DE939239C - Abdichtung fuer Spindeln von Armaturen - Google Patents

Abdichtung fuer Spindeln von Armaturen

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DE939239C
DE939239C DEM18139A DEM0018139A DE939239C DE 939239 C DE939239 C DE 939239C DE M18139 A DEM18139 A DE M18139A DE M0018139 A DEM0018139 A DE M0018139A DE 939239 C DE939239 C DE 939239C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rings
spindle
sealing
valve
guide bush
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Expired
Application number
DEM18139A
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Prause
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MAN AG
Original Assignee
MAN Maschinenfabrik Augsburg Nuernberg AG
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Publication date
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K41/00Spindle sealings
    • F16K41/02Spindle sealings with stuffing-box ; Sealing rings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Details Of Valves (AREA)
  • Lift Valve (AREA)

Description

  • Abdichtung für Spindeln von Armaturen Die Erfindung bezieht sich auf die Abdichtung für Spindeln von Armaturen, insbesondere Ventilspindeln.
  • Es ist bekannt, daß Ventilspindeln, welche hohen Temperaturen ausgesetzt sind, in den Führungsbüchsen infolge der auftretenden Wärmedehnung:sdiferenzen leicht streifen oder gar fressen können, so daß ein Öffnen oder Schließen der Ventile nur schwer oder gar nicht mehr möglich ist. Dieses Fressen kommt in der Hauptsache dadurch zustande, daß die Ventilspindel infolge Aufwärmung im Durchmesser größer wird, während die Führungsbüchse, die meistens meiner verhältnismäßig kräftigen und kälteren Nabe des Ventildeckels oder eines Zwischenstückes @eingeblettet ist, nach innen, also zur Spindel zu, sich ausdehnen muß. Um das Fressen bei Führungsbüchsen normaler Bauart zu verhüten, könnte ein entsprechend großes Spiel zwischen Spindel und Führungsbüchse vo@rgesjeh.en werden, was aber den Nachteil hat, :daß dann die Büchse mehr Dampf oder Gas durchläßt. Sie wird also unwirtschaftlich.
  • Es könnte auch daran gedacht werden, elastische Dichtungsringe, wie bei Kolb:enstangendurchführungen, zu verwenden. Dazu ist zu sagen, daß bei Kolbenstangendurchführungen in erster Linie axiale Kräfte zu beherrschen sind, wähnend die seitlichen Kräfte - falls solche überhaupt auftreten - im wesentlichen von der Kreuzkopfführung aufgenommen werden. Außerdem .arbeiten Kc>Ibenstangendurchführun,gen in der Regel mit weitaus größeren Hüben als sie bei Ventilen oder ,ähnlichen Armaturen vorkommen, wodurch sich auch hinsichtlich der Leckdampfabfuhr Schwierigkeiten ergeben und zur Vermeidung dieser Schwierigkeiten die Dichtung übermäßig lang ausgebildet werden müßte. Das Problem der Schlagdämpfung, welches neben dem eigentlichen Dichthalten durch die erfindungsgemäße Bauart noch mitgelöst worden. soll, tritt bei Kolbenstangendurchführung@en praktisch überhaupt nicht auf, so daß diese Dichtungen von ganz anderen Gesichtspunkten aus zu entwerfen sind.
  • Demgegenübier liegt der Fall bei Ventilen, insbesondere automatischen Ventilen für Dampf- und Gasturbinen, Kolbenmaschinen u. dgl., so; daß im allgemeinen nur kleine Hübe und kleine Hubzahlen in der -Zeiteinheit in Frage kommen. Die bei diesen Ventilen auftretenden, Kräfte gehen im wesentlichen auf die -seitlichen Stöße infolge der Dampfanströmung zurück, die sich über den Ventilkegel auf die Ventilspindel übertragen. Es sind zwar auch für Ventile bereits Ringdichtungen bekannt, bei denen abwechselnd Dichtungselemente aus der Ventilspindel oder an der Büchse (bzw. am Gehäuse) anliegen. Diesen Dichtungen fehlt jedoch das Merkmal der radialelastischen Nachgiebigkeit gegen Wärmedehnungsunterschlede und gegen seitliche B:elastumgsstöße. Die zuletzt gemannten Dichtungen können außerdem auch die Ventilspindel nicht zentrisch führen: Auf diese Vorgänge aber kommt es dem Konstrukteur beim Abdichten von Ventilspmdeln an. Es ist in der Praxis -wiederholt festgestellt worden, daß D;ichttuigsbüchsen normaler oder bekannter Bauart infolge auftretender seitlicher Strömungsstöße :sich bis zu 3 mm und mehr in der Bohrmg ausschlagen. Auch eine zusätzliche Führung, die gegebenenfalls unter dem Ventilkegel angeordnet werden kann, verhütet dieses Ausschlagen. nicht.
