DE9421663U1 - Schießscheibenanlage - Google Patents

Schießscheibenanlage

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  • Telescopes (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE Manzingerweg 7
european patent attorneys D-81241 München
1. März 1996
Ernst K. Spieth GmbH Fritz-Müller-Straße 145 73730 Esslingen
Unser Zeichen: S 3947 DE G Lei/sc
Schießscheibenanlage
Die Erfindung betrifft eine Schießscheibenanlage mit einer quer zur Schußrichtung angeordneten vertikalen Blende, die wenigstens eine ein Schießziel darstellende Öffnung aufweist, wobei jeder Öffnung eine hinter der Blende angeordnete, zwischen einer Beschußstellung und einer Anzeigestellung bewegliche Beschußplatte zugeordnet ist, die in der Beschußstellung die Öffnung abdeckt und wenigstens in dem durch die Öffnung sichtbaren Trefferbereich eine zur Farbe der Blende kontrastierende Farbe hat, und die auf Grund der Wirkung eines auftreffenden Geschosses aus der Beschußstellung in die Anzeigestellung bewegt wird, in der der Trefferbereich die Öffnung freigibt.
Schießscheibenanlagen dieser Art werden insbesondere im Rahmen von Biathlonwettkämpfen und bei Schießwettkämpfen mit mehrschussigen Luftpistolen eingesetzt. Ein Treffer ist erzielt, wenn ein Geschoß durch eine Öffnung der Blende fliegt. Zur Anzeige des Treffers ist bei bekannten Schießscheibenanlagen dieser Art die Beschußplatte an einem Arm eines Winkelhebels befestigt, der um eine an der Unterseite der Blende parallel zu dieser verlaufende Schwenkachse schwenkbar gelagert ist. Am anderen Arm des Winkelhebels, der von der Schwenkachse nach vorn ragt, ist eine weiße
Abdeckscheibe befestigt. Trifft ein durch eine Öffnung der Blende fliegendes Geschoß auf die Beschußplatte, so wird diese durch die Geschoßenergie nach hinten bewegt, wodurch der die Beschußplatte tragende Arm des Winkelhebels um etwa 90° nach unten verschwenkt wird. Bei dieser Schwenkbewegung des Winkelhebels geht der die Abdeckscheibe tragende Arm des Winkelhebels vor der Blende nach oben, wodurch die weiße Abdeckscheibe vor die Öffnung der Blende gebracht wird und diese Öffnung verdeckt. Bei unterschiedlichen Geschoßenergien, wie sie beim Schießen mit der mehrschüssigen Luftpistole vorkommen, funktioniert jedoch dieses System nicht mit ausreichender Sicherheit. Bei zu geringer Geschoßenergie wird der Winkelhebel nicht ausreichend über den Schwerpunkt geschwenkt, so daß er wieder in die Ausgangslage zurückgeht; bei zu großer Geschoßenergie kann es vorkommen, daß der Winkelhebel so heftig gegen den Anschlag geschleudert wird, daß er in die Ausgangslage zurückprallt. In beiden Fällen wird somit kein Treffer angezeigt.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Schießscheibenanlage der eingangs angegebenen Art, bei der die Treffer über einen weiten Geschoßenergiebereich sicher angezeigt werden.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Beschußplatte zwischen der Beschußstellung und der Anzeigestellung in vertikaler Richtung beweglich ist, in der Beschußstellung auf einer Rastvorrichtung aufliegt und unter der Einwirkung eines auftreffenden Geschosses in der Schußrichtung um eine solche Strecke verstellbar ist, daß sie von der Rastvorrichtung frei kommt und unter der Wirkung ihres Eigengewichts in die Anzeigestellung fällt.
