DE73053C - Stromwender zum Laden von elektrischen Sammlern mit Wechselstrom - Google Patents
Stromwender zum Laden von elektrischen Sammlern mit WechselstromInfo
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- DE73053C DE73053C DENDAT73053D DE73053DA DE73053C DE 73053 C DE73053 C DE 73053C DE NDAT73053 D DENDAT73053 D DE NDAT73053D DE 73053D A DE73053D A DE 73053DA DE 73053 C DE73053 C DE 73053C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
- H02M1/00—Details of apparatus for conversion
- H02M1/20—Contact mechanisms of dynamic converters
- H02M1/22—Contact mechanisms of dynamic converters incorporating collectors and brushes
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- Power Engineering (AREA)
- Motor Or Generator Current Collectors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Vorrichtung beruht auf folgenden Erwägungen : In einer Wechselstromanlage ändert
sich die Klemmenspannung periodisch etwa nach der Form einer Sinuslinie. Dagegen ist
die elektromotorische Kraft einer Stromsammlerbatterie nahezu gleichbleibend und nur langsamen,
stetigen Aenderungen bei Ladung und Entladung unterworfen.
Ist nun das Höchstmafs der Klemmenspannung der Wechselstromanlage gröfser als die
elektromotorische Kraft der Stromsammlerbatterie, so giebt es bei jeder Periode zwei
Punkte, und wenn es gelingt, durch einen Stromwender die negative Hälfte der Periode
im umgekehrten Sinne mit der Batterie zu verbinden, im Ganzen vier Punkte in jeder Periode,
in welchen die Klemmenspannung der Wechselstromleitung gleich der elektromotorischen
Kraft der Batterie ist.
Stellt z. B. in Fig. 1 die Curve abcdef
eine Periode der Klemmenspannung derWechselstromanlage, die Linie g-h die elektromotorische
Kraft der Stromsammlerbatterie dar, so sind bed und e die Punkte, in welchen in dem
genannten Sinne die Klemmenspannung der Wechselstromanlage gleich der elektromotorischen
Kraft der Sammelbatterie ist. Stellt man daher einen Stromwender her, der im Punkte b die Stromsammler mit der Wechselstromanlage
in leitende Verbindung setzt, bei c dagegen die Verbindung unterbricht, ferner
ebenso, jedoch im umgekehrten Sinne die Batterie bei d einschaltet und bei e wieder
ausschaltet, so erfolgt jedesmal, so lange die Klemmenspannung das Stück b c und ebenso
das Stück de durchläuft, ein Stromstofs im Sinne der Ladung in die Batterie. Während
der Phasen ab, cd und ef bleibt die Verbindung
unterbrochen. Da ferner in den Punkten bed und e die Summe der elektromotorischen
Kräfte in dem Stromkreis, in welchem die Batterie liegt, gleich Null ist, so kann auch
weder beim Ein- noch beim Ausschalten schädliche Funkenbildung am Stromwender entstehen.
Ein abgewickeltes Stück eines Stromwenders, welcher obige Bedingungen erfüllt, stellt Fig. 2
dar. Die Streifen -A B und CD sind Schleifringe
aus Messing, auf welchen Bürsten schleifen, die beständig mit der Wechselstromanlage verbunden
sind.
Der Pfeil R deutet die Drehrichtung des Stromwenders an. An diese Schleifringe sind
die keilförmigen Messingschienen E F G HIK angeschlossen, wie aus der Figur ersichtlich
ist, während die Zwischenräume Z aus isolirendem Stoff (Ebonit) bestehen. Ueber diese Schienen
schleifen senkrecht zum Stromwender stehende Bürsten nopqrs von ebenfalls keilförmigem
Querschnitt, welche in zwei Abtheilungen abwechselnd unter einander und mit der Batterie
leitend verbunden sind, und zwar stehen npr mit dem negativen, oqs mit dem positiven
Pol der Batterie in Verbindung.
In diese Verbindung ist mindestens ein Ausschalter eingefügt.
An die Ringe A B und C D sind nach der anderen Seite noch schmale Messingstreifen LMN
und OPQ angeschlossen. Der Zwischenraum zwischen denselben besteht ebenfalls aus isolirender
Masse. Die Streifen LMN liegen genau parallel und in gleicher Höhe mit den
Unterkanten der Schienen EGI, während OPQ parallel und in gleicher Höhe mit den
Oberkanten von FHK liegen. Ueber die Streifen L M'N schleifen die schmalen Bürsten
Ar1 Ar2 Ar3 in dem Augenblick, in welchem npr
die Unterkanten der Schienen EGI berühren, dagegen schleifen die Bürsten I1 Z2 Z3 in dem
Augenblick über OPQ, in welchem die Bürsten ops die Schienen FHK verlassen.
Sämmfliche Bürsten sind an einem gemeinsamen Bürstenhalter befestigt und gemeinsam
sowohl nach rechts und links als auch nach vorwärts und rückwärts verstellbar.