  • Um die Spindel abzudichten und gleichzeitig zentrisch zu führen, um seitliche Belastungsstöße aufzufamgen und zu dämpfen, sind erfindungsgemäß zwischen Spindel und Führungsbüchse Paare -von Ringen vorgesehen, wobei der eine der beiden Ringe innen an der Spindel anliegt und gegen die Füh-1-ungsbüchse Spiel hat, während der andere an der Führungsbüchse ,anlegt und gegen die Spindel Spiel bat, und beide Ringe gegeneinander zentriert sind und mindestens einer der beiden Ringe als Federring ausgebildet ist. Durch die Federringe werden die Stöße gedämpft, die durch das strömende Medium im Ventil auf die Spindel ausgeübt werden,-außerdem wird mittels der Federringe den unterschiedlichen Wäfrmedehnungen leicht Rechnung getragen, so daß bei kurzer Baulänge eine gute Abdichtung ürzielt wird. Die Schlitze der Federringe können durch Bleche abgedeckt sein. -Die bewegte Ventilspindel hat an keiner Stelle die Möglichkeit, mit einem stillstehenden Teil unmittelbar in Berührung zu kommen und zu scheuern.
  • In der Zeichnung ist ein. Ausführungsbeispiel der Erfindung im Grundzug dargestellt. Es zeigt Fig. i den Teillängsschnitt eines Absperrventils mit nach der Erfindung ,abgedichteter Ventilspindel, Fg. 2 eine Einzelheit im Schnitt, Fig. 3 die dazugehörige Draufsicht, Fig. q. eine weitere Einzelheit im Schnitt und Fig. 5 die dazugehörige Draufsicht..
  • Auf die in einer Nabe des Deckels i eines Ventilgehäuses 2 _verschlebbare Ventilspindel 3 sind .nach Fig. 1, und zwar auf den im Durchmesser abgesetzten Teil q., mehrere Paare von Führungsringen 5 _dichtung und Federringen der Spindel 6 :aufgeschoben, gegenüber der welche eingesetzten die Ab-Führungsbüchse 7 bilden. Die Fühmngsringe 5 sitzen mit engem Schiebesitz auf der Spindel 3, ihr Außendurchmesser ist jedoch'etwas kleiner als der Imnendurchnvessex der Einsatzbüchse 7, so daß zwischen Ring 5 und Büchse 7 ein kleiner Expansionsraum 8 entsteht. Die Federringe 6 gleiten mit Schiebesitz in der Einsatzbüchse. Ihr Innendurchmesser ist etwas, gr.ößer als .der Außendurchmesiser der Spindel, um eine Federung der Ringe nach innen zu ermöglichen und um eine allzu starke Erwärmung von der Spindel 3 her zu verhindern.
  • Die Führungsringe 5 haben nach den Fig. 2 und 3 eine Eindrehung 9, in die sich !ein Ansatz i o ,der Federrrnge 6 einlegt. Dies hat den Zweck, die Federringe gegenübeir der Spindel 3 zu zentrieren und eine Führung der Spindel .sowie .eine leichte Montane zu ermöglichen. Ein weitemer Vorteil ist der, daf'A dadurch seitliche Stöße; die das strömende Medium im Ventil. auf die Spindel ausübt, von den Federringen. 6=elastisch abgefangen werden. Um dem- Medium den Weg- durch die Schlitze i i in dien Federringen zu verwehren, sind Abdeckbleche 12 vorgesehen, die durch wen Niet 13 gehalten werden.. Damit die Ringpaare eine bestimmte Lage zueinander behalten, können benachbarte Ringe 5, 6 zur Sicherung ihrer Lage relativ zueinander durch Stifte 14 gesichert werden.
  • Um die ungehinderte Ableitung des Leckmediums zu ermöglichen, kann man die auf den abgesetzten Teil -q. der Spindel 3 aufgeschobenen DichtungsringpaaTe 5,. 6 gegebenenfalls an der Mitte des abgesetzten Teiles q. durch einen Abstandsaing 15 unterbrechen. Das sich hinter dem Abstandsring sammelnde Leckwasser kann dann durch öffnungen 18 in die Büchse 7 abgeführt werden. Jedoch äst eine solche Maßnahme zur Herb-eiführung,der erfindungsgemäßen Abdichtzentrikung nicht unbedingt erforderlich. -Der Sammelraum für das anfallende Leck medium kann auch an anderer, geeigneter Stelle, wo. das Leckmedium leicht abführbar ist, vorgesehen sein. Im gewählten Beispiel liegt der bauliche Vorteü darin, daß der Zwischenring r5 zugleich' die Funktion eines Dichtringes 5 übernimmt, wodurch in der Gesamtanordnung -eine Platzersparnis. .erreicht wird: Den Abschluß der Dichtungsringe nach oben bilden axial nachgiebige, beiderseits mit radialen: Rippen 16 versehene Ringe 17 in der Ausführung, wie dies in Fig. q, und 5 dargestellt ist. Die Ringe 17 dienen dazu, Wärmedehntamgs-- und Fertigungsdifferenzen zwischen Spindel und Dichtringen auszugleichen, sowie eine Querverschiebung und Federung der Federringe unter sich zu gewährleisten. Die -Abdichtung der Ventilspindel wird dadurch auch in radialer Richtung nachgiebig.

