DE95136C - - Google Patents

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DE95136C
DE95136C DENDAT95136D DE95136DA DE95136C DE 95136 C DE95136 C DE 95136C DE NDAT95136 D DENDAT95136 D DE NDAT95136D DE 95136D A DE95136D A DE 95136DA DE 95136 C DE95136 C DE 95136C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B85/00Needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT\%
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
FRANCIS HENRY RICHARDS in HARTFORD (St. Connecticut, V. St. A.).
Nadel für Doppelsteppstich-Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. April 1896 ab.
Während bei der üblichen Doppelsteppstich-Nähmaschine, sofern deren Nadel mit der gewöhnlichen geraden, am Oehr endigenden Fadenkimme versehen ist, nur unvollkommen der Schonung des Fadens beim Durchziehen durch den Stoff unter Anlehnung an die Nadel Rechnung getragen wird, ist der Zweck vorliegender Erfindung der, durch besondere Gestaltung der Nadel eine wirksame Verminderung der Reibung des Fadens an dem Stoff bezw. beim Schleifenbilden, sowie zwischen Stoff und Nadel herbeizuführen, wodurch die Haltbarkeit dem Faden gewahrt bleibt und die Gefahr des Fadenbruches verringert wird.
Von der Nähmaschinennadel neuer Ausführungsart stellt dar:
Fig. ι die Hinteransicht, Fig. 2 die Endansicht (von der Spitze gesehen) und Fig. 3 die auf die rechte Seite von Fig. 1 bezogene Seitenansicht. Fig. 4, 5, 6, 7 und 8 sind beziehentlich Querschnitte nach den Linien a-a, b-b, c-c, d-d und e-e von Fig. 1.
In Fig. 9 ist eine Arbeitsstellung der Nadel N in Beziehung zu einem die Unterfadenspule tragenden Greifer S veranschaulicht. Durch je drei zusammengehörige Detailfiguren, deren erste Gruppe die Fig. 10, 11 und 12 umfafst, werden verschiedene auf einander folgende Arbeitsstellungen erläutert. Fig. 10 ist eine schnittweise Hinteransicht eines Stückes der Nadel, des Nadelfadens und des Stoffes mit Bezug auf die nebenstehende Fig. 11 , von deren linker Seite gesehen. Fig. 11 ist ein Aufrifs mit Seitenansicht der Nadel und Fig. 12 eine Oberansicht im Schnitt durch die Nadel nach der Linie 1-1 (Fig. 11). Die Fig. 13 bis 15, 16 bis 18, 19 bis 21, 22 bis 24, 25 bis 27, 28 bis 30, 31 bis 33 sind die weiteren entsprechenden Figurengruppen, wobei die Schnittebenen für die Fig. 15, 18, 21, 24, 271 3°> 33 durch die Linien 2-2 (Fig. 14), 3-3 (Fl'g· !7)> 4-4 (Fig- 2°)> 5'5 (Fi22)> 6~6 (Fig. 25), j-j (Fig. 28), 8-8 (Fig. 31) bezeichnet werden. Die Figuren lassen ersehen, dafs 'bei jeder Nadelstellung der Faden in geschützter Lage sich befindet.
Die Nadel N hat zunächst auf der einen Seite die übliche, gerade bis zum Nadelöhr 10 niederreichende Fadenkimme oder Nuth 12.; auf dem gegenüberliegenden Ende der Oehrbohrung schliefst hingegen eine sich aufwärts schraubenförmig windende Nuth G an. Diese Schraubengangnuth, die sich bei 13 zur Seite des Nadelschaftes krümmt und oben in einen zweckmäfsig geraden, verhältnifsmäfsig kurzen Theil 14 an dem Schaftrücken entlang ausläuft, client zur Führung bezw. Einbettung des schleifenbildenden Fadens. Indem sie sich nämlich in Beziehung zur Nählinie-S'(Fig. 12) von der Seite der Nadel in die Richtung der Nählinie hinter der Nadel zurückwendet (Fig. 18 und 21), wird sie das Hülfsmittel zur positiven Beeinflussung der Bewegung und Stellung desjenigen Fadentheiles, der nicht in der geraden Fadenkimme lagert, während der Hindurchführung durch den Stoff und während der Bildung der Schlinge. Beide Fadentheile werden für den Abwärtshub der Nadel in diesen.
