DE953556C - Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen oder Tempern von Platten, insbesondere Glasplatten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen oder Tempern von Platten, insbesondere Glasplatten

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DE953556C
DE953556C DEI9100A DEI0009100A DE953556C DE 953556 C DE953556 C DE 953556C DE I9100 A DEI9100 A DE I9100A DE I0009100 A DEI0009100 A DE I0009100A DE 953556 C DE953556 C DE 953556C
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DE
Germany
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plates
temperature control
control elements
tempering
elements
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Expired
Application number
DEI9100A
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English (en)
Inventor
Dr Walter Geffcken
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Schott AG
Original Assignee
Jenaer Glaswerk Schott and Gen
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B25/00Annealing glass products
    • C03B25/04Annealing glass products in a continuous way

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen oder Tempern von Platten, insbesondere Glasplatten Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Kühlen oder Tempern von Platten und ist insbesondere für die Behandlung von Glasplatten geeignet.
  • Bei den bekannten Kühl- bzw. Temperverfahren liefen die zu behandelnden Platten einzeln in Richtung ihrer Ebene durch schmale, sehr lange Kammern. Diese bekannten Verfahren besaßen aber erhebliche Nachteile, da der Raumbedarf ungewöhnlich groß war und die beim Abkühlen der Platten frei werdende Wärme ungenutzt abgestrahlt wurde. Die nach den bekannten Verfahren arbeitenden Kühl- oder Temperöfen waren daher äußerst unwirtschaftlich.
  • Durch Anwendung des Verfahrens und der Vorrichtung nach der Erfindung werden die Nachteile der bekannten Methoden vollständig vermieden und zudem noch - weitere beträchtliche Vorteile erzielt. -Das Verfahren zum Kühlen oder Tempern von Platten, insbesondere Glasplatten, nach der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die Platten in Richtung ihrer Flächennormalen fortbewegt und während dieses Bewegungsvorganges zur Wärmeabgabe und Wärmeaufnahme geeignete, vorzugsweise zu einem System vereinigte flächenförmige Temperierelemente periodisch, in die zwischen den Platten befindlichen Zwischenräume ein- und aasgeschoben werden.
  • In weiterer Ausbildung dieses Verfahrens wird die Fortbewegung der Platten während -der Zeiträume, in welchen die Temperierelemente eingeschoben sind, zweckmäßig bis zum Stillstand gehemmt. Dadurch, daß erfindungsgemäß die zu behandelnden Platten nicht mehr wie bisher in der Längsrichtung aneinanderstoßen, sondern sich mit den Flächen gegenüberstehen, wird der Raumbedarf naturgemäß stark vermindert. Der besondere Wert der Erfindung liegt aber darin, daß die bei der Kühlung von den Platten abgestrahlte Wärme von °.n Temperierelementen aufgenommen wird und dadurch nicht verlorengeht.
  • Zweckmäßig und in manchen Fällen erforderlich ist es, einzelnen Temperierelementen von außen Wärme zuzuführen. Auch ist es günstig, zur Erhöhung der Luftzirkulation zwischen den Platten und den Temperierelementen diesen eine Relativbewegung zueinander mit einer kleinen Amplitude zu erteilen.
  • An Hand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigt in einem Ausführungsbeispiel schematisch Fig. i eine Vorrichtung gemäß der Erfindung in Aufsicht, Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. i im Schnitt A-A, Fig.3 ein einzelnes Temperaturelement im Schnitt, Fig. 4 ein Heizelement im Schnitt B-B der Fig. i. Wie die Fig. i und 2 erkennen lassen, besitzt die Vorrichtung eine Fördereinrichtung, welche aus der Förderkette i und den Führungs- bzw. Antriebsrädern 2 besteht. Die zu behandelnden Platten P werden in die Rahmen 3 eingesetzt und sind dadurch mit Hilfe der Rollen 4 auf der Schiene 5 in Richtung ihrer Flächennormalen verschiebbar gelagert. Mit Hilfe der an der Förderkette i angebrachten Mitnehmer 6 werden die Rahmen 3 und damit die zu behandelnden Platten P fortbewegt.
  • Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht in den Temperierelementen 7, welche zu einem System vereinigt auf einem Wagen angeordnet sind, der seinerseits vermittels der Rollen 8 auf den Schienen g derart beweglich ist, daß die Temperierelemente in die Zwischenräume zwischen die Platten P ein- und ausschiebbar sind.
