DE960672C - Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Holzspaenen oder anderen spanfoermigen Stoffen mit Bindemitteln od. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Holzspaenen oder anderen spanfoermigen Stoffen mit Bindemitteln od. dgl.Info
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27N—MANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
- B27N1/00—Pretreatment of moulding material
- B27N1/02—Mixing the material with binding agent
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Description
AUSGEGEBEN AM 28. MÄEZ1957
D 12927 Ib1381
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Holzspänen oder
anderen spanförmigen Stoffen mit Bindemitteln od. dgl., die zugesprüht oder auch zugeblasen
werden oder in dünnem Strahl zufließen können. Die Vorrichtung ist in der Anwendung nicht auf
spanförmige Stoffe beschränkt, sondern kann auch für die Mischung von pulverigen oder körnigen
Bestandteilen, wie Salzen, Farbstoffen, Chemikalien usw., mit Flüssigkeiten usw. verwendet werden.
Bekannt sind für den gleichen Zweck rotierende oder feststehende Trommeln, in denen Rührwerke
untergebracht sind, die das Spangut hochwerfen, wobei gleichzeitig das Bindemittel (z. B. Leim) eingesprüht
wird. Diese bekannten Vorrichtungen haben den grundsätzlichen Nachteil, daß die Düsen
schwer zugänglich und die Trommeln sowie zum Teil auch die Mischwerke erheblicher Leimverschmutzung
ausgesetzt sind.
Bekannt sind auch kontinuierliche Beleimungsmaschinen, bei denen der Leim in flüssiger Form in
dünner Schicht auf Walzen übertragen und von diesen den mit entsprechenden Druckwalzen ange
drückten Spänen übergeben wird. In diesem Falle ist die Beanspruchung der Späne und damit die
Zerkleinerungsgefahr erheblich und die Wahr-
scheinlichkeit, daß jeder Span gleich viel, und zwar auf allen Seiten gleichmäßig Leim erhält, recht
gering.
Bei einer weiteren bekannten Vorrichtung werden die Späne pneumatisch durcheinandergewirbelt und
fallen frei in einen Hohlzylinder herab, in welchem der Leim entgegengesprüht wird. Für diese Ausführung
gilt das für die Trommelmischer Gesagte in verstärktem Maße. Die Gefahr der Verschmutzung
des Hohlzylinders im Bereich der Sprüheinrichtung ist erheblich. Die Düsen sind im allgemeinen
während des Betriebes schwer zugänglich, und wegen der unterschiedlichen Fallzeit der
leichten und der schweren Späne ist eine unterschiedliche Beleimung kaum zu vermeiden.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, durch welche diese Nachteile beseitigt sind. Erreicht
ist dies durch eine zusätzlich in Querrichtung bewegliche Schwingförderrinne, die zumindest auf
einer Seite in eine Rundung ausläuft, in der ein rotierendes Wurfwerk untergebracht ist und derart
angetrieben wird, daß das Mischgut neben seiner Längsbewegung durch eine zusätzliche Querbewegung
in den Bereich des Wurfwerks gelangen kann, durch dessen Drehung das Mischgut zur
Schwingförderrinne zurückgeworfen wird.
Zur Anpassung der Vorrichtung an verschiedene Durchsetzungsmengen kann die Schwingungsweite
und Schwingungsrichtung der Schwingförderrinne verstellbar vorgesehen sein, dadurch, daß ein
Schwingungserzeuger bezüglich seiner Schwingrichtung gegenüber der Förderrinne verschwenkbar
ist, oder dadurch, daß für die Einleitung der Schwingbewegungen der Förderrinne in der Längs-
und Querrichtung zwei Schwingungserzeuger vorgesehen werden, die einmal in der Längsrichtung
und im zweiten Falle quer hierzu Schwingbewegungen hervorrufen.
Erfindungsgemäß ist das durch eine Stachelwalze gebildete Wurfwerk mit einer in der Höhe
einstellbaren Abdeckung versehen, so daß durch Änderung des Spaltes zwischen der Bodenfläche
und der Abdeckungskante die Wurfbahn der Späne beeinflußt werden kann.
Erfindungsgemäß sind ferner zur Absaugung der Sprühluft durch das Mischgut in der Schwingförderrinne
Sieböffnungen angebracht und unterhalb des Bodens des Schwingförderers ein Absaugtrichter
angeschlossen. Es kann aber auch auf der dem Wurf werk gegenüberliegenden Seite der
Schwingrinne eine bis an das Mischgut herangeführte Absaugeinrichtung vorgesehen werden.
Zur Anpassung der Vorrichtung an Mischstoffe verschiedener Beschaffenheit ist die Drehzahl des
Wurfwerks durch Anordnung eines stufenlos regelbaren Antriebs veränderlich.
