-
Registriergerät, insbesondere Funkenschreiber Das Hauptpatent betrifft
ein Registriergerät, insbesondere einen Funkenschreiber, zum Aufzeichnen von auf
eine Zeitmessung zurückführbaren Meßwerten mit einem Registrierstreifen, der an
einer gerätfesten Abtaststelle vorbeibewegt wird, und mit einem Registri.erstift,
der mit seinem rückwärtigen Ende an einem rotierenden Stiftträger befestigt ist
und bei seinem Umlauf im Bereich der Abtaststelle quer über den Registrierstreifen
wandert, in derartiger Anordnung, daB der Registrierstift an seinem Stiftträger
in Umfangsrichtung federt und sein Abtastende im Bereich des Registrierstreifens
zwangläufig geradgeführt ist, indem der Registrierstift während seines Umlaufes
im Bereich des Registrierstreifens unter federnder Einwärtsschwenkung aus seiner
Kreisbahn in die gerade Abtastbahn gezwungen wird.
-
Die Ausführungsform gemäß dem Hauptpatent hat die Vorteile, daß sie
eine gerade Abtastbahn aufweist, mechanisch sehr einfach und wenig kostspielig ist
und nwr eine geringe Leistung benötigt und somit von einem kleinen preisgünstigen
Elektromotor angetrieben werden kann. Die vorstehend erläuterten Registriergeräte
arbeiten jedoch bei sehr hohen Abtastgeschwindigkeiten nicht zuverlässig genug und
bedürfen auch einer sehr sorgfältigen
Einstellung, um immer eine
gute Berührung zwischen dem Stift und dem Registrierstreifen sicherzustellen.
-
Die Erfindung bringt eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des
Gegenstandes des Hauptpatentes, mit der es möglich ist, die Arbeitsgeschwindigkeit
des Registriergerätes und dessen Zuverlässigkeit wesentlich zu erhöhen und die Einstellung
zu vereinfachen. Insbesondere bezweckt die Erfindung die Schaffung eines Gerätes,
das sich im wesentlichen automatisch nachstellt und die Abnutzung des Registrierstiftes
kompensiert.
-
Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß das im wesentlichen
gerade ausgebildete Abtastende des Registrierstiftes in einer senkrecht zum Abtastpfad
verlaufenden .Ebene liegt und gegenüber der Registrierstrei,fenfläche unter einem
spitzen Winkel geneigt ist und dabei die Anlagefläche einer entsprechend geneigten,
gerätefesten Führungsbahn berührt, welche parallel zum Abtastpfad neben diesem angeordnet
ist und deren Neigungswinkel so bemessen ist, daß die Federkraft des Registrierstiftes
und die durch den Umlauf hervorgerufene Zentrifugalkraft im Zusammenwirken mit der
schrägen Führungsbahn ein sicheres Aufliegen des vorderen Registrierstiftendes auf
dem Registrierstreifen bewirken.
-
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
erläutert. Es zeigt Fig. i eine Draufsicht auf einen Teil der Registriereinrichtung
unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Stiftmechanismus, wobei das äußere Gehäuse
geschnitten dargestellt ist, Fig.2 eine Vorderansicht der Einrichtung gemäß Fig.
1, Fig.3 einen waagerechten Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 einen
senkrechten Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3, Fig. 5 eine Ansicht ähnlich
wie Fig. 3, aber mit einer anderen Anordnung der Teile; Fig. 6, 7 und 8 sind schematische
Darstellungen, die das Arbeiten der Einrichtung verdeutlichen. Bei dem in Fig. i
und 2 dargestellten Registriergerät wird ein Aufzeichnungsstreifen verwendet, der
aus einem Papierband io besteht, das während des Arbeitens der Registriereinrichtung
durch einen nicht dargestellten Bandantriebsmechanismus langsam von einer Rolle
ii abgewickelt und -um das Ende einer Rückenplatte 12 und über die Vorderseite dieser
Platte gezogen wird. Die Registriermarkierungen werden auf den Registrierstreifen
io durch die Spitze 14Q eines Stiftteiles 14 aufgebracht, der periodisch über den
Registrierstreifen io von oben nach unten bewegt wird und dabei elektrische Impulse
empfängt. Der Zeitpunkt dieser Impulse bestimmt die Höhenlage der Markierungen auf
dem Registrierstreifen. Die vorliegende Erfindung betrifft in erster Linie die Ausbildung
des Stiftes und des Mechanismus für seine Bewegung quer über den Registrierstreifen.