  • Jedes der Temperierelemente 7 besteht gemäß dem Ausführungsbeispiel aus einem gegenläufig angeordneten Rohrsystem (Fig.3). Erfindungsgemäß sind die Rohrsysteme aller Temperierelemente 7 derart miteinander verbunden, daß mittels eines (nicht dargestellten) Gebläses oder einer Pumpe ein Gas- oder Flüssigkeitsstrom fortlaufend durch alle Temperierelemente hindurchführbar ist, Den annähernd in der Mitte des Systems liegenden Temperierelementen wird mittels der Heizvorrichtungen io von außen Wärme zugeführt. Als Heizvor,ichtungen könnten, wie Fig. 4 zeigt, flächenhaft au,3eebildete, elektrisch beheizte Heißleiter, z. B. Drahtspiralen, dienen. Mit Hilfe des Regeltransformators i i kann die Heizspannung und damit die den Temperierelementen 7 zugeführte Wärme nach Bedarf eingestellt werden.
  • Die Arbeitsweise der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist folgende. Die Förderkette i wird in Betrieb gesetzt, so daß diese sich zusammen mit den von ihr mitgenommenen Rahmen 3 in Pfeilrichtung fortbewegt. Die zu behandelnden Platten P werden am Eintrittsende X in die Rahmen 3 eingehängt und wandern damit nacheinander in Richtung ihrer Flächennormalen durch das Gehäuse i2 bis zum Austrittsende Y der Vorrichtung.
  • Das ganze System der Temperierelemente 7 wird nun quer zur Förderrichtung der Platten P hin und her bewegt und diese Bewegung derart auf die Förderbewegung der Platten P abgestimmt, daß beim jedesmaligen Ein- und Ausschieben die Platten um einen Plattenabstand weiter gewandert sind. Zweckmäßig wird die Fortbewegung der Platten während der Zeiträume, in welchen die Temperierelemente eingeschoben sind, gegebenenfalls bis zum Stillstand, gehemmt.
  • Auf diese Weise erfolgt ein wirkungsvoller Wärmeaustausch zwischen Platten und Temperierelem-enten. Erfindungsgemäß durchläuft ein Gas-, beispielsweise ein Luftstrom nacheinander alle Temperierelemente, so daß von der abgestrahlten Wärme der Platten P .der Luftstrom im ersten Temperierelement 7 um einen gewissen Betrag erwärmt wird, so erwärmt in das zweite Temperierelement eintritt und dort wiederum erhitzt wird. Dieser Vorgang wiederholt sich, so daß durch geeignete Bemessung der Stärke des Luftstromes erreicht wird, daß die Temperaturdifferen:-zwischen zwei aufeinanderfolgenden Temperierelementen von einer bestimmten Stellung im System an praktisch konstant ist. Hierdurch nimmt die Temperatur der zu kühlenden Platten in gleicher arithmetischer Progression ab.
  • Dieser Vorgang wird durch die nachstehende Tabelle näher erläutert.
    Kühlelement
    Mittel Platten- Platte -- mittl.
    Nr- zweier temperatur Element
    Temp. Nach-
    barn Anfang ( Ende Anfang Ende -
    1 20
    20 26 50 30 6
    2 20
    40 50 go 50 To
    3 60
    8o go 130 50 10
    4 loo
    120 13o 170 50 1o
    5 140
    16o 170 21o 50 To
    6 18o
    200 2i0 250 50 1o
    7 220
    24o 25o 290 50 To
    8 26o
    28o 290 330 5o To
    g- 300
    320 33o 37o 5o To
    To 340
    36o 370
    1i 38o
    Gemäß dieser Aufstellung ist angenommen, daß vom zweiten Temperierelement an, die Temperaturdifferenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Temperierelementen q.0° beträgt.
  • Die Wärmeabgabe einer Platte und damit ihr Temperaturrückgang während einer Periode ist nun proportional der Differenz zwischen der Temperatur dieser Platte und dem Mittel der Temperaturen der benachbarten Temperierelemente. (Vgl. Spalte 6 und 7). Diese Differenz beträgt zu Beginn der Periode bei einem angeführten Beispiel 5o°, am Ende io° mit Ausnahme der ersten Platte. Dort ist sie zu Beginn 30°, sie muß also am Ende noch 6° betragen. Da die Wärmeabgabe bei dem gewählten linearen Temperaturanstieg für die einzelnen Platten gleich groß ist, muß jedes Paar von benachbarten Temperierelementen mit Ausnahme der ersten die gleiche Wärmemenge abführen. Dies ist offenbar der Fall, wenn der gleiche kühlende Luftstrom die betreffenden Temperierelemente hintereinander durchströmt. Nur die beiden ersten Temperierelemente müssen zusätzlich gekühlt werden, damit sie die geforderte tiefe Temperatur von 2o° laufend beibehalten. Diese Kühlung erfolgt zweckmäßig durch Wasser.
