DE96708C - - Google Patents

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DE96708C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B3/00Footwear characterised by the shape or the use
    • A43B3/02Boots covering the lower leg

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-K9
KLASSE 71 Schuhwerk.
Dr. SUCHIER in FREIBURG i. B. Schuh mit doppelter Wandung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Juli 1897 ab.
Der Schuh, dessen äufsere Gestalt sich in nichts von dem jetzt im Handel vorkommenden Schuhwerke unterscheidet (Fig. 1), weicht von letzterem ganz wesentlich ab durch seinen Aufbau, seine innere Construction. Während die bisher gebräuchliche Fufsbekleidung den Fufs nur mit einer Schicht Leder bedeckt, umschliefst diese neue Construction denselben mit zwei Lederplatten; er ist also ein. doppelwandiger Schuh. Fig 2 zeigt denselben im Durchschnitt.
Die innere Abtheilung desselben a a, Fig. 2 (in der Zeichnung mit schräger Schraffirung dargestellt), ist aus einem einzigen Stück Leder gewalkt, also vollkommen ohne Naht hergestellt. Sie umschliefst den Fufs von unten her allseitig, und zwar etwa bis zur Höhe der Fufsknöchel. Diese innere Abtheilung gleicht also einem Pantoffel oder dem im Handel vorkommenden Gummischuh; sie gewährt, weil aus einem Stück gefertigt, den angestrebten Schutz gegen das Eindringen von Wasser von der Sohle her. Um diesen Schutz vollkommen zu machen, wird dieser Pantoffel auf der Aufsenseite mit einem Präparat bestrichen, welches durch Schmelzen von Gummielasticum (und einigen anderen Harzen), nicht etwa durch Auflösen derselben in Benzin, Chloroform oder einem anderen Lösungsmittel, dargestellt wird. Dasselbe hat Syrupconsistenz, welch letztere dauernd unverändert bleibt, woraus sich ergiebt, dafs jene Masse nicht eintrocknen und rissig werden kann. Das Bestreichen des Pantoffels mit diesem Präparat hat den doppelten Zweck:
1. die Poren des Leders gegen das Durchtreten von Wasser absolut zu verschliefsen,
2. vermöge seiner hohen Klebekraft die Aufsenfläche des Pantoffels α α mit der Innenfläche des Lederbesatzes b b zu verbinden.
Die äufsere Abtheilung des doppelwandigen Schuhes b b der Fig. 2 (in der Zeichnung mit gerader , Schraffirung dargestellt), der sogen. «Besatz«, besteht wie bei dem jetzt gebräuchlichen Schuhwerk aus Rind-, Kalb- oder einem anderen geeigneten Leder und bietet in seiner Form und Anordnung nichts Besonderes.
Der Schaft des Schuhes cc (in der Zeichnung mit punktirter Fläche angedeutet) besteht aus einem imprägnirten Tuch oder Filz, um diese für Wasser undurchlässig zu machen; dagegen gestattet ein solches Gewebe — auch nach geschehener Imprägnirung — dem Fufse die nöthige Ausdünstung und — vermöge seiner Elasticität — die beim Auftreten nöthige Ausdehnung. Der Schaft c-c wird an den Stellen χ und y zwischen die beiden Lederplatten a und b eingenäht. Diese Naht giebt nun im Verein mit der Naht ^-^, welche andererseits die Sohle d-d mit dem Lederbesatz b-b verbindet, dem Schuh vollkommene Festigkeit.
Die Innenseite des Schuhes ist — je nach Jahreszeit Und Bedürfnifs — mit einem leichteren oder schwereren Futter aus Baumwolle, Wolle, Filz oder dergl. auszukleiden.
Die in die Zeichnung nicht eingetragene Brandsohle kann, wenn die Fabrikation eine solche erfordert, Verwendung finden, bildet aber kein sanitäres Erfordernifs.
Der praktische Effect des Aufbaues eines Schuhes mit doppelter Wandung, wie oben beschrieben, ist nun folgender:
Wasser (Flüssigkeit), welches durch die Stichkanäle der Sohle bei \ eindringt, kann nur bis in den Raum r-r (zwischen Pantoffel a-a und Sohle d) gelangen. Hier wird es durch den nahtlosen Pantoffel a-a, der noch obendrein mit dem beschriebenen Gummipräparat wasserdicht gemacht ist, am weiteren Vordringen bis "in den inneren Hohlraum des Schuhes abgehalten. Der Träger eines solchen Schuhes ist demnach vor nassen Füfsen vollkommen geschützt.
Ferner engt vermöge seiner Construction der Schuh den Fufs nicht ein, läfst also die Blutcirculation unbehindert. Endlich umgiebt er den Fufs mit schlechten Wärmeleitern und obendrein mit einer doppelten Lage Leder. Hierdurch und zugleich aus den unter i. und 2. erwähnten Gründen wird der Träger dieses Schuhes niemals über kalte Füfse zu klagen haben.
Der Zweck, von sanitärem Standpunkte aus eine Fufsbekleidung zu schaffen, welche . vor Nässe schützt, den Fufs warm erhält, die Blutcirculation nicht hindert und die Ausdünstung gestattet, dürfte durch die vorliegende Construction erreicht sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Schuh mit doppelter Wandung, bei welchem ein Durchdringen von Feuchtigkeit dadurch ausgeschlossen werden soll, dafs der innere, aus einem Stück hergestellte Schuh ohne Naht hergestellt und erst in solcher Höhe mit einem äufseren Schuh vernäht wird, bis zu welcher beim gewöhnlichen Gebrauch Wasser und Schmutz nicht hinaufreichen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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