DE951102C - Anode fuer starke elektrische Lichtbogen und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Anode fuer starke elektrische Lichtbogen und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE951102C
DE951102C DES34500A DES0034500A DE951102C DE 951102 C DE951102 C DE 951102C DE S34500 A DES34500 A DE S34500A DE S0034500 A DES0034500 A DE S0034500A DE 951102 C DE951102 C DE 951102C
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DE
Germany
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anode
core
sleeve
ribs
anode according
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Expired
Application number
DES34500A
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English (en)
Inventor
Henri Flandinette
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Mersen SA
Original Assignee
Carbone Lorraine SA
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Publication date
Application filed by Carbone Lorraine SA filed Critical Carbone Lorraine SA
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Publication of DE951102C publication Critical patent/DE951102C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/02Details
    • H05B31/06Electrodes
    • H05B31/08Carbon electrodes
    • H05B31/10Cored carbon electrodes

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  • Ceramic Products (AREA)

Description

  • .Anode für starke elektrische Lichtbogen und Verfahren zu ihrer Herstellung Anoden für starke elektrische Lichtbogen werden aus einer röhrenförmigen Hülse aus praktisch reiner Kohle und einem stabsförmigen Kern, welcher den zylindrischen -Innenraum der Hülse ausfüllt, gebildet.
  • Nach einem bekannten Verfahren werden unabhängig voneinander Kohlehülse und Vollstäbe, welche die für den Kern erforderliche Zusammensetzung aufweisen, hergestellt. Stab und Hülse sind in ihren entsprechenden Maßen genau aufeinander abgestimmt, so daß sie sich nach dem Ineinanderschieben wie ein Vollstab verhalten. Man kann den Stab gewaltsam in die Hülse hineindrücken; im allgemeinen verbietet jedoch die Zerbrechlichkeit der Hülse diese Arbeitsweise. Man ist daher meist darauf angewiesen, die Stäbe mittels mineralischer und/oder organischer Substanzen in die Hülsen einzukleben, um ihren Zusammenhalt zu gewährleisten. .
  • Bekannt sind weiterhin Anoden, bei welchen Hülse oder Kern an den Berührungsflächen Rillen aufweisen. Der Kontakt zwischen Hülse und Kern wird hier durch Zylinderabschnitte darstellende Flächen hergestellt. Hierdurch ergeben sich sowohl bei der Herstellung als auch im Gebrauch die gleichen Nachteile wie bei der aus glatter Hülse und glattem Kern bestehenden Anode. Denn der Kern muß mit einem gewissen Spiel eingesetzt und dann verklebt werden; die Festigkeit läßt hierbei zu wünschen übrig. Eine vollkommene Zentrierung läßt sich nicht erreichen, was zu ungleichmäßigem Abbrennen und Lichtschwankungen bzw_ schlechter Lichtausbeute führt.
  • Die Anode gemäß der Erfindung für Bogenlampen mit starken elektrischen Lichtbogen besteht aus einer Hülse von praktisch reiner Kohle und einem harten, mineralisierten, stabförmigen Kern, bei der ran mindestens einer. der zueinandergewandten Mantelflächen von Kohle und Kern verteilt über den Umfang dieser Mantelflächen sich über die Anodenlänge erstreckende Rippen vorgesehen sind, mit denen diese Mantelfläche der anderen anliegt, und ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen mit scharfen Kanten an die gegenüberliegende Mantelfläche des anderen Teiles stoßen. Die Rippen können im Querschnitt Dreiecksform haben, und sie sind zweckmäßig in gleichen Abständen angeordnet. .
  • Bekanntlich stellt die Industrie Werkstücke aus Kohle für elektrische Zwecke von jedem gewünschten, z._ B. auch von gewelltem Querschnitt her. Die Fabrikation von Hülsen und Stäben, die, wie beschrieben, mit Längsrippen versehen sind, bereitet also keinerlei Schwierigkeiten.
  • Anschließend sei die Erfindung an Hand der Zeichnung erläutert.
  • Fig. z zeigt im Querschnitt einen in die Hülse eingeschobenen Kern; beide Teile sind dank der Längsrippen miteinander verkeilt; Fig. a zeigt Kern und Hülse nebeneinander; bei dieser Ausfülfrungsform ist lediglich die Hülse mit Längsrippen versehen; Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der nur der Kern mit Längsrippen versehen ist; Fig. q. zeigt eine dritte Ausführungsform, bei der sowohl der Kern als auch die Innenfläche der Hülse mit Längsrippen versehen sind; Fig. 5 zeigt in stark vergrößertem Schnitt ein beispielsweises Profil einer Längsrippe, so wie es sich vor Ineinanderfügen von Kern und Hülse darstellt.
