DE96904C - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
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- H02M1/00—Details of apparatus for conversion
- H02M1/20—Contact mechanisms of dynamic converters
- H02M1/22—Contact mechanisms of dynamic converters incorporating collectors and brushes
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- Power Engineering (AREA)
- Charge And Discharge Circuits For Batteries Or The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Zum Laden von elektrischen Sammelbatterien kann ein Wechselstrom deshalb nicht ohne
Weiteres benutzt ■ werden, weil bekanntlich dessen Spannungswerth zwischen einem positiven
und einem negativen Maximum etwa nach einer Sinuscurve in schneller Folge wechselt, während die beim Laden von elektrischen
Sammlern entstehende elektromotorische Gegenkraft einen nur vom Ladungszustande abhängigen und nur langsam sich verändernden
positiven Spannungswerth hat.
Es ist indessen möglich, mittelst eines synchron zu dem betreffenden Wechselstrom bewegten
Stromwenders nicht nur die Stromrichtüng bei jedem Wechsel. derart umzuschalten
, dafs ein gleichgerichteter Strom entsteht, sondern auch die zu ladende Sammlerbatterie
jedesmal in dem Zeitpunkte der Phase in den Ladestrom ein- bezw. auszuschalten,
in welchem die Spannung des Wechselstroms die der Batterie zu über- bezw. unterschreiten
beginnt. Das Ausschalten der Wechselstromquelle ist in diesem Augenblicke deshalb ohne
Nachtheile möglich, weil in diesem Moment der Spannungswerth des Primärstroms genau
gleich dem der elektromotorischen Gegenkraft und deshalb die Leitung stromlos ist.
Der Ausführung dieses theoretischen Gedankens stehen jedoch mehrere praktische
Schwierigkeiten im Wege. Infolge von ,Geschwindigkeitsdifferenzen
des Antriebsmotors sowie durch Belästungsveränderung treten Schwankungen im Spannungswerth der Strömphasen
auf, und ist es unmöglich, den Stromwender stets genau synchron zu den Phasen
des Wechselstroms zu betreiben.
Es sind nun bereits einige Einrichtungen bekannt geworden, welche es ermöglichen
sollen, die Bürsten des Stromwenders stets so zu verstellen, dafs eine möglicht geringe Abweichung
des Zeitpunktes der Ausschaltung' der Batterie von dem der Spannungsgleichheit
erreicht wird. Da nun aber die Stromschwankungen, insbesondere diejenigen, welche durch
die mit dem unvermeidlichen vorübergehenden Asynchronismus des Stromwenders verbundene
Phasenverschiebung veranlafst werden, sehr schnell vor sich gehen, so ist eine genügend
genaue Uebereinstimmung des Zeitpunktes der Spannungsgleichheit mit dem der Ein- bezw. Ausschaltung überhaupt nicht zu
erreichen, so dafs eine starke Funkenbildung am Stromwender auftritt.
Vorliegende Erfindung hat nun eine Einrichtung zum Gegenstande, mittelst welcher
Wechselstrom zum Laden von Sammlerbatterien (zwecks Umwandlung desselben in Gleichstrom)
benutzt werden kann, ohne dafs die oben angeführten Nachtheile eintreten. Dies wird dadurch .erreicht', dafs bei der mittelst
des Stromwenders bewirkten Umschaltung der Ladestromkreis nicht unterbrochen, sondern
während des Zeitraumes, in welchem er aufser Verbindung mit der zu ladenden Sammlerbatterie
steht, durch eine besondere Polarisationsbatterie geschlossen bleibt.
Diese Polarisationsbatterie hat eine der Spannung der Sammlerbatterie entsprechende EIe-
mentzahl, erhält jedoch eine thunlichst geringe
Capacität, so dafs eine aufserordentlich geringe Elektricitätsmenge zu ihrer Ladung genügt.
Infolge dessen vermag sich der Spannungszustand dieser Polarisationsbatterie stets sofort
der wechselnden Spannung des Wechselstroms anzupassen, so dafs während der Einschaltung
der Polarisationsbatterie in diesen Stromkreis die elektromotorische Kraft des Wechselstroms
der elektromotorischen Gegenkraft der Polarisationsbatterie stets annähernd gleich bleibt.
Der Wechselstrom wird beim Umschalten zunächst getheilt, indem eine Abzweigung desselben
an die Polarisationsbatterie angeschlossen wird, und dann erst wird die Verbindung
zwischen Ladestrom und Batterie unterbrochen.
Hierdurch wird also die Unterbrechung des Wechselstromkreises vollkommen vermieden,
so dafs eine wesentliche. Funkenbildung am Stromwender nicht eintreten kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. ι eine derartige Einrichtung mit der Abwickelung
des trommeiförmigen Stromwenders ■ schematisch dargestellt.
