DE968162C - Vorrichtung zum Aufzeichnen von Verfahrensgroessen fuer den Schweissvorgang an elektrischen Stumpfschweissmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Aufzeichnen von Verfahrensgroessen fuer den Schweissvorgang an elektrischen Stumpfschweissmaschinen

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DE968162C
DE968162C DEW2912A DEW0002912A DE968162C DE 968162 C DE968162 C DE 968162C DE W2912 A DEW2912 A DE W2912A DE W0002912 A DEW0002912 A DE W0002912A DE 968162 C DE968162 C DE 968162C
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pressure
welding
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relay
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DEW2912A
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English (en)
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Dr-Ing Hans Rumpff
Dr A Theodor Wuppermann
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A THEODOR WUPPERMANN DR
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A THEODOR WUPPERMANN DR
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C3/00Registering or indicating the condition or the working of machines or other apparatus, other than vehicles
    • G07C3/08Registering or indicating the production of the machine either with or without registering working or idle time
    • G07C3/12Registering or indicating the production of the machine either with or without registering working or idle time in graphical form

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Resistance Welding (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Aufzeichnen von Verfahrensgrößen für den Schweißvorgang an elektrischen Stumpfschweißmaschine-n Beim elektrischen Stumpfschweißen hängt die Güte der Schweißung davon ab, ob die miteinander zu verschweißenden Flächen zunächst die notwendige Schweißtemperatur erhalten und ob weiterhin beim Zusammenpressen der erwärmten Flächen der erforderliche Druck ausgeübt wird.
  • Bei der bisherigen Arbeitsweise werden sowohl für die Schweißtemperatur als insbesondere für den Stauchdruck Erfahrungswerte benutzt. Die automatisch arbeitenden elektrischen Stumpfschweißmaschinen pressen die dicht aneinanderliegenden, miteinander zu verschweißenden Flächen zunächst fest auf ihre Unterlage, damit sie sich beim späteren Stauchen dieser erwärmten Flächen nicht verschieben können. Die Erhitzung der Schweißflächen erfolgt durch einen durch sie hindurchfließenden, sehr starken elektrischen Strom niedriger Spannung. Dieser fließt jedoch jeweils nur eine kurze Zeit - z. B. 2 Sekunden - lang, damit ein vorzeitiges Abbrennen von Teilen der Flächen vermieden wird. Um ein langsam fortschreitendes stetiges Erwärmen der Flächen zu erreichen, wird der Strom dann unterbrochen und nach etwa 2 Sekunden wieder eingeschaltet. Die Zahl dieser periodischen Stromschließungen und Unterbrechungen, welche man auch wegen der langsam fortschreitenden Erwärmung der Werkstücke »Hitzen« nennen kann, schwankt je nach dem zu verschweißenden Querschnitt zwischen 30 und 5o. Dementsprechend beträgt die Anwärmzeit bis zum Einsetzen des Schweißvorganges oder des Stäuchens der vorgewärmten Enden des Werkstückes etwa 12o bis 200 Sekunden. Ist die Schweißtemperatur erreicht, was sich äußerlich durch das Einsetzen eines starken Abbrennens zu erkennen gibt, so wird der Strom durch die Werkstücke abgeschaltet und werden die erwärmten Enden von der Maschine stoßartig mit starkem Druck zusammengestaucht. -Nach weiteren io bis 15 Sekunden werden die bis dahin in der Maschine unter deren Elektroden fest eingespannten Werkstücke freigegeben, und die Schiveißung gilt als beendet.
  • Der Druck, mit welchem die erwärmten Werkstücke zum Verschweißen gegeneinandergepreßt werden, wird durch ein besonderes Getriebe in der Schweißmaschine erzeugt. Seine Höhe ist regelbar und wird vor Beginn der Schweißung eingestellt. Sein Betrag ist aus Erfahrungswerten ermittelt worden. Er beträgt z. B. beim Stumpfschweißen von Eisenbahnschienen mit Profil 49 (Fläche 62,5 cm2) mindestens 2o t, so daß man mit einem Sollwert von rund 3oo kg Druck pro cm2 rechnet.