Bei der erfindungsgemäßen Schießscheibenanlage dient die Geschoßenergie nur dazu, die Beschußplatte von der Rastvorrichtung zu lösen; die eigentliche Bewegung der Beschußplatte aus der Beschußstellung in die Anzeigestellung erfolgt unter der Wirkung des Eigengewichts der Beschußplatte
quer zur Schußrichtung. Das Lösen der Beschußplatte von der Rastvorrichtung erfordert nur eine sehr geringe Energie; durch geeignete Ausbildung der Rastvorrichtung kann daher sichergestellt werden, daß dieser Vorgang auch bei den geringsten vorkommenden Geschoßenergien sicher ausgelöst wird. Die Trefferanzeige kann dann auch durch große Geschoßenergien nicht beeinträchtigt werden, da diese zwar mit Sicherheit die Beschußplatte gleichfalls von der Rastvorrichtung lösen, auf keinen Fall aber dazu führen können, daß die Beschußplatte in ihre Ausgangslage zurückkehrt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das in den Zeichnungen dargestellt ist. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 die Vorderansicht einer Schießscheibenanlage, bei der die Erfindung anwendbar ist,
Fig. 2 die Rückansicht eines Teils der Schießscheibenanlage von Fig. 1 bei einer Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 3 einen Längsschnitt nach der Linie A-A von Fig. 2, Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie B-B von Fig. 2,
Fig. 5 die Rückansicht eines Teils der Schießscheibenanlage bei einer anderen Ausführungsform der Rückstellvorrichtung und
Fig. 6 die Ausführungsform von Fig. 5 in einer anderen Betriebsstellung.
Fig. 1 zeigt die für den Schützen sichtbare Vorderansicht einer Schießscheibenanlage 10, wie sie im Rahmen von Biath-
lonwettkämpfen oder bei Schießwettkämpfen mit mehrschussigen Luftpistolen eingesetzt wird. Die Schießscheibenanlage 10 hat eine quer zur Schußrichtung angeordnete vertikale weiße Blende 12 aus Stahl mit fünf Öffnungen 14, die die Schießziele darstellen. Drei der fünf Öffnungen 14 erscheinen schwarz (oder in einer anderen, zur Farbe der Blende kontrastierenden Farbe); dies sind die Ziele, auf die noch kein Treffer erzielt worden ist. Die beiden anderen Öffnungen 14 erscheinen weiß; auf diese Öffnungen ist jeweils ein Treffer erzielt worden. Die schwarze Farbe macht die noch nicht getroffenen Ziele für den Schützen besser erkennbar, und der Wechsel zur weißen Farbe zeigt den Treffer an.
Fig. 2 zeigt die Rückansicht eines Abschnitts der Schießscheibenanlage 10, der zwei der fünf Öffnungen enthält, die zur besseren Unterscheidung mit 14 und 14' bezeichnet sind. Die Öffnung 14 befindet sich in dem Zustand vor einem Treffer (schwarz hinterlegt), und die Öffnung 14' befindet sich in dem Zustand nach einem Treffer (weiß hinterlegt). Diese Figur sowie die zugehörigen Schnittansichten in den Figuren 3 und 4 lassen die jeder Öffnung zugeordnete Anzeigevorrichtung erkennen, die den Farbwechsel und damit die Trefferanzeige ermöglicht. Da diese Anzeigevorrichtungen für alle Öffnungen gleich sind, werden die einander entsprechenden Teile mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet, die jedoch für die der Öffnung 14' zugeordnete Einrichtung zusätzlich mit einem Indexstrich versehen sind. Wie insbesondere die Schnittansicht von Fig. 4 erkennen läßt, sind am oberen und am unteren Rand der Blende 12 im rechten Winkel nach hinten abstehende Wandabschnitte 16 bzw. 18 angebracht, die zusammen mit der Blende eine Art Gehäuse bilden, das die Anzeigevorrichtungen aufnimmt. Der Öffnung 14 ist die Anzeigevorrichtung 20 und der Öffnung 14' die Anzeigevorrichtung 20' zugeordnet.
Zu jeder Anzeigevorrichtung 20, 20' gehört eine Beschüßplatte 22, 22', die zwischen einer Beschußstellung und einer Anzeigestellung verstellbar ist. In Fig. 2 nimmt die Be-
schußplatte 22 der Anzeigevorrichtung 2 0 die Beschußstellung ein, während die Beschußplatte 22' der Anzeigevorrichtung 20' die Anzeigestellung einnimmt. Die Anzeigevorrichtung 20' ist spiegelbildlich zu der Anzeigevorrichtung 2 0 angeordnet; abgesehen davon sind die beiden Anzeigevorrichtungen 2 0 und 20' sowie die den übrigen Öffnungen 14 zugeordneten, in Fig. 2 nicht dargestellten Anzeigevorrichtungen einander völlig gleich. Es wird daher nachfolgend im wesentlichen nur die Anzeigevorrichtung 20 im einzelnen beschrieben; diese Beschreibung gilt in analoger Weise auch für die anderen Anzeigevorrichtungen.