  • Bei allen Figuren sind der Schnitt der Hülse mit a, der Schnitt des Kernes mit b und die Längsrippen mit c bezeichnet.
  • Zur Vereinfachung der Ausführungen über die Erfindung behandelt die Beschreibung die Ausführungsform, bei welcher die Hülse a innen mit Längsrippen versehen ist und der Kern b aus einem glatten Vollzylinder besteht.
  • Eine Hülse mit einem -der Fig. z entsprechendem Querschnitt läßt sich mittels einer geeigneten Matrize durch einen Preßvorgang herstellen. Der so erhaltene Hülsenrohling wird durch Wärmebehandlung gehärtet und wieder abgekühlt. Dann wird unter relativ starker Reibung der entsprechende Kern eingeschoben. Hierbei werden die radial vorstehenden Kanten aller Längsrippen ganz leicht zerdrückt. Um das Einschieben zu erleichtern, kann man gegebenenfalls die Hülse erwärmen, wobei dieselbe sich ausdehnt und das Einsetzen des Kernes ohne Schwierigkeiten vonstatten geht. Unigekehrt kann man selbstverständlich auch den Kern auf tiefe Temperatur bringen und dann in die auf Normaltemperatur gehaltene Hülse einführen.
  • Wie aus Fig. 5 ersichtlich, beträgt der Öffnungswinkel a der Längsrippe etwa 6o°.
  • Um die Verbindung zwischen Hülse und Kern noch weiter zu verstärken, kann man gegebenenfalls den Kern auf einem kleinen Teil seiner Länge mit der Hülse verkleben. Dies erfolgt vorzugsweise an dem dem Lichtbogen abgewandten Teil der Anode, welcher als Abfallstück im Kohlehalter verbleibt. Man kann auch die Zwischenräume zwischen den Längsrippen am Fuß der Kohle vollkommen ausfüllen.
  • Die erfindungsgemäße Anode bringt bedeutende Vorteile. Wenn man einen zylindrischen Kern in eine glatte Hülse einsetzt, so sind Kern und Hülse in den für die Funktionen der Anode wichtigen Teilen nie vollkommen geometrisch geradlinig, d. h. Kern und Hülse sind' nie vollkommen zentriert. Hierdurch bleibt die Anode beim Abbrennen nicht symmetrisch; der Krater liegt nicht mehr in einer zur Anode senkrechten Ebene, was für ein gutes Funktionieren einer Anode für starke elektrische Lichtbogen unbedingt erforderlich ist, sondern er weist eine gewisse Schrägstellung zur Anodenachse auf. Hierdurch arbeitet die Anode nicht einwandfrei, und es entstehen Unregelmäßigkeiten bei der Lichtemission. Bei der Anordnung gemäß der Erfindung ist der Kern auf seine ganze Länge genau zentriert, und man erhält beim Abbrennen einen Krater, dessen Ebene über die ganze Länge der Anode senkrecht zu derselben verbleibt. Man erhält hierdurch ein viel gleichbleibenderes Licht, was besonders bei .der Verwendung der Anoden in Projektionsapparaten von Bedeutung ist.
  • Da die Wärmeleitung durch die Rippen sehr gering ist, und außerdem die unbewegte Luftschicht zwischen den Rippen praktisch keine Wärme abführt, kühlt sich die Anode in radialer Richtung sehr viel weniger ab. Infolgedessen sind die leuchtenden Gase im Krater heißer und liefern bei gleichem Verbrauch an elektrischer Energie eine höhere Lichtstärke.
  • Die Zahl der Längsrippen kann innerhalb weiter Grenzen schwanken. Es sind jedoch zumindest drei Längsrippen am Umfang vorzusehen, die in Form eines gleichseitigen Dreiecks angeordnet sind. Hierdurch werden die vom Kern auf die Hülse ausgeübten Drucke am besten ausgeglichen.
  • Man kann auch eine große Anzahl von Rippen vorsehen. Dadurch wird jedoch die bei Einführung des Kernes in die Hülse die Reibung verursachende Oberfläche vervielfacht, woran im allgemeinen kein Interesse besteht, da die Einführung erschwert wird.
  • Versuche haben ergeben, daß es genügt, wenn die Rippen o,5 bis to mm voneinander entfernt sind. Diese Abstände sind auf das Innenprofil der Hülse bezogen. Wenn z. B. die Hülse 8 mm Innendurchmesser hat, beträgt der Innenumfang etwa 25 mm, lind man kann z. B. zehn Rippen' im Abstand von je 2,5 mm oder fünf Rippen im Abstand von je 5 mm oder dreißig Rippen mit je 0,24 mm Zwischenraum anordnen.
  • Anschließend seien zwei Beispiele angeführt. Beispiel i Es wurde eine Anode hergestellt, deren Hülse aus technischer Kohle bestand. Der Außendurchinesser betrug i3,6 mm. Die Hülse war innen mit vierundzwanzig dreiecksförmigen Längsrippen versehen, deren Höhen 0,25 mm und deren Scheitelwinkel 6o° betrugen. In die Hülse wurde zwischen die Spitzen der vierundzwanzig Längsrippen ein zylindrischer Kern vom Durchmesser 7,5o mm unter starker Reibung eingeführt. Er wurde um Fuß der Anode mit der Hülse auf eine Länge von 2o mm mit flüssigem Kaliumsilicat verklebt. Anschließend wurde in einem Trockenofen bei der üblichen Temperatur getrocknet.
