DED0012927MA - - Google Patents

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DED0012927MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. August 1952 Biekanntgemactit am 6. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Holzspänen oder anderen spanförmigen Stoffen mit Bindemitteln od. dgl., die zugesprüht oder auch zugeblasen werden oder in dünnem Strahl zufließen können. Die Vorrichtung ist in der Anwendung nicht auf spanförmige Stoffe beschränkt, sondern kann auch für die Mischung von pulverigen oder körnigen Bestandteilen, wie Salzen, Farbstoffen, Chemikalien usw., mit Flüssigkeiten usw. verwendet werden.
Bekannt sind für den gleichen Zweck rotierende oder feststehende Trommeln, in denen Rührwerke untergebracht sind, die das Spangut hochwerfen, wobei gleichzeitig das Bindemittel (z. B. Leim) eingesprüht wird. Diese bekannten Vorrichtungen haben den grundsätzlichen Nachteil, daß die Düsen schwer zugänglich und die Trommeln sowie zum Teil auch die Mischwerke erheblicher Leimverschmutzung ausgesetzt sind.
Bekannt sind auch kontinuierliche Beleimungsmaschinen, bei denen der Leim in flüssiger Form in dünner Schicht auf Walzen übertragen und von diesen den mit entsprechenden Druckwalzen ange drückten Spänen übergeben wird. In diesem Falle ist die Beanspruchung der Späne und damit die Zerkleinerungsgefahr erheblich und die Wahr-
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scheinlichkeit, daß jeder Span gleich viel, und zwar auf allen Seiten gleichmäßig Leim erhält, recht gering.
Bei einer weiteren bekannten Vorrichtung werden die Späne pneumatisch durcheinandergewirbelt und fallen frei in einen Hohlzylinder herab, in welchem der Leim entgegengesprüht wird. Für diese Ausführung gilt das für die Trommelmischer Gesagte in verstärktem Maße. Die Gefahr der Verschmutzung des Hohlzylinders im Bereich der Sprüheinrichtung ist erheblich. Die Düsen sind im allgemeinen während des Betriebes schwer zugänglich, und wegen der unterschiedlichen Fallzeit der leichten und der schweren Späne ist eine unterschiedliche Beleimung kaum zu vermeiden.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, durch welche diese Nachteile beseitigt sind. Erreicht ist dies durch eine zusätzlich in Querrichtung bewegliche Schwingförderrinne, die zumindest auf
20. einer Seite in eine Rundung ausläuft, in der ein rotierendes Wurfwerk untergebracht ist und derart angetrieben wird, daß das Mischgut neben seiner Längsbewegung durch eine zusätzliche Querbewegung in den Bereich des Wurfwerks gelangen kann, durch dessen Drehung das Mischgut zur Schwingförderrinne zurückgeworfen wird.
Zur Anpassung der Vorrichtung an verschiedene Durchsetzungsmengen kann die Schwingungsweite und Schwingungsrichtung der Schwingförderrinne verstellbar vorgesehen sein, dadurch, daß ein Schwingungserzeuger bezüglich seiner Schwingrichtung gegenüber der Förderrinne verschwenkbar ist, oder dadurch, daß für die Einleitung der Schwingbewegungen der Förderrinne in der Längs- und Querrichtung zwei Schwingungserzeuger vorgesehen werden, die einmal in der Längsrichtung und im zweiten Falle quer hierzu Schwingbewegungen hervorrufen.
Erfindungsgemäß ist das durch eine Stachelwalze gebildete Wurfwerk mit einer in der Höhe einstellbaren Abdeckung versehen, so daß durch Änderung des Spaltes zwischen der Bodenfläche und der Abdeckungskante die Wurfbahn der Späne beeinflußt werden kann.
Brfindungsgemäß sind ferner zur Absaugung der Sprühluft durch das Mischgut in der Schwingförderrinne Sieböffnungen angebracht und unterhalb des Bodens des Schwingförderers ein Absaugtrichter angeschlossen. Es kann aber auch auf der dem Wurfwerk gegenüberliegenden Seite der Schwingrinne eine bis an das Mischgut herangeführte Absaugeinrichtung vorgesehen werden. Zur Anpassung der Vorrichtung an Mischstoffe verschiedener Beschaffenheit ist die Drehzahl des Wurfwerks durch Anordnung eines stufenlos regelbaren Antriebs veränderlich.
