DE970560C - Instrument zur Messung einer Schallstrahlungskraft - Google Patents

Instrument zur Messung einer Schallstrahlungskraft

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DE970560C
DE970560C DEP28606D DEP0028606D DE970560C DE 970560 C DE970560 C DE 970560C DE P28606 D DEP28606 D DE P28606D DE P0028606 D DEP0028606 D DE P0028606D DE 970560 C DE970560 C DE 970560C
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DEP28606D
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Georg Fiedler
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Siemens Reiniger Werke AG
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Siemens Reiniger Werke AG
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01HMEASUREMENT OF MECHANICAL VIBRATIONS OR ULTRASONIC, SONIC OR INFRASONIC WAVES
    • G01H3/00Measuring characteristics of vibrations by using a detector in a fluid
    • G01H3/10Amplitude; Power

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

  • Instrument zur Messung einer Schallstrahlungskraft Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur sung der Kraft einer Schallstrahlung, insbesondere einer Ultraschallstrahlung. Sie ermöglicht die Herstellung eines handlichen und transportablen, allseitig geschlossenen Meßinstrumentes, dessen Skala z. B. in Schalleistung (Watt) geeicht sein kann.
  • Dem Instrument nach der Erfindung liegt das Prinzip zugrunde, in einem vollständig mit einer Ühertragungsflüssigkeit gefüllten, allseitig geschlossenen Behälter mit einem schalldurchlässigen Wandungsteil einen unter dem Einfluß des Strahlungsdrucltes bewegbaren Körper anzuordnen und dessen Bewegung zur Meßanzeige zu benutzen.
  • Nach diesem Prinzip arbeitende Schallradiometer sind bekannt. Der unter dem Einfluß des Strahlungsdruckes bewegbare Körper besteht hierbei in der Regel aus einem um eine quer zur Schallstrah lung verlanfende Ach,se drehbaren RadNiometerflügel, der sich unter dem Einfluß des Strahlungsdruckes bis zu go0 dreht. Diese Drehung wird entweder mechanisch auf einen Zeiger übertragen oder durch Ablenkung eines Lichtstrahls sichthar gemacht. Nachteilig ist, daß mit größer werdender Schallstrahlungskraft wegen der kleiner werdenden Fläche, auf die die Schallstrahlung auftrifft, und des sich ändernden Strahleneinfallswinkels der Strahlungsdruck nicht proportional mit der Kraft zunimmt. Da die Drehung des Flügels nicht allein vom Strahlungsdruck, sondern auch von der Lage seines Angriffspunktes in bezug auf die Drehachsc des Flügels abhängt, können inhomogene Strahler, wie sie auf dem Ultraschallgebiet in der Regel vor- liegen, nicht miteinander verglichen werden. Störend ist ferner, daß mit dem Schallradiometer nur horizontal gerichtete Schallstrahlungskräfte gemessen werden können.
  • Es sind weiterhin Schalldruckmeßanordnungen bekanntgeworden, die nach dem Waagenprinzip arheiten und die auch vertikal gerichtete Schallstrahlungskräfte zu messen erlauben. Die unter dem Einfluß des Schallstrahlungsdruckes bewegbaren, vertikal aufgehängten Aleßkörper können aber infolge ihrer ungenügend starren Aufhängung an einem einfachen Waagebalken noch eine seitliche Ausweichbewegung im Winkel zur Schallstrahlungsrichtung vollführen, daher ändert sich auch bei diesen Anordnungen der Strahleneinfallswinkel, und die Größe der Ausweichbewegung ist nicht proportional dem Strahlungsdruck. Man versuchte, diesem Übelstand abzuhelfen, indem man den unter dem Einfluß des Strahlungsdruckes aus weich enden Körper durch Auflegen von Gewichten wieder in seine Ruhelage zurfickführte, in der er auf Grund der vorausgegangenen Justierung die vorteilhafteste Winkellage zum Schallfeld einnimmt. Das genaue Austarieren einer solchen Druckwaage während jeder Messung ist aber sehr umständlich und zeitraubend.
  • Durch die Erfindung werden die angegebenen Nachteile sund Schwierigkeiten auf vorteilhafte Weise behoben.
