DE962181C - Einrichtung zur Einstellung der Phasenlage einer elektromagnetischen Schwingung in einem Hohlleiter mit rechteckfoermigem Querschnitt - Google Patents
Einrichtung zur Einstellung der Phasenlage einer elektromagnetischen Schwingung in einem Hohlleiter mit rechteckfoermigem QuerschnittInfo
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Description
Es sind Einrichtungen zur Einstellung der Phasenlage einer elektromagnetischen Schwingung in einem
runden Hohlleiter mit H-Wellen-Anregung bekannt, bei denen die Phasenlage einer elektromagnetischen
Schwingung durch Deformierung des Leiter querschnitts verändert wird. Es sind auch solche Einrichtungen
bekannt, bei denen in einem runden Rohr ein um die Rohrachse drehbar gelagertes Rohrstück von elliptischem
Querschnitt angeordnet ist. Durch Drehen dieses elliptischen Rohrstückes um seine Längsachse
kann die Phasenlage der elektromagnetischen Schwingung am Ausgang dieses Rohres verändert werden.
Es sind auch einstellbare Dämpfungsei:iric;;ungen
für Hohlleiter mit rechteckförmigem Querschnitt bekannt,
bei denen im Hohlleiter aus Widerstandsmaterial gefertigte Streifen senkrecht zur Leitungsrichtung bewegbar angeordnet sind. Je näher diese
Streifen an den Ort mit größter elektrischer Feldstärke gebracht werden, um so größer sind die in diesen
Streifen entstehenden Verluste.
Ferner ist eine Einrichtung zur Änderung des Phasenmaßes einer Hohlleitung mit rechteckförmigem Querschnitt
bekannt. Bekanntlich ist das Phasenmaß einer Hohlleitungswelle von der Breite der Hohlleitung
abhängig. Um die Breite einer solchen Leitung variieren zu können, sind bei den bekannten Anordnungen
die Breitseiten mit Längsschlitzen versehen; so daß die Breitseiten zusammengequetscht werden können.
Da die Quetschung jedoch nicht bis zum Eintreten bleibender Deformierungen der Leitung fortgesetzt
werden kann, bleibt der Variationsbereich der Einstellung des Phasenmaßes klein. Bekanntlich wirkt ein
Schlitz in einer Hohlleitung als Strahler, so daß der im Hohlleiter fließenden Energie ein Teil durch Abstrahlung
entzogen wird. Im Interesse einer leichten Quetschbarkeit der Hohlleitung kann die Wandstärke
der Hohlleitung nicht besonders stark ausgebildet ίο werden, so daß die Hohlleiterschlitze auch keine
besondere Tiefe und damit keine merkbare Kaminwirkung aufweisen können. Die austretende Energie
kann sich aber bei der Durchführung von Messungen störend auswirken. Ferner besitzt eine geschlitzte
Hohlleitung noch den Mangel, daß sie durch die an ihren Enden angreifenden Kräfte leicht deformiert
werden kann, so daß die Einstellung des Phasenmaßes nicht allein von den Quetschkräften abhängig ist.
Von einer Einrichtung zur Einstellung der Phasen- 2.0 lage einer elektromagnetischen Schwingung in einem
Hohlleiter mit rechteckförmigem Querschnitt wird verlangt, daß durch EinsteEung der in einem großen
Bereich variierbaren Phasenlage nicht gleichzeitig auch die Dämpfung des Hohlleiterabschnittes beeinflußt
wird, ferner, daß die Einrichtung elektrisch und mechanisch
ist. Diese Forderungen zu erfüllen, ist die Aufgabe der Erfindung.