-
Der Stiftteil 14 besteht aus einem langen Stück Federdraht, dessen
eines Ende an einem umlaufenden Stiftträger 15 von der Form eines Rades befestigt
ist und von diesem annähernd tangential vom Umfang absteht. Das freie Ende oder
die Spitze 14, des Stiftteiles berührt den Registrierstreifen io und bildet den
eigentlichen Schreibstift. Das entgegengesetzte oder festgelegte Ende des Stiftteiles
14 ist beispielsweise an eine Federklammer 16 angelötet, die eine kanalartige Form
aufweist und den Mantel 15" des .Trägerrades 15 umfaßt. Die Kanten der Mantelfläche
15" sind mit Kerben versehen, welche die Klammer 16 aufnehmen und sie in einer gewünschten
Stellung fest am Umfang halten, wobei sie einen schnellen Austausch der Stiftanordnung
durch . einfaches Entfernen der Klammer 16 aus ihrer Halterung an dem Stiftträger
und durch Anbringen und Festlegen einer neuen Klammer gestatten. Ein Ende der Klammer
16 ist im Bedarfsfall verlängert, und daran ist ein Bürstenelement 17 angelötet,
welches eine elektrische Verbindung zu dem Stift 14 herstellt. Dieser Bürstenteil
17 arbeitet mit einer feststehenden Kontaktanordnung 18 zusammen, die eine oder
mehrere Kontaktlamellen enthält, welche den Registrierstift an das zur Aufzeichnung
erforderliche elektrische Potential anschließen. Die Kontaktanordnung 18 ist jedoch
nicht Gegenstand der Erfindung.
-
Der Stiftteil 14 besteht aus zwei im wesentlichen geraden Abschnitten
146, 14,. Der erstere Abschnitt 14U ist verhältnismäßig. lang und erstreckt sich
annähernd tangential vom Punkt seiner Befestigung an dem Träger 15. Per andere Abschnitt
14, ist verhältnismäßig kurz und verläuft im wesentlichen im rechten Winkel zu:
dem langen Abschnitt und endet in der Spitze 1,.Q.
-
Während der Drehung des Trägers 15 wird der Endabschnitt 14, des Stiftteiles
durch eine geschlossene Bahn 2o geführt, die den Träger 15 umgibt oder einschließt.
Diese Bahn 20 besteht aas einem geraden Führungsteil 2o",. der etwa parallel zur
Registrierfläche und senkrecht zur Bewegungsrichtung des Registrierstreifens io
verläuft und dicht neben ihm angeordnet ist. Außerdem besteht die Bahn 2o aus einem
mit dem geraden Teil 2e" einen einheitlichen Teil bildenden, im wesentlichen gebogenen
Abschnitt 206, der die unteren und oberen Enden des Führungsabschnittes 20ä miteinander
verbindet. Die Bahn 2o ist beispielsweise aus einem plastischen Stoff geformt und
mit einem mit diesem aus einem Stück bestehenden Grundteil 20, versehen (Fig. i).
Dadurch kann die Bahn 2o an der Grundplatte 22 der Registriereinrichtung z. B. durch
Schrauben befestigt werden. Der Grundteil 2o, weist Schlitze auf, durch welche die
Schrauben greifen, welche bedarfsweise eine Einstellung der Bahn in bezug auf den
Registrierstreifen 1o ermöglichen.
-
Der Führungsteil 2o" der Balin ist gerade und eben und mit seiner
inneren Fläche 2o' in einem spitzen Winkel zu dem Registrierstreifen io geneigt
angeordnet, wie deutlich aus Fig. 3 ersichtlich ist. Dadurch bewirkt die nach außen
gerichtete Kraft, die von dem Stift auf den Führungsteil :2o, als Folge der dem
Stift innewohnenden Elastizität und der Zentrifugalkraft ausgeübt wird, daß er sich
seitlich
längs der geneigten Führungsfläche verschiebt, bis er mit dem Registrierstreifen
io in' Berührung kommt und auf .diesem aufliegt. Dadurch ist ein sicherer elektrischer
Kontakt zwischen der Spitze 14, des Stiftes und dem Registrierstreifen gewährleistet.