Beim Austritt aus der Förderrinne wird das mit
flüssigen Bindemitteln vermischte Spanmaterial durch eine quer gelagerte Stachelwalze nochmals
durchgemischt zur Beseitigung etwa eingetretener Entmischungen zwischen groben und feinen Spänen.
Erfindungsgemäß sind die Flächen, an welchen
sich Feinstaub festsetzen und von diesen in das Mischgut fallen könnte, insbesondere die Abdeckung
des Würfwerks und die Absaugungseinrichtung für die Sprühluft mit an sich bekannten
Vibratoren versehen, wodurch der Staubansatz verhindert wird.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele einer Mischvorrichtung gemäß der Er-
findung schematisch dargestellt.
Fig. ι ist ein Querschnitt,
Fig. ι a ein Querschnitt einer abgeänderten Ausführung,
Fig. 2 ein Grundriß entsprechend Fig. 1,
Fig. 3 ebenfalls ein Grundriß einer Vorrichtung mit stufenlosem Antrieb der Stachelwalze und
Fig. 4 ein Grundriß einer Vorrichtung mit zwei Schwinggeneratoren.
Eine Schwingförderrinne 1 ist gemäß Fig. 1 an
beiden Seiten in einer Rundung 2 und 3 hochgezogen. In der Rundung 2 läuft eine Stachelwalze
4. Die Schwingbewegung der Förderrinne 1 ist so eingestellt, daß sie nicht nur in der Längsrichtung
der Rinne fördert, sondern im wesentliehen auch quer zur Förderrinne in Richtung auf
die Stachelwalze.
Das Spangut wird gemäß Fig. 2 bei A aufgegeben und in der gestrichelt angedeuteten Richtung
schräg seitlich zur Stachelwalze 4 gefördert. Das Spangut wird von der Stachelwalze erfaßt und
in einem flachen Bogen, wie die angezeichneten Richtungspfeile andeuten, über die ganze Breite der
Förderrinne ausgeworfen. Dieses Spiel wiederholt sich, da die Förderrinne das Material wieder schräg
seitlich der umlaufenden Stachelwalze 4 zuführt.
Über der Förderrinne 1 befinden sich in entsprechenden
Abständen die Zugabevorrichtungen, in vorliegendem Fall Düsen 5, welche die Flüssigkeiten,
z. B. Bindemittel, versprühen. Durch diese Anordnung wird praktisch jeder Span besprüht und
eine Verschmutzung der Förderrinne vermieden,
auch wenn tatsächlich einige Sprühtropfen den Wurfschleier der Späne durchdringen sollten, weil
die gesamte For derr innenfläche mit den zur Stachelwalze zurückwandernden Spänen bedeckt ist.
Die Stachelwalze 4 ist mit einer Abdeckung 5a
\'ersehen, die in der Höhenlage verstellbar sein kann, so daß eine Änderung des Spaltes zwischen
der Bodenfläche der Förderrinne 1 und dem abgewinkelten
Blech 6 der Abdeckung S a durchführbar
ist und dadurch die durch die Stachelwalze 4 hervorgerufene Wurfbahn der Späne beeinflußt
werden kann. Zur Absaugung der Sprühluft durch das auf der Förderrinne sich befindende Mischgut
hindurch sind in der Schwingförderrinne Sieböffnungen (in der Zeichnung nicht dargestellt) und,
wie in Fig. 1 a dargestellt, unterhalb der Bodenfläche des Schwingförderers 1 ein Absaugtrichter 7
mit einem Absaugstutzen 8 angebracht. Es können aber auch, wie in Fig. 1 gezeichnet, auf der der
Stachelwalze gegenüberliegenden Seite Absaugöffnungen angebracht werden. Eine Absaugvorrichtung
9 für die Sprühluft besitzt den Absaugstutzen 10, der, wie Fig. 2 zeigt, eine verbreiterte
Einsaugdüse 11 aufweist. Die Einsaugdüse 11 bzw.
der Saugstutzen ίο enden in dem auf der Förderrinne
ι liegenden Spanpolster, das bei der Absaugung der Sprühluft als Filter wirkt, wodurch
der größtmögliche Prozentsatz der Nebelanteile der Sprühluft noch niedergeschlagen wird.
Bei der Vorrichtung gemäß Fig. ι bis 3 ist zur
Erzeugung der Schwingungsimpulse nur ein Schwingungserzeuger 13 vorgesehen, der bezüglich
seiner durch Richtungspfeile in Fig. 2 bezeichneten Schwingrichtung gegenüber der Förderrinne
verschwenkbar ist. Wird der Schwingungserzeuger mit seiner Schwingungsrichtung stärker quer zur
Rinne verschwenkt, so ist der Durchsatz des Mischgutes geringer und die Anzahl der Wurfbewegungen
für die einzelnen Bestandteile des Mischgutes groß. Schwenkt man ihn jedoch mehr
in die Längsrichtung der Förderrinne, wird die Durchsatzmenge groß und die Wurfzahl für das
geförderte Mischgut gering. Es können aber auch die Schwingbewegungeen der Förderrinne in ihrer
Längsrichtung und quer dazu durch die Anordnung von zwei Schwingungserzeuger!! 14 und
15 hervorgerufen werden, die, wie sich aus den in Fig. 4 eingezeichneten Pfeilen ergibt, einmal in der
Längsrichtung 15 und im zweiten Fall quer hierzu 14, Schwingbewegungen ausüben.