Bei der Einrichtung nach der Erfindung, die zur Einstellung der Phasenlage einer elektromagnetischen
Schwingung in einem Hohlleiter mit rechteckförmigem Querschnitt durch Verändern der Abmessungen der
Breitseite des Hohlleiters dient, sind zur Begrenzung
der Breitseite des Hohlleiters an den schmalen Hohlleiterflächen gegeneinander bewegbare, mindestens auf
den einander zugekehrten Oberflächen leitende ebene Begrenzungsstücke angeordnet, wobei diese Begrenzungsstücke
den Übergang zu den schmalen Hohlleiterflächen bildende Verlängerungen aufweisen, die
ebenfalls mindestens auf den einander zugekehrten Oberflächen leitend sind, und die Ränder der Begrenzungsstücke
und deren Verlängerungen an ihren Kanten so ausgebildet sind, daß zwischen den Begrenzungsstücken
und ihren Verlängerungen einerseits und den Hohlleiterwänden andererseits eine gute
Kontaktgabe in jeder Lage der Begrenzungsstücke erfolgt.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in Fig. ι dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die Draufsicht zeigt einen rechteckigen Hohlleiter 1, in dem die zu den schmalen Wänden parallel
verlaufenden Platten 2 als Begrenzungsstücke angeordnet sind. Der gegenseitige Abstand der Platten 2
kann durch die Schrauben 4 eingestellt werden. Es entsteht so ein Hohlleiterstück mit veränderbarer
Breitseite a' und einstellbarem, nach der Beziehung
β=
bestimmbaren Phasenmaß ß. Um an den Übergangsstellen vom Hohlleiterstück mit verkleinerter Breite
auf den Hohlleiter 1 Störstellen zu vermeiden, ist an den beiden Übergangsstellen dieses Abschnittes je ein
Transformationsstück vorgesehen, das durch die einen stetigen Übergang zwischen dem durch die Platten 2
im Querschnitt eingeengten Hohlleiter und dem Hohlleiter 1 herstellenden Platten 3 gebildet wird. Die
Teile 3 können beispielsweise aus vorgespannten Bronzefedern bestehen, die bewirken, daß der erwünschte
Kontaktdruck an der Übergangsstelle zwischen diesen und den schmalen Flächen des Hohlleiters
1 in jeder Lage der Platten 2 erzielt wird. Eine andere Ausführungsform besteht beispielsweise
darin, daß die Teile 3 aus einem nicht federnden Material hergestellt sind, die über ein elastisches
leitendes Zwischenglied mit den Teilen 2 verbunden sind. Durch eine den Blechen 3 gegebene mechanische
Vorspannung kann erreicht werden, daß die Platten 3 in jeder Lage der Platten 2 gegen die Wandungen des
Hohlleiters 1 gedrückt werden. Eine besondere Führung oder Betätigung der Platten 3 erübrigt sich in
diesem Fall.
Vorteilhaft kann es sein, einen schleifenden Übergangskontakt zwischen den schmalen Hohlleiterwandungen
und den Teilen 3 zu vermeiden. Dies kann dadurch geschehen, daß die Teile 3 nicht mit den
Teilen 2, sondern mit den schmalen Wandungen des Hohlleiters 1 beispielsweise durch Verlötung verbunden
werden. Ein zum Ausgleich der Längenunterschiede notwendiger schleifender Übergang kann, wenn
überhaupt, zwischen den Teilen 2 und 3 vorgesehen werden.
Um die Anzahl der nicht erwünschten Kontaktstellen noch weiter zu vermindern, wird ferner noch
vorgeschlagen, die Enden der veränderbaren Begrenzungsflächen mechanisch fest mit den schmalen Hohlleiterwänden
zu verbinden, z. B. durch Verlöten, und die Längenunterschiede in einer einzigen, etwa in der
Mitte der Anordnung nach der Erfindung vorgesehenen gleitenden Kontaktstelle auszugleichen. Eine solche
Anordnung kann beispielsweise nach der Darstellung der Fig. 2 ausgebildet sein. Gegebenenfalls kann die
Anordnung auch mit einer Führungsplatte 5 versehen werden, die durch die Schrauben 4 in jeder Lage festgelegt
wird. Die Überlappung der beiden Teile 6 an den Stellen 7 kann sich beispielsweise über eine Viertelwellenlänge
erstrecken.
Die nachteiligen Einflüsse der Kontaktstellen zwischen den veränderbaren Begrenzungsstücken und
den schmalen Begrenzungsflächen des Hohlleiters können bei einer in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform
wenigstens zum Teil beseitigt werden. Bei dieser Anordnung sind die Übergangsteile 3, die mit den
Teilen 2 ein Stück bilden, nämlich nicht unmittelbar an die Hohlleiterwand zur Kontaktgabe herangeführt,
sondern verlaufen vorzugsweise über eine Länge von etwa einer Viertelwellenlänge möglichst nahe parallel
zu den Hohlleiterwänden und geben erst an der Stelle 8 ;alvanisch Kontakt. Zur Halterung der Einbauteile
können die Bügel 9 vorgesehen sein.
Um bei einer Anordnung nach der Erfindung weitere Störstellen zu vermeiden, wird vorgeschlagen, an den
Übergangsstellen von den Platten 2 und 3 auf die Hohlleiterwandungen des Hohlleiters 1 federnde Bleche
an diesen Platten anzubringen. Zur besseren und gleichmäßigeren Kontaktgabe können diese elektrisehen
Dichtungsbleche gefiedert ausgebildet werden.
Vorteilhaft kann es sein, die Länge des durch die Platten 2 gebildeten Hohlleiterstückes geringeren
Querschnitts in der Größenordnung einer Viertelwellenlänge oder Vielfache davon zu halten. Besondere Bedeutung
kommt einer richtigen Längenbemessung der Transformationsleitungsstücke mit den Begrenzungsplatten
3 zu, da bei richtig gewählter Länge die an den Übergangsstellen auftretenden Störstellen kompensiert
werden können.
