DE956286C - Heizanlage fuer Tankschiffe - Google Patents
Heizanlage fuer TankschiffeInfo
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- DE956286C DE956286C DEB29663A DEB0029663A DE956286C DE 956286 C DE956286 C DE 956286C DE B29663 A DEB29663 A DE B29663A DE B0029663 A DEB0029663 A DE B0029663A DE 956286 C DE956286 C DE 956286C
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Classifications
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Description
- Heizanlage für Tankschiffe Bisher wurden auf Tankschiffen die einzehien Tanks mit Heizkörpern ausgerüstet, die von Dampf durchströmt wurden, um das im Tank befindliche Öl auf eine Temperatur aufheizen zu können, bei der es pumpfähig ist. Bei Abschaltung der Heizkörper gelangte infolge der Vacuumbildung durch kleine Undichtigkeiten Öl in die Heizrohre und Kondensatleitungen, so daß das Kondensat nicht wieder zur Kesselspeisung benutzt werden konnte, obgleich dieses gerade bei Seeschiffen äußerst wünschenswert ist. Der Lufteintritt in die abgeschalteten schmiedeeisernen Dampfleitungen bewirkte außerdem eine sehr schnelle Zerstörung derselben durch Korrosion. Nach jeder Seereise waren daher umfangreiche Instandsetzungsarbeiten am Rohrleitungsnetz und an den schmiedeeisernen Heizkörpern notwendig. Aber auch vom wärmewirtschaftlichen Standpunkt gesehen konnte die bisherige Lösung nicht restlos befriedigen. Für die Heizung von Schiffskabinen und für deren Belieferung mit Warmwasser ist ein von dem Dampf- bzw. Heizsystem völlig getrennter Heißwasserkreislauf bekannt.
- Auch ein unter Überdruck stehender geschlossener Heißwasserkreislauf ist an sich bekannt, bei welchem in dem völlig davon getrennten Dampfsystem das Kondensat wieder in den Dampfkessel zurückgeführt wird.
- Ausgehend von diesen bekannten Anlagen geht die Erfindung den Weg, eine Heizanlage speziell für die Beheizung der Ladeöltanks auf Tankschiffen zu schaffen, wobei als Heizanlage für die Tanks ein unter Überdruck stehender Heißwasserkreislauf mit davon getrenntem, geschlossenem Dampfsystem angeordnet ist. Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß zwischen dem Dampfkessel und dem Wärmeaustauscher bzw. Heißwassererzeuger eine Höhendifferenz besteht, so daß ein selbständiger Rückfluß des Kondenswassers zum Dampfkessel ohne Zwischenorgane erfolgt, und ein anderes Merkmal darin, daß der Dampf dem Heißwassererzeuger ohne Zwischenschaltung von Reglern zugeführt wird.
- Bekannt ist also die eigentliche Heizanlage für andere Anwendungszwecke, neu dagegen ist die Anwendung der Heißwasserheizung für die Beheizung der Ladeöltanks auf Tankschiffen und der Fortfall von Reglern in der Dampfzuführungsleitung zwischen dem Heißwassererzeuger und dem Dampfkessel und die direkte Zuführung des Kondenswassers zum Heizkessel ohne Zwischen= organe.
- Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß mit Sicherheit die Heizleitungen und alle mit dem Öl in Berührung kommenden Teile ständig unter Überdruck stehen, und zwar vom Beginn des Heizvorganges an, so daß ein Eindringen von Ölteilen in die Heizleitungen und damit eine Verunreinigung des Heizwassers unmöglich ist.
- Außerdem besteht der Vorteil der Anlage darin, daß die Kesselspeisung im Kreislauf erfolgt, keine Wasserverluste eintreten, sondern das verdampfte Wasser immer in Form eines reinen brauchbaren Kondensats wieder dem Kessel zugeführt wird.
- In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Heißwasserheizungsanlage für Tankschiffe nach der Erfindung mit zwischengeschaltetem Heißwassererzeuger dargestellt.
- Es bedeutet I die Kesselanlage, von der aus die erforderliche Dampfmenge durch die Dampfleitung 2 der Heizschlange 4 des Heißwassererzeugers 3 zugeführt wird. Das Kondensat fließt durch die Kondensatleitung 5 dem Kessel I selbsttätig wieder zu.