Beim Austritt aus der Förderrinne wird das mit flüssigen Bindemitteln vermischte Spanmaterial durch eine quer gelagerte Stachelwalze nochmals durchgemischt zur Beseitigung etwa eingetretener Entmischungen zwischen groben und feinen Spänen.
Erfindungsgemäß sind die Flächen, an welchen
sich Feinstaub festsetzen und von diesen in das Mischgut fallen könnte, insbesondere die Abdeckung des Wurfwerks und die Absaugungseinrichtung für die Sprühluft mit an sich bekannten Vibratoren versehen, wodurch der Staubansatz verhindert wird.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele einer Mischvorrichtung gemäß der Er- findung schematisch dargestellt.
Fig. ι ist ein Querschnitt,
Fig. ι a ein Querschnitt einer abgeänderten Ausführung,
Fig. 2 ein Grundriß entsprechend Fig. 1,
Fig. 3 ebenfalls ein Grundriß einer Vorrichtung mit stufenlosem Antrieb der Stachelwalze und
Fig. 4 ein Grundriß einer Vorrichtung mit zwei Schwinggeneratoren.
Eine Schwingförderrinne 1 ist gemäß Fig. 1 an beiden Seiten in einer Rundung 2 und 3 hochgezogen. In der Rundung 2 . lauft eine Stachelwalze 4. Die Schwingbewegung der Förderrinne 1 ist so eingestellt, daß sie nicht nur in der Längsrichtung der Rinne fördert, sondern im wesentliehen auch quer zur Förderrinne in Richtung auf die Stachelwalze.
Das Spangut wird gemäß Fig. 2 bei A aufgegeben und in der gestrichelt angedeuteten Richtung schräg seitlich zur Stachelwalze 4 gefördert. Das Spangut wird von der Stachelwalze erfaßt und in einem flachen Bogen, wie die angezeichneten Richtungspfeile andeuten, über die ganze Breite der Förderrinne ausgeworfen. Dieses Spiel wiederholt sich, da die Förderrinne das Material wieder schräg seitlich der umlaufenden Stachelwalze 4 zuführt.
Über der Förderrinne 1 befinden sich in entsprechenden Abständen die Zugabevorrichtungen, in vorliegendem Fall Düsen 5, welche die Flüssigkeiten, z. B. Bindemittel, versprühen. Durch diese Anordnung wird praktisch jeder Span besprüht und eine Verschmutzung der Förderrinne vermieden, auch wenn tatsächlich einige Sprühtropfen den Wurfschleier der Späne durchdringen sollten, weil die gesamte Förderrinnenfläche mit den zur Stachelwalze zurückwandernden Spänen bedeckt ist. Die Stachelwalze 4 ist mit einer Abdeckung 5fl versehen, die in der Höhenlage verstellbar sein kann, so daß eine Änderung des Spaltes zwischen der Bodenfläche der Förderrinne 1 und dem abgewinkelten Blech 6 der Abdeckung 5a durchführbar ist und dadurch die durch die Stachelwalze 4 hervorgerufene Wurfbahn der Späne beeinflußt werden kann. Zur Absaugung der Sprühluft durch das auf der Förderrinne sich befindende Mischgut hindurch sind in der Schwingförderrinne Sieböffnungen (in der Zeichnung nicht dargestellt) und, wie in Fig. 1 a dargestellt, unterhalb der Bodenfläche des Schwingförderers 1 ein Absaugtrichter 7 mit einem Absaugstutzen 8 angebracht. Es können aber auch, wie in Fig. 1 gezeichnet, auf der der Stachelwalze gegenüberliegenden Seite Absaugöffnungen angebracht werden. Eine Absaug-' vorrichtung 9 für die Sprühluft besitzt den Absaugstutzen 10, der,'wie Fig. 2 zeigt, eine verbreiterte Einsaugdüse 11 aufweist. Die Einsaugdüse 11 bzw.
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der Saugstutzen ίο enden in dem auf der Förderrinne ι liegenden Spanpolster, das bei der Absaugung der Sprühluft als Filter wirkt, wodurch der größtmögliche Prozentsatz der Nebelanteile der Sprühluft noch niedergeschlagen wird.
