DE933595C - Axial-Fluessigkeitsdichtung - Google Patents

Axial-Fluessigkeitsdichtung

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Publication number
DE933595C
DE933595C DEH16046A DEH0016046A DE933595C DE 933595 C DE933595 C DE 933595C DE H16046 A DEH16046 A DE H16046A DE H0016046 A DEH0016046 A DE H0016046A DE 933595 C DE933595 C DE 933595C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil
seal
axial
away
sealing
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Expired
Application number
DEH16046A
Other languages
English (en)
Inventor
Willi Rueppel
Erich Schreiber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henschel and Sohn GmbH
Original Assignee
Henschel and Sohn GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Henschel and Sohn GmbH filed Critical Henschel and Sohn GmbH
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Application granted granted Critical
Publication of DE933595C publication Critical patent/DE933595C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J15/00Sealings
    • F16J15/16Sealings between relatively-moving surfaces
    • F16J15/34Sealings between relatively-moving surfaces with slip-ring pressed against a more or less radial face on one member
    • F16J15/36Sealings between relatively-moving surfaces with slip-ring pressed against a more or less radial face on one member connected by a diaphragm or bellow to the other member

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Details Of Gearings (AREA)

Description

  • Axial-Flüssigkeitsdichtung In den meisten Kraftwagengetrieben und Hinterachsen werden einbaufertige Wellendichtungen verwendet, die aber bei den immer höher werdenden Fahrgeschwindigkeiten leicht undicht werden und zu Ölverlusten und Verschmutzung des Fahrzeugs sowie zu gefährlichen Ölspuren auf den Straßen führen.
  • Es ist nun bereits vorgeschlagen worden, statt der als Radialdichtung wirkenden Wellendichtungen Axialdichtungen einzubauen, bei denen als Dichtungsträger einfache auswechselbare Bauteile zur Anwendung gelangen und hochwertige Getriebeteile nicht mehr als schnell verschleißbare Dichtungsschleifflächen beansprucht werden.
  • Die bekannten Axialdichtungen bestehen meist aus einem stillstehenden Dichtungsring, der auf einer umlaufenden Scheibe schleift. Der auf den Dichtungsring wirkende Anpreßdruck wird dabei von einer Gummihalterung erzeugt oder auch von einer Feder.
  • Trotz sorgfältiger Ausführung der Dichtungsteile ergab sich aber in der Praxis, daß schon nach kurzer Zeit Öl zwischen Scheibe und Dichtring in den abzudichtenden Raum übertrat, weil die von den Lagern auf die Dichtung geschleuderte Ölmenge und deren kinetische Energie den Reibungswiderstand zwischen Dichtring und