Der lange Abschnitt i4b des Stiftteiles ist im Hinblick auf die Klammer 16 so ausgerichtet,
daß der kurze Stiftabschnitt 14" der von ihm in einem rechten Winkel absteht, flach
an dem Führungsteil 2o" anliegt, während er diesen, wie es in Fig. 3 dargestellt
ist, durchläuft. Die Länge des Abschnittes 14, wird durch Abnutzung der Spitze 14,
des Stiftes vermindert; dies beeinflußt jedoch die Arbeitsweise der Einrichtung
nicht wesentlich, auch wenn ein großer Anteil des Stifts ver= braucht ist.
-
Der kurvenförmige Teil tob der Bahn 2o geht an den oberen und unteren
Enden in den Führungsteilabschnitt 2o" über, aber er ist nicht in der gleichen Weise
wie der Führungsabschnitt 2o" geneigt. Statt dessen verläuft die innere Fläche dieses
Abschnittes seitlich im wesentlichen im rechten Winkel zu der Drehachse des Trägers
15, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist. Ein Rand 2oa kann an der vorderen Kante der
Bahn vorgesehen werden, um diese zu versteifen, aber das hintere Ende ist vorzugsweise
offen.
-
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß der Träger 15 nahe an dem unteren
Ende der Führung 2o" angeordnet ist. Obgleich der lange Abschnitt 14b des Stiftteiles
frei von der Umfangsfläche des Trägers absteht, wenn die Spitze des Stiftes zuerst
den oberen Teil des Registrierstreifens berührt, windet sich der Abschnitt 14b um
den Träger 15 (Fig. 6), wenn der letztere umläuft und die Stiftspitze 14, durch
den Abtastpfad über den Registrierstreifen führt. Der untere Teil des Bahnabschnittes
tob verläuft nahezu konzentrisch zu dem Träger 15 und hält den Stift in Anlage an
dem Träger, während sich der letztere um etwa eine halbe Umdrehung aus der aus Fig.
2 ersichtlichen Stellung bewegt. Danach (Fig. 7 und 8) verläuft die Bahn tob in
einer im wesentlichen spiralförmigen Kurve zu. dem oberen Ende des Führungsteilabschnittes
20a. Während des Durchlaufes des Stiftes durch diesen Teil der Bahn entfernt sich
der Stift von dem Träger 15.
-
Infolge der hohen Arbeitsgeschwindigkeit der Einrichtung ist der Stiftdraht
Schwingungen und ungleichförmigen Einflüssen unterworfen, deren Wirkung zweckmäßig
zu dämpfen ist. Dieser Dämpfungseffekt wird durch einen am Umfang verlaufenden Flansch
i5b erzeugt, der an der äußeren Fläche des Trägers 15 angeordnet ist. Dieser Flansch
151, erstreckt sich etwa längs eines Bogens von 9o°. Das befestigte Ende des geraden
Abschnittes 14b des Stiftteiles ist an der Klammer 16 in einem solchen Winkel befestigt,
daß es, wenn es nicht behindert würde, durch die Ebene des Registrierstreifens io
hindurch verlaufen würde (Fig. 4). Während des Durchlaufes der Stiftspitze 14" durch
seinen Aufzeichnungspfad auf dem Registrierstreifen wird der lange Abschnitt i4b
des Stiftteiles gebogen (Fig.4) und drückt die Stiftspitze während ihrer Bewegung
durch den Aufzeichnungspfad an den Registrierstreifen. Wenn sich jedoch der Stift
um den Träger 15 windet, gleitet er längs der. Stirnseite des Flansches 15b (Fig.
6). Der Flansch begrenzt das Ausmaß des Rückfederns der Stiftspitze 14a, nachdem
die letztere über den Registrierstreifen hinausgeführt ist. Er hält auch die Stiftspitze
innerhalb des Bereiches des kurvenförmig verlaufenden Abschnittes tob der Bahn,
während der Stift durch diesen Abschnitt läuft. Bei der Bewegung des Stiftabschnittes
14b durch den sich spiralförmig ausweitenden Teil des Abschnittes tob der Bahn (Fig.