Die Beschußplatte 22 ist an der Rückseite der Blende 12 parallel zu dieser angeordnet und mittels eines Schwenklagers 24, das im Abstand neben der Öffnung 14 angeordnet ist, um eine horizontale Achse schwenkbar gelagert. Unterhalb der Öffnung 14 ist eine Rastvorrichtung 2 6 angebracht, auf der die Unterkante der Beschußplatte 22 in der Beschußstellung aufliegt. Die vertikale Höhe der Beschußplatte 22 ist so groß, daß sie die öffnung 14 in der Beschußstellung vollständig bedeckt. Die der Rückseite der Blende 12 zugewandte Fläche der Beschußplatte 22 oder zumindest der in der Beschußstellung durch die Öffnung 14 sichtbare Trefferbereich dieser Fläche ist schwarz gefärbt.
Das Schwenklager 24 ist durch einen von der Rückseite der Blende 12 horizontal abstehenden Bolzen 28 gebildet, der durch eine in der Beschußplatte 22 angebrachte Lagerbohrung 30 ragt. Am freien Ende des Bolzens 28 ist ein Kopf 32 angebracht. Eine den Bolzen 2 8 umgebende Schraubendruckfeder 34 ist unter Vorspannung zwischen die Beschußplatte 22 und eine am Kopf 32 abgestützte Scheibe 36 eingefügt. Die Schraubendruckfeder 34 drückt somit die Beschußplatte 22 ständig zur Blende 12 hin. Ein zwischen die Beschußplatte 22 und die Blende 12 eingefügtes Abstandsstück 38, das beispielsweise durch einen auf den Bolzen 28 aufgeschobenen Ring gebildet ist, hält die Beschußplatte 22 in einem definierten Abstand von der Rückseite der Blende 12. Der Durch-
messer der Lagerbohrung 30 ist um so viel größer als der Außendurchmesser des Bolzens 28, daß zwischen diesen Teilen ein Spiel besteht, das eine begrenzte Schwenkbewegung der Beschußplatte 22 um eine vertikale Schwenkachse auf dem Bolzen 28 möglich ist, wie dies in Fig. 3 für die Beschußplatte 22' dargestellt ist.
Die Rastvorrichtung 26 enthält einen an der Rückseite der Blende 12 befestigten Rastnocken 40 und ein Abstandsstück 42, das die in der Beschußstellung auf dem Rastnocken 40 aufliegende Beschußplatte 22 in dem gleichen definierten Abstand von der Rückseite der Blende 12 hält wie das Abstandsstück 38 des Schwenklagers 24. Die an der Oberseite des Rastnockens 40 gebildete Auflagefläche 44, auf der die Unterkante der Beschußplatte 22 in der Beschußstellung aufliegt, ist in der Schußrichtung schräg ansteigend ausgebildet. Dies ist insbesondere in Fig. 4 erkennbar, in der die Schußrichtung durch den Pfeil S angegeben ist. Der Rastnocken 4 0 kann zu diesem Zweck konisch ausgebildet sein. Infolge der Neigung der Auflagefläche 44 wird die Beschußplatte 22, die unter ihrem Eigengewicht die tiefste Stellung einzunehmen sucht und daher auf der Auflagefläche nach unten gleitet, von selbst in Anlage an das Abstandsstück 42 gebracht. Somit liegt die Beschußplatte 22 in der Beschußstellung in dem durch die Abstandsstücke 38 und 42 definierten Abstand parallel hinter der Blende 12.
An dem dem Schwenklager 24 entgegengesetzten Ende der Beschußplatte 22 ist nahe deren Oberkante ein Loch 46 angebracht, das zur Befestigung eines Zugseils 48 dient, das vertikal nach oben zu einer nahe dem Wandabschnitt 16 drehbar gelagerten Umlenkrolle 50 geführt ist und von dieser horizontal unter dem Wandabschnitt 16 verläuft.
Eine Anzeigeplatte 52 ist mittels eines Trägers 54, der aus einem Bolzen 56 und einem Abstandsrohr 58 besteht, hinter der Blende 12 so angebracht, daß sie einen größeren Abstand als die Beschußplatte 22 von der Blende 12 hat und die Öff-
nung 14 vollständig überdeckt. Somit befindet sich die Beschußplatte 22 in der Beschußstellung in dem Zwischenraum zwischen der Blende 12 und der Anzeigeplatte 52. Die der Rückseite der Blende 12 zugewandte Fläche der Anzeigeplatte 52 hat die gleiche Farbe wie die Vorderseite der Blende 12, sie ist also bei dem beschriebenen Beispiel weiß.
