DE96831C - - Google Patents

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DE96831C
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Germany
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DENDAT96831D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62LBRAKES SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES
    • B62L5/00Brakes, or actuating mechanisms therefor, controlled by back-pedalling
    • B62L5/003Brakes, or actuating mechanisms therefor, controlled by back-pedalling the brakes being arranged apart from the rear wheel hub

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine selbstthätige, ,durch Gegentreten bethätigte Bremse der durch Patent Nr. 81793 geschützten Art, welche durch einen verhältnifsmä'fsig. geringen Ausschlag beim Anspannen des für gewöhnlich schlaffen Kettentrums bethätigt wird und an Fahrrädern verschiedener Bauart leicht angebracht werden kann.
Praktische Erfahrung hat bewiesen, dafs es zweckmäfsig ist, die Bremsbacke bei normaler Lage in genügender Entfernung vom Radreifen anzubringen, um der Möglichkeit etwaigen Hemmens durch Anhäufung von Schlamm und Schmutz vorzubeugen.
Dies konnte bei den früher bekannten Bremsen dieser Art nur dadurch erzielt werden, dafs die Antriebskette sehr schlaff war, was jedoch andere Unannehmlichkeiten mit sich bringt. Ferner mufs die Bremse leicht an Fahrrädern aller Arten angebracht werden können, und zwar geschieht dies wegen der mannigfaltigen Verschiedenheiten der Fahrradgestelle vorzugsweise an der Hinterradgabel, welche fast bei allen Rädern dieselbe Form und Breite hat. Aufserdem ist es wünschenswerth, dafs die Bremse nicht in dem Mafse empfindlich ist, dafs sie bei leichtem, unbeabsichtigtem Gegendrück auf die Fufstritte in Thätigkeit gesetzt wird, dafs sie aber die Anwendung jedes beliebigen Grades von Kraft nach Wunsch des Fahrers in geräuschloser Weise zuläfst.
Bei der vorliegenden Bremse sind nun sämmtliche oben erwähnten Uebelsta'nde vermieden, während dieselbe gleichzeitig alle gewünschten Eigenschaften besitzt.
Durch die vorliegende Erfindung ist es ferner ermöglicht, dafs das Anziehen der Bremse bei dem geringsten Anspannen des im normalen Zustande schlaff hängenden Kettentrums stattfindet, wobei die Bremsen sogar durch eine straffe Kette, welche .nur eine äufserst geringe Schlaffheit aufweist, beeinflufst werden können, während dennoch eine beträchtliche Entfernung zwischen der Bremsbacke und dem Radreifen vorhanden ist.
. Die Erfindung bezweckt ferner, die der Bremsbacke durch Anspannen des im normalen Zustande schlaffen Theiles der Antriebskette mitgetheilte Bewegung in der Weise zu vergröfsern, dafs der nach oben erfolgende Ausschlag des unteren Kettentrums beim Anspannen nach Möglichkeit verringert wird.
Die vorliegende Bremse zeichnet sich ferner durch Einfachheit, Dauerhaftigkeit, geringes Gewicht und grofse Wirksamkeit aus, sowie dadurch, dafs sie leicht an jeder Art von Fahrrädern angebracht werden kann.
Auf beiliegender Zeichnung ist in Fig. 1 ein Theil eines mit der vorliegenden Bremse versehenen Fahrrades dargestellt, wobei die Bremse aufser Thätigkeit ist.
Fig. 2 zeigt in gleicher Weise die angezogene Bremse.
Fig. 3 ist eine Oberansicht der Bremse.
Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht derselben.
Fig. 5 bis 7 zeigen Einzeltheile der Bremse.
Es sei erwähnt, dais sich der Gebrauch der vorliegenden Bremse, obwohl in der Zeichnung in Anwendung an einem Fahrrad veranschaulicht, nicht nur hierauf erstreckt, sondern auch auf die Anbringung derselben an jedem durch
eine Antriebskette betriebenen Fahrzeuge, ohne von dem Wesen der Erfindung abzuweichen.
An der Fahrradgabel A ist mittelst Klammer m und Stellschraube η ein Arm is "befestigt, an welchem ein gelenkiger Kniehebel F aufgehängt ist. An diesem ist die gegen den Radreifen zu pressende Bremsbacke G befestigt, sowie eine Rolle H, gegen welche sich das untere Trum der Kette C beim Anspannen derselben legt.
Der gelenkige Kniehebel besteht aus den Armen α α und b b, deren oberes Paar mittelst Zapfen c am oberen Arm E gelenkig gelagert, während das untere Paar durch einen Bolzen d verbunden ist, welcher sich an einem Ende zu einem Kurbelarm e verlängert, auf welchem die Rolle H drehbar angebracht ist. Der Bolzen d tritt frei durch das untere Ende des Armes b hindurch, ist jedoch mit dem unteren Arm α in passender Weise, vorzugsweise mittelst einer Klammer/ starr verbunden. Infolge dieser Einrichtung kann man beim Anbringen der Bremse an einem Fahrrad die Rolle H sowohl in verticaler wie-in horizontaler Richtung verstellen, so dafs sie stets zu dem Arm a in eine ganz bestimmte Lage gebracht werden kann.