Bei der Vorrichtung gemäß Fig. ι bis 3 ist zur Erzeugung der Schwingungsimpulse nur ein Schwingungserzeuger 13 vorgesehen, der bezüglich seiner durch Richtungspfeile in Fig. 2 bezeichneten Schwingrichtung gegenüber der Förderrinne verschwenkbar ist. Wird der Schwingungserzeuger mit seiner Schwingungsrichtung stärker quer zur Rinne verschwenkt, so ist der Durchsatz des Mischgutes geringer und die Anzahl der Wurfbewegungen für die einzelnen Bestandteile des Mischgutes groß. Schwenkt man ihn jedoch mehr in die Längsrichtung der Förderrinne, wird die Durchsatzmenge groß und die Wurfzahl für das geförderte Mischgut gering. Es können aber auch
ao die Schwingbewegungeen der Förderrinne in ihrer Längsrichtung und quer dazu durch die Anordnung von zwei Schwingungserzeugern 14 und 15 hervorgerufen werden, die, wie sich aus den in Fig. 4 eingezeichneten Pfeilen ergibt, einmal in der Längsrichtung 15 und im zweiten Fall quer hierzu 14, Schwingbewegungen ausüben.
Die Drehzahl der Stachelwalze ist durch Anordnung eines bekannten stufenlos regelbaren Antriebs, z. B. in Gestalt eines Keilriementriebs mit Riemenscheiben, die aus paarweise zueinander verstellbaren Tellerscheiben 16, 17 bestehen, feinfühlig veränderlich.
Das mit Flüssigkeit vermischte Material verläßt die Förderrinne an dem mit B bezeichneten Ende.
Hier wird das Material durch eine quer zur Förderrinne ι angeordnete Stachelwalze 18 nochmals durchgemischt, wodurch etwa eingetretene Entmischungen zwischen groben und feinen Spänen beseitigt werden.
Die beschriebene Mischvorrichtung läßt sich ohne Schwierigkeit z. B. in die üblichen Spanplattenfabrikationsstraßen einordnen. Sämtliche Arbeitsvorgänge sind den Bedienungspersonen ständig vor Augen, und alle Maschinenteile können auch während des Betriebes verstellt, eingestellt und überwacht werden.
Alle Flächen der Maschine, an denen sich Feinstaub festsetzen und in das Mischgut fallen könnte, sind mit Vibratoren versehen (in der Zeichnung nicht dargestellt), welche von vornherein einen Staubansatz verhindern.

Claims (11)

  1. Patentansprüche:
    I.Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Holzspänen oder anderen spanförmigen Stoffen mit Bindemitteln od. dgl., gekennzeichnet durch eine zusätzlich in Querrichtung bewegliche Schwingförderrinne (1), die zumindest auf einer Seite in eine Rundung (2) ausläuft, in der ein rotierendes Wurfwerk (4) untergebracht ist, wobei der Antrieb der Schwingförderrinne (1) so gestaltet ist, daß das Mischgut neben seiner Längsbewegung durch eine zusätzliche Querbewegung in den Bereich des Wurfwerkes (4) gelangen kann, während das Wurfwerk eine solche Drehrichtung aufweist, daß das Mischgut zur Schwingförderrinne (1) zurückgeworfen wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsantrieb (13) für die Schwingförderrinne (1) hinsichtlich seiner Bewegungsrichtung in verschieden gewünschte Winkelstellungen in bezug auf ihre Längsachse einstellbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schwingungserreger (14, 15) für die Schwingförderrinne (1) vorgesehen sind, die in verschiedenen Richtungen vorzugsweise senkrecht zueinander arbeiten.
  4. 4.. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Wurfwerk (4) eine entgegen der Förderrichtung des quer zugeführten Mischgutes umlaufende Stachelwalze dient.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wurfstachelwalze (4) mit einer in der Höhe einstellbaren Abdeckung (5a) versehen ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingförderrinne (1) zwecks Absaugung der Bindemittel-Sprühluft mit Siebeinsätzen versehen ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Wurfstachelwalze gegenüberliegenden Seite der Schwingrinne (1) eine bis an das Mischgut herangeführte Absaugeeinrichtung (9, 10, 11) angebracht ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der- Absaugstutzen (10) der Absaugeeinrichtung an einer nach oben geführten Abrundung (3) der Schwingrinne (1) sich befindet.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl der Wurfstachelwalze (4) mit Hilfe eines entsprechenden an sich bekannten Getriebes (16, 17) stufenlos regelbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Austrittsende der Schwingförderrinne (1) für das Mischgut eine Mischwalze (18) vorgesehen ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (Sa) der Wurfstachclwalze (4) und die Absaugungseinrichtung (9, 10, 11) für die Sprühluft mit an sich bekannten Vibratoren versehen sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 617/429' 8.56

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