  • Obgleich bei den automatisch-elektrischen Stumpfschweißmaschinen dieser Stauchdruck eingestellt und erzielt werden kann, ist es dennoch fraglich, ob er auch tatsächlich beim Stauchen der erwärmten Flächen stets erreicht wird. Die Untersuchung des Stauchvorganges mittels oszillographischer Aufnahmen hat gezeigt, daß trotz ausreichender Erwärmung der Werkstücke und richtig eingestellten Stauchdruckes dieser nicht immer auftritt, sondern unterUmständen wesentlich niedriger bleibt. Die Ursache liegt in einem Rutschen der eingespannten Werkstücke auf ihrer Unterlage während des Stauchens. Die Folge ist dann mangelhafte Festigkeit der Schweißstelle. Es ist nicht möglich, durch subjektive Beobachtung beim Schweißen ein solches Rutschen zu erkennen, da einmal die Stauchung innerhalb von o,5 bis 0,7 Sekunden erfolgt und andererseits das Rutschen von nur Bruchteilen eines Millimeters genügt, um den Stauchdruck merklich zu verringern.
  • Zur Untersuchung von Schweißvorgängen ist eine Meßanordnungbekannt, bei der mit Hilfe einer mit dem Stauchschlitten der Schweißmaschine gekuppelten Schreibfeder eines Leistungsschreibers die Einzelvorgänge beim Abbrennverfahren, nämlich der Vorschubweg, die Vorschubgeschwindigkeit und die Leistungsaufnahme des Umformers, aufgezeichnet werden. Auch ist vorgeschlagen worden, den Druckverlauf über dem Stauchweg des beweglichen Werkstückes nach Art des Indikatordiagramms aufzunehmen und als Kontrolle des Stauchvorganges zu benutzen. Eine solche Vorrichtung dient der wissenschaftlichen Beschreibung des ganzen Schweißvorganges. DieArtderMessung ist kompliziert und hat in der Praxis zu keinen greifbaren Ergebnissen geführt.
  • Für die Praxis ist es wichtig, ein. Betriebskontrollgerät für Stumpfschweißungen zur Verfügung zu haben, bei dem nur die für die Güte der Schweißung wichtigen Größen fortlaufend mit möglichst einfachen Mitteln überwacht werden können.
  • Es wurde gefunden, daß zur Betriebskontrolle für Stumpfschweißungen die Feststellung der Tatsachen ausreichend ist, daß überhaupt eine Erhitzung des Werkstückes stattgefunden hat und daß dabei irgendein vorbestimmterMindeststauchdruck erreicht worden ist. Die Größe der zur Erhitzung des Werkstückes benutzten Ströme, ihre Dauer und die absolute Höhe des Stauchdruckes sind für den Betriebsfachmann uninteressant. Zur Betriebskontrolle ist es daher vollständig ausreichend, lediglich die Hitzen von einem beliebigen Augenblick an aufzuzeichnen und das Erreichen eines festgesetzten Mindeststauchdruckes zu markieren.
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufzeichnung von Verfahrensgrößen für den Schweißvorgang an elektrischen Stumpfschweißmaschinen unter Verwendung von Registriergeräten für Zahl. Zeit des Eintritts sowie der Dauer der zur Erwärmung des Werkstückes erzeugten Hitzen sowie für den Stauchdruck, und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Aufzeichnung des Vorganges der Hitzen sowie der Anzeige des Vorhandenseins eines Mindeststauchdruckes in einer Betriebskontrollvorrichtung zusammengefaßt sind, daß für die Hitzeaufzeichnung ein Schreibmagnet vorgesehen ist, dessen zur Betätigung erforderlicher elektrischer .Strom durch Induktionswirkung des Elektrodenstromes der Schweißmaschine erzeugt wird, und daß zur Stauchdruckaufzeichnung in der Schweißmaschine elektrische Druckmeßdosen vorgesehen sind, die den zur Betätigung eines weiteren Schreibmagneten für den Stauchdruck erforderlichen elektrischen Strom erzeugen, wobei die Markierungen der Hitzen und des Stauchdruckes sich in zueinander entgegengesetztem Sinn parallel zur Laufrichtung des ablaufenden Registrierpapieres abzeichnen.
  • Zur kombinierten Aufzeichnung der beiden Vorgänge befinden sich die beiden Schreibmagneten in einem gemeinsamen Rahmen, der als fahrbarer Wagen ausgebildet wird. Mit Hilfe eines Triebwerkes kann der Wagen während des Schweißvorganges quer über die ganze Breite des durchlaufenden Registrierpapieres bewegt werden. Auf diese Weise wird durch die erfindungsgemäßen Registrierungen im einzelnen Aufschluß über den jeweiligen Schweißvorgang erhalten. Der Schweißvorgang wird dahingehend überprüft, ob die vorgeschriebenen Schweißverhältnisse hinsichtlich eines Mindeststauchdruckes und einer vorangegangenen Erwärmung des Werkstückes während des Schweißvorganges eingetreten sind, so daß danach die Schweißgüte beurteilt werden kann. Die bisherige Unsicherheit der Beurteilung der erzielten Schweißgüte wird dadurch behoben. 'Das Betriebskontrollgerät gemäß der Erfindung ermöglicht so die fortlaufende Überwachung der Stumpfschweißvorgänge mit möglichst einfachen Mitteln sowohl in Hinsicht seines Aufbaus als auch im Hinblick auf die Bedienung.
