DE949787C - Verfahren zum Feinstaufteilen eines Wirkstoffes - Google Patents
Verfahren zum Feinstaufteilen eines WirkstoffesInfo
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Classifications
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- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G13/00—Protection of plants
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-
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Description
Zum Zweck der Schädlings-, Unkraut-, Parasiten- und Seuchenbekämpfung, der Bildung von
Nebeln als Frostschutzmittel, insbesondere im Freiland, sowie der Entwesung verwendet man bereits
die verschiedensten Wirkstoffe, die möglichst fein und gleichmäßig aufgeteilt werden sollen, damit
auch bei sparsamstem Verbrauch eine möglichst vollkommene Wirkung erzielt wird.
Man wählt hierzu in der Regel das Verfahren ίο der Verdünnung jener Stoffe in Flüssigkeiten und
Stauben, die man dann mit entsprechenden Vorrichtungen möglichst gleichmäßig zu verteilen
sucht. Diese Verfahren befriedigen nicht, weil die Teilchengröße der Wirkstoffe sowie ihre Verteilung
zu ungleichmäßig ausfällt und neben den Wirkstoffen große Mengen unwirksamer und hindernder
Ballaststoffe befördert werden müssen. Man kennt auch schon Verfahren zum Feinstaufteilen
von Wirkstoffen, bei denen diese Stoffe mit Hilfe eines inerten Heißgasstroms in die Gasphase
übergeführt und von diesem fortgeführt werden.
Diesem Verfahren haftet der entscheidende Mangel an, daß der Ort, wo sich die feinen Wirkstoffpartikelchen
durch Kondensation aus der Gasphase bilden, unkontrolliert ist und die Nebel nicht
mit der genügenden Sicherheit auf das zu vernebelnde Objekt gebracht werden können. Dabei
gehen wertvolle Nebelstoffe verloren und machen das ganze Verfahren unwirtschaftlich.
Hier hilft die Erfindung dadurch ab, daß bei dem Feinstaufteilen eines Wirkstoffes, der mit
Hilfe eines inerten Heißgasstroms in die Gasphase übergeführt und von diesem fortgeführt wird, so
verfahren wird, daß dieser beladene Heißgasstrom, vorzugsweise im Bereich seines Austritts aus dem
Gerät, einem ihn konzentrisch umhüllenden und in ίο gleicher Richtung fließenden Trägerstrom zugeführt
wird, der aus einem anderen Medium als der Heißgasstrom besteht und eine größere Eigengeschwindigkeit
als der Heißgasstrom aufweist. Hierdurch wird erreicht, daß der gasförmige Wirkstoff erst im Trägerstrom kondensiert.
Dabei werden die gesamten Wirkstoffe sehr viel besser ausgenutzt, als wenn sie sich etwa schon im
Heißgasrohr niederschlagen oder bei unmittelbar auf die Außenluft auftreffendem Heißgasstrahl bereits
unmittelbar im Bereich des Austritts weitgehend auskondensieren. Dies ist auch deshalb
wichtig, weil eine verfrühte Kondensation und eine Oxydation innerhalb des Gerätes zu Verlusten
an Wirksubstanz führen würde. Durch das Zufügen dieses Trägerstroms gleicher Richtung und größerer
Geschwindigkeit, für den z. B. auch Luft, insbesondere kalte Luft, verwendet werden kann, erlangt
der Gesamtstrom auch ein solch hohes Arbeitsvermögen, daß er einerseits wesentlich weitergetrieben
werden kann und andererseits wesentlich genauer auszurichten ist. Schließlich ist auch von
besonderer Wichtigkeit, daß mit einem solchen Nebelstrahl auch atmosphärische Sperrschichten
durchstoßen werden können, die bisher einer Verneblung sehr hinderlich sein konnten.