  • Bei dem Meßinstrument nach der Erfindung ist der unter dem Einfluß des Strahlungsdruckes ausweichende Körper mit einer Seite eines rhombus-oder rhomboidarttg aufgebauten Systems fest verbunden, das mit seiner gegenüberliegenden Seite am Gehäuse befestigt ist und dessen Seiten derart gelenkig miteinander verbunden sind, daß es in bezug auf die Größe seiner Winkel entgegen einer Rückstellkraft veränderbar ist. Hierdurch ist erreicht, daß der Reflexions- und/oder Absorptionskörper unter dem Einfluß des Strahlungsdruckes stets parallel zu sich selbst ausweicht, so daß der Strahlungsdruck proportional mit der Strahlungskraft wächst und die Größe der Ausweichbewegung von der Lage des Angriffspunktes des Strahlungsdruckes unabhängig ist.
  • Gemäß weiterer Erfindung kann die gelenkige Verbindung der Seiten des Tragsystems für den Ausweichkörper durch Torsionsbändchen hergestellt werden. Jede Lagerreibung ist in diesem Falle vermieden. Die Einspannung der Torsionsbändchen erfolgt vorteilhaft derart, daß die Winkel des Meßsystems in der Ruhestellung nur wenig von 900 abweichen. In dieser Ausgangsstellung des WIeßsystems hat das Instrument seinen größtmögchen Arbeitswinkel.
  • Bei einem besonders einfachen Aufbau des erfindmigsgemäßen Systems sind vier zueinander parallele Torsionsbändchen vorgesehen, von denen zwei mit ihren Endpunkten am Ausweichkörper, die anderen zwei an der Gehäusewand befestigt sind und je eines der am Ausweichkörper augetrachten Bändchen mit je einem an der Wandung 1 efestigten. durch einen starren, vorzugsweise bandartigen Teil verbunden ist, der zweckmäßig in der Mitte zwischen den Einspannungen der Bändchen an diese angreift und vorteilhaft einen Zeiger trägt. Gegenüber einem ebenfalls möglichen Aufbau, bei dem die Torsionsbändchen in galielförmige Enden der bandartigen Verbindungsteilc eiligespannt sind und zwischen ihren Einspannungen mit dem Ausweichkörper bzw. der Gehäuselvalldullg verbunden sind, hat dieser Aufbau den Vorteil, daß wegen der kleineren Verbindullgsteile und der Älöglichkeit der Anbringung etwa erforderlicher veränderbarer Abspaniivorrichtuiigen am feststehenden Systemteil das Gewicht des veränderbaren Systems gering gehalten werden kann.
  • Das Gewicht des Meßsystems verursacht eine von der Lage des Instrumentes abhängige Verdrehung der Torsionsbändchen. Diese Verdrehung kann gemäß weiterer Erfindung in allen Stellungen des Meßsystems durch ein Gegengewicht ausgeglichen werden, das zweckmäßig aus mindestens zwei Teilgewichten besteht, die in zwei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen verstellbar sind.
  • Als Gegengewicht kann man auch mit dem rhombus-oder rhomboidartig aufgebauten System ein zweites solches System derart zusammenbauen, daß beide Systeme die an der Wandung liegende Seite gemeinsam haben und ihre zusammenstoßenden Seiten einen Winkel von etwa 900 einschließen. Dieses zweite System verhindert ein Unstabilwerden des Meßinstrumentes, wenn die Winkel des ersten Systems nahezu o bzw. 1800 betragen, weil die Winkel des zweiten Systems dann nahezu go0 groß sind und dieses System seine stabilste Stellung hat.
  • Der Arbeitswinkel des Doppelsystems kann also mehr als go0 betragen. Anstatt das Gewicht des Meßsystems durch Gegengewichte auszugleichen. die die Bändchen zusätzlich auf Biegung beanspruchen, rüstet man vorteilhafter das Meßsystem mit Mitteln aus, die einen entsprechenden Auftrieb des Systems bedingen. Zu diesem Zweck können der Ausweichkörper und vorzugsweise auch weitere starre Teile des Meßsystems oder ein zusätzlicher, an diesem Meßsystem angeordneter Teil aus einem Stoff bestehen, dessen spezifisches Gewicht gleich oder kleiner ist als dasjenige der Übertragungsflüssigkeit.