  • In der Zeichnung ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in einem Schema veranschaulicht. In Fig. i ist das Schalt- und Leitungsschema des erfindungsgemäßen Schweißkontrollgerätes dargestellt; Fig. 2 zeigt die Art der Aufzeichnungen auf dem Registrierpapier. Das Schweißkontrollgerät gemäß der Erfindung enthält zwei Schreibmagneten i und 2, welche in einem gemeinsamen, leicht fahrbaren Wagen 3 fest montiert sind. Dieser Schreibwagen wird während des Schweißens senkrecht zur Richtung des langsam ablaufenden Registrierpapiers mit konstanter Geschwindigkeit über dessen ganze Breite von links nach rechts gezogen. Die Geschwindigkeit de-i abrollenden langen Registrierpapiers q. ist sehr klein - beispielsweise nur i mm pro Minute -. während der Schreibwagen 3 mit wesentlich höherer Geschwindigkeit, z. B. mit 25 mm pro Minute, in senkrechter Richtung über die Papierbreite wandert. Der Schweißvorgang wird dann entlang diesen, quer zurBewegungsrichtung des Registrierpapiers verlaufenden Linien aufgezeichnet. Die Art der dabei erzeugten Kurven ist aus Fig.2 erkennbar. Der erste der Schreibmagneten i zeichnet die Dauer des Stromes auf, welcher durch die Elektroden der Schweißmaschine fließt und welcher zur Erwärmung der Werkstückenden dient, während der Magnet :2 erst anspricht, wenn der vorgeschriebene Mindeststauchdruck erreicht wird. Vor Beginn der Schweißung befinden sich die Schreibspitzen beider Magneten dicht nebeneinander auf dem Registrierpapier an dessen linker äußerer Kante bei A. Hier verweilen sie so lange, eine Gerade G parallel zur Laufrichtung des Papiers schreibend, bis der Schweißvorgang durch Betätigung des Hauptschalters S an der Schweißmaschine eingeleitet wird. In diesem Augenblick erhält auch das Hauptschaltrelais 5 der Schweißkontrolle einen Strom und schaltet alle Stromkreise des Gerätes, welche für die Aufzeichnung des Vorganges benutzt werden, ein, insbesondere den Synchronmotor 6 des Triebwerkes 7, durch welches der Schreibwagen 3 quer über das Registrierpapier gezogen wird. Das Triebwerk besteht aus einer lose auf einer festen Achse io laufenden Seiltrommel 8, welche von der elektrischen Kupplung 9 zur Vorwärtsfahrt des Wagens angezogen wird. Diese Kupplung, vom Motor 6 über ein Vorgelege angetrieben, dreht sich um dieAchse io. Bei der Drehung der Seiltrommel wickelt sich das am Wagen befestigte Zugseil i i Tiber eine Leitrolle 12 auf der Trommel endlos ab, wodurch der Wagen zunächst von links nach rechts über das Papier gezogen wird. Diese Bewegung hält so lange an, bis der Wagen über die ganze Papierbreite gewandert ist. Am Ende dieses Weges schaltet er durch einen Stift 13 die Kupplung 9 über die Kontaktwippe 1.4 aus und zugleich eine zweite elektrische Kupplung 15 ein. Diese Kupplung dreht sich, stets zugleich mit Kupplung 9, über ein zweites Vorgelege vom gleichen Motor 6 angetrieben, auf der Achse io, jedoch mit 15facher Drehzahl wie die Kupplung 9 und in umgekehrter Richtung. Beim Einschalten der Kupplung 15 wird die Seiltrommel dann von dieser Kupplung mitgenommen und zieht den Wagen in die Ausgangsstellung mit erhöhter Geschwindigkeit zurück. Kommt der Wagen in dieser Stellung an, so schaltet er mit dem Stift 24 die Kontaktwippe 14 mittels des Hebels 25 und der Verbindungsstange 26 wieder um, zugleich aber betätigt er einen weiteren Kontakt 16. Dadurch entlädt sich ein durch die Gleichspannung der Glimmröhre ig aufgeladener Kondensator 17 über ein zweites Schaltrelais ig. Hierdurch werden der Synchronmotor sowie alle übrigen Stromkreise der Schweißkontrolle ausgeschaltet, und der Wagen 3 bleibt in seiner Ausgangsstellung stehen, bis durch den Kontakt S an der Schweißmaschine das Relais .# anspricht und die Stromkreise wieder einschaltet. Es wiederholt sich dann das Spiel der U'agenbewegung, das Arbeiten der Schreibmagneten usw. Die Kontakte können so bemessen und eingestellt werden, daß nach Erreichen der Ausgangsstellung des Wagens normalerweise der Schweißvorgang vollkommen ist und das Ausspannen der Werkstucke erfolgt Bis zur Vorbereitung der Schweißmaschine für eine neue Schweißung (Einspannen neuer Werkstücke usw.) vergeht viel mehr Zeit als der Wagen benötigt, um in seine Anfangsstellung zurückzukehren.