Von der Wechselstrommaschine A führen die Leitungen a1 a2 zu einem in beliebiger
Entfernung aufgestellten Stromwender B, der mittelst eines durch den Wechselstrom betriebenen
Motors C in synchroner Umdrehung erhalten wird. Dieser Stromwender trägt eine
Anzahl von Contactstücken bl b2 b3 b* bb, von
denen blb3'b% mit einem Schleifring dl und
b2 bl mit einem zweiten Schleifring d2 in Verbindung
stehen, so dafs sie mit diesen zwei durch einen schlangenförmigen Isolationsspalt
von einander getrennte, zusammenhängende Stromschlufsstücke bilden. In der Mitte zwischen
je zwei Contactstücken bl b2 b3 . . . sind
im Isolationsspalt Zwischencontacte b12 b23 b3i
fris £56 angeordnet, welche durch Leitungen
mit zwei Schleifringen flf2 abwechselnd verbunden
sind. Ueber die Contactstücke b1 b2 . . .
und die Zwischencontacte b12 Z>23. . . schleifen
die Stromzuführungsbürsten E1E2, die im Abstande
der Stromwendertheilung von einander angeordnet sind und eine etwas gröfsere Dicke
haben, als die Breite des Isolationsspaltes zwischen
den Contactstücken bl b'2. . . und den
Zwischencontacten b12 b23 . . . beträgt. Diese
Bürsten stehen durch die Leitungen al bezw. a2
mit der Wechselstrommaschine in Verbindung. Von den Schleifringen dL d'2 wird der Strom
mittelst Schleif bürsten D1 D'2 entnommen. Mit diesen Bürsten sind die Pole der Sammlerbatterie
G durch Leitungen glg2 verbunden.
Auf den Schleifringen f lf'2 schleifen Bürsten
F1F2, von welchen Leitungen hlh2 zu den
Polen der Polärisationsbatterie H führen.
Die Stromumwandlung geht bei dieser Einrichtung in folgender Weise vor sich. So
lange die Bürste E1 auf dem Contactstück bl
und die Bürste E'2 auf dem Contactstück b2 schleift, geht der Wechselstrom vom Motor A
durch Leitung a1, Bürste E1, Contactstück b\
Schleifring d1, Bürste D1, Leitung gl zur
Batterie G und von hier durch Leitung g2, Bürste D2, Schleifring d2, Contactstück b2,
Bürste E2 und Leitung a2 wieder zum Motor A
zurück, so dafs während dieser Zeit die Batterie G geladen wird.
Dieser Zeitraum entspricht dem in Fig. 2 dargestellten bekannten Diagramm des Wechselstroms,
in welchem die Abscissen dem Zeitverlauf, die Ordinaten dem Spannungswerthe proportional sind, der Strecke ik, "während
der Spannungswerth sich nach der Curve Im η verändert. Die elektromotorische Gegenkraft
bleibt .während dieser Zeit constant, entsprechend dem geraden Verlauf der Linie l-n.
Ehe die Bürsten E1E2 die Contactstücke blb2
verlassen, gelangen sie in die in Fig. 1 dargestellte Lage, in welcher sie mit den Zwischencontacten
b12 bezw. b23 in Berührung treten.
Es tritt also in dieser Stellung eine Stromabzweigung ein, derart, dafs der Strom von
der Bürste E1 durch Zwischencontact b1'2, Leitung
f, Schleifring f1, Bürste F1 und Leitung
h1 zur Polarisationsbatterie H und durch dieselbe, Leitung ti2, Bürste F2, Schleifring/2,
Leitung f, Contactstück b2S zur Bürste E2
zurückgeht.
Hierdurch wird die Polarisationsbatterie H sofort auf die augenblickliche Spannung des
Wechselstroms gebracht, so dafs beim Abschalten der Batterie G vom' Ladestrom Spannungsgleichheit
herrscht und. deshalb die Leitung stromlos' ist. Infolge dessen treten an
der Bürste E1E'2, wenn sie die Contactstücke bl
bezw. b2 verlassen, keine Unterbrechungsfunken auf.
Während die Spannung des Wechselstroms sich nach der Curve n op verändert, bleiben
die Bürsten E1 E2 mit den Contactstücken
b12 b23 in Berührung, die Polarisationsbatterie
bleibt also allein in den Wechselstrom eingeschaltet. Hierbei folgt die Gegenspannung
der Batterie H der Spannung des Wechselstroms in der Weise, dafs beide sich annähernd
gleichbleibend zunächst zu Null herabgehen, dann ihren Werth umkehren und bis zur
Ladungsspannung der Batterie G anwachsen.
In diesem Augenblicke treten die Bürsten E1E2, noch ehe sie die Zwischencontacte bV2b23
verlassen, mit den Contactstücken b'2 bezw. b3
in Berührung, so dafs der die Wechselstromleitung jetzt in umgekehrter Richtung (von a2
nach dl) durchlaufende Strom in gleicher Richtung
wie vorher durch die Bürsten E1 E2 zu der Batterie H abgezweigt wird. Erst dann
wird (wenn die Bürsten E1E'2 die Zwischencoiitacte
bl2b23 verlassen) die Polarisationsbatterie H abgeschaltet, worauf sich der ganze
Vorgang in derselben Weise wiederholt. Eine Unterbrechung des Wechselstroms findet also
nicht statt.