  • Es ist zvorteilhaft, das Meßinstrument mit Dämpfungsflügeln zu versehen, die, falls eine starke Dämpfung erwünscht ist, in einem Dämpfungszylinder angeordnet sein können und vorzugsweise an den starren Verbindungsteilen der Torsions-1,äIldchc-n befestigt sind.
  • Aii einem der an der Wandung befestigten Torsionsl)ändchen kann eine Vorrichtung angebracht seit. die eine Verdrehung dieser Bändchen zwecks Nui Ipunkteinstellung ermöglicht.
  • Damit die von dem Ausweichkörper reflektierte und die ankommende Schallstrahlung nicht stehende Wellen bilden, hat man bereits einen kegelsiumpfförmigen Körper verwendet, d. h. einen Körper, dessen Fläche gegenüber der Schallstrahlungsrichtung geneigt ist. Bildet man den unter dem Einfluß des Strahlungsdruckes bewegbaren Körper nach der vorliegenden Erfindung jedoch satteldachartig aus und ordnet ihn so an, daß sein First sich in der Schwenkungsebene des Meßsystems erstreckt, so liegt die die Ausweichbewegung auslösende Wirkkomponente des Strahlungsdruckes ausschließlich in der Richtung der Schallstrahlung.
  • Das Meßsystem wird demzufolge quer zur Richtung der Schallstrahlung nicht beansprucht.
  • Die von dem geneigten Reflektor reflektierte Strahlung wird zweckmäßig in einem zusätzlichell Ahsorptionskörper absorbiert, der in Richtung dieser reflektierten Strahlung aufgestellt ist. Derartige Absorptionskörper sind an sich bekannt. Als besonders wirksam hat sich jedoch ein Absorptionskörper erwiesen, der aus Kunststoffasern (Polyvinylchlorid- oder Polyamidfasern) besteht, die sich im wesentlichen in Richtung der zu absorbierenden Strahlung erstrecken.
  • Die vollständige Füllung des Gehäuses mit der Übertragungsflüssigkeit macht es erforderlich, einen Wandungsteil des Gehäuses als Ausdehnungsgefäß auszubilden. Falls der schalldurchlässige Wandungsteil von einer Metnbran gebildet wird, kann diese Membran gleichzeitig die Funktion eines Ausdehnungsgefäßes übernehmen. Man kann aber auch gemäß weiterer Erfindung das ge samte Gehäuse aus einem Stoff herstellen, der praktisch den gleichen Ausdehnungskoeffizienten wie die Übertragungsflüssigkeit hat. Bei der Verwendung von Wasser besteht das Gehäuse zweckmäßig aus Polyvinylchlorid.
  • An der Schalleintrittsstelle kann die Wandung des Gehäuses erfindungsgemäß einen sich halsartig nach außen erstreckenden, offenen Behälter für eine Koppelflüssigkeit bilden, der zur Aufnahme bzw.
  • Halterung des Schallstrahlers bei der Messung dient.
  • Die Verwendung von Iioppelflüssigheiten zwischen dem Schallstrahler und dem Nleßgefäß in einem besonderen Behälter ist an sich bekannt.
  • Ebenso ist ein Schallkopf bekannt, der einen halsartigen Ansatz für eine Koppelflüssigkeit besitzt.
  • Nicht bekannt ist die Ausrüstung eines AIeßgefäßes mit einem sich halsartig nach außen erstrekkenden, offenen Behälter für eine Koppelflü ssigkei t, dessen innere Wandung der äußeren Form des Schallstrahlers angepaßt ist und der zur Aufnahme und Halterung des Schallstrahlers bei der hrcssung dient.
  • Weitere Älerkmale des Gegenstandes der Erfindung werden nachfolgeild an Hand der Figurcn erläutert, die zwei Ausführungsbeispiele eines Meßinstrumentes nach der Erfindung. veranschaulichen.
