DE93703C - - Google Patents

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DE93703C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/02Obtaining noble metals by dry processes

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  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

ά ι qc; it;κ l
GELÖ
KAISERLICHES
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Juli 1896 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, Gold aus goldhaltigen Antimonerzen auszuziehen, und beruht auf dem bisher nicht mit Erfolg in die Praxis eingeführten Princip der Extraction des Goldes mittels metallischen Antimons, welches für sich im Niederschlagsverfahren zu gewinnen ist. Die Neuerung des zweckmäfsig mit Gasfeuerungs-Flammöfen durchgeführten Verfahrens besteht darin, dafs die der Extraction vorangehende Arbeit der Mischung von geschmolzenem Antimonmetall mit dem Roherz bezw. Antimonsulfid unter beständigem Umrühren und Durchschütteln bewerkstelligt wird. Erst hierdurch ist eine gewinnbringende Ausbeutung des Verfahrens angebahnt, da dieses Verfahren bisher, sofern es auf der einfachen Antimonpulver-Aufstreuung zum geschmolzenen Material (gemäfs dem englischen Patent Nr. 691 v. J. 1874) beruhte, einen hinsichtlich der Goldausbeute unökonomischen Betrieb unter Erschwerung der Antimongewinnung selbst veranlafste, so dais es gegenüber anderen technisch-zweckmäfsigeren Verfahren der Goldextraction verlassen wurde.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι ein Grundrifs einer zur Ausführung des Verfahrens geeigneten Ofenanlage,
Fig. 2 ein Schnitt nach Linie b-b und
Fig. 3 ein Schnitt nach Linie a-a derselben.
Die Ofenanlage besteht aus verschiedenen, stufenweise angeordneten Schmelzöfen ACDE zum Saigern, Reduciren (Niederschlagen), Raffiniren und Metallausschmelzen der Antimonerze.
Der Ofen B dient zur Ausziehung des Goldes aus den Erzen. Die Oefen sind durch Kanäle mit einem Generator derartig verbunden, dafs die Heizgase beliebig durch jeden Ofen für sich geleitet werden können, ehe sie in die Esse treten, oder aber durch sämmtliche Schmelzofen hindurchgehen, und so die Hitze völlig ausgenutzt wird. Ferner sind die Oefen mit Stichlöchern und Verbindungsleitungen J versehen, damit das Metall von einem Ofen * zum anderen gelangen kann.
Aus der Zeichnung ergiebt sich, dafs die Oefen zum Ausscheiden und Läutern CDE vom Gaszuleitungsrohr F unabhängig angeordnet sind und dafs eine Vorrichtung durch Rohr F' hergestellt ist, um die Oefen direct unabhängig von dem Ofen B erhitzen zu können. Der Ofen B wird auf normaler Temperatur gehalten durch die Gichtgase der anderen Oefen CDE, die durch Kanäle H und Düsen H1 geleitet werden.
Es können jedoch diese Gichtgase auch durch den Nebenkanal H2 nach dem Saigerofen gelangen und diese Wegumschaltung wird durch einen geeigneten Schieber / (Fig. 2) ermöglicht.
Der Saigerofen A kann abgesehen hiervon eventuell durch das Gas aus dem Rohr F beheizt werden. Ein geeignetes Ventil wird zur Regulirung der Einströmung des Gases bei L in dem Ofen angebracht; abgeleitet wird dasselbe durch den Kanal K nach dem Schornstein. Die Ableitung des gesaigerten Sulfids nach dem Ofen B zur Goldabsonderung geschieht durch den Kanal J (Fig. 2). Ein Ausflufs N ist vorgesehen, um das mit Gold gemischte Antimon aus dem Ofen B abfliefsen zu lassen.
Damit das Metall aus einem Ofen in den anderen gelangen kann, sind die Oefen auf einer schiefen Ebene oder stufenweise ange-
bracht, und zwar so, dafs der Saigerofen A sich am höchsten befindet, wie aus Fig. 2 und 3 zu ersehen ist.
Der Ofen B zur Extraction des Goldes ist so construirt, dafs ein beständiges Durchmischen des Sulfides mit dem metallischen Antimon stattfindet. Zu diesem Zwecke wird der Ofen B rotirend angeordnet oder, falls er feststeht, mit einer mechanischen Mischvorrichtung versehen, welch letztere vortheilhaft aus einer waagrechten Welle besteht, die mittels Zahnrad-, Schneckenrad-, Frictions- oder sonstigen Getriebes gedreht wird, und auf der eine Rührvorrichtung aus feuerfestem Thon (mit metallenem Gerippe) sitzt. Durch diese Umkleidung ist jegliche schädliche Einwirkung des Sulfids ausgeschlossen.