Die Bürsten Ar1 Ar2 Ar3 stehen gemeinsam durch
ein empfindliches Galvanometer mit grofsem Widerstand mit dem negativen Pol der Batterie,
die Bürsten Z1 i2 Z3 durch ein zweites Galvanometer
mit dem positiven Pol der Batterie in Verbindung.
Der Stromwender wird nun entweder unmittelbar mit der Wechselstrommaschine oder
mit einem kleinen synchron laufenden Wechselstrommotor verbunden. Setzt man beide auf
gemeinsame Achse, so mufs die Zahl der Schienen EFG u. s. w. gleich sein der Zahl
der Pole des Motors.
Soll nun die Batterie geladen werden, so stellt man den Stromwender so ein, dafs die
Nadeln beider Galvanometer auf Null stehen; es ist dies ein Zeichen, dafs weder beim Eintritt,
noch beim Austritt der Bürsten Spannungsünterschiede zwischen der Wechselstromanlage
und der Batterie vorhanden sind; hierauf überzeugt man sich noch durch eine kleine Drehung
des Stromwenders aus dem Sinn des jetzt erfolgenden Ausschlags der Galvanometernadeln,
dafs der Strom der Batterie im richtigen Sinne durchlaufen wird, stellt abermals auf Null und
schaltet ein.
In den ersten Minuten der Ladung steigt die elektromotorische Kraft der Batterie ziemlich
bedeutend. Man wird daher in dieser Zeit fortwährend die Stellung des Stromwenders
regeln und die Galvanometernadeln auf Null .halten müssen.
- Später wird die elektromotorische Kraft einigermafsen gleichbleibend, um erst gegen
Ende der Ladung abermals stark anzusteigen.
Will man das fortwährende Beobachten der Galvanometer vermeiden, so kann man statt
derselben empfindliche Relais verwenden und vermittelst Elektromagnete oder anderer Triebwerke
die Regelung selbsttätig geschehen lassen.
Ein System Bürsten Ar1 Ar2 Ar3 und Stromwender
LMN läfst sich in Verbindung mit einer Batterie kleiner elektrischer Sammler
übrigens auch vortrefflich verwenden, um die Curve der Klemmenspannung einer Wechselstromanlage
zu verfolgen.
Wenn man nämlich, hinter einander von Null beginnend, immer mehr Elemente einschaltet
und durch Drehung des Bürstenhalters jedesmal den Punkt bestimmt, in welchem das
Galvanometer stromlos wird, so erhält man der Reihe nach Punkte der Curve, in welchen
die Klemmenspannung in der Wechselstromanlage gleich der elektromotorischen Kraft der
Batterie entsprechend der Anzahl der eingeschalteten Elemente ist.
Anstatt, wie in der beiliegenden Zeichnung angegeben, mehrere Collectorbürsten EFG...
und mehrere Hülfsbürsten Z1 z2 z's . . . Ar1- Ar2 Ar3 ...
zu verwenden, von denen immer die positiven und negativen parallel geschaltet sind, kann
man auch zwei Hauptbürsten EF und zwei Hülfsbürsten i Ar benutzen, sofern die Spannung
der Maschine nicht zu hoch und die Bürsten hinreichend breit sind, um eine Funkenbildung
nach Möglichkeit zu verhindern.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein synchron umgetriebener Stromwender, welcher behufs Ladung elektrischer Sammler durch Wechselstrom die Ein- und Ausschaltung der Sammler in den Augenblicken bewirkt, wo der nach einer Sinuslinie verlaufende Wechselstrom eine der Spannung der Sammler entsprechende Höhe erreicht bezw. dieselbe unterschreitet, und zwar dadurch, dafs die zahnförmig in einander greifenden und von einander isolirten Schienen des Stromwenders nach einer Richtung hin sich verjüngen und zwei oder mehr gleich gestaltete, in Richtung der Achse verschiebbare Bürsten auf den Schienen entsprechend eingestellt werden.
- 2. Bei dem unter ι. gekennzeichneten Stromwender die Anordnung von zwei oder mehr parallel zu den Kanten der keilförmigen Stromwenderschienen liegenden Hülfsschienen (L MN... und O PQ . ..), welche durch zwei oder mehr Bürsten (ix I2 Z3 ... und Ar1 Ar2 Ar3 .. .) mit Galvanometern (oder Relais) verbunden sind und erkennen lassen, ob im Augenblicke des Stromschlusses und der Strom unterbrechung zwischen den keilförmigen Stromwenderschienen und den dazu gehörigen Abnehmerbürsten die Klemmenspannung der Maschine der Spannung der zu ladenden Batterie gleich ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73053C true DE73053C (de) |
Family
ID=346221
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT73053D Expired - Lifetime DE73053C (de) | Stromwender zum Laden von elektrischen Sammlern mit Wechselstrom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE73053C (de) |
-
0
- DE DENDAT73053D patent/DE73053C/de not_active Expired - Lifetime
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