Die beschriebene Anzeigevorrichtung 2 0 hat die folgende Funktionsweise:
In der Beschußstellung, in der die Beschußplatte 22 auf dem Rastnocken 40 aufliegt, ist für den Schützen der schwarze Trefferbereich der Beschußplatte 22 durch die Öffnung 14 sichtbar, während die Anzeigeplatte 52 für ihn durch die Beschußplatte 22 verdeckt ist. Durch die Neigung der Auflagefläche 44 wird die Beschußplatte 22 auch bei Erschütterungen, wie sie durch Treffer auf die Blende 12 oder auf andere Beschußplatten verursacht werden, sicher in dieser Stellung gehalten. Wenn dagegen ein Geschoß durch die Öffnung 14 auf den Trefferbereich der Beschußplatte 22 auftrifft, wird die Beschußplatte 22 auf dem Bolzen 28 durch die Geschoßenergie horizontal nach hinten verschwenkt, was durch das Spiel zwischen dem Bolzen 28 und der Lagerbohrung 30 ermöglicht wird. Die Neigung der Auflagefläche 44 ist so bemessen, daß diese Schwenkbewegung auch bei der schwächsten vorkommenden Geschoßenergie noch ausreichend groß ist, um die Unterkante der Beschußplatte 22 bis über das Ende des Rastnockens 40 hinauszubewegen, so daß die Beschußplatte 22 von dem Rastnocken 40 freikommt. Sobald die Unterkante der Beschußplatte 22 von dem Rastnocken 40 frei ist, beginnt die Beschußplatte 22 unter ihrem Eigengewicht vertikal nach unten zu fallen, wobei sie sich um das Schwenklager 24 verschwenkt. Selbst wenn nun die der Beschußplatte 2 2 von dem Geschoß erteilte kinetische Energie verbraucht ist, so daß die horizontale Schwenkbewegung aufhört und die Schraubendruckfeder 34 die Beschußplatte 22 zur Blende 12 hin zurückzudrücken sucht, kann die Beschußplatte 22 nicht mehr in die Beschußstellung auf dem Rastnocken 4 0 zurückkehren, denn sie
schlägt an der Stirnfläche des Rastnockens 40 an. Beim Auftreffen von Geschossen mit sehr großer Geschoßenergie wirkt die Anzeigeplatte 52 als Anschlag, der die horizontale Schwenkbewegung der Beschußplatte 22 begrenzt. Auch in diesem Fall kann die Beschußplatte 22 nicht mehr in die Beschußstellung auf dem Rastnocken 40 zurückkehren, selbst wenn die Beschußplatte 22 von der Anzeigeplatte 52 zurückprallt, denn inzwischen hat die vertikale Schwenkbewegung eingesetzt, so daß die Beschußplatte 22 an der Stirnfläche des Rastnockens 40 anschlägt.
Die vertikale Schwenkbewegung des Beschußplatte 22 wird durch einen auf dem unteren Wandabschnitt 18 angebrachten Anschlag 60 begrenzt, auf den die tiefste Stelle der Beschußplatte 22 auftrifft, wenn diese die Anzeigestellung erreicht. Die Höhe des Anschlags 60 ist unter Berücksichtigung der Form und der Abmessungen der Beschußplatte 22 und der Lage des Rastnockens 40 so bemessen, daß die Beschußplatte 22 in der Anzeigestellung die Öffnung 14 vollständig freigibt, daß aber die Oberkante der Beschußplatte 22 noch nicht tiefer liegt als der Rastnocken 40, so daß die Beschußplatte immer noch an der Stirnfläche des Rastnockens 40 anliegt, wie in den Figuren 2 und 3 für die Beschußplatte 22' und den Rastnocken 40' dargestellt ist. Für den Schützen ist somit in der Anzeigestellung durch die Öffnung 14 nur noch die Anzeigeplatte 52 sichtbar, so daß für ihn die Öffnung in der gleichen Farbe wie die Blende, also weiß erscheint.
