DE952983C - Loesungsmittel fuer bituminoese, kristalline harzige und organische amorphe Bestandteile der Destillationsprodukte von Kohle und Erdoel soweie fuer Asphalte und Asphaltite - Google Patents

Loesungsmittel fuer bituminoese, kristalline harzige und organische amorphe Bestandteile der Destillationsprodukte von Kohle und Erdoel soweie fuer Asphalte und Asphaltite

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DE952983C
DE952983C DEC6121A DEC0006121A DE952983C DE 952983 C DE952983 C DE 952983C DE C6121 A DEC6121 A DE C6121A DE C0006121 A DEC0006121 A DE C0006121A DE 952983 C DE952983 C DE 952983C
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bituminous
coal
well
solvent
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DEC6121A
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Dr Chem Karl Fehr
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CHEM KARL FEHR DR
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CHEM KARL FEHR DR
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C3/00Working-up pitch, asphalt, bitumen
    • C10C3/08Working-up pitch, asphalt, bitumen by selective extraction

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Civil Engineering (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Working-Up Tar And Pitch (AREA)

Description

  • Lösungsmittel für bituminöse, kristalline harzige und organische amorphe Bestandteile der Destillationsprodukte von Kohle und Erdöl sowie für Asphalte und Asphaltite
    Um bituminöse Substanzen zu lösen, werden
    Halogemkoh lenwasserstoffe angewendet,. wie bei-
    spiellswetise TetradhloE-kohlenstaff, Di- oder Tri-
    chloräbhylen. Diese Lösungsmittel haben den Nach-
    beil, daß ihre Siedepunkte bei 6o bis i2o° liegen,
    sie also bei. mäßiger Erwärmung schon. verdampfen.
    Diejünigen Hadagenkohlenwassersboffe, deren Siede
    puntke höher liegen, beispielsweise das Hexachlor-
    n.aph thalin, haben den Nachteil, daß sie bei noT-
    maJer Temperatur feste" kristalline Körper sind.
    Es. wurde gefunden, daß durch Verschmelzen
    mehrerer halogenierter, fester, kristalliner, aa-oma-
    tischer Substanzen aus Teer erhaltene flüsssge Ge-
    mische, dereai Siedepunkte sehr hoch liegen, ein besonders gutes Lösevermögen ;besitzen. Diese flüssigen eutektischem Gemische lösen gröB-tenbei.ls völlig bituminöse, kristalline, harzige und amorphe organi.sche Bestandteile der Destifationsprodukte von Kohle und Erdöl sowie Asphalte und Asphaltite.
  • Die Herstellung der flüssligerb Gemische geschieht in der Weise, da,B entsprechende Teerfraktionen, z. B. eine Naphthalinfraktion und eine Phenanthrenfraktion, jede für sich halögeniert werden,, und zwar so weit, daß mehrfach halogenierte Körper entstehen, wie z. B. Di-, Tri- oder Tetrachldrrraphthalin bzw. Dichlorphenanthren. Diese kristallinen Stoffe werden in bekannter Wise, z. B. durch Zentrifugieren, aus.der hälogenierten Fraktion abgeschieden und miteinander vermischt, wobei ölige Gemische entstehen. Es, ist weiterhin möglich, die genannten Fraktionen so weit zu halogenieren, daß sowohl ein- als auch mehrfach halogenierte Stoffe entstehen und die Fraktionen bei normaler Temperatur eine feste Konsistenz haben. Werden diese halogenierten, festen Naphthalin- und Phenanthrenfraktionen miteinander vermischt und verschmolzen, so entsteht gleichfalls ein: flüssiges Gemisch.
  • Auch können verschiedene Teerfraktionen, die aus kristallinen aromatischen Substanzen bestehen, zuerst gemischt und dann halogenieTt werden. Es. bildet sich in diesem Fall das eutekte flüssige Gemisch während der Halogenäderung.
  • Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung von aus Naphthalin- bzw. Phenanthrenfraktionen erhältenen Gemische beschränkt, sondern erstreckt sich auf die Verwendung aller kristallinen aronmn.-tischen Substanzen aus Teer.
  • Es ist nicht erforderlich, daß eine der kristallinen Substanzen einen niedrigen Festpunkt hat. Die Festpunktserniedrigung dar flüssigen - Gemische kann auch eintreten, wenn, dien angewendeten Komponenten hochschmelzend sind. Die Viskosität der geruchschwachen und schwerflüchtigen flüssigen Gemische ist beliebig einstellbar und hängt von Art und. Menge der eingesetzten Mischungsbestandteile ab. Die Siedepunkte der flüssigen Gemische liegen. in der Mehrzahl bei a50 bis 36o°, also weit über den Siedepunkten den- üblichen Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol, Solventnaphtha.
  • Beispiel Ein. Gemisch von gleiehen Teilen Chlornaphthalin und bzw. oder Trichlornaphthalin und bzw. oder .Cetrachlornaphthalin ergibt beim Verschmell.zen mit Chlorphenanthren ein ölartiges. flüssiges Gemisch, das bei höheren Temperaturen, z. B. mit Steinkohlenteerpech vermischt, das Pech soweit in U-sung bringt, daB bei einer anschließenden Filtration im Rückstand nicht mehr als. I lyi:s 5 1/o Substanzen verbleiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung eines durch Verschmelzen von halagenierten aromatischen kristallinen Substanzen aus Teer bei normalen Temperaturen erhaltenen flüssigen, eutektischen Gemisches als Lösungsmittel für bituminöse, kristalline, harzige und organische amorphe Bestandteile der Desti.llationspzodukte von Kohle und Erdöl sowie für Asphalte und Asphaltite. In Betracht gezogene Druckschriften: Abraham-B.rühl: »Asphalte und verwandte Stoffe«, (I939) S.535.
DEC6121A 1952-07-15 1952-07-15 Loesungsmittel fuer bituminoese, kristalline harzige und organische amorphe Bestandteile der Destillationsprodukte von Kohle und Erdoel soweie fuer Asphalte und Asphaltite Expired DE952983C (de)

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