DE96243C - - Google Patents
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- DE96243C DE96243C DENDAT96243D DE96243DA DE96243C DE 96243 C DE96243 C DE 96243C DE NDAT96243 D DENDAT96243 D DE NDAT96243D DE 96243D A DE96243D A DE 96243DA DE 96243 C DE96243 C DE 96243C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47G—HOUSEHOLD OR TABLE EQUIPMENT
- A47G33/00—Religious or ritual equipment in dwelling or for general use
- A47G33/04—Christmas trees
- A47G33/08—Christmas tree decorations
Landscapes
- Adornments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Der Chenillefaden ist seiner Natur nach biegsam und deshalb nicht geeignet, eine
Zierform, in die er gebracht wurde, festzuhalten. Wo man bisher aus Chenille (hauptsächlich
Lahn - Chenille) Sterne, Kreuze und dergleichen (als Christbaumschmuck) herstellte,
wand man die Chenille um Draht und bog aus dem so umwundenen die Figuren. Diese Herstellung erforderte aber eine gewisse Kunstfertigkeit,
das Erzeugnifs war theuer, es gab viel Abfall. Bei der Verpackung und Aufbe-•
Währung litten die Figuren durch Verbiegen der Drähte.· Aus allen diesen Gründen ist
man über die Erzeugung einfacher Sterne und dergleichen einfacher Figuren nicht wesentlich
hinausgekommen.
Bei der Herstellung nach vorliegender Erfindung ■ bleibt der Chenillefaden wie er ist;
dagegen wird ein Blechgerippe verwendet, welches dem schmiegsamen Faden Form und
Halt giebt. Aus dem Blech sind Zacken herausgestanzt, welche, aus der Ebene des Blechkörpers herausgebogen, Punkte der Linien
bestimmen, die der Chenillefaden beschreiben soll. Der letztere braucht einfach um die
Zacken geschlungen zu werden, um die durch die Anordnung der Zacken genau vorgeschriebene
Form anzunehmen. Ist also ein Blechkörper in bestimmter Form gestanzt, so stellt
die Anfertigung des entsprechenden Ziergegenstandes durchaus keine Anforderungen an
Formensinn und Geschicklichkeit des Arbeiters mehr. Die auf den festen Blechkörper gearbeiteten
Sachen können durch Lagern und Versand nicht so leicht verbogen werden. Ist ein Körper bewickelt, so wird der Faden
durchschnitten und ein neuer begonnen.
Die Ausführung der Erfindung läfst eine
praktisch unbegrenzte Formenfülle zu, sie selbst kann in verschiedenen Spielarten geschehen. So kann der Blechkörper entweder
lediglich unsichtbarer (durch den Chenillefaden verdeckter) Träger des Fadens sein, oder hervortretend
auch seinerseits dem Zierzweck dienen oder neben dem Chenillefaden weiteren Zierrath
tragen; so können offene oder geschlossene, oder ganz mit Fadenlagen bedeckte Figuren
gemacht werden. Ergiebt ein flacher Blechkörper eine ebene Figur, so kann er andererseits
gebogen oder/ mit anderen Blechkörpern zu einem Körper vereinigt werden zwecks Erzeugung
einer plastischen Figur.
Beiliegende Zeichnung giebt einige Beispiele der Ausführung.
In Fig. ι und 2 ist die Hälfte einer geschlossenen
Sternfigur in Vorder- und Seitenansicht dargestellt. Der Blechkörper A (mit
welchem zugleich auch die Aufhängeöse a herausgestanzt sein kann) bildet ein volles
Stück vom Umrifs der Figur. Der Faden B soll etwas nach einwärts zu liegen kommen,
damit der Umrifs des von den Polfäden der Chenille gebildeten Stranges sich aufsen mit
der Kante von A decke. Demgemäfs sind die Zacken c aus dem Körper A selbst (durch
Einschnitte) hervorgebracht. Aus der Ebene von A herausgebogen (zweckmäfsig schräg ,
nach Fig, 2, damit B nicht abrutsche), geben
die Zacken die Eckpunkte der vom Faden zu bildenden Figur an, so dafs der Faden nur in
der aus Fig. ι ersichtlichen Weise um c c herumgelegt zu werden braucht. Seine Enden
können durch Umwickeln um einen Zacken, einfacher durch Einklemmen in einen Einschnitt
von A gesichert werden.
Soll sich der Kern des Fadens B mit -dem Umrifs von A decken, so werden die Zacken c
nach Fig. 3 und 4 aus dem Abfall, d. h. so herausgestanzt, dafs sie als Fortsätze von A
erscheinen. Die nach der Ansatzstelle hin verjüngte Zackenform nach Fig. 3 verhindert
das Abgleiten der Chenille vom ■ winkelrecht zu A gebogenen Zacken, wobei sich der Faden
der Fläche von A anzulegen strebt. Im Gegensatz hierzu wird der Faden durch die Zackenform
nach Fig. 4 in einigem Abstande von A erhalten.
Fig. 5 zeigt die Hälfte eines ähnlichen Sternes, doch ist der Körper A hier nicht massiv, sondern
dem Umrifs entsprechend derart ausgeschnitten, dafs er einen schlanken, vom Faden
verdeckten Rahmen bildet. In dieser wie in den nächsten Figuren ist nur der Kern des
Chenillefadens ausgezogen, während die Umrisse des von den Polfäden gebildeten' Stranges
in strichpunktirten Linien angedeutet sind.
Fig. 6 zeigt ein Ordenskreuz und zeigt, dafs nicht etwa nur gerade Linien vom Chenillefaden
gebildet werden können. Werden genügend viele Punkte einer von dem Faden zu beschreibenden Curve, durch Zacken festgelegt,
so pafst sich jener der Curve annähernd an.
Dies gilt auch von Fig. 7, welche im Uebrigen den Körper A als Träger eines weiteren Zierrathes
zeigt, nämlich eines Spiegels D, welcher inmitten des Chenillekranzes an A angebracht ist.
Nach Fig. 8 ist der mittlere Theil eines Körpers A zu einem Hohlspiegel umgestaltet,
während der Rand die Zacken c zur Aufnahme des Fadens B enthält.
In solcher Weise lassen sich Ziergegenstände von den einfachsten bis zu den reichsten Mustern
herstellen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Ziergegenständen aus Chenille, dadurch gekennzeichnet, dafs der Chenillefaden um ausgestanzte und winklig abgebogene Zacken (c) einer die Grundform bildenden Blechplatte geschlungen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE96243C true DE96243C (de) |
Family
ID=367398
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT96243D Active DE96243C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE96243C (de) |
-
0
- DE DENDAT96243D patent/DE96243C/de active Active
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