Eine Abschrägung 62 an der dem Schwenklager 24 benachbarten Schmalseite der Beschußplatte 22 erlaubt das Verschwenken nebeneinanderliegender Beschußplatten ohne gegenseitige Beeinträchtigung. Eine Abschrägung 64 an der gegenüberliegenden Schmalseite der Beschußplatte 22 stellt sicher, daß die Beschußplatte richtig auf den Anschlag 60 auftrifft.
Zum Zurückstellen der Beschußplatte 22 in die Beschußstellung wird auf das Zugseil 4 8 ein Zug ausgeübt, wodurch die
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Beschußplatte 22 um das Schwenklager 24 nach oben verschwenkt wird, wobei die Beschußplatte 22 zunächst auf der Stirnfläche des Rastnockens 40 entlanggleitet. Die Aufwärtsbewegung der Beschußplatte 22 wird durch den Träger 54 der Anzeigeplatte 52 begrenzt, der als Anschlag für die Oberkante der Beschußplatte 22 wirkt; der Träger 54 ist unter Berücksichtigung der Form und der Abmessungen der Beschußplatte 22 und der Lage des Rastnockens 40 so angeordnet, daß die Unterkante der Beschußplatte 22 höher als die Oberseite des Rastnockens 40 liegt, wenn die Oberkante der Beschußplatte 22 an dem Träger 54 anschlägt. Sobald die Unterkante der Beschußplatte 2 2 über die Höhe des Rastnockens 40 hinaus angehoben worden ist, kann die Schraubendruckfeder 34 die Beschußplatte 22 zur Blende. 12 hin verschwenken, bis sie an dem Abstandsstück 42 anliegt. Wenn dann das Zugseil 48 nachgelassen wird, senkt sich die Beschußplatte 22 durch ihr Eigengewicht auf den Rastnocken 4 0 ab, so daß ihre Unterkante wieder auf der Auflagefläche 44 aufliegt. Damit hat die Beschußplatte 2 2 wieder die Beschußstellung erreicht. Das Anziehen der Zugseile 48 kann von Hand oder durch eine nicht dargestellte motorisch angetriebene Vorrichtung erfolgen, die auf alle Zugseile 48 gleichzeitig einwirkt, so daß alle gefallenen Beschußplatten 22 gemeinsam in die Beschußstellung zurückgestellt werden.
In den Figuren 5 und 6 ist eine andere Ausfuhrungsform der Einrichtung zum gemeinsamen Zurückstellen aller gefallenen Beschußplatten in die Beschußstellung dargestellt. In diesen Figuren ist, ähnlich wie in Fig. 2, ein Abschnitt der Schießscheibenanlage 10 in Rückansicht dargestellt, der jedoch drei Öffnungen 14, 14' und 14" mit den zugehörigen Anzeigevorrichtungen 20, 20', 20" enthält. Die Darstellung ist gegenüber derjenigen von Fig. 2 vereinfacht; von jeder Anzeigevorrichtung sind nur die Beschußplatte 22, 22', 22" mit ihrem Schwenklager 24, 24', 24" und die Anzeigeplatte 52, 52·, 52" mit ihrem Träger 54, 54', 54" gezeigt.
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Die Rückstellvorrichtung 70 enthält eine horizontale Hubstange 72, die sich hinter den Anzeigeplatten 52 parallel zur Blende 12 im wesentlichen über deren ganze Länge erstreckt und die parallel zu sich selbst vertikal verstellbar ist. Die vertikale Verstellbarkeit ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch mehrere parallele Gelenkarme 74 realisiert, die an einem Ende an der Hubstange 72 angelenkt und am anderen Ende an der Rückseite der Blende 12 schwenkbar gelagert sind. An der Rückseite der Blende 12 ist ferner ein Schwenkhebel 76 mittels eines Schwenklagers 78 schwenkbar gelagert. Der Schwenkhebel 76 trägt an seinem kürzeren Hebelarm eine Rolle 80, die an der Unterseite der Hubstange 72 anliegt. Am Ende des längeren Hebelarms ist ein Zugseil 82 befestigt, das durch eine Durchführung 84 so geführt ist, daß beim Anziehen des Zugseils 82 der Schwenkhebel 76 um das Schwenklager 78 verschwenkt wird.
An der Rückseite jeder Beschußplatte 22, 22', 22" ist ein Mitnehmer 86, 86', 86" befestigt, der horizontal nach hinten bis über die Hubstange 72 ragt.