Die Begrenzungsstücke können gegebenenfalls aus nichtleitendem oder schlechtleitendem Stoff bestehen,
auf deren Oberfläche gutleitende Schichten aufgebracht sind.
Wenn man an Trennstellen zwischen den verschiedenen Teilen eine Überlappung über eine elektrische
Länge von einem Viertel einer Wellenlänge vorsieht, ist eine Kontaktgabe zwischen diesen Teilen nicht notwendig.
Die aneinanderliegenden Flächen der verschiedenen Teile können vorzugsweise durch eine
Isolierschicht getrennt werden.
Claims (8)
1. Einrichtung zur Einstellung der Phasenlage einer elektromagnetischen Schwingung in einem
Hohlleiter mit rechteckförmigem Querschnitt durch Verändern der Abmessungen der Breitseite des
Hohlleiters, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung der Breitseite des Hohlleiters an den
schmalen Hohlleiterflächen gegeneinander bewegbare, mindestens auf den einander zugekehrten
Oberflächen leitende ebene Begrenzungsstücke angeordnet sind, daß diese Begrenzungsstücke den
Übergang zu den schmalen Hohlleiterflächen bildende Verlängerungen aufweisen, die ebenfalls
mindestens auf den einander zugekehrten Oberflächen leitend sind, und daß die Ränder der
Begrenzungsstücke und deren Verlängerungen an ihren Kanten so ausgebildet sind, daß zwischen
den Begrenzungsstücken und ihren Verlängerungen einerseits und den Hohlleiterwänden andererseits
eine gute Kontaktgabe in jeder Lage der Begrenzungsstücke erfolgt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Begrenzungsstücke aus je zwei federnd oder gleitend miteinander verbundenen
Teilstücken bestehen und daß die an den
In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 543 425;
französische Patentschrift Nr. 964 835; »Communication Newscc, Vol. XI (1950), Nr. 3,
S. 72 bis 74.
Hohlleiterwänden anliegenden Enden der Teilstücke mechanisch fest mit diesen verbunden sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teilstücke an ihren
nicht mit den Hohlleiterflächen fest verbundenen Enden über gleitende Kontaktstellen miteinander
verbunden sind und daß die Teilstücke sich über eine Länge von etwa einer Viertelwellenlänge
überlappen.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die den Übergang zu den schmalen Hohlleiterflächen bildenden Verlängerungen der Begrenzungsstücke mit den schmalen
Hohlleiterflächen fest verbunden, z. B. verlötet, sind und daß zum Ausgleich der Längenunterschiede
zwischen den Begrenzungsstücken und den Verlängerungen gleitende Kontaktstellen vorgesehen
sind.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung
der Begrenzungsstücke bzw. der Verlängerungen, daß sie sich vom Ort der Kontaktstelle
aus über die Länge einer Viertelwellenlänge, vorzugsweise parallel zu der Gegenkontaktfläche,
erstrecken.
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungsstücke
und ihre Verlängerungen an ihren Kanten mit einem vorzugsweise gefiederten, federnden Blechstreifen versehen sind.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
der zu den schmalen Hohlleiterwandungen parallel verlaufenden Platten etwa eine Viertelwellenlänge
oder Vielfache davon beträgt.
8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
des Übergangsstückes zwischen Hohlleiter normaler Abmessungen und Hohlleiterstück verkleinerter
Breite etwa eine Viertelwellenlänge oder Vielfache davon beträgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
i 609 657/330 1O.SS
(609 863 4.57)
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES32247A DE962181C (de) | 1953-02-20 | 1953-02-20 | Einrichtung zur Einstellung der Phasenlage einer elektromagnetischen Schwingung in einem Hohlleiter mit rechteckfoermigem Querschnitt |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DES32247A DE962181C (de) | 1953-02-20 | 1953-02-20 | Einrichtung zur Einstellung der Phasenlage einer elektromagnetischen Schwingung in einem Hohlleiter mit rechteckfoermigem Querschnitt |
Publications (1)
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|---|---|
| DE962181C true DE962181C (de) | 1957-04-18 |
Family
ID=7480791
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES32247A Expired DE962181C (de) | 1953-02-20 | 1953-02-20 | Einrichtung zur Einstellung der Phasenlage einer elektromagnetischen Schwingung in einem Hohlleiter mit rechteckfoermigem Querschnitt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE962181C (de) |
Cited By (5)
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| FR2581255A1 (fr) * | 1985-04-30 | 1986-10-31 | Onera (Off Nat Aerospatiale) | Dephaseur en micro-ondes, notamment en ondes millimetriques, a commande piezoelectrique |
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| FR964835A (de) * | 1943-06-23 | 1950-08-25 | ||
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-
1953
- 1953-02-20 DE DES32247A patent/DE962181C/de not_active Expired
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| JPWO2017158823A1 (ja) * | 2016-03-18 | 2018-03-29 | 三菱電機株式会社 | 移相回路および給電回路 |
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