Claims (3)

  1. PATP,NTANSPRÜCH9e 1. Abdichtung für Spindeln von Ventilen und anderen Armaturen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Spindel (3) und Führungsbüchse (7) Paare von Dichtungsfringen (5, 6) vorgesehen sind, von denen ein Teil als in radialer Richtung elastisch nachgiebige Federringe ausgebildet ist, wobei der eine der beiden Ringe innen an der Spindel anliegt und gegen die Führungsbüchse Spiel hat, während der andere an der Führungsbüchse anliegt und gegen die Spindel Spiel hat und beide Ringe gegeneinander zentriert sind und mindestens einer der beiden Ringe als Federring ausgebildet isst.
  2. 2. Abdichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (i i) der Federringe (6) durch Bleche (12) abgedeckt sind.
  3. 3. Abdichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichneta daß der obere Abschluß der Dichtringe (5, 6) vom in axialer Richtung nachgiebigen, beidseitig mit radialen Rippen (16) versehenen Ringen (17) gebildet wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 459 679, 46o 5o3 498 088, 527 345.
DEM18139A 1953-04-15 1953-04-15 Abdichtung fuer Spindeln von Armaturen Expired DE939239C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1192007B (de) * 1960-12-23 1965-04-29 Siemens Ag Hochdruckventil mit einem die Spindelfuehrung enthaltenden Deckel und einer Vorkehrung zum Absaugen des Spindelleckdampfes
DE1238296B (de) * 1965-03-26 1967-04-06 Siemens Ag Regelventil fuer ein unter hohem Druck und/oder hoher Temperatur stehendes gasfoermiges Mittel
FR2566091A1 (fr) * 1984-06-19 1985-12-20 Westinghouse Electric Corp Dispositif de controle des fuites a travers les garnitures de robinetterie

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE459679C (de) * 1925-10-22 1928-05-10 Tage Madsen Kolbenliderung mit Kolbenringen von rechteckigem Querschnitt und mit geschlitzten oder geteilten Verschleissringen an einer oder beiden Seiten eines oder mehrerer der Kolbenringe
DE460503C (de) * 1928-05-30 Esslingen Maschf Kolbendichtung mit federnden Ringen
DE498088C (de) * 1930-05-17 V A G Vakuumanlagen & Kolbenri Kolbenring
DE527345C (de) * 1928-02-14 1931-06-17 Tage Madsen Dichtungsring, der aus zwei Ringen besteht, die axial mit Feder und Nut ineinandergreifen

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