DE950626C - Drallgeschoss mit Fuehrungsbund - Google Patents

Drallgeschoss mit Fuehrungsbund

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Publication number
DE950626C
DE950626C DEV3917A DEV0003917A DE950626C DE 950626 C DE950626 C DE 950626C DE V3917 A DEV3917 A DE V3917A DE V0003917 A DEV0003917 A DE V0003917A DE 950626 C DE950626 C DE 950626C
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DE
Germany
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projectile
guide collar
rear section
projectile body
axis
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Expired
Application number
DEV3917A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Wolfgang Haack
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinmetall Air Defence AG
Original Assignee
Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon Buhrle AG
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Publication date
Application filed by Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon Buhrle AG filed Critical Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon Buhrle AG
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Publication of DE950626C publication Critical patent/DE950626C/de
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B14/00Projectiles or missiles characterised by arrangements for guiding or sealing them inside barrels, or for lubricating or cleaning barrels
    • F42B14/02Driving bands; Rotating bands

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)
  • Chutes (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description

CWiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 11. OKTOBER 1956
V3917XI172 d
ist in Anspruch genommen
Bei Drallgeschossen für Feuerwaffen mit aus dem stählernen Geschoßkörper herausgearbeitetem Führungsbund sind Formgebungen für das Führungsband bekannt, durch die beim Durchgang des Geschosses durch das Geschützrohr ein Umklappen der mit den Feldern der inneren Rohroberfläche in Berührung kommenden Teile des Bandes in eine hinter ihm befindliche Rille angestrebt wird. Bekannte derartige Führungsbänder haben im Querschnitt die Form eines sich nach außen verjüngenden, zur Geschoßachse geneigten Pfeils oder allgemeiner die Form eines quer zur Geschoßachse stehenden dünnen Kragens, der vor dem Durchgang des Geschosses durch das Geschützrohr mit einer schmalen zylindrischen Fläche an der Innenoberfläche des Geschützrohres dichtend anliegt. Durch die im Geschützrohr stattfindende Deformation werden derartige Führungsbänder nach hinten geklappt, wobei die ursprünglich zur Abdichtung der Pulvergase dienende zylindrische Fläche außer Wirkung tritt und durch einen anderen Teil des Führungsbandes ersetzt werden muß. Es hat sich gezeigt, daß bei diesen umklappbaren Führungsbändern nach der Deformation eine zuverlässige Abdichtung nicht mehr vorhanden ist.
Der Zweck der Erfindung besteht in der Beseitigung dieses Nachteils der bekannten Führungsbänder. Sie hat ein Drallgeschoß mit einem aus dem stählernen Geschoßkörper· -herausgearbeiteten Führungsbund zum Gegenstand, der in bekannter Weise mit einem sich nach hinten konisch erweiternden vorderen Teilstück und einem an dieses anschließenden hinteren Teilstück von im wesentlichen zylindrischer, über den Geschoßkörper
ίο emporstehender Oberfläche versehen ist, und bei dem ferner das hintere Teilstück nach hinten durch eine Rille zur Aufnahme des beim Durchgang des Geschosses durch das Rohr verdrängten Materials begrenzt wird, deren Grund einen kleineren Durchmesser aufweist als der Geschoßkörper. Erfindungsgemäß hat die das hintere Teilstück durch eine im wesentlichen rechtwinklig zur Geschoßachse stehende Fläche begrenzende Rille gegenüber der zylindrischen Oberfläche des hinteren Teilstücks eine Tiefe, die mit der Länge des hinteren Teilstücks in axialer Richtung im wesentlichen übereinstimmt; hierdurch wird erreicht, daß die beim Durchgang des Geschosses durch das Rohr deformierten Teile des Führungsbandes parallel zu sich selbst längs gegen die Geschoßacbse geneigten Wirkungslinien verschoben werden.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung im Längsschnitt dargestellt. Das Geschoß besteht beispielsweise aus dem Geschoßkörper 1, dem Zünder 2 und der Sprengladung 3. Der Geschoßkörper 1 hat einen Führungsbund 4, der mittels spanloser Verformung aus dem Geschoßkörper herausgearbeitet ist. Hinter dem Führungsbund 4 ist eine Einschnürung 5 vorgesehen. Die Tiefe dieser Einschnürung ist nun so gewählt, daß sie das bei Verformung des Führungsbundes im Rohr in der Ebene 6 verschobene Material aufnimmt.