Es sind an sich schon Geräte bekannt, die den Wirkstoff zerstäuben (nicht vernebeln), und bei
denen diese Zerstäubung mit Hilfe eines .Hüllstrahls bewirkt wird. In diesem Fall sind aber
Hüll- und Kernstrahl Teilströme des gleichen Mediums und kommen aus der gleichen Erzeugerquelle.
Sie sind lediglich durch Verzweigung gebildet. Andererseits ist bei diesen vorbekannten
Geräten Vorsorge getroffen, daß der Kernstrahl beim Austritt aus dem Gerät z. B. durch Fliehkraft
so umgelenkt wird, daß er die Richtung des Hüllstrahls kreuzt. Dabei werden dann die vom Kernstrahl
mitgenommenen Wirkstoffe durch den Hüllstrahl zerstäubt.
Durch transportierende Wirkung des gemäß der Erfindung den Heißgasstrom umhüllenden gleichgerichteten
Trägergasstroms höherer Geschwindigkeit auf ersteren wird im übrigen weiterhin erreicht,
daß dieser Heißgasstrom das Verneblungsgerät mit gleichmäßigerer Geschwindigkeit durchläuft,
als dies ohne Verwendung dieses Trägergasstroms, insbesondere im Hinblick auf die übliche
Erzeugung des Heißgasstroms in pulsierenden Verbrennungsaggregaten (Brennkraftmotoren),
möglich wäre. Die gleichmäßige Durchsatzgeschwindigkeit hat aber andererseits für die
dosierte Zugabe des Verneblungsgutes zum Heißgasstrom besondere Bedeutung.
Wenn die beiden Gasströme gleichzeitig einem Fördergerät, z. B. einer Zentrifuge, zugeführt werden,
wird dabei die Aggregation (Teilchengröße) der entstehenden Aerokolloide beeinflußt werden.
Im allgemeinen wird man den Erzeuger für den Trägergasstrom an den die Heizgase liefernden
Motor ankuppeln, mit Hilfe dessen die ortsbewegliehe Einrichtung an ihren Verwendungsort gefahren
wird. Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, diesen Gasstromerzeuger durch einen besonderen
Brennkraftmotor zu betreiben, dessen Abgase zusätzlich dem Gerät zugeführt werden können.
Durch eine beliebig regelbare Zumischung dieser Gase zu dem Hauptgasstrom kann dessen Temperatur
geregelt werden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstands der Erfindung schematisch dargestellt.
Darin zeigt
Fig. ι die Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels und
Fig. 2 den Teil einer Seitenansicht eines anderen Gerätes.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bezeichnet 6 ein Rohr, das die inerten Abgase von einer
Heißgasquelle, z. B. die Abgase eines Verbrennungskraftmotors, heranführt. Dieses Rohr tritt in
einen Wärmeaustauscher 12 ein, in welchem der in einem Vorratsbehälter 4 untergebrachte, zu schmelzende
Wirkstoff in die Gasphase übergeführt und dem inerten Gas aufgeladen wird. 16 und 17 bezeichnen
das Betätigungsorgan und das Gehäuse von Absperr- und Dosierungsorganen. Durch das
Rohr 7 wird der mit in die Heißgasphase übergeführtem Werkstoff beladene inerte Heißgasstrom
weitergeleitet.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Gerät ist ein mit 19 bezeichneter Ventilator zu erkennen, der
einen starken Luftstrom durch ein Rohr 21 ausbläst, welches konzentrisch um das Ausstoßrohr 7
des Heißgasstroms gelegt ist und ungefähr mit diesem endet. Hierbei wird also der H^ißgasstrom
mit einem konzentrischen Hüllstrahl gleicher Riehtung umgeben, der dabei eine höhere Geschwindigkeit
hat als der austretende Heißgasstrom. Im Anschluß an die Austrittsstellen vermischen sich dann
die beiden Heißgasströme.
In Fig. 2 schließlich ist noch ein Hilfsgerät dar- n0
gestellt, mit dem die innige Vermischung des Heißgas- und Trägerstroms noch gefördert wird.