- Das aus dem Heißwassererzeuger entnommene heiße Wasser gelangt über eine Umwälzpumpe 6 zu den Heizkörpern 7 der Öltanks, gibt dort einen Teil seines Wärmeinhaltes ab und kehrt durch die Rücklaufleitung zum Heißwassererzeuger zurück. Bei gleichbleibender umgewälzter Wassermenge bedeutet eine kleinere Wärmeabgabe eine geringe Absenkung der Heißwassertemperatur und um diese geringere Wärmeentziehung muß das heiße Wasser im Heißwassererzeuger 3 wieder aufgeheizt werden. Größere Wärmeentziehung ist gleichbedeutend mit größerer Wärmeabgabe und größerer Aufheizung. Der Heißwassererzeuger reguliert sich also wärmewirtschaftlich selbst. Die Ausdehnung des heißen Wassers kann bei entsprechender Ausbildung des Heißwassererzeugers entweder im vorgesehenen Dampfraum des Heißwassererzeugers selbst oder in einem besonders angeordneten Ausdehnungsgefäß 8 mit Dampf-, Gas- oder Luftpolster unter Ölabschluß aufgenommen werden. In jedem Falle, auch bei stehender Pumpe, steht der Heißwasserkreislauf unter Überdruck und verhindert ein Eindringen von ÖI oder Luft und damit Zerstörungen.
- Beim Betrieb der Anlage wird der Dampf vom Dampfkessel I beispielsweise immer auf einen Druck von I0 Atm. entsprechend einer Dampftemperatur von etwa I80° C eingestellt. Diese Dampftemperatur bleibt ständig erhalten. Welche Wärmemenge von dieser Dampftemperatur in den Heizschlangen 4 an den Heißwassererzeuger 3 abgegeben wird, hängt lediglich davon ab, wieviel Wärme den Heizschlangen 4 auf dem Wege über die Heizkörper 7 entzogen wird. Es kann sich also auch um eine sehr geringe Wärmeabgabe handeln, welche bis Null gehen kann und dann dazu führt, daß der Kesseldampf nicht kondensiert, so daß in der Leitung 2 der Dampf stagniert, ebenso der Rückfluß des Kondensats in der Leitung 5, in welcher dann entsprechend dem Dampfdruck der Wasserspiegel sich auf entsprech oder Höhe hält. Das Kondensat kann aus der Leitung 5 dadurch ablaufen, daß der Reibungswiderstand in der Leitung 2 und in der Heizschlange 4 so gering gehalten. wird, daß eine entsprechende Wassersäule in der Kondensatleitung 5 den geringen notwendigen Überdruck zum Abfließen des Kondensats aus der Leitung 5 in den Kessel I erzeugt. Dabei können die Querschnitte der Leitungen 2 und 5 gleich groß sein. Weiter kann in an sich bekannter Weise in dem eigentlichen Heißwasserkreislauf vor der Pumpe 6 eine Mischleitung als Verbindungsleitung der zu den Heizkörpern 7 führenden Zu- und Rücklaufrohren angeordnet werden, wie das bei 9 angedeutet ist, so daß die Möglichkeit besteht, die Vorlauftemperatur für die Heizkörper 7 herabzusetzen. Das ist für den Fall zum Beispiel zweckmäßig, wenn man das bereits aufgeheizte Öl für den Pumpvorgang als solchen und die zeitliche Dauer desselben auf gleichbleibender Temperatur halten will. also nur die Strahlungsverluste zu decken hat.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Heizanlage für die Beheizung der Ladeöltanks auf Tankschiffen unter Verwendung eines Dampfkessels, dadurch gekennzeichnet, daß als Heizanlage für die Tanks ein unter Überdruck stehender Heißwasserkreislauf mit davon getrenntem, geschlossenem Dampfsystem angeordnet ist.
- 2. Heizanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Dampfkessel (i) und dem Wärmeaustauscher bzw. Heißwassererzeuger (3) eine Höhendifferenz besteht, so daß ein selbständiger Rückfluß des Kondenswassers zum Dampfkessel ohne Zwischenorgane erfolgt.
- 3. Heizanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampf dem Heißwassererzeuger (3) ohne Zwischenschaltung von Reglern zugeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 619 746; Zeitschrift »Heizung und Lüftung«, 1940, Heft 3, S.:29.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEB29663A DE956286C (de) | 1954-02-13 | 1954-02-13 | Heizanlage fuer Tankschiffe |
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| DEB29663A DE956286C (de) | 1954-02-13 | 1954-02-13 | Heizanlage fuer Tankschiffe |
Publications (1)
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| DE956286C true DE956286C (de) | 1957-01-17 |
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Country Status (1)
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR619746A (fr) * | 1926-08-02 | 1927-04-07 | Bocquillon Ets | Installation de chauffage à bord des navires |
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1954
- 1954-02-13 DE DEB29663A patent/DE956286C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
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