Nuthen vollständig eingebettet (Fig. 14 und 18) und bleiben folglich während dessen vor reibender Berührung an dem Stoff bewahrt; ferner wird die Schraubengangnuth, wenn die Nadel niedergeht, Veranlassung sein, dafs sie das Ausziehende der vorhergehenden Schlinge niederwärts zur einen Seite der Nählinie S' bringt, also in eine Lage lenkt, wo ein leichtes Ergreifen durch den Haken des Greifers ermöglicht ist.
Der Greifer 5 ist gemäfs Fig. 9 als mit drei Haken oder Greiferspitzen e' f g1 versehen dargestellt und erhält durch die üblichen Vorrichtungen seine Drehung im Verhältnifs zum Auf- und Niedergange der Nadel. Durch Pfeile ist die jeweilige Nadelbewegungsrichtung angegeben. Wie aus Fig. 11, der sogenannten ersten Stellung entsprechend, ersichtlich ist, nimmt die Nadel beim Niedergange das Fadenstück 20, wie es sich hier als Abzugende der ersten Schleife L darbietet, in der Schraubengangnuth G zwischen den Einfassungsflanken 18,18' (Fig. 1) auf und fördert es mit fortschreitender Längsablegung in solcher Nuth durch den Stoff C1 ohne wesentlichen Durchzug an dem Nadelöhr. Wegen der Einkapselungslage wird hierbei der Faden vor Beanspruchung infolge Widerlegsdruck an dem Stoff und der Nadel geschützt und die Hindurchführung geschieht mit geringer Reibung in' dem Loch P, da sich der Faden durchweg bis zur tiefsten Nadellage (Fig. 17) innerhalb der äufseren Umgrenzung der Nadel eingelassen vorfindet.
Damit das Loch P bei Beendigung des Nadelabwärtshubes aufgeweitet wird und nun hierdurch die nochmalige freie Aufwärtsbewegung der Theile der zweiten Fadenschlinge zu erleichtern, ist an dem Nadelschaft oberhalb ein verdickter Kropf W (Fig. 1 bis 3) vorgesehen. Dieser dringt keilartig in der Tieflage (Fig. 16 und 17) durch den Stoff und hinterläfst daran eine Oeffnung, die etwas gröfser ist, als dem unteren dünneren Nadelende entspricht. Mit 15 ist dt. eigentlich wirksame, schlank konische Uebergangstheil des Kropfes W bezeichnet. Wenn die Nadel aus dem Stoff gehoben wird, bildet sich ein Spielraum, durch welchen die Nadel und der Nadelfaden ohne Hemmnifs herausgezogen werden kann. Der freie Hindurchzug des Fadens an der Seite der Nadelspitze tritt in Verfolg der Weiterhebung der Nadel (Fig. 22, .23 und 24) ein, wobei sich gleichzeitig die zweite Schlinge L' vollends ausbildet, welche in diesem Arbeitsstadium von der Greiferspitze e' des Greifers S gefafst wird.
Der innere Endtheil 21 der zweiten Schlinge oder das aus dem Oehr heraustretende bezw. diesem nächstliegende Fadenstück erhält beim Auszug der Schlinge, wie aus Fig. 22, 25 und 28 ersichtlich, eine schräg von der Nadel abgekehrte Lage. Um dieser Lage Rechnung zu tragen und den seitlichen Widerlegsdruck genannten Fadenstückes gegen die Nadel aufzuheben, sowie der Klemmung zwischen Nadelaufsenfläche und dem gegen den Stoff gewendeten anderen Schlingentheil vorzubeugen, ist die Nadel (Fig. 3) ferner mit einer kurzen Schrägnuth 16 versehen, die von dem Oehr 10 abwärts nach vorn gerichtet ist und sich als eine Fortsetzung der Schraubengangnuth G darstellt. Die Schrägnuth 16 bietet sich als Lager für den nach der Nadel gewendeten Fadentheil 21 so dar, dafs an letzterem nicht der andere Scheifentheil zu reiben oder ein Hindernifs zu finden vermag, wenn der Auszug der Schlinge L' erfolgt, wie aus Fig. 25, 27 bezw. 28 und 30 ersichtlich. Inzwischen geht die Nadel nach oben zurück, und nachdem jener andere Fadentheil über das noch bei 16 lagernde Fadenstück 21 vorübergeglitten ist, kann letzteres selbst nach unten über die aus dem Stoff hervorragende Nadelspitze abgleiten (Fig. 31). Hinterher ergiebt sich die Arbeitsstellung gemäfs Fig. 9, bei welcher die Schlinge L' nahezu ausgezogen ist, wie der Vorbereitung für die Ausgangsstellung entspricht.