  • Während sich der Schreibwagen quer über das Registrierpapier bewegt, geht die Erwärmung der Werkstücke und anschließend deren Schweißung vor sich. Das Hauptrelais 5 schaltet gleichzeitig mit dem Synchronmotor auch den Stromkreis zum Schreibmagneten i, welcher immer dann Strom erhält, wenn der elektrische Strom zur Erwärmung der Werksdicke durch diese fließt. Da dieses ein Wechselstrom ist, kann man den zur Betätigung des Schreibmagneten i notwendigen Strom durch Induktion erzeugen, so daß keinerlei Schalter hierzu bedient zu werden krauchen. Fließt der Induktionsstrom durch den Schreibmagneten, so wird dessen Schreibspitze auf dem Registrierpapier etwa 2 bis 3 mm nach oben (entgegen der Laufrichtung des Papiers) ausgelenkt. In dieser Stellung verbleibt sie, so lange Strom fließt, und kehrt dann wieder in ihre Ausgangslage zurück. Durch diese Auslenkung der Schreibspitze wird eine Rechteckkurv e H gezeichnet, aus deren Länge t ersichtlich ist, wie lange der elektrische Strom durch die Werkstücke geflossen ist. Ihre Höhe gibt jedoch keine Auskunft über die Größe dieses Stromes, dieser ist durch die Konstruktion der Schweißmaschine gegeben und bekannt. Seine Kenntnis ist, wie oben bereits erwähnt, zur Kontrolle der Hitzenzahl und Dauer nicht erforderlich. Er wird überdies durch die Wattmeter an der Schweißmaschine selber aufgezeichnet.
  • Während dieser Erwärmungszeit der Werkstücke bleibt der zweite Schreibmagnet 2 außer Tätigkeit und zeichnet daher mit seiner Schreibspitze nur einen geraden Strich D, unterhalb der Rechteckzahlen der Hitzenkurve. Er erhält erst in dem Augenblick Strom, wenn der Stauchdruck bei Beendigung des Schweißens eine bestimmte Höhe erreicht hat. Dann wird die Schreibspitze dieses Magneten ebenfalls ausgelenkt, jedoch in entgegengesetzter Richtung wie beim Schreiben der Hitzen. Sie schreibt dann eine einzige Auslenkung Dst. In dieser Stellung verbleibt die Schreibspitze des zweiten Magneten so lange, bis sein Strom durch das Relais 18 bei der Umkehr des Schreibwagens unterbrochen wird.
  • Der Magnetisierungsstrom des zweiten Schreibmagneten ist ein Gleichstrom, geliefert von einem Glimmrelais i9. Dieses erhält seinen Strom von einem Gleichrichter 2o, welcher ebenfalls durch das Hauptrelais 5 bei Beginn der Schweißung eingeschaltet und nach Beendigung derselben durch das Relais 18 wieder ausgeschaltet wird.
