DE1192007B - Hochdruckventil mit einem die Spindelfuehrung enthaltenden Deckel und einer Vorkehrung zum Absaugen des Spindelleckdampfes - Google Patents

Hochdruckventil mit einem die Spindelfuehrung enthaltenden Deckel und einer Vorkehrung zum Absaugen des Spindelleckdampfes

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DE1192007B
DE1192007B DES71798A DES0071798A DE1192007B DE 1192007 B DE1192007 B DE 1192007B DE S71798 A DES71798 A DE S71798A DE S0071798 A DES0071798 A DE S0071798A DE 1192007 B DE1192007 B DE 1192007B
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DE
Germany
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spindle
cover
housing
valve
leakage steam
Prior art date
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Pending
Application number
DES71798A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Werner Trassl
Dipl-Ing Karl-Heinz Memmel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Publication of DE1192007B publication Critical patent/DE1192007B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K41/00Spindle sealings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sealing Devices (AREA)
  • Details Of Valves (AREA)
  • Lift Valve (AREA)

Description

  • Hochdruckventil mit einem die Spindelführung enthaltenden Deckel und einer Vorkehrung zum Absaugen des Spindelleckdampfes Es ist üblich, Ventile durch einen die Spindelführung enthaltenden Deckel abzuschließen. An diesem Deckel treten dabei von der Höhe des Innendruckes abhängige Kräfte auf, die einerseits an den druckbeaufschlagten Flächen hervorgerufen werden, andererseits an der Spindel auftreten. Bei Hochdruckventilen für Heißdampf oder heiße Gase ergibt sich nun, daß die Kräfte so groß sind, daß sich sehr ungünstige Ventilkonstruktionen ergeben und die weitgehend übliche Schraubenbolzenbefestigung der Deckel nicht mehr anwendbar ist. Besonders fällt ins Gewicht, daß durch die Schraubenbolzen auch der Dichtdruck erzeugt werden muß, dem sich die in dem Ventil auftretenden Druck- und Spindelkräfte überlagern, und daß bei hohen Temperaturen die Materialfestigkeit (Zeitstandfestigkeit) äußerst gering ist.
  • Um diese Schwierigkeiten zu umgehen, sind -wie bekannt -Ventile mit sogenannten selbstdichtenden Verschlüssen entwickelt worden. Die Wirkung dieser Konstruktionen beruht im Prinzip darauf, daß auf den die Spindelführung enthaltenden Deckel in Richtung der Spindelachse durch den Innendruck hervorgerufene Kräfte auf mit keilförmigen Dichtflächen ausgebildete Ringkörper übertragen werden, die sich in Richtung der auf sie ausgeübten Kräfte an einem in die Deckelöffnung von außen eingesetzten Bajonettring oder einer eingeschraubten Ringmutter abstützen und unter Herstellung einer Abdichtung an entsprechenden Gegenständen des Gehäuses und des Gehäusedeckels angepreßt werden, wobei noch zusätzlich eine plastische Dichtpackung zwischen dem inneren Deckel und dem außerhalb liegenden kegelförmigen Dichtring eingeschaltet sein kann (USA.-Patentschrift 2 426 392).
  • Wenn auch derartige Ventildeckelverschlüsse eine wesentlich günstigere Ventilausführung als die bekannten mit Schraubenbolzenbefestigung versehenen Konstruktionen ermöglichen, so weisen sie doch die Besonderheit auf, daß sich durch die Anwendung von keilförmigen Dichtringen, die radial durch den Deckelschub an den Gehäusewandungen angepreßt werden, Kräfte ergeben, welche die durch den radial wirkenden Gehäusedruck bedingten Beanspruchungen erheblich erhöhen. Diese Erhöhung der Gehäusebeanspruchungen ist besonders bedeutsam und störend, wenn bei hohen Temperaturen die Materialfestigkeit stark vermindert ist.