  • Von besonderer Bedeutung sind das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung auch dann, wenn es sich darum handelt, ursprünglich kalte Platten einer Temperung zu unterwerfen. Es ist dann nämlich möglich, die Wärme der aus dem innersten Temperierelement ausströmenden bereits sehr warmen Luft, dazu zu'verwenden, die Platten vorzuwärmen. Zu diesem Zweck werden annähernd in der Mitte des Systems eines oder mehrere Temperierelemente 7 mittels der Heizvorrichtung io von außen beheizt. Da die zugeführte Wärme von der durch die Temperierelemente strömenden erhitzten Luft weiterbefördert wird, kühlt sich die Luft von Temperierelement zu Temperierelement nach und nach ab und tritt schließlich aus dem letzten Temperierelement kalt aus.
  • Die zu behandelnden Platten werden bei jedem Fortschreiten zwischen zwei Temperierelementen 7, bis sie in das Gebiet -der Heizvorrichtungen io kommen, immer stärker erhitzt. Ist diese Zone durchschritten, so geben die Platten ihre Wärme wieder an das System von Temperierelementen ab, so daß ein großer Teil der Wärmeenergie wiedergewonnen wird.
  • Es ist verständlich, daß durch Anwendung der Erfindung zum Tempern gegenüber den bekannten Konstruktionen und Verfahren nur ein Bruchteil an Wärmeenergie benötigt wird.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Kühlern oder Tempern von Platten, insbesondere Glasplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (P) in Richtung ihrer Flächennormalen fortbewegt und während dieses Bewegungsvorganges zur Wärmeabgabe und Wärmeaufnahme geeignete,, vorzugsweise zu einem System vereinigte, flächenförmige Temperierelemente (7) periodisch in die zwischen den Platten befindlichen Zwischenräume ein- und ausgeschoben werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fortbewegung der Platten (P) während der Zeiträume, in welchen die Temperierelemente (7) eingeschoben sind, zweckmäßig bis zurr Stillstand gehemmt wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Platten (P) und/oder den Temperierelementen (7) eine Relativbewegung zueinander mit kleiner Amplitude erteilt wird. q..
  4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einzelnen Temperierelementen (7) von außen Wärme zugeführt wird.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis q., gekennzeichnet durch eine Fördereinrichtung, beispielsweise eine endlose Kette (i), mit Befestigungsmitteln für die zu behandelnden Platten und ein senkrecht zur Förderrichtung der Platten verschiebbares System von zur Wärmeabgabe und Wärmeaufnahme geeigneten Temperierelementen (7).
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Halterung der Platten mit Rollen (q.) versehene, auf einer Schiene (5) bewegbare Rahmen (3) dienen und die Fortbewegung durch an einer endlosen, angetriebenen Förderkette (i) befestigte Mitnehmen (6) erfolgt.
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Temperierelement (7) ein zweckmäßig gegenläufig angeordnetes Rohrsystem enthält bzw. aus einem solchen Rohrsystem besteht. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrsysteme mehrerer Temperierelemente (7) derart miteinander verbunden sind, daß mittels eines Gebläses oder einer Pumpe ein Gas- oder Flüssigkeitsstrom fortlaufend durch diese Temperierelemente hindurchführbar ist.
  9. 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das ganze System der Temperierelemente auf einem beispielsweise auf Rollen (8) und Schienen (9) gelagerten Wagen angeordnet ist. io. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber einzelnen, vorzugsweise den annähernd in der Mitte des Systems befindlüchen. Tamperiereilem,ntnn (7), Heizvorrichtungen (io) angeordnet sind. i i. Vorrichtung nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß als Heizvorrichtung flächenhaft ausgebildete, elektrisch beheizte, zweckmäßig regelbare Heißleiter dienen.
DEI9100A 1954-09-05 1954-09-05 Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen oder Tempern von Platten, insbesondere Glasplatten Expired DE953556C (de)

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