  • Die Fig. I zeigt in schaubildlicher Darstellung ein Meßinstrument gemäß der Erfindung mit zum Teil aufgebrodenem Gehäuse. Auf der Grundplatte 1 aus Messing sind die beiden U-förmigen Messingbügel 2 und 3 befestigt, die die beiden parallel zueinander liegenden Torsionsbändchen 4 und 5 aus Zinnbronze tragen. In der Mitte jedes dieser Bändchen sind die starren handartigen Halteteile 6 und 7 aus Kunststoff angebracht, die über die Torsionsbändchen 8 und g den satteldachartigen Reflektor 10 aus Kunstharz tragen. Der Reflektor I0, die Halteteile 6 und 7 und die Grundplatte I bilden ein parallelepipedisches, rahmenartiges System, dessen Winkel in Ruhestellung nur wenig von 900 abweichen und dessen Seiten durch die Torsionsbändchen 4, 5, 8 und 9 derart gelenkig miteinander verbunden sind, daß ein unter dem Einfluß der Schallstrahlung auf den Reflektor 10 einwirkender Schallstrahlungsdruck dieses System hinsichtlich der Größe seiner Winkel entgegen der Rückstellkraft der Torsionsbändchen verändert.
  • Diese Winkeländerung wird über den an dem Halteteil 7 befestigten Zeiger 1 1 auf der in die Wandutig des haubenartigen Gehäuseteiles 13 eingesetzten Skala I2 von außen sichtbar gemacht. Diese Skala ist beispielsweise in Watt gereicht. Die Verdrehung der Bändchen gegenüber ihrer Ruhelage durch das Gewicht des Reflektors 10 und der Halteteile 6 und 7 ist durch die drei Gewichte I4, 15 und I6 aufgehoben, die in zwei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen verstellbar sind. Der Halteteil 7 ist mit dem Dämpfungsflügel I7 versehen, der innerhalb des Dämpfungszylinders 18 bewegbar ist. Unmittelbar vor der einen Einspannstelle des Bändchen 4 ist der Hebel 19 mit diesem Bändchen verbunden. In das freie geschlitzte Ende des Hebels 19 greift ein an einer Stange befestigter Mitnehmer ein, der durch Drehen der Stellschraube 20 gehoben oder gesenkt werden kann, wodurch das Bändchen 4 zwecks Nullpunkteinstellung geringfügig verdreht wird. Zu beiden Seiten des Reflektordaches 10 sind die Absorptionskörper 21 bzw. 22 angeordnet. Sie bestehen aus Polyvinylchlorid- oder Polyamidfasern, die derart geordnet in einem Rahmen befestigt sind, daß sie sich im wesentlichen in Richtung der zu absorbierenden Strahlung erstrecken. In diesen Absorbern wird die vom Reflektor reflektierte Schallstrahlung in Wärme umgesetzt. Derhauhenartige, mit der Grundplatte I flüssigkeitsdicht zusammengeschraubte Teil I3 des Gehäuses besteht ebenfalls aus Polyvinylchlorid. Er ist oben mit einer kreisförmigen Öffnung versehen, die durch die schalldurchlässige Schicht 23 abgeschlossen ist. Diese Schicht kann sehr dünn sein oder aus einem Stoff bestehen, der den gleichen Wellenwiderstand wie die Ubertragungsflüssigkeit hat, oder kann ein ganzzahliges Vielfaches der halben Schallwellenlänge dick sein.
  • Im vorliegenden Fall ist sie 40At stark und besteht aus Polyamid. Über dieser Schicht liegt der stelle förmige Rost 24, der als Auflage für den Schallstrahler dient und den schalldurchlässigen Wandungsteil schützt. Die Außenwandung des haubell artigen Gehäuseteiles I3 geht an der Schalleintritts stelle in den Ring 25 über, der ein oben offenes Kopplungsgefäß bildet, das zur Aufnahme des Schallstrahlers und einer Koppelflüssigkeit zur lDbertragung der Strahlung vom Schallstrahler auf die schalldurchlässige Gehäusewandung dient. Die innere Wandung dieses Gefäßes ist der äußeren Form des Schallstrahlers angepaßt, so daß sie die sen führt und seine Lage fixiert. Die Einfüllöffnung itn Gehäuse hefindet sich unter der Stellt schraube 20 und ist durch diese flüssigkeitsdicht verschlossen. Das Meßinstrument ist mit entgastem destilliertem Wasser als Übertragungsflüssigkeit vollständig gefüllt. Da Polyvinylchlorid, aus dem das Gehäuse besteht, den gleichen Ausdehnungskoeffizienten wie das Wasser besitzt, ist ein zusätzliches Ausgleichsgefäß entbehrlich.