  • Weiter ergibt sich bei derartigen selbstdichtenden Verschlüssen der Nachteil, daß der Deckel nebst Spindelführung mit dem zur Aufnahme der Axialkräfte dienenden, in eine Nut des Gehäuses eingelegten Bajonettring oder eingeschraubten Gewindering unter Einfügung der keilförmig gestalteten Dichtringe zusätzlich in Richtung der Spindelachse verspannt wird. Dies bedingt sowohl konstruktiv als auch fertigungsmäßig Komplikationen und hat vor allem zur Folge, daß wegen der Verformung des zwischen Deckel und dem in das Gehäuse eingesetzten Ring liegenden Keilringes eine starre und eindeutige Festlegung des die Spindelführung enthaltenden Deckels fehlt und unmöglich ist, was zu Verlagerungen und Klemmungen der Spindel Veranlassung geben kann.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine günstigere Ausbildung von Hochdruckventilen zu schaffen, welche die erwähnten Nachteile vermeidet. Die Erfindung verwendet hierbei auch das Prinzip der Selbstabdichtung durch den innerhalb des Ventils vorhandenen Druck, wobei jedoch von der Anwendung keilförmiger, radial zu der Deckelachse bzw. Spindelachse gerichtete Kräfte erzeugender Dichtungselemente, die zwischen Deckel und den im Gehäuse angeordneten Halteringen eingespannt werden, abgesehen ist.
  • Gemäß der Erfindung wird eine allen Erfordernissen derartiger Ventile bezüglich vollkommener Abdichtung, Kleinhaltung der Beanspruchungen sowie Abmessungen; guter Herstellbarkeit und leichter Ein- und Ausbaufähigkeit der Spindel entsprechende Lösung vorgesehen. Sie geht von einem bekannten Hochdruckventil mit einem die Spindelführung enthaltenden Deckel und einer Vorkehrung zum Absaugen des Spindelleckdampfes aus und zeichnet sich durch die Vereinigung der folgenden Merkmale aus: a) Die Spindeldurchführung und -dichtung ist in einem Deckel angeordnet, der auf einer Schulter im Gehäuse aufliegt, gegen die er durch eine mit dem Gehäuse verschraubte Ringmutter gepreßt wird.
  • b) Zwischen dem Deckel und der Schulter ist in einer zur Spindel koaxialen Nut ein elastisch verformbarer Dichtungsring angeordnet.
  • c) Eine lösbare Abdeckung schließt den Raum ab, aus dem der von der Spindelführung und der Deckeldichtung herkommende Leckdampf gemeinsam abgesogen wird.
  • Durch diese auf der Vereinigung der angeführten Merkmale beruhende Anordnung wird eine überaus vorteilhafte Ausbildung von Ventilen für sehr hohe Temperaturen und Drücke und die größten Treibmitteldurchsätze bzw. Abmessungen ermöglicht. Wesentlich ist hierbei für die erfindungsgemäße Anordnung, daß trotz Anwendung eines selbstdichtenden Verschlusses eine absolut eindeutige Verlagerungen der Spindel ausschließende Befestigung und Festlegung des Ventildeckels mit der Spindel erreicht wird, wobei die Befestigung einerseits und die Dichtung andererseits bezüglich der auftretenden Kräfte im wesentlichen unabhängig voneinander sind und weder größere Zusatzbeanspruchungen durch die radialen Kräfte in dem Gehäuse hervorgerufen werden, noch in den Dichtungselementen zusätzliche größere Beanspruchungen und Pressungen durch die auf den Deckel ausgeübten Schubkräfte hervorgerufen werden können, wie dies bei der vorerwähnten bekannten Anordnung der Fall ist. Wesentliche Bedeutung hat hierbei weiter der Umstand, daß der die Ringmutter aufnehmende, von dem Ventilinnenraum durch den Deckel mit der Spindelführung abgeschlossene Absaugeraum die Sicherheit für die Herbeiführung einer vollkommenen Abdichtung bietet und hierbei der Leckdampf der Ventildeckelabdichtung zusammen mit dem Leckdampf der Spindel abgeleitet werden kann. Diese auf der erfindungsgemäßen Anordnung von Halteflansch, Dichtung, Befestigungsmutter und Absaugeraum beruhende Wirkung wird dabei in konstruktiv überraschend einfacher Weise unter Anwendung nur eines Absaugekanalsystems erreicht, das zugleich als Voraussetzung für die Verformung des Dichtringes beim Abdichten einen definierten, wesentlich unterhalb des Ventilinnendruckes liegenden Druck auf der Außenseite des Dichtringes herbeizuführen ermöglicht.
  • An sich sind Dichtungen mit in Nuten liegenden verformbaren Ringen ebenso wie die Absaugung auf der einen Seite der Dichtung bekannt. Es ist gleichfalls bekannt, der Spindeldichtung von Ventilen einen Absaugeraum nachzuschalten. Dementsprechend ist Gegenstand des Schutzbegehrens nur die gleichzeitige Anwendung sämtlicher hervorgehobener Merkmale bei einer Ventilausführung.
