DE95007C - - Google Patents

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DE95007C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
    • G01C3/10Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument
    • G01C3/20Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument with adaptation to the measurement of the height of an object

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  • Remote Sensing (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Wenn man vor das Objectiv eines Fernrohres zwei Reflexionsprismen in entsprechendem Abstande von einander derart vorlagert, dafs die von beiden reflectirten Strahlen des Zieles in das Fernrohr gelangen, so werden die in dem Ocularfelde zu Stande kommenden beiden Bilder des Zieles, je nach der Entfernung desselben, mehr oder weniger gegen einander verschoben erscheinen, so dafs man durch Messen dieser parallactischen Unterschiede die Entfernung des beobachteten Objectes herleiten kann.
Dieses Princip, auf welchem der in der Patentschrift Nr. 9924 beschriebene Entfernungsmesser basirt, liegt auch insofern dem vorliegenden Instrumente zu Grunde, als ebenfalls zwei Prismen zur Verwendung gelangen und aus der parallactischen Verschiedenheit der von ihnen entworfenen Bilder des Zieles die Entfernung hergeleitet wird. Der wesentliche Unterschied beider Instrumente besteht nun darin, dafs an die Stelle der monocularen Beobachtung die binoeulare tritt, und dafs die Anordnung der Prismen eine derartige ist, dafs die von beiden entworfenen Bilder neben einander auftreten und die Verschiedenheit ihrer Lage innerhalb der Ocularfelder dem Beobachter dadurch zur Anschauung kommt, dafs beide Bilder ungleich hoch erscheinen, so dafs durch Messung dieses von der Entfernung des Zieles abhängigen Höhenunterschiedes die Entfernung bestimmt werden kann.
Durch die binoeulare Beobachtung und den Höhenvergleich beider Bilder unterscheidet sich das vorliegende Instrument auch von dem in der Patentschrift Nr. 43380 beschriebenen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dafs von den Endpunkten einer Basis durch an denselben angebrachte Reflectoren und Linsen in der Mitte der Basis zwei Bilder des Zieles erzeugt werden, die hier, mit Hülfe von Reflectoren, vermittelst eines Oculars auf ihre Verschiebung zu einander betrachtet werden.
Der vorliegende Entfernungsmesser besteht nun aus einem Doppelfernrohre, vor dessen Objectiven zwei Prismen α und b (Fig. 1 und 2) derart angeordnet sind, dafs bei waagrechter Lage des Instrumentes die aus dem Zenith kommenden Strahlen in die Fernrohre reflectirt werden, dafs also weiter das Instrument zur Erde gerichtet werden mufs, um mit ihm Ziele beobachten zu können.
Damit nun die von den beiden Prismen entworfenen Bilder, um deren Höhenvergleich es sich handelt, dem Beobachter nicht auf einander, sondern neben einander liegend erscheinen, müssen die Prismen noch so angeordnet sein, dafs die von beiden entworfenen Bilder innerhalb der Ocularfelder an nicht identischen Stellen auftreten.
Nehmen wir nun an, die Prismen seien so angeordnet, dafs beim Hindurchsehen durch das Doppelfernrohr zwei neben einander liegende Bilder des "Zieles zur Anschauung kommen, und nehmen wir weiter an, die Stellung der Prismen zu einander in Bezug auf ihre Neigung sei so regulirt, dafs beim Beobachten eines Objectes von z. B. 4000 m die beiden neben einander liegenden Bilder des Zieles gleich hoch erscheinen, also innerhalb der Ocularfelder bezüglich ihrer verticalen Lage an identischen Stellen auftreten, so wird dies nicht mehr der
Fall sein, sobald bei dieser Anordnung der Prismen Objecte von geringerer Entfernung anvisirt werden; das eine Bild wird dem Beobachter höher erscheinen als das andere, ähnlich wie z. B. dem unbewaffneten Auge der Höhenunterschied zweier neben einander liegender Schornsteine zur Anschauung kommt.
Da nun die Gröfse dieses Höhenunterschiedes von der Entfernung des beobachteten Zieles abhängt, so läfst sich durch Ermittelung desselben die Entfernung bestimmen.
Dies kann erfolgen durch mefsbare, mikrometrische Drehung des einen oder anderen Prismas, bis beide Bilder in gleicher Höhe erscheinen, oder aber dadurch, dafs man das eine Prisma verschiebbar einrichtet, den äufsersten Abstand beider von einander mit entsprechender Eintheilung versieht und das Prisma nun so lange dem Objectiv nähert bezw. von demselben entfernt, bis die Höhenlage beider Bilder gleich ist. Der Beobachter kann alsdann aus der Stellung des Prismas die Entfernung ohne Weiteres von der Scala ablesen. Der Höhenunterschied kann aber auch mit Hülfe von in die Ocularfelder eingesetzten Distanzfäden bestimmt werden, deren einzelne Abstände von einander bestimmten Entfernungen entsprechen, so dafs durch Einreihen des Höhenunterschiedes beider Bilder zwischen solche Distanzmarken die Entfernung des Zieles erkannt werden kann. Die Fadenintervalle für die einzelnen Entfernungen E wären nach der Formel zu berechnen:
wobei Δ die zu Grunde gelegte Basis und f die Brennweite des ganzen optischen Systems — Objectiv 4- bildumkehrende Zwischenlinsen — bezeichnet (Fig. 3).
Die Vorzüge des Instrumentes beruhen darauf, dafs durch die binoculare Beobachtung eine gröfsere Deutlichkeit der Bilder erzielt wird, und dafs die Beobachtung mit Front nach dem Ziele und mit zur Erde gerichtetem Fernrohr eine so ruhige, sichere und bequeme Haltung und Handhabung gewährleistet, dafs die Benutzung eines Stativs, wie sie bei den genannten Instrumenten vorgesehen ist, in Wegfall kommt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Entfernungsmesser, bestehend aus einem Doppelfernrohre, vor dessen Objectiven, verschieden weit davon entfernt, zwei Prismen, welche in den beiden Ocularfeldern in verschiedener Höhenlage zwei Bilder des Zieles entwerfen, deren Höhenabstand von einander die zu messende Entfernung bestimmt, derart vorgelagert sind, dafs die Beobachtung mit zur Erde gerichtetem Fernrohre erfolgt und so ohne Benutzung eines Stativs eine ruhige, sichere Haltung und Handhabung gewährleistet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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