Die Drehzahl der Stachelwalze ist durch Anordnung eines bekannten, stufenlos regelbaren Antriebs,
z. B. in Gestalt eines Keilriementriebs mit Riemenscheiben, die aus paarweise zueinander. verstellbaren
Tellerscheiben 16, 17 bestehen, feinfühlig veränderlich.
Das mit Flüssigkeit vermischte Material verläßt die Förderrinne an dem mit B bezeichneten Ende.
Hier wird das Material durch eine quer zur Förderrinne ι angeordnete Stachelwalze 18 nochmals
durchgemischt, wodurch etwa eingetretene Entmischungen zwischen groben und feinen Spänen
beseitigt werden.
Die beschriebene Mischvorrichtung läßt sich ohne Schwierigkeit z. B. in die üblichen Spanplattenfabrikationsstraßen
einordnen. Sämtliche Arbeitsvorgänge sind den Bedienungspersonen ständig vor Augen, und alle Maschinenteile können
auch während des Betriebes verstellt, eingestellt und überwacht werden.
Alle Flächen der Maschine, an denen sich Feinstaub festsetzen und in das Mischgut fallen könnte,
sind mit Vibratoren versehen (in der Zeichnung nicht dargestellt), welche von vornherein einen
Staubansatz verhindern.
Claims (11)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Holzspänen oder anderen spanförmigen Stoffen mit Bindemitteln od. dgl., gekennzeichnet durch eine zusätzlich in Querrichtung bewegliche Schwingförderrinne (1), die zumindest j auf einer Seite in eine Rundung (2) ausläuft, in j der ein rotierendes Wurfwerk (4) untergebracht ist, wobei der Antrieb der Schwingförderrinne (1) so gestaltet ist, daß das Mischgut neben seiner Längsbewegung durch eine zusätzliche Querbewegung in den Bereich des Wurfwerkes (4) gelangen kann, während das Wurfwerk eine solche Drehrichtung aufweist, daß das Mischgut zur Schwingförderrinne (1) zurückgeworfen wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsantrieb (13) für die Schwingförderrinne (1) hinsichtlich seiner Bewegungsrichtung in verschieden gewünschte Winkelstellungen in bezug auf ihre Längsachse einstellbar ist. - 7g
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schwingungserreger (14, 15) für die Schwingförderrinne (1) vorgesehen sind, die in verschiedenen Richtungen vorzugsweise senkrecht zueinander arbeiten.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Wurfwerk (4) eine entgegen der Förderrichtung des quer zugeführten Mischgutes umlaufende Stachelwalze dient.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wurfstachelwalze (4) mit einer in der Höhe einstellbaren Abdeckung (5a) versehen ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingförderrinne (1) zwecks Absaugung der Bindemittel-Sprühluft mit Siebeirisätzen versehen ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis S, gg dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Wurfstachelwalze gegenüberliegenden Seite der Schwingrinne (1) eine bis an das Mischgut herangeführte Absaugeeinrichtung (9, 10, 11) angebracht ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Absaugstutzen (10) der Absaugeeinrichtung an einer nach oben geführten Abrundung (3) der Schwingrinne (1) sich befindet.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl der Wurfstachelwalze (4) mit Hilfe eines entsprechenden an sich bekannten Getriebes (ιό, iy) stufenlos regelbar ist.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Austrittsende der Schwingförderrinne (1) für das Mischgut eine Mischwalze (18) vorgesehen ist.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, 1*5 dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (5ß) der Wurfstachelwalze (4) und die Absaugungseinrichtung (9, 10, 11) für die Sprühluft mit an sich bekannten Vibratoren versehen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 «17/429 8.56 (609 845 3.57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED12927A DE960672C (de) | 1952-08-12 | 1952-08-12 | Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Holzspaenen oder anderen spanfoermigen Stoffen mit Bindemitteln od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED12927A DE960672C (de) | 1952-08-12 | 1952-08-12 | Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Holzspaenen oder anderen spanfoermigen Stoffen mit Bindemitteln od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE960672C true DE960672C (de) | 1957-03-28 |
Family
ID=7034247
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED12927A Expired DE960672C (de) | 1952-08-12 | 1952-08-12 | Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Holzspaenen oder anderen spanfoermigen Stoffen mit Bindemitteln od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE960672C (de) |
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1952
- 1952-08-12 DE DED12927A patent/DE960672C/de not_active Expired
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