Auf dem die beiden Arme a a des Kniehebels verbindenden Zapfen ist ein Ohr g gelenkig angeordnet, welches mit der Bremsbacke G fest verbunden .ist. Dieses Ohr g legt sich gegen eine Schulter des unteren Armes, welche als Anschlag dient, um die Bremsbacke in aufrechter Lage zu erhalten. Infolge der starren Befestigung der Bremsbacke mit dem Ohr und der scharnierartigen Befestigung der letzteren an dem gelenkigen Kniehebel besitzt die Bremsbacke genügend Spielraum, um sich beim Anziehen derselben mit ihrer vollen Oberfläche an den Radreifen anzulegen. Wie ersichtlich, kann die Bremsbacke in ihrer normalen Lage durch eine Feder nachgiebig erhalten werden; da ihre Hin- und Herbewegung jedoch ziemlich in ihrer senkrechten Lage stattfindet, ist eine derartige federnde Unterstützung nicht unbedingt nöthig, um die unbeabsichtigte Berührung der Bremsbacke mit dem Radreifen zu verhindern, wie dies bei anderen Bremsvorrichtungen der Fall ist.
Um die Bremsbacke schnell aufser Berührung mit dem Radreifen zu bringen und in ihre normale Lage zurückführen zu können, ist um den die Arme b b verbindenden Bolzen eine Schraubenfeder h gewickelt, deren Enden sich gegen die beiden Arme b b legen und bestrebt sind, dieselben gerade zu strecken. Diese Spiralfeder sowohl als auch die Schwerkraft der Bremseinrichtung ziehen die Bremsbacke selbsttätig vom Radreifen zurück, wenn die Rolle H von der Kette C freigegeben worden ist.
Zur Vermeidung von Geräusch ist das eine Ende Z?1 der Schraubenfeder h nach vorn.umgebogen, um einen Buffer zu bilden, gegen welchen sich einer der Arme α α anlegt, wenn die Bremse aufser Wirkung gebracht worden ist. Vom Wesen der Erfindung wird nicht abgewichen, wenn an Stelle der Schraubenfeder h zur Vermeidung von Geräusch andere Mittel angewendet werden, oder wenn dieser Buffer an anderen Punkten der Einrichtung, beispielsweise am Scharnier c, angebracht würde.
An Stelle eines gelenkigen Kniehebelpaares α α b b könnte auch ein einfacher Kniehebel α α oder b b benutzt werden. Die Anwendung des erstgenannten ist jedoch auf Grund erhöhter Festigkeit und gegenseitiger Versteifung vorzuziehen.
Es ist augenscheinlich, dafs die vorliegende Bremseinrichtung an dem Fahrradrahmen in jeder passenden Weise angebracht werden kann, und dafs sich jeder beliebige Rahmen für diesen Zweck eignet, so dafs es nur einer Schelle oder eines Ohres bedarf, um den gelenkigen Kniehebel am Fahrradrahmen scharnierartig befestigen zu können. Hierbei ist es vorzuziehen, den oberen Arm der Hebelverbindung b mit dem Ohr aus einem Stück herzustellen, oder an dem Ohr einen Anschlag für den Kniehebel vorzusehen, um die Unbeweglichkeit des oberen Armes des Kniehebels bb herbeizuführen, was sehr wünschenswerth ist, um die Bremse vor Erschütterungen zu bewahren, wenn dieselbe aufser Thätigkeit gesetzt ist.
Um die Bremse für verschiedenartige Fahrradrahmen verwenden zu können, besteht der Aufhängearm E zweckmäfsigerweise aus einer U-förmigen Stange, deren Seitenarme i sich, der üblichen Form der Gabeln anpassen, so dafs sie unmittelbar unter den Armen der Gabel liegen. Die Seitenarme i besitzen eine solche Länge, dafs sie leicht nach innen oder aufsen gebogen werden können, um sich den geringen Verschiedenheiten im Winkel der Gabelarme des Fahrradgestelles anpassen zu können, und sind an ihren Enden mit Klammern versehen, so dafs sie schnell an beliebiger Stelle auf der Hintergabel befestigt werden können. Zu diesem Zweck sind die Arme i an ihrem Ende mit Verbreiterungen j versehen, die sich von unten gegen die Gabelarme legen und mit einem Auge k ausgestattet sind, durch welches ein Hakenbolzen / mit Klaue m hindurchtritt. Der Bolzen Z ist an seinem durch das Auge k hindurchtretenden Ende mit Schraubengewinde versehen und kann durch eine Mutter η angezogen werden, so dafs sich die Klaue m fest gegen die obere Seite der Gabel A legt.
Der Vortheil der eben beschriebenen Klammer liegt darin, dafs dieselbe Gabeln mit jedem beliebigen Rohrquerschnitt angepafst werden
kann, mag derselbe rund, wie in Fig. 5, oval, wie in Fig. 6, oder D-förmig, wie in Fig. 7 dargestellt, sein.
Einer der hauptsächlichsten Vortheile der Bremse besteht darin, dafs die Bremsbacke einen verhältnifsmäfsig grofsen Weg zurücklegt, während der Ausschlag des unteren Seiltrums beim Anspannen derselben nur ein kleiner ist, so dafs die Bremse auch von Radfahrern benutzt werden kann, welche gewohnt sind, mit sehr straffer Kette zu fahren.
Mittelst der an dem Aufhängearm E sitzenden Klammer läfst sich die Lage der Bremseinrichtung sowie der Bremsbacke zum Radreifen leicht und genau einstellen, während mittelst des Bolzens d das Einstellen der Rolle H in senkrechter und horizontaler Richtung bewirkt wird, so dafs auch diese Rolle leicht zu der Antriebskette eingestellt werden kann.
Anstatt die Rolle H auf einer kurbelartigen Verlängerung des Bolzens d anzubringen, könnte die Rolle H auch achsial auf dem Bolzen anr geordnet werden, so dafs die kurbelartige Verlängerung des Bolzens d in Fortfall käme.
Hierdurch wäre natürlich die senkrechte Einstellung der durch die Kette zu bethätigenden Rolle unmöglich gemacht, doch ist diese Vereinfachung für manche Arten von Fahrrädern ganz zweckmäfsig.

