DE96398C - - Google Patents

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DE96398C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H5/00Special paper or cardboard not otherwise provided for
    • D21H5/24Special paper or cardboard not otherwise provided for having enhanced flexibility or extensibility produced by mechanical treatment of the unfinished paper
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H25/00After-treatment of paper not provided for in groups D21H17/00 - D21H23/00
    • D21H25/005Mechanical treatment

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT?
KLASSE 55: Papierherstellung.
Pfalz.
Wenn Cellulose (Holzzellstoff) mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit, wie z. B. Alkohol, Aether etc., zu einem dünnen Brei angerührt und dieser Brei in gleichmä'fsiger dünner oder dickerer Schicht auf ein Sieb auflaufen gelassen und dann getrocknet wird, dann erhält man eine sogen. Cellulosepappe von gröfserer oder geringerer Starrheit und Festigkeit,, je nachdem zu ihrer Herstellung Wasser oder eine andere Flüssigkeit verwendet wurde und je nachdem die Cellulosemasse beim Trocknen geprefst oder nicht geprefst wurde.
Wird nun die auf das Sieb, wie" angegeben, aufgelaufene Cellulosemasse, bevor sie getrocknet ist, d. h. während des Trocknens, Proceduren des Reibens, Knickens, Knetens und Streckens etc. unterworfen, dann erhält man nach dem Trocknen der Cellulosemasse keine Cellulosepappe, sondern ein geschmeidiges tuch-, filz- oder watteähnliches Product, je nachdem der Cellulosebrei mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit (Alkohol, Aether etc.) angerührt war und je nachdem die Cellulosemasse vor oder gleichzeitig mit den angegebenen Proceduren des Knetens etc. geprefst oder nicht geprefst wurde.
War der Cellulosebrei mit Wasser angerührt und wurde die Cellulosemasse in noch feuchtem Zustande vor oder während des Reibens, Knetens etc. stark geprefst, dann erhält man ein tuchartiges Product, sogen. Cellulosetuch, das neben grofser Geschmeidigkeit grofse Festigkeit besitzt.
Dieselbe Cellulosemasse nimmt, wenn sie im feuchten Zustande nicht geprefst wurde, infolge des Reibens und Knetens etc. einen filzartigen Charakter an und man erhält sogen. Cellulosefilz, der bei geringer Festigkeit sehr weich und locker ist.
War der Cellulosebrei anstatt ■ mit Wasser mit einer Flüssigkeit angerührt, die leichterest wie Wasser (Alkohol, Aether etc.), dann erhält man durch die Manipulationen des Knetens und Reibens ein sehr wenig zusammenhängendes, wolliges Product, sogen. Cellulosewatte.
Auf diesem Verhalten der Cellulose beruht das vorliegende Verfahren zur Herstellung von Cellulose-Tuch, -Filz und -Watte. Dasselbe besteht darin, dafs man Cellulose mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit zu einem dünnen Brei anrührt, den Brei in gleichmäfsiger, dünner oder dickerer Schicht auf ein Sieb bringt und die nach dem Ablaufen der Flüssigkeit auf dem Sieb zurückbleibende Cellulosemasse dann während des Trocknens unter Pressen oder ohne zu pressen knickt, knetet, reibt und streckt, d. h. so bearbeitet, dafs die Masse nach dem Trocknen nicht starr und steif, sondern weich und geschmeidig ist. Die Ausführung des Verfahrens kann mit der Hand oder mittels maschineller Vorrichtungen vorgenommen werden. Sehr gute Resultate werden z. B. auf folgende Weise erzielt:
Man führt die abgetropfte und event, abgeprefste und schon einigermafsen trockene Cellulosemasse durch ein System von geriffelten Walzen, deren Riffeln oder Riefen wie bei den Zahnrädern die Zähne in einander greifen, hindurch. Die Riffeln der Walzen sind bei dem
ersten Paare flach und breit und werden bei den folgenden Walzenpaaren immer schmäler und tiefer, so dafs die Cellulosemasse bezw. Cellulosebahn anfangs nur schwach, dann immer stärker geknickt und geknetet wird. Zwischen je zwei oder drei Walzenpaaren mit Riffeln ist ein Walzenpaar ohne Riffeln eingeschaltet, durch welches die geknickte Cellulosemasse wieder gestreckt und geglättet wird. Die Anzahl der Walzenpaare, durch welche die Cellulosemasse hindurchgeführt werden mufs, richtet sich danach, ob Tuch, Filz oder Watte hergestellt werden soll, und ob die Cellulosemasse dick oder dünn ist. Durch einige Versuche sind diese Verhältnisse leicht festzustellen. Um die Cellulosemasse allmälig zu trocknen, sind die Walzen hohl und werden mit Dampf geheizt. Dieselben können auch massiv sein, und wird das Trocknen dann dadurch bewirkt, dafs heifse Luft über die Cellulose streicht. Auch kann zweckmäfsig so verfahren werden, dafs die Cellulosebahn abwechselnd zuerst über einen Trockencylinder, der innen mit Dampf geheizt ist, dann zwischen Riffelwalzen, dann wieder über einen Trockencylinder und dann wieder durch Riffelwalzen so lange geführt •wird, dafs die Cellulosebahn trocken und dabei weich und geschmeidig wie Tuch etc. wird.
Will man der Oberfläche des Productes eine wollige Beschaffenheit geben, dann wird die geriffelte Cellulosebahn am besten nach dem Trocknen zwischen Walzen hindurchgeführt, die an der Oberfläche mit Bürsten oder feinen Widerhaken versehen sind.
Die Cellulosemasse kann auch nach dem Trocknen wieder angefeuchtet werden, um dann den genannten Proceduren des Knickens und Knete'ns unterworfen zu werden.
Anstatt Cellulose oder Holzzellstoff können auch andere vegetabilische Fasern, z. B. aus Lumpenstoff, in der beschriebenen Weise zu Tuch etc. verarbeitet werden. Auch können die vegetabilischen Fasern gemischt mit Mineralfasern (z. B. Asbest) oder mit animalischen Fasern (Wolle) oder mit anderen Substanzen verwendet werden.
Das Cellulosetuch findet Verwendung wie anderes Tuch für Bekleidungsgegenstände. Decken, Säcke etc., Cellulose-Filz und -Watte werden verwendet zum Polstern von Möbeln, Ausfüttern von Decken, als Verbandmaterial etc.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Cellulose-Tuch, -Filz und -Watte, dadurch gekennzeichnet, dafs abgetropfte und event, abgeprefste Cellulosemasse im noch feuchten oder event, wieder angefeuchteten Zustand einem System von Riffelwalzen oder ähnlich wirkenden Vorrichtungen zum Zweck des Knetens, Knickens, Reibens und Streckens zugeführt wird, wodurch die Fasermasse nach dem Trocknen nicht starr und steif, sondern weich und geschmeidig, d. h. tuch-, filz- oder watteähnlich wird.
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