  • Im folgenden soll die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert werden, das in der Figur der Zeichnung wiedergegeben ist. Es ist nur das eigentliche Ventil in der Zeichnung dargestellt, während die über ihm liegende Laterne mit dem Kraftkolben für den Spindelantrieb weggelassen wurde, da dieser Teil für das Wesen der Erfindung ohne Bedeutung ist. 1 bedeutet das Ventilgehäuse, das entsprechend dem hohen Druck als dickwandiger Stahlkörper mit einem Ventilsitz 2 ausgeführt ist. 3 ist der Ventilkegel, 4 das Vorhubventil. Zum Ventilantrieb dient die Ventilspindel 5, an deren oberem Ende man sich den Kraftkolben zu denken hat. Zum Abschluß des Ventilinnenraumes dient der Ventildeckel 6 mit der Spindelführung und Dichtung 11-12-13. Der Ventildeckel 6 ist an der Gehäuseschulter 7 des Gehäuses abgestützt. Er wird dabei in den oberen offenen Teil des Gehäusekörpers 1, der mit Innengewinde versehen ist, eingesetztund durch die in das Innengewinde des Gehäuses eingeschraubte Ringmutter 8 gehalten bzw. in Richtung der Spindelachse an der Ringschulter 7 angepreßt. Somit wird eine absolut eindeutige Festlegung von Deckel und Spindelführung erreicht. In der Berührungsfläche des Deckelflansches einerseits und der Gehäuseschulter andererseits ist in Nuten der genannten Teile liegend der elastische Dichtring 9 vorgesehen. Die Dichtwirkung dieses Ringes beruht darauf, daß der Ring unter dem Einfluß des verhältnismäßig hohen Innendruckes, der wesentlich größer als der Druck in dem Raum außerhalb der Dichtung ist, unter elastischer Verformung mit seinen Seitenflächen in radialer Richtung an die Seitenwände der den Dichtring aufnehmenden Nuten angepreßt wird. Der Raum außerhalb des Dichtringes 9 grenzt über die Gewindegänge 10 der Ringmutter 8 und des Gehäuses 1 und die Trennfläche zwischen Deckel 6 und Gewindemutter 8 an den oberhalb des Ventildeckels befindlichen Raum 14 an. Dieser Raum 14 ist nach außen durch eine eingespannte Platte 16 mit einer Gleitbüchse 17, die labyrinthaltige Eindrehungen aufweist, abgedichtet und bildet einen Absaugeraum, aus welchem einerseits der Leckdampf der Dichtung 9, der über die Gewindegänge bzw. Trennflächen zwischen Gewindemutter und Ventildeckel in dem Raum 14 gelangt, andererseits der Spindelleckdampf über ein gemeinsames Absaugkanalsystem 15 abgeführt werden kann. Durch den Anschluß des außerhalb der Dichtung liegenden Raumes an den Absaugeraum 14 wird hierbei auf der Außenseite der Dichtung 9 ohne Verbindung mit der Außenatmosphäre ein definierter, wesentlich unterhalb des Ventilinnendruckes liegender Druck hergestellt, der Voraussetzung für die Verformung der Dichtringe zwecks Herbeiführung einer Dichtwirkung ist.
  • Die Abdichtung 16, 17 des Absaugeraumes 14 kann verhältnismäßig einfach sein, da die Druckdifferenz zwischen Absaugeraum 14 und der Atmosphäre nur verhältnismäßig klein ist.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Hochdruckventil mit einem die Spindelführung enthaltenden Deckel und einer Vorkehrung zum Absaugen des Spindelleckdampfes, g e k e n n -z e i c h n e t d u r c h die Vereinigung folgender Merkmale: a) Die Spindeldurchführung und -dichtung ist in einem Deckel (6) angeordnet, der auf einer Schulter (7) im Gehäuse (1) aufliegt, gegen die er durch eine mit dem Gehäuse verschraubte Ringmutter (8) gepreßt wird. b) Zwischen dem Deckel (6) und der Schulter (7) ist in einer zur Spindel (5) koaxialen Nut (9) ein elastisch verformbarer Dichtungsring angeordnet. c) Eine lösbare Abdeckung (16) schließt den Raum (14) ab, aus dem der von der Spindelführung und der Deckeldichtung herkommende Leckdampf gemeinsam abgesogen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr: 476 089, 896 585, 939 239; österreichische Patentschrift Nr. 189 001; britische Patentschrift Nr. 726 350.
DES71798A 1960-12-23 1960-12-23 Hochdruckventil mit einem die Spindelfuehrung enthaltenden Deckel und einer Vorkehrung zum Absaugen des Spindelleckdampfes Pending DE1192007B (de)

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE476089C (de) * 1929-05-08 Maschb Akt Ges Vorm Ehrhardt & Ventilkammerverschluss fuer Hochdruckkompressoren
DE896585C (de) * 1951-06-15 1953-11-12 Carl Heinz Dipl-Ing Haefele Schieber
GB726350A (en) * 1953-04-02 1955-03-16 Crane Co Improvements in valves for high pressure fluids
DE939239C (de) * 1953-04-15 1956-02-16 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Abdichtung fuer Spindeln von Armaturen
AT189001B (de) * 1953-11-09 1957-02-25 Prvni Brnenska Strojirna Zd Y Metallstopfbüchse für Spindeln

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