Die Batterie G wird also durch mit grofser Geschwindigkeit und kurzen Unterbrechungen
auf einander folgende Stromstöfse von gleicher Richtung geladen, deren Spannung entsprechend
der Curve ilmnk verläuft. Die Entladung
der Sammlerbatterie kann in der gewöhnlichen Weise bewirkt werden. Es kann aber auch
von den Polen der Batterie durch die Leitungen g3 g-4, welche die Fortsetzungen der
Leitungen g1 g2 bilden, ein continuirlicher
Gleichstrom entnommen werden, ohne dafs der Ladungsstrom ausgeschaltet wird. Die
Batterie G, welche zwischen die Gleichstromleitungen gl g% bezw. g·2 g·4 eingeschaltet ist,
erfüllt in diesem Falle nur die Aufgabe, die Spannungsdiiferenzen des Wechselstroms auszugleichen
und dem Strom eine ununterbrochene, gleichmäfsige Spannung zu geben, während ihr Ladungszustand aufser den mit
dieser Wirkung verbundenen periodischen Schwankungen im wesentlichen unverändert
bleibt.'-.
Man kann die beschriebene Einrichtung auch umgekehrt dazu benutzen, um Gleichstrom in
Wechselstrom umzusetzen.
In diesem Falle wird der durch die Leitungen gB g1 bezw. g* g·2 zugeführte Gleichstrom
durch den Stromwender in Stromstöfse von wechselnder Richtung zerlegt, deren Spannungsdiagramm
in Figl 3 dargestellt ist. Die Batterien G und H haben in diesem Falle eine
ähnliche Aufgabe, wie vorher beschrieben, zu erfüllen. Der Motor C müfste jedoch durch
den Gleichstrom betrieben werden, wenn ein selbstthätiges Angehen des an die Stelle der
Dynamo A tretenden Wechselstrommotors erzielt werden soll.
An Stelle des beschriebenen Stromwenders können auch andere Stromwender verwendet
werden, die den Zweck erfüllen, vor Unterbrechung des Ladestroms in denselben eine
Polarisationsbatterie einzuschalten; beispielsweise könnte auch eine passend eingerichtete Wippe
diese Aufgabe erfüllen.
Die Polarisationsbatterie kann in beliebiger Weise mit der nothwendigen Elementzahl ausgeführt
werden. Es können hierzu Stahlplatten in Kalilauge, Platinbleche in Schwefelsäure oder
auch blanke Bleiplatten in Schwefelsäure etc. verwendet werden. Auch kann die Polarisationsbatterie
durch Condensatoren ersetzt werden.
In solchen Fällen, in denen es nicht auf eine völlige Continuität des erzeugten Gleichstroms
ankommt, kann die Sammlerbatterie G auch fortbleiben. In diesem Falle kann aus den
Leitungen gl g3 und g~ gi ein intermittirender
Strom entnommen werden, der aus Stromstöfsen besteht, die mit kurzen Unterbrechungen
auf einander folgen und deren Spannung sich entsprechend der Curve ilmnk (Fig. 2) ändert.
Mit ganz gleichen Mitteln, wie im Vorstehenden beschrieben, kann auch Mehrphasenstrom
in Gleichstrom umgewandelt und umgekehrt aus Gleichstrom Mehrphasenstrom erzeugt
werden. Hierbei wird in ganz analoger Weise durch einen entsprechend gebauten
Stromwender der Mehrphasenstrom gleichgerichtet und die einzelnen Phasen an der Stelle vom Entnahmestromkreis abgeschaltet
bezw. an denselben angeschaltet, an welcher der Spannungswerth der letzteren unter- bezw.
überschritten wird. Während der Zeit der Unterbrechung bleibt auch in diesem Falle,
genau wie für einfachen Wechselstrom oben beschrieben, der Mehrphasenstromkreis durch
eine Polarisationsbatterie geschlossen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zur Umformung von Wechselstrom in Gleichstrom und umgekehrt mittelst einer synchron zum Wechselstrom betriebenen Umschaltungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs vor der Abschaltung der Gleichstromleitung von der Wechselstromleitung in diese eine Polarisationsbatterie oder dergleichen von äufserst geringer Capacität eingeschaltet wird, welche während der Dauer dieser Abschaltung im Wechselstromkreis eingeschaltet bleibt, zum Zwecke, in dem Moment der Ausschaltung Stromlosigkeit im Wechselstromkreise dadurch zu erzielen, dafs der elektromotorischen Kraft des Wechselstroms in jedem Moment eine elektromotorische Gegenkraft annähernd gleicher Gröfse entgegengestellt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE96904C true DE96904C (de) |
Family
ID=367995
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT96904D Active DE96904C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE96904C (de) |
-
0
- DE DENDAT96904D patent/DE96904C/de active Active
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