Die neue Gestaltung der Nadel mit Schraubengangnuth G, Kropf W und Schrägnuth 16 ermöglicht .nach Vorstehendem also, dafs alle Stücke des Nadelfadens, die durch den Stoff gehen, mit Ausnahme des von der vorher^ gehenden Schlinge mitgenommenen Fadenstückes 20, während des Nadelhubes und Niederganges im Bereich der äufseren Nadelumgrenzung aufgenommen werden und deshalb geschützt liegen gegen schädliche Reibungsberührung seitens der Waare, sowie seitens des Abzugendes 20 der vorhergehenden Schlinge oder desjenigen Fadenstückes, welches von letzterer Schlinge niederwärts durch das Loch in der Waare führt. Bei der gewöhnlichen Nähmaschinenanordnung wird nur derjenige Fadentheil in gleicher Weise geschützt, der in der geraden Fadenkimme längs der Nadelseite zu liegen kommt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Nadel für Doppelsteppstich-Nähmaschinen, gekennzeichnet durch eine Schraubengangnuth (GJ, welche von dem Oehr aus auf der Nadelseite, die derjenigen mit der geraden Fadenkimme gegenüberliegt, sich rückwärts mit Uebergang zu einem geraden Riennentheil (14) emporwindet, um ein Fadenaufnahmelager zum Schütze des durch den Stoff geführten Fadens zu bilden und diesen selbst in eine dem Eingriff des Schlingenbilders angepafste Querlage zu bringen.
    Ausführungsform der Nadel nach Anspruch i. bei welcher im Anschlufs an die Schraubengangnufh eine von dem Oehr schräg abwärts führende Nuth (16) derart angeordnet ist. dafs sie dem einen Fadenstück der im Auszuge begriffenen Schlinge als Lager dient, über welches der andere Fadentheil unbehindert, ohne Fadenreibung zu verursachen, abgleiten kann.
    Ausführungsform der Nadel nach Anspruch i, bei welcher der während der Nadeltiefstellung in den Stoff eindringende Nadeltheil mit einem verdickten Kropf (WJ so versehen ist, dafs eine Aufweitung des am Stoff hergestellten Loches behufs Vorbereitung eines leichteren, weniger Reibung verursachenden Nadelaufwärtsganges und Fadendurchzuees veranlafst wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    Ergänzungs-Blatt zur Patentschrift 95136.
    Durch Entscheidung des Reichsgerichts vom 5. Januar 1901 haben die Patent-Ansprüche i, 2 und ■] folgende Fassung erhalten:
    Nadel für Doppelsteppstich-Nähmaschine ge- j kennzeichnet f^- i
    a) durch eine Schraubengangnuth fgj, welche j von dem Oehr aus auf der Nadelseite, die derjenigen mit der geraden Fadenkimme gegenüberliegt, sich rückwärts mit Uebergang zu einem geraden Rinnentheil (14) emporwindet, um ein Fadenaufnahmelager zum Schütze des durch den Stoff geführten Fadens zu bilden und diesen selbst in eine dem Eingriff des Schlingenbilders angepaiste Querlage zu bringen und zugleich
    b) durch eine von dem Oehr schräg abwärts führende Nuth (16) die sich an die Schraubengangnuth anschliefst und derart angeordnet ist, dafs sie dem einen Fadenstück der im Auszuge begriffenen Schlinge als Lager dient, über welches der andere Fadentheil unbehindert, ohne Fadenreibung zu verursachen, abgleiten kann, und endlich zugleich
    c) durch einen verdickten KroptyU"·' mit dem der während der Nadeltiefstellung in den Stoff eindringende Nadeltheil derart versehen ist, dafs eine Aufweitung des am Stoff hergestellten Loches behufs Vorbereitung eines leichteren, weniger Reibung verursachenden Nadelaufwärtsganges und Fadendurchzuges veranlafst wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2428099A1 (fr) * 1978-06-07 1980-01-04 Rockwell Rimoldi Spa Dispositif pour la formation d'un point de chainette double dans une machine a coudre

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