Claims (2)

Pate nt-An Sprüche:
1. Eine Ausführungsform der durch Patent Nr. 81793 geschützten, durch Gegentreten bethätigten Bremse für Fahrräder mit Kettenantrieb, bei welcher die Bremsbacke an einem Kniehebel befestigt ist, an dessen unterem Ende die Rolle angebracht ist, welche durch das untere Kettentrum beim Anspannen desselben gehoben wird, wobei die Bremsbacke einen Weg zurücklegt, der gröfser ist als der Ausschlag des Kettentrums.
2. Eine Fahrradbremse der unter 1. gekennzeichneten Art mit einem sich der Form der Hinterradgabel anschmiegenden gabelförmigen Träger (E), -welcher sich mit verbreiterten Enden . unter die Hinterradgabel legt und durch Schraubklammern an derselben befestigt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT96831D Active DE96831C (de)

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DE (1) DE96831C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1094136B (de) * 1952-02-02 1960-12-01 Helmut Donath Freilaufruecktrittbremse fuer Fahrraeder und Motorraeder
US5309579A (en) * 1993-08-06 1994-05-10 Nelson Matthew M Adjustable trim plate for toilet replacement

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1094136B (de) * 1952-02-02 1960-12-01 Helmut Donath Freilaufruecktrittbremse fuer Fahrraeder und Motorraeder
US5309579A (en) * 1993-08-06 1994-05-10 Nelson Matthew M Adjustable trim plate for toilet replacement

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