  • Das Glimmrelais i9 wird durch eine Hilfsspannung über eine besondere Zündelektrode in Tätigkeit gesetzt. Dies geschieht in dem Augenblick, in welchem der Stauchdruck die vorgeschriebene Höhe erreicht, vermöge eines Kontaktes 23 an einem Drehspulrelais 21. Dieses liegt in dem Nullzwei- der Strombrücke eines elektrischen Druckmessers 22. welcher in die Stauchvorrichtung der Schweißmaschine fest eingebaut ist. Als solchen verwendet man zweckmäßig eine elektrische Meßdose mit Halbleiter, deren Ohmscher Widerstand durch Druck vermindert wird. Ein solcher Druckmesser benötigt keinerlei Verstärker zwischen Geber und Empfänger und ist infolge seiner kleinen Abmessungen in jede Stumpfschweißmaschine einzubauen. Zweckmäßig besteht er aus drei elektrischen Meßdosen, welche in Serie geschaltet sind und durch einen Flanschring um den Umfang der Druckspindel gleichförmig verteilt gehalten werden. Es ist dann gleichgültig, ob der Stauchdruck stets genau axial zur Druckspindelmitte verläuft oder seitlich versetzt zu dieser Achse, da durch die drei Meßdosen, elektrisch in Serie geschaltet, stets eine Summierung der drei verschiedenen Belastungen erfolgt.
  • Durch den einsetzenden Stauchdruck zwischen den beiden Werkstücken ändert der elektrische Druckmesser 22 seinen elektrischen Wert, wodurch das Brückengleichgewicht verschoben wird und das Drehspulrelais 2i Strom bekommt. Der Ausschlag dieses Relais kann proportional der Druckbelastung der Meßdose gemacht. werden. Der Zeiger dieses Relais streicht bei seiner Drehung vorbei an einem elektrischen Kontakt 23, bestehend aus zwei sehr dünnen Metalldrähten, welche sich beim Vorbeistreichen des Zeigers elastisch leicht durchbiegen und dabei den Zeiger passieren lassen, ohne diesen wesentlich in seiner Drehbewegung zu hindern. Diese genannten Kontaktdrähte liegen an der Zündelektrode des Glimmrelais bzw. an der Hilfsspannung zum Zünden des Glimmrelais. Sobald der metallische Zeiger des Drehspulrelais beim Passieren der Drähte zwischen beiden einen Kontakt herstellt, wird die Zündung des Glimmrelais einsetzen. Da zu diesem Effekt nur das Anlegen einer Spannung, aber kein Strom erforderlich ist, werden die feinen Kontaktdrähte 23 durch einen elektrischen Strom nicht beansprucht, insbesondere treten keine Funken auf, welche diese Drähte beschädigen könnten. Da sich die Kontaktdrähte entlang der Drehrichtung des Zeigers des Relais verstellen lassen, kann man das Glimmrelais bei jeder gewünschten Druckbeanspruchung des Meßdose zum Ansprechen bringen. Infolge seiner Eigenschaft als Stromtor bleibt der Strom in dem Glimmrelais ig nach dem Zünden auch dann bestehen, wenn die Zündelektrode nach dem Passieren des Drehspulzeigers wieder spannungslos wird, und zwar so lange, bis er bei der Umkehr des Schreibwagens 3 durch das Relais 18 unterbrochen wird. Damit wird dann auch der zweite Schreibmagnet wieder stromlos. Ebenso wie die vom Schreibmagneten i gezeichnete Zackenkurve keine Auskunft über die Größe des Erwärmungsstromes gibt, kann man aus dem Ausschlag des zweiten Schreibmagneten keinen Schluß ziehen über den beim Stauchvorgang vorhanden gewesenen Druck. Der Ausschlag dieses Schreibmagneten zeigt lediglich an, daß ein bestimmter Stauchdruck, eingestellt durch die Verschiebung des Kontaktes 23 am Drehspulrelais 21, mindestens erreicht worden ist. Diese Angabe .ist aber völlig ausreichend zur Kontrolle des Schweißvorganges.
  • Das Schweißkontrollgerät zählt also einmal die Zahl und Dauer der Hitzen, gibt somit die Erwärmungsperiode der Werkstücke an, und zeigt an, ob der notwendige Druck beim Verschweißen dieser Teile eingehalten wurde. Durch diese beiden Aufzeichnungen ist eine vollständige automatische Kontrolle über die von der Schweißmaschine geleistete Arbeit gegeben.