Die Funktionsweise der Rückstellvorrichtung 70 ist aus den Figuren 5 und 6 leicht erkennbar. In Fig. 5 befindet sich die Rückstellvorrichtung in ihrer Ruhestellung, in der die Hubstange 72 ihre tiefste Lage einnimmt. Als Beispiel ist dargestellt, daß die Beschußplatten 22 und 22' gefallen sind und somit ihre Anzeigestellungen einnehmen, während sich die Beschußplatte 22" noch in ihrer Beschußstellung befindet. Die Mitnehmer 86 und 86' der gefallenen Beschußplatten 22 und 22' liegen auf der Oberseite der Hubstange 72 auf oder befinden sich in geringem Abstand über der Hubstange 72.
Zum Zurückstellen der gefallenen Beschußplatten 22 und 22' in ihre Beschußstellung wird das Zugseil 82 angezogen, wodurch der Schwenkhebel 76 um das Schwenklager 78 verschwenkt wird. Die am kürzeren Hebelarm angebrachte Rolle 80 geht nach oben und hebt die Hubstange 72 an, die infolge der Parallelführung durch die Gelenkarme 74 parallel zu sich
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selbst vertikal nach oben verschoben wird. Bei dieser Aufwärtsbewegung nimmt die Hubstange 72 die Mitnehmer 86 der gefallenen Beschußplatten 2 2 mit, wodurch die Beschußplatten 22 um ihre Schwenklager 24 nach oben verschwenkt werden. Im letzten Teil der Aufwärtsbewegung der Hubstange 72, der in Fig. 6 dargestellt ist, sind schließlich die Unterkanten der Beschußplatten 22 bis über die Oberkanten der Rastnocken 40 angehoben, wie dies zuvor an Hand des Ausführungsbeispiels von Fig. 2 bis 4 erläutert worden ist. In diesem letzten Teil der Aufwärtsbewegung nimmt die Hubstange auch die Mitnehmer der nicht gefallenen Beschußplatten mit, wie den Mitnehmer 86" der Beschußplatte 22", so daß diese Beschußplatten geringfügig von ihren Rastnocken abgehoben werden, doch ist dies für die Funktion der Schießscheibenanlage ohne Bedeutung. Wenn die Rückstellvorrichtung ihre höchste Stellung erreicht hat, die durch das Anschlagen der Beschußplatten 22 an den Trägern 54 der Anzeigeplatten 52 bestimmt ist, wird das Zugseil 82 losgelassen. Die Zugstange 72 geht dann auf Grund ihres Eigengewichts nach unten, wobei alle Beschußplatten 22 auf ihre Rastnocken 40 abgesenkt werden und wieder ihre Beschußstellung einnehmen. Wenn die Hubstange 72 wieder ihre tiefste Stellung erreicht hat, die derjenigen von Fig. 5 entspricht, befindet sich die Schießanlage 10 wieder in der Bereitschaftsstellung, in der alle getroffenen Beschußplatten 22 ohne Behinderung durch die Rückstellvorrichtung 70 frei fallen können.
Die beschriebene Schießscheibenanlage kann in mehrfacher Weise abgeändert werden. So ist es nicht notwendig, daß die vertikale Fallbewegung der Beschußplatte 22 eine Schwenkbewegung um ein Schwenklager ist; wenn das Schwenklager 24 fortgelassen wird und statt dessen die Beschußplatte 22 auf zwei Rastnocken nach Art des Rastnockens 40 gelagert wird, kann die Beschußplatte 22 durch ein auftreffendes Geschoß parallel zu sich selbst über die beiden Rastnocken hinaus nach hinten verschoben werden und dann vertikal nach unten fallen, sobald sie von den beiden Rastnocken freigekommen ist. Weiterhin kann die Beschußplatte 22 selbst als Anzeige-
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platte verwendet werden, wenn ihre vertikale Höhe so groß bemessen wird, daß sie auch in der Anzeigestellung die Öffnung 40 überdeckt; in diesem Fall muß natürlich der obere Bereich der der Blende 12 zugewandten Fläche der Beschüßplatte 22, der in der Anzeigestellung durch die Öffnung sichtbar ist, die gleiche Farbe wie die Vorderseite der Blende 12 haben.