7 und 8) gleitet der Abschnitt 14b des Stiftes allmählich von dem Flansch z5b unter
Erzeugung einer Bewegungsreibung, die unerwünschte Schwingungen des Stiftes dämpft.
In dem Augenblick, in dem der Stiftabschnitt 14, das obere Ende des Führungsteiles
2o" erreicht, berührt der lange Stiftabschnitt 14b den Flansch i5b an einem Punkt
so nahe an der Klammer 16, daß dieser die Stiftspitze in einer Bewegung nach hinten
praktisch kaum behindert. Diese Bewegung wird nur durch die Berührung mit dem Registrierstreifen
begrenzt.
-
Wie aus den Fig. i und 3 ersichtlich ist, durchschneidet die Ebene
des Trägers 15 den Registrierstreifen unter einem kleinen Winkel, und die Hauptebene
der Bahn 2o ist in einem Winkel in entgegengesetzter Richtung zu dem Registrierstreifen
io leicht geneigt. Es hat sich im praktischen Betrieb gezeigt, daß diese besondere
kleine Abweichung von der parallelen, Lage des Stiftträgers und der Bahn in bezug
auf den Registrierstreifen für ein ruhiges Arbeiten wünschenswert ist. Dieses Merkmal
ist jedoch für die Erfindung nicht ausschlaggebend; wichtiger ist, daß die Ebene
des Trägers 15 und die Ebene der Bahn 2o annähernd parallel zur Registrierstreifenfläche
verlaufen.
-
Die Anordnung, die an Hand der Fig. 3 beschrieben ist und bei der
die Ebene des Trägers i S im wesentlichen parallel zu dem Registrierstreifen liegt,
ist zweckmäßig, weil dabei der Träger nur leicht vor die Vorderseite der Ebene des
Registrierstreifens ragt. Dieses erleichtert den Einbau der Einrichtung in ein verhältnismäßig
flaches Gehäuse 3o. (Fig. i) mit einem Fenster 31, durch das der Registrierstreifen
beobachtbar ist.
-
Im Bedarfsfall sind der Träger 15 und seine Lagerung sowie der Antriebsmotor
33z gemäß Fig. 5 angeordnet, wobei die Ebene des Trägers in einem beträchtlichen
Winkel zu dem Regisfrierstreifen geneigt liegt. Bei dieser Anordnung kann die den
Stift führende Fläche 34' des Führungsteiles 34 etwa parallel zu der Ebene des Trägers
verlaufen und dabei etwa im gleichen Winkel zu dem Registrierstreifen geneigt sein.,
wie gemäß Fig. 3. Gemäß Fig. 5 befindet sich der kurze Endabschnitt 14a des Stiftteiles
vorzugsweise in der Ebene des Trägers, während gemäß Fig. 3 der kurze Abschnitt
14, des Stiftteiles in einem Winkel von etwa 45° zur Ebene des Trägers liegt.
-
Im allgemeinen ist die Anordnung gemäß Fig. 5 wirkungsmäßig gleichwertig
zu derjenigen gemäß Fig. 3. Bei der nur in Seitenansicht dargestellten
Führungsbahn
34 der Fig. 5 handelt es sich ebenfalls um eine in sich vollkommen geschlossene
Bahn mit einem geradlinigen Abschnitt ünd einem bogenförmigen Abschnitt (nicht dargestellt
in Fig. 5), die den Abschnitten :2o" und tob der geschlossenen Bahn 2o entsprechen.
In jedem Fall verläuft das freie Ende des Stiftes in einem spitzen Winkel zu dem
Registrierstreifen, wodurch die Rückwirkung des letzteren den Stift an den Führungsteil
drückt. Die_radial gerichtete Kraft, die auf den Stift infolge seiner Elastizität
und der Zentrifugalkraft einwirkt, hält ihn in einer festen Anlage, sowohl an dem
Registrierstreifen als auch an der Führung.
-
Ein zweiter Flansch 15, ist diametral dem Flansch 15b gegenüberliegend
angeordnet. Seine einzige Aufgabe liegt jedoch-in dem gewichtsmäßigen Ausgleich
hinsichtlich des Flansches i5b. In einer anderen Ausführung könnte der Flansch 15b
völlig um den Träger verlaufen; es ist aber wünschenswert, den letzteren so leicht
wie möglich zu halten, um die für seine Umdrehung erforderliche Leistung zu vermindern.