  • An Stelle eines Drehspulrelais 2i mit kontaktgebendem Zeiger kann auch ein stromempfindliches Kontaktrelais benutzt werden, welches den Anker des Relais dann anzieht, sobald eine bestimmte Stromstärke im Brückenzweig erreicht wird. Der Anker schließt dann ein festes Kontaktfederpaar, wodurch die Zündung des Glimmrelais erfolgt. Dieses Relais arbeitet also bei Erreichen eines bestimmten niedrigen Stauchdruckes. Soll es jedoch auch beim Erreichen eines anderen, höheren Stauchdruckes ansprechen, so läßt sich dies dadurch erreichen, daß man den bei höheren Stauchdrucken auch entsprechend größeren Brückenstrom durch zusätzliche Widerstände in diesem Stromzweig so weit abschwächt, daß erst bei größerem Stauchdruck wieder der Wirkstrom erreicht wird, welcher das Kontaktrelais zum Arbeiten bringt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Aufzeichnen von Verfahrensgrößen für den Schweißvorgang an elektrischen Stumpfschweißmaschinen unter Verwendung von Registriergeräten für Zahl, Zeit ' des Eintritts sowie der Dauer der zur Erwärmung des Werkstückes erzeugten Hitzen sowie für den Stauchdruck, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufzeichnung des Vorgangs der Hitzen sowie die Anzeige des Vorhandenseins eines Mindeststauchdruckes in einer Betriebskontrollvorrichtung zusammengefaßt sind, daß für die Hitzeaufzeichnung ein Schreibmagnet vorgesehen ist, dessen zur Betätigung erforderlicher elektrischer Strom durch Induktionswirkung des Elektrodenstromes der Schweißmaschine erzeugt wird, und daß zur Stauchdruckaufzeichnung in der Schweißmaschine elektrische Druckmeßdosen vorgesehen sind, die den zur Betätigung eines weiteren Schreibmagneten für den Stauchdruck erforderlichen elektrischen Strom erzeugen, wobei die Markierungen der Hitzen und des Stauchdruckes sich in zueinander entgegengesetztem Sinn parallel zur Laufrichtung des ablaufenden Registrierpapiers abzeichnen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, vorzugsweise drei in Serie geschaltete elektrische Druckmeßdosen in einem ringförmigen Halter, gleichmäßig auf dessen Umfang verteilt, um den den Stauchdruck ausübenden Teil der Schweißmaschine derart angeordnet sind, daß die Druckübertragung auf die bewegliche Schweißelektrode mir über diese Druckmeßdosen erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Nullzweig der Brückenschaltung zur elektrischen Druckmeßdose ein Drehspulrelais angeordnet ist, welches einen entlang der Zeigerbewegung verstellbaren Kontakt besitzt, der aus zwei dünnen, an ihren Enden eingespannten, elastischen Metalldrähten besteht, deren elektrische Verbindung miteinander durch den an diesen zwei Drähten vorbeistreichenden Zeiger des Relais erfolgt. :
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur kombinierten Aufzeichnung der beiden Vorgänge die Schreibmagneten in einem gemeinsamen Rahmen untergebracht sind, der als fahrbarer Wagen ausgebildet und mit Hilfe eines Triebwerkes während des Schweißvorganges quer über die ganze Breite des durchlaufenden Registrierpapiers bewegbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Querbewegung des Schreibwagens im Registriergerät ein am Schreibwagen befestigtes Zugseil endlos über eine Seilscheibe läuft und dabei den Wagen mitnimmt, sobald diese Seilscheibe von einer sich drehenden elektromagnetischen Kupplung mitgenommen wird, wobei nach der Aufzeichnung des Schweißvorganges durch eine automatische Umschaltung die Seilscheibe von der ersten elektrischen Kupplung gelöst und dann mit einer raschen, aber in entgegengesetzter Richtung umlaufenden zweiten elektromagnetischen Kupplung verbunden wird, wodurch der Schreibwagen mit erhöhter Geschwindigkeit in seine Ausgangslage zurückläuft und nach Erreichen derselben sämtliche elektrische Stromkreise des Registriergerätes außer dem zum Abrollen des Registrierpapiers notwendigen abschaltet.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle eines Drehspulrelais nach Anspruch 3 eine Relaisspule benutzt wird, deren Anker erst nach Erreichen eines bestimmten Wirkstromes im Brückenzweig angezogen wird, welcher einem bestimmten niedrigen Stauchdruck entspricht und dadurch einen elektrischen Kontakt schließt. wobei dieser Wirkstrom auch durch wahlweise Zuschaltung von festen Widerständen so weit geschwächt werden kann, daß er die zur Betätigung des Relais erforderliche Mindestgröße erreicht, wenn der Wirkstrom bei einem höheren Stauchdruck größer ist als bei dem zuvor eingestellten Mindestdruck. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 179093, 579 732 144, 735 710; USA.-Patentschrift N r. 2 373 545 Buch von Dr. H. K i 1 g e r , »Fertigungstechnik und Güte abbrenngeschweißter Verbindungen«, 1936, S. 12, 13, 96/97.
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