DE950626C - Drallgeschoss mit Fuehrungsbund - Google Patents
Drallgeschoss mit FuehrungsbundInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
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- F42B14/02—Driving bands; Rotating bands
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Description
CWiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 11. OKTOBER 1956
V3917XI172 d
ist in Anspruch genommen
Bei Drallgeschossen für Feuerwaffen mit aus dem stählernen Geschoßkörper herausgearbeitetem
Führungsbund sind Formgebungen für das Führungsband bekannt, durch die beim Durchgang des
Geschosses durch das Geschützrohr ein Umklappen der mit den Feldern der inneren Rohroberfläche in
Berührung kommenden Teile des Bandes in eine hinter ihm befindliche Rille angestrebt wird. Bekannte
derartige Führungsbänder haben im Querschnitt die Form eines sich nach außen verjüngenden,
zur Geschoßachse geneigten Pfeils oder allgemeiner die Form eines quer zur Geschoßachse
stehenden dünnen Kragens, der vor dem Durchgang des Geschosses durch das Geschützrohr mit
einer schmalen zylindrischen Fläche an der Innenoberfläche des Geschützrohres dichtend anliegt.
Durch die im Geschützrohr stattfindende Deformation werden derartige Führungsbänder nach
hinten geklappt, wobei die ursprünglich zur Abdichtung der Pulvergase dienende zylindrische
Fläche außer Wirkung tritt und durch einen anderen Teil des Führungsbandes ersetzt werden
muß. Es hat sich gezeigt, daß bei diesen umklappbaren Führungsbändern nach der Deformation
eine zuverlässige Abdichtung nicht mehr vorhanden ist.
Der Zweck der Erfindung besteht in der Beseitigung dieses Nachteils der bekannten Führungsbänder. Sie hat ein Drallgeschoß mit einem aus
dem stählernen Geschoßkörper· -herausgearbeiteten
Führungsbund zum Gegenstand, der in bekannter Weise mit einem sich nach hinten konisch erweiternden
vorderen Teilstück und einem an dieses anschließenden hinteren Teilstück von im wesentlichen
zylindrischer, über den Geschoßkörper
ίο emporstehender Oberfläche versehen ist, und bei
dem ferner das hintere Teilstück nach hinten durch eine Rille zur Aufnahme des beim Durchgang des
Geschosses durch das Rohr verdrängten Materials begrenzt wird, deren Grund einen kleineren Durchmesser
aufweist als der Geschoßkörper. Erfindungsgemäß hat die das hintere Teilstück durch eine
im wesentlichen rechtwinklig zur Geschoßachse stehende Fläche begrenzende Rille gegenüber der
zylindrischen Oberfläche des hinteren Teilstücks eine Tiefe, die mit der Länge des hinteren Teilstücks
in axialer Richtung im wesentlichen übereinstimmt; hierdurch wird erreicht, daß die beim
Durchgang des Geschosses durch das Rohr deformierten Teile des Führungsbandes parallel zu
sich selbst längs gegen die Geschoßacbse geneigten Wirkungslinien verschoben werden.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung im
Längsschnitt dargestellt. Das Geschoß besteht beispielsweise aus dem Geschoßkörper 1, dem Zünder 2
und der Sprengladung 3. Der Geschoßkörper 1 hat einen Führungsbund 4, der mittels spanloser Verformung
aus dem Geschoßkörper herausgearbeitet ist. Hinter dem Führungsbund 4 ist eine Einschnürung
5 vorgesehen. Die Tiefe dieser Einschnürung ist nun so gewählt, daß sie das bei Verformung
des Führungsbundes im Rohr in der Ebene 6 verschobene Material aufnimmt.
Beim Beispiel nach Fig. 2 verläuft die die Einschnürung
5 bildende hintere Kante des Führungsbundes 4 nicht senkrecht sondern unter einem
spitzen Winkel zur Geschoßachse. Die Maßnahme gestattet es, die Tiefe der Einschnürung zu reduzieren,
was bei gewissen Geschoßtypen von Vorteil sein kann.
Nach beendigter Verformung wird der Bereich des Führungsbundes in bekannter Weise zuerst
ausgeglüht. Das Ausglühen erfolgt zweckmäßig mittels eines Hochfrequenzinduktionsheizverfahrens,
so daß der Geschoßkörper nur gerade im Bereich des Führungsbundes 4 weich wird. Hierauf
wird der Führungsbund mit einem die Gleiteigenschaften der Oberfläche verbessernden Verfahren
behandelt,, also beispielsweise gebondert. Zweckmäßigerweise wird nach dem spanlosen Formen
die entstandene Verformungshaut vom Füh-.rungsbund entfernt.
Beim Abschuß wird der Führungsbund nach hinten in die Einschnürung verformt. Die ausgedehnten
praktischen Versuche mit den erfindungsgemäß ausgebildeten Führungsbunden haben
gezeigt, daß dem Geschoß auch bei schneller Schußfolge und Anfangsgeschwindigkeiten eine
einwandfrei dichtende Führung erteilt wird und eine die normale Abnutzung überschreitende Beanspruchung
des Rohres nicht auftritt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Drallgeschoß mit einem aus dem stählernen Geschoßkörper, beispielsweise durch spanlose Verformung herausgearbeiteten Führungsbund, der mit einem sich nach hinten erweiternden vorderen Teilstück und einem an dieses anschließenden hinteren Teilstück mit im wesentliehen zylindrischer, über den Geschoßkörper emporstehender Oberfläche versehen ist, und bei dem ferner das hintere Teilstück nach hinten durch eine Rille zur Aufnahme des beim ' Durchgang des Geschosses durch das Rohr verdrängten Materials begrenzt wird, deren Grund einen kleineren Durchmesser aufweist als der Geschoßkörper, dadurch gekennzeichnet, daß die das hintere Teilstück durch eine im wesentlichen rechtwinklig zur Geschoßachse stehende Fläche begrenzende Rille gegenüber seiner zylindrischen Oberfläche eine Tiefe aufweist, die mit der Länge des hinteren Teilstücks in axialer Richtung im wesentlichen übereinstimmt, so daß die beim Durchgang des Ge-Schosses durch das Rohr deformierten Teile des Führungsbundes parallel zu sich selbst längs gegen die Geschoßachse geneigten Wirkungslinien verschoben werden.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 144 387, 730 722, 731064, 669858;britische Patentschriften Nr. 309 863, 1013 aus dem Jahre 1888, 468 aus dem Jahre 1890;französische Patentschrift Nr. 844047;USA.-Patentschrift Nr. 2407264.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 609 643 10.56
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH713462X | 1950-11-25 |
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| DE102004032114A1 (de) * | 2004-07-02 | 2006-01-19 | Meyer, Harald, Dipl.-Ing. (FH) | Geschosskörper und damit laborierte Patrone für eine Feuerwaffe |
| DE102006056662A1 (de) * | 2006-11-29 | 2008-06-05 | JOHN, Günther | Geschosskörper mit integriertem Treibspiegel und Lauf einer Feuerwaffe zum Abfeuern eines solchen Geschosskörpers |
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1951
- 1951-10-19 CH CH311261D patent/CH311261A/de unknown
- 1951-11-10 DE DEV3917A patent/DE950626C/de not_active Expired
- 1951-11-20 GB GB27248/51A patent/GB713462A/en not_active Expired
- 1951-11-23 FR FR1045418D patent/FR1045418A/fr not_active Expired
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Also Published As
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