren
EP0727441B1 (de) Verfahren zur Herstellung von emulgatorfreien wässrigen Polymerdispersionen
DE1122037B (de) Verfahren zum Bedrucken, Faerben oder Ausruesten von Textilien oder anderen Fasersubstraten
DE2738511A1 (de) Herstellung von pigmentkonzentraten
DE69605846T2 (de) Emulsionstinte für den Schablonendruck
DE3780401T2 (de) Mit wasser reduzierbare acryl-polymere fuer das bedruecken von papier und polyvinylchlorid.
DE2832179C3 (de) Transferdruckfarbstoffe
DE2500500B2 (de) Verfahren zum Bedrucken von Kunststoffbahnen
DE975142C (de) Druckpasten zum farbigen Bedrucken von Textilien
EP0056842B1 (de) Verfahren zur Herstellung von wässrigen Kunststoffdispersionen mit hohem Pigmentbindevermögen
EP0707617B1 (de) Anionisch basierte wässrige druckfarben mit verbesserter deinkbarkeit
DE3641700C2 (de)
EP0130336B1 (de) Wässrige Druckfarben für den Flexodruck und Tiefdruck
DE2126221A1 (de) Pigmentdispersion sowie Verfahren zu deren Herstellung
DEI0009695MA (de)
DE3245541A1 (de) Wasserloesliche copolymerisate, ihre herstellung und ihre verwendung
DE2124051A1 (de) Polymeres Dispergiermittel, dessen Herstellung und dessen Verwendung
DE883139C (de) Verfahren zum Ausruesten, insbesondere zum Bedrucken, von Faserstoffen
DE1107636B (de) Pigmentierte Massen zur farbigen Ausruestung von Textilien