Beim Beispiel nach Fig. 2 verläuft die die Einschnürung 5 bildende hintere Kante des Führungsbundes 4 nicht senkrecht sondern unter einem spitzen Winkel zur Geschoßachse. Die Maßnahme gestattet es, die Tiefe der Einschnürung zu reduzieren, was bei gewissen Geschoßtypen von Vorteil sein kann.
Nach beendigter Verformung wird der Bereich des Führungsbundes in bekannter Weise zuerst ausgeglüht. Das Ausglühen erfolgt zweckmäßig mittels eines Hochfrequenzinduktionsheizverfahrens, so daß der Geschoßkörper nur gerade im Bereich des Führungsbundes 4 weich wird. Hierauf wird der Führungsbund mit einem die Gleiteigenschaften der Oberfläche verbessernden Verfahren behandelt,, also beispielsweise gebondert. Zweckmäßigerweise wird nach dem spanlosen Formen die entstandene Verformungshaut vom Füh-.rungsbund entfernt.
Beim Abschuß wird der Führungsbund nach hinten in die Einschnürung verformt. Die ausgedehnten praktischen Versuche mit den erfindungsgemäß ausgebildeten Führungsbunden haben gezeigt, daß dem Geschoß auch bei schneller Schußfolge und Anfangsgeschwindigkeiten eine einwandfrei dichtende Führung erteilt wird und eine die normale Abnutzung überschreitende Beanspruchung des Rohres nicht auftritt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Drallgeschoß mit einem aus dem stählernen Geschoßkörper, beispielsweise durch spanlose Verformung herausgearbeiteten Führungsbund, der mit einem sich nach hinten erweiternden vorderen Teilstück und einem an dieses anschließenden hinteren Teilstück mit im wesentliehen zylindrischer, über den Geschoßkörper emporstehender Oberfläche versehen ist, und bei dem ferner das hintere Teilstück nach hinten durch eine Rille zur Aufnahme des beim ' Durchgang des Geschosses durch das Rohr verdrängten Materials begrenzt wird, deren Grund einen kleineren Durchmesser aufweist als der Geschoßkörper, dadurch gekennzeichnet, daß die das hintere Teilstück durch eine im wesentlichen rechtwinklig zur Geschoßachse stehende Fläche begrenzende Rille gegenüber seiner zylindrischen Oberfläche eine Tiefe aufweist, die mit der Länge des hinteren Teilstücks in axialer Richtung im wesentlichen übereinstimmt, so daß die beim Durchgang des Ge-Schosses durch das Rohr deformierten Teile des Führungsbundes parallel zu sich selbst längs gegen die Geschoßachse geneigten Wirkungslinien verschoben werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 144 387, 730 722, 731064, 669858;
    britische Patentschriften Nr. 309 863, 1013 aus dem Jahre 1888, 468 aus dem Jahre 1890;
    französische Patentschrift Nr. 844047;
    USA.-Patentschrift Nr. 2407264.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    1 609 643 10.56
DEV3917A 1950-11-25 1951-11-10 Drallgeschoss mit Fuehrungsbund Expired DE950626C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
CH713462X 1950-11-25

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DE950626C true DE950626C (de) 1956-10-11

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ID=4530943

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DEV3917A Expired DE950626C (de) 1950-11-25 1951-11-10 Drallgeschoss mit Fuehrungsbund

Country Status (6)

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BE (1) BE507345A (de)
CH (1) CH311261A (de)
DE (1) DE950626C (de)
FR (1) FR1045418A (de)
GB (1) GB713462A (de)
NL (1) NL100369C (de)

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Also Published As

Publication number Publication date
BE507345A (de)
GB713462A (en) 1954-08-11
FR1045418A (fr) 1953-11-26
NL100369C (de)
CH311261A (de) 1955-11-30

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