Im Anschluß an die Enden der beiden Rohre 7 und 21 ist an letzteres eine Zentrifugalfördereinrichtung
22 angeschlossen. Letztere ist durch den bei 23 angedeuteten Elektromotor angetrieben
und stößt den vermischten Gesamtgasstrom durch das Rohr 24 aus.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Feinstauf teilen eines Wirkstoffes, wobei dieser mit Hilfe eines inerten Heißgasstroms in die Gasphase übergeführt und von diesem fortgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß dieser beladene Heißgasstrom, vorzugsweise im Bereich seinesAustritts aus dem Gerät, einem ihn konzentrisch umhüllenden und in gleicher Richtung fließenden Trägerstrom zugeführt wird, der aus einem anderen Medium als der Heißgasstrom besteht und eine größere Eigengeschwindigkeit als der Heißgasstrom aufweist.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gasströme gleichzeitig einem sie mischenden Fördergerät (24) zugeführt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erzeugung des Trägergasstroms mit Hilfe eines besonderen Brennkraftmotors dessen Abgase regelbar dem Heißgasstrom zugemischt werden.In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 937805; USA.-Patentschrift Nr. 2029337; britische Patentschrift Nr. 293 367.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 624 9
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ5116A DE949787C (de) | 1951-11-28 | 1951-11-28 | Verfahren zum Feinstaufteilen eines Wirkstoffes |
| DEJ5746A DE951842C (de) | 1951-11-28 | 1952-04-19 | Geraet zur Erzeugung von Aerokolloiden aus festen Stoffen |
| CH315243D CH315243A (de) | 1951-11-28 | 1952-11-19 | Verfahren und Einrichtung zum Vernebeln und Ausbreiten von Stoffen |
| FR1071885D FR1071885A (fr) | 1951-11-28 | 1952-11-26 | Procédé et appareil pour la pulvérisation de substances |
| GB3001552A GB728249A (en) | 1951-11-28 | 1952-11-27 | Improvements in or relating to the minute division of substances |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ5116A DE949787C (de) | 1951-11-28 | 1951-11-28 | Verfahren zum Feinstaufteilen eines Wirkstoffes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE949787C true DE949787C (de) | 1956-09-27 |
Family
ID=7198337
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ5116A Expired DE949787C (de) | 1951-11-28 | 1951-11-28 | Verfahren zum Feinstaufteilen eines Wirkstoffes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE949787C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1027454B (de) * | 1956-02-18 | 1958-04-03 | Karl Stroebele | Vorrichtung zum Erzeugen von insbesondere Frostschutzzwecken und/oder der Verteilung von Wirkstoffen zur Schaedlingsbekaempfung dienendem Nebel |
| DE1101248B (de) * | 1957-12-13 | 1961-03-02 | Francois Ecal | Vorrichtung zur Erzeugung eines Ammonsulfit-Nebels |
| DE3339930A1 (de) * | 1983-11-04 | 1985-05-23 | Hamba-Maschinenfabrik Hans A.Müller GmbH & Co KG, 5600 Wuppertal | Verfahren und vorrichtung zum sterilisieren von zur aufnahme von molkereiprodukten bestimmter becherfoermiger behaelter |
| DE3523310A1 (de) * | 1985-06-29 | 1987-01-02 | Bayer Ag | Verfahren zur sterilisation von anlagen, apparaten und raeumlichkeiten mit gasfoermigen sterilisationsmitteln |
Citations (3)
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| GB293367A (en) * | 1927-03-28 | 1928-06-28 | Frederick Rafael Nilson | Improvements relating to the killing of rats and other vermin |
| US2029337A (en) * | 1932-11-21 | 1936-02-04 | California Spray Chemical Corp | Nozzle |
| FR937805A (fr) * | 1946-08-08 | 1948-08-27 | Thermo Projects | Procédé et appareil pour répandre des insecticides, fongicides, révulsifs, hormones et autres substances |
-
1951
- 1951-11-28 DE DEJ5116A patent/DE949787C/de not_active Expired
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