Claims (11)

\ PRINZ & PARTNER· "··'··■'' '"'■' PATENTANWÄLTE Manzingerweg 7 european patent attorneys D-81241 München
1. März 1996
Ernst K. Spieth GmbH
Fritz-Müller-Strasse 145
73730 Esslingen
Unser Zeichen: S 3947 DE G
Lei/sc
Schutzansprüche
1. Schießscheibenanlage mit einer quer zur Schußrichtung angeordneten vertikalen Blende, die wenigstens eine ein Schießziel darstellende Öffnung aufweist, wobei jeder Öffnung eine hinter der Blende angeordnete, zwischen einer Beschußstellung und einer Anzeigestellung bewegliche Beschußplatte zugeordnet ist, die in der Beschußstellung die Öffnung abdeckt und wenigstens in dem durch die Öffnung sichtbaren Trefferbereich eine zur Farbe der Blende kontrastierende Farbe hat, und die auf Grund der Wirkung eines auftreffenden Geschosses aus der Beschußstellung in die Anzeigestellung bewegt wird, in der der Trefferbereich die Öffnung freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschüßplatte (22) zwischen der Beschußstellung und der Anzeigestellung in vertikaler Richtung beweglich ist, in der Beschußstellung auf einer Rastvorrichtung (26) aufliegt und unter der Einwirkung eines auftreffenden Geschosses in der Schußrichtung um eine solche Strecke verstellbar ist, daß sie von der Rastvorrichtung (2 6) frei kommt und unter der Wirkung ihres Eigengewichts in die Anzeigestellung fällt.
2. Schießscheibenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschußplatte (22) um ein außerhalb des Bereichs der Öffnung (14) liegendes Schwenklager (24) vertikal schwenkbar gelagert ist.
3. Schießscheibenanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschußplatte (22) auf dem Schwenklager (24) zusätzlich in der Schußrichtung horizontal schwenkbar gelagert ist.
4. Schießscheibenanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf die der Blende (12) abgewandte Rückseite der Beschußplatte (22) eine Feder (34) einwirkt, die die Beschußplatte (22) in Richtung zur Blende (12) drückt.
5. Schießscheibenanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (34) eine Schraubendruckfeder ist, die einen das Schwenklager (24) bildenden Bolzen (28) umgibt.
6. Schießscheibenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastvorrichtung (26) eine in der Schußrichtung ansteigende Auflagefläche (44) für die Beschußplatte (22) hat.
7. Schießscheibenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Abstandsstücke (38, 42), die an der Rückseite der Blende (12) so angebracht sind, daß sie die Beschußplatte (22) in der Beschußstellung im Abstand von der Blende (12) halten.
8. Schießscheibenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Anschlag (60) , auf dem die Beschußplatte (22) in der Anzeigestellung aufliegt.
9. Schießscheibenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand hinter der Öffnung (14) eine Anzeigeplatte (52) so angebracht ist, daß sich die Beschußplatte (22) in der Beschußstellung zwischen der Anzeigeplatte (52) und der Blende (12) befindet, und daß die Anzeigeplatte (52) durch die Öffnung (14) sichtbar ist, wenn die Beschußplatte (22) die Anzeigestellung einnimmt.
10. Schießscheibenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Zugvorrichtung (48), mit der die Beschußplatte (22) aus der Anzeigestellung nach oben in die Beschußstellung angehoben werden kann.
11. Schießscheibenanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß für mehrere Beschußplatten (22, 22', 22") eine gemeinsame Hubstange (72) vorgesehen ist, die sich parallel zur Blende (12) horizontal hinter den Beschußplatten (22) erstreckt und durch eine Zugvorrichtung (82) parallel zu sich selbst vertikal verstellbar ist, und daß an jeder Beschußplatte ein Mitnehmer (86, 861, 86") angebracht ist, der über die Hubstange (72) ragt, so daß bei der vertikalen Verstellung der Hubstange (72) die Mitnehmer (86, 86', 86") der gefallenen Beschußplatten (22, 22', 22") von der Hubstange (72) erfaßt und dadurch die Beschußplatten (22, 22', 22") in die Beschußstellung angehoben werden.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2900725A1 (fr) * 2006-05-05 2007-11-09 Somfy Sas Cible de biathlon avec des moyens automatiques et manuels de commande
EP3734218A1 (de) * 2019-02-04 2020-11-04 Steinigen, Jens Zielscheibenvorrichtung für ein biathlonspiel, sowie ein biathlonspiel
CN113739640A (zh) * 2021-10-13 2021-12-03 吉林省弘展体育科技有限公司 一种旋转式双靶盘电子靶

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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