Die Rührvorrichtung kann die Gestalt einer Knetschraube haben.
In Fig. 3 ist eine dem Zwecke der Erfindung entsprechende Rührvorrichtung bei B dargestellt; ein von Hand zu bethätigendes Getriebe b b1 dient zur Drehung des auf Rollen bgelagerten Ofenkörpes, der mit einer Ausfütterung von' feuerfestem Material und mehreren Rippen b3 versehen ist.
Es ist nicht nothwendig, dafs dieser Ofen zum Ausscheiden des Goldes ausschliefslich mit den übrigen Reductionsöfen verbunden ist; er kann allein angewendet werden und die Reduction der Sulfide auf beliebige andere Weise erfolgen.
Das Gas bei dem vorliegenden Schmelzverfahren wird dem Gasgenerator G entnommen.
Das Verfahren, mit Hülfe dieses Apparates Gold aus einem Antimonerz auszuscheiden, wenn das Gold gelöst in Schwefelantimon vorkommt, gründet sich auf folgende, gegebenenfalls combinirt in Anwendung gebrachte Behandlungsweisen.
1. Die gesaigerte Schwefelverbindung oder das Antimonerz, das von den begleitenden Erzen in dem Ofen A gereinigt worden ist, wird in dem geeigneten Ofen B mit metallischem Antimon zusammengebracht, welches das Gold infolge seiner gröfseren chemischen- Verwandtschaft dem Erz entzieht.
2. Die gesaigerte Schwefelverbindung oder das Antimonerz wird — nach dem sogenannten Niederschlagsverfahren — mit metallischem Eisen oder einem anderen Reductionsmittel behandelt, so dafs durch Ausscheidung des Antimons das Gold abgesondert wird.
Die Menge des zur Ausscheidung des Goldes aus der Schwefelverbindung nothwendigen Antimons ist verhältnifsmäfsig gering und beträgt vortheilhaft einen Gewichtsantheil von 50 pCt. des behandelten Sulfids. Das metallische Antimon und das Sulfid werden so lange durch das Rührwerk wirksam vermengt, wobei das metallische Antimon absatzweise hinzuzufügen ist, bis letzteres genügend Gold gebunden hat, um zur Weiterverarbeitung dem Ofen entnommen zu werden. Es ist nicht rathsam, die Legirung stärker werden zu lassen, als dafs hundert Unzen Gold aus einer Tonne Sulfid erhalten werden können.
Bei dem Verfahren nach 1. wird das Erz gesaigert und das Sulfid fliefst in den Ofen B zur Ausscheidung des Goldes, wo es beständig mit dem metallischen Antimon gemengt wird, so dafs das Antimon mit fast sämmtlichem Sulfid in Berührung kommt. Wenn anzunehmen ist, dafs die Verbindung völlig hergestellt ist, so wird das Sulfid aus dem Ofen entfernt und es erfolgt eine neue Füllung.
Wenn sehr reiche Erze mit geringen oder gar keinen Bestandtheilen von Gangerzen zur Verwendung kommen, kann das Saigern auch in dem Ofen B geschehen.
Beim Verfahren 2, bei dem Antimonit verwendet wird, wirkt auf das gesaigerte Sulfid metallisches Eisen oder ein anderes Reductionsmittel ein, um das Antimon so zu reduciren, dafs es mit dem Golde sich verbinden kann; dabei wird ein Rührwerk wie bei dem Verfahren ι angewendet.
Da für gewöhnlich das Antimonit in dem Ofen zur Absonderung des Gases einen Theil des metallischen Antimons auflöst und dadurch die Legirung reducirt, so können zur Vermeidung dieses die beiden Verfahren 1 und 2 verbunden werden oder frisches Antimonit eingeleitet werden.
Bei der Verwendung von goldhaltigen Substanzen werden diese zuerst mit geschmolzenem, gesaigertem Sulfid, in dem metallisches Gold leicht löslich ist, behandelt, und nachdem nun das Gold in dem Schwefelantimon concentrirt ist, wird das Gold in der vorbeschriebenen Weise aus letzterem abgesondert.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Ausziehen von Gold aus goldhaltigen Antimonerzen mittels Antimon-
- metalls, darin bestehend, dafs ein Gemenge von geschmolzenem Antimon und geschmolzenem Roherz oder gesaigertem Antimonsulfid durch Drehung des Ofenkörpers oder durch Rührvorrichtungen in Bewegung gehalten wird.
2. Verfahren der Verarbeitung von goldhaltigen Antimonerzen in der unter 1. bezeichneten Weise, gekennzeichnet durch den Zusatz und das Einrühren von Eisen oder einem anderen Reductionsmittel, wodurch die erforderliche Menge Antimon aus den Erzen reducirt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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