  • Man erhielt bei 175 Amp. eine maximale Leuchtdichte von 9o ooo Stilb. Der Krater blieb stets senkrecht zur Kohlenachse ausgerichtet. Die Festigkeit war sehr gut.
  • Führte man hingegen den gleichen Kern mit einem Spiel von 0,3 mm in eine Hülse mit zylindrischer Bohrung ein und verklebte ihn über seine ganze Länge mit Kaliumsilicat, so erhielt man nur eine Leuchtdichte von 74 000 Stilb. Der Krater stellte siel-t- während des Gebrauchs mehr . oder weniger schräg ein. Die Festigkeit war unvollkommen.
  • Beispiel 2 Es wurde eine Anode hergestellt, deren Hülse aus technischer Kohle einen Außendurchmesser von 13,6 mm aufwies und innen mit vierundzwanzig dreiecksförmigen Längsrippen von 0,30 mm Höhe und einem Scheitelwinkel von 6o° versehen war. In diese l-Iülse wurde zwischen die Spitzen der vierundzwanzig Längsrippen ein zylindrischer Kern von 7,80 mm Durchmesser unter starker Reibung eingeführt.
  • Man erhielt bei 175 Amp. eine maximale Leuchtdichte von 96 ooo Stilb; die Lichtschwankungen blieben im Verlauf des Abbrennens unter 6 %, der Krater blieb stets senkrecht zur Kohlenachse eingestellt, die Festigkeit war sehr gut.
  • Setzt man den gleichen Kern mit einem Spiel von o,2o mm in eine Hülse mit zylindrischer Bohrung ohne Klebemittel ein, so erhält man eine Leuchtdichte von 95 ooo Stilb; die Lichtschwankungen gehen bis i i %, der Krater nimmt mehr oder weniger Schrägstellungen ein, die Festigkeit ist unvollkommen.
  • Die erfindungsgemäßen Anoden bieten also den Vorteil, daß sie gleichmäßiger abbrennen und daß sie bei gleichem Energieaufwand "eine größere Lichtmenge ausstrahlen können. Der Gestehungspreis für mit Rippen versehene Hülsen und Kerne ist praktisch nicht höher; man hat jedoch den Vorteil einer Ersparnis bei der Verklebung und der im allgemeinen zum Trocknen des Klebemittels unerläßlichen Wärmebehandlung.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anode für Bogenlampen mit starken elektrischen Lichtbogen, bestehend aus einer Hülse von praktisch reiner Kohle und einem harten, mineralisierten, stabförmigen Kern, bei der an mindestens einer der zueinandergewandten Man-. telflächen von Kohle und Kern verteilt über den Umfang dieser Mantelfläche sich über die Anodenlänge erstreckende Rippen vorgesehen sind, mit denen diese Mantelfläche der anderen anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen mit scharfen Kanten an die gegenüberliegende Mantelfläche des anderen Teiles stoßen.
  2. 2. Anode nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen im Querschnitt Dreiecksform haben.
  3. 3. Anode nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch eine Verklebung des Kernes mit der Hülse, welche sich nur auf einen geringen Teil der Kernlänge erstreckt und vorteilhaft an dem Teil der Anode erfolgt, welcher nicht abgebrannt wird.
  4. 4. Anode nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den einzelnen aufeinanderfolgenden Rippen o,5 bis io mm beträgt.
  5. 5. Anode nach Anspruch i oder folgenden, gekennzeichnet durch gleiche Abstände zwischen den einzelnen aufeinanderfolgenden Rippen.
  6. 6. Verfahren zur Herstellung einer Anode nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern unter starker Reibung in die Hülse eingeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 307 o73.
DES34500A 1952-08-13 1953-07-25 Anode fuer starke elektrische Lichtbogen und Verfahren zu ihrer Herstellung Expired DE951102C (de)

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FR951102X 1952-08-13

Publications (1)

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DE951102C true DE951102C (de) 1956-10-25

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ID=9482740

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DES34500A Expired DE951102C (de) 1952-08-13 1953-07-25 Anode fuer starke elektrische Lichtbogen und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE (1) DE951102C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1032395B (de) * 1954-02-27 1958-06-19 Conradty Fa C Anode fuer Hochleistungsbogenlampen
DE1589381B1 (de) * 1966-05-12 1971-01-21 Union Carbide Corp Verfahren zur Herstellung einer Kohlenelektrode fuer Lichtboegen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE307073C (de) *

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