  • Die Fig.2 zeigt eine schaubildliche Darstellung eines äußerlich und im Prinzip gleich aufgebauten Meßinstrumentes ohne Gehäuse. Bei dem auf der Grundplatte 26 befestigten Meßsystem ist an Stelle zusätzlicher Ausgleichsgewichte und des Dämpfungszylinders ein zweites parallelepipedisches, rahmenartiges System mit dem ersten derartigen System in bestimmter Weise zusammengesetzt. Dieses zweite System wird von den Torsionsbändchen 27, 2S, 29 und 30 sowie den aus leichtem Kunststoff bestehenden bandartigen Verbindungsteilen 31, 32, 33 und der Grundplatte 26 gebildet. Mit dem ersten System, bestehend aus dem Reflektor 34. den Verbindungsteilen 35 und 36, den Torsions-Bändchen 27, 28, 37 und 38 und der Grundplatte 26, hat das zweite System die Bändchen 27, 28 und die Grundplatte 26 gemeinsam. Die zusammenstoßenden Verbindungsteile 31 und 35 sowie 33 und 36 schließen Winkel von etwa go0 ein. Dadurch ist erreicht, daß in den unstabilen Stellungen des ersten Systems (wenn seine Winkel nahezu o bzw I800 betragen) das zweite System, dessen Winkel dann nahezu go0 groß sind, stabilisierend wirkt. Die beiden Systeme sind durch die Größe ihrer starren Verbindungsteile so bemessen, daß sie einander hinsichtlich ihres Gewichtes und ihres Auftriebes entsprechen, die Bändchen also in keiner Weise belasten. Der Reflektor besteht aus schaumartigem Kunststoff oder aus flüssigkeitsdicht gedoppelten Blechen. Eine gewisse Dämpfung des Meßsystems wird durch die an den Verbindungsteilen 3I, 33, 35 und 36 befestigten Dämpfungsflügel 39 bis 42 bewirkt. Von den zusätzlichen Absorptionskörpern, die die von dem Reflektor 34 reflektierte Strahlung in Wärme umwandeln, ist der Übersichtlichkeit wegen nur einer, 43, dargestellt.

Claims (15)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Instrument zur Messung einer Schallstrahlungskraft, bei dem in einem allseitig geschlossenen Gehäuse, das vollständig mit einer Ubertragungsflüssigkeit gefüllt ist und einen schalldurchlässigen Wandungsteil besitzt, ein unter dem Einfluß des Strahlungsdruckes bewegbarer Körper vorgesehen ist, dessen Rewegung zur Meßanzeige benutzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Absorptions- und/oder Reflexionskörper mit einer Seite eines rhombus-oder rhomboi dartig aufgebauten Systems fest verbunden ist, das mit seiner gegenüberliegenden Seite an der Gehäusewandung befestigt ist und dessen Seiten derartig gelenkig miteinander verbunden sind, daß das System in bezug auf die Größe seiner Winkel entgegen einer Rückstellkraft veränderbar ist.
  2. 2. Meßinstrument nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiten des Meßsystems durch Torsionsbändchen gelenkig miteinander verbunden sind.
  3. 3. Meßinstrument nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine derartige Einspannung der Torsionsbändchen, daß die Winkel des Systems in seiner Ruhestellung nur wenig von go0 abweichen.
  4. 4. Meßinstrument nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem aus vier zueinander parallelen Torsionsbändchen besteht, von denen zwei mit ihren Endpunkten am Ausweichkörper, die anderen zwei an der Gehäusewandung befestigt sind und je eines der am Ausweichkörper angebrachten Bändchen mit je einem an der Wandung befestigten, durch einen starren, vorzugsweise bandartigen Teil verbunden ist, der zweckmäßig in der Mitte zwischen den Einspannungen der Bändchen angreift, wobei vorteilhaft an einem dieser Teile ein Zeiger angebracht ist.
  5. 5. Meßinstrument nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die durch das Gewicht des Meßsystems verursachte Verdrehung der Torsionsbändchen in allen Stellungen des Meßsystems durch ein Gegengewicht ausgeglichen ist.
  6. 6. Meßinstrument nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegengewicht aus mindestens zwei Teilgewichten besteht, die in zwei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen verstellbar sind.
  7. 7. Meßinstrument nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Gegengewicht und gleichzeitig als Stabilisierungssystem ein weitermes rhombus- oder rhomboidartig aufgebautes System mit durch Torsionsbändchen gelenkig miteinander verbundenen Seiten vorgesehen ist, das mit dem ersten System derart zusammengebaut ist, daß beide Systeme die an der Wandung liegende Seite gemeinsam haben und ihre zusammenstoßenden Seiten einen Winkel vol: etwa go0 einschließen.
  8. 8. Meßinstrument nach einem der Ansprüche I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem mit erforderlichenfalls in einem Dämpfungszylinder bewegbaren Dämpfungsflügeln ausgerüstet ist, die vorzugsweise an den starren Verbindungsteil en der Tors ionsbändchen befestigt sind.
  9. 9. Meßinstrument nach einem der Ansprüche I bis s, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens an einem der an der Wandung befestigten Torsionsbändchen eine Vorrichtung angebracht ist, die eine Verdrehung dieses Bändchens zwecks Nullpunkteinstellung ermöglicht.
  10. 10. Meßinstrument nach einem der Ansprüche I bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem mit Teilen ausgerüstet ist, die einen dem Gewicht des Meßsystems entgegenwirkenden Auftrieb bedingen.
  11. II. Meßinstrument nach Anspruch 10, da- durch gekennzeichnet, daß der Ausweichkörper und vorzugsweise auch weitere starre Teile des Meßsystems aus einem Stoff bestehen, dessen spezifisches Gewicht gleich oder kleiner ist als das der Übertragungsflüssigkeit.
  12. I2. Meßinstrument nach einem der Ansprüche I bis 1 1 mit einem gegen die Schallwellenfront geneigten Ausweichkörper, dadurch gekennzeichnet, daß dieser satteldachartig ausgebildet und so angeordnet ist, daß sein First sich in der Schwenkungsebene des Meßsystems erstreckt.
  13. 13. Meßinstrument nach einem derAnsprüche I bis 1 1 mit einem gegen die Schallwellenfront geneigten Ausweichkörper oder nach Anspruch I2, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung der reflektierten Strahlung zusätzliche Absorptionskörper aus Kunststoffasern, die sich im wesentlichen in Richtung der zu absorbierenden Strahlung erstrecken, aufgestellt sind.
  14. 14. Meßinstrument nach einem der Ansprüche I bis I3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse aus einem Stoff besteht, dessen Ausdehnungskoeffizient mindestens ungefähr demjenigen der Übertragungsflüssigkeit entspricht.
  15. 15. Meßinstrument nach einem derAnspriiche I bis I4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des Gehäuses an der Schalleintrittsstelie einen sich halsartig nach außen erstreckenden, offenen Behälter für eine Koppelflüssigkeit bildet, der zur Aufnahme und Halterung des Schallstrahlers bei der Messung dient, indem seine innere Wandung der äußeren Form des Schallstrahlers angepaßt ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Bergmann, »Der Ultraschall«, 3. Auflage, I942, S. I94, 308, 309; französische Patentschrift Nr. 893 459.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR893459A (fr) * 1942-09-30 1944-07-28 Forderung Zerstorungsfreier Pr Dispositif pour éprouver sans destruction des matières au moyen d'ultra-sons

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR893459A (fr) * 1942-09-30 1944-07-28 Forderung Zerstorungsfreier Pr Dispositif pour éprouver sans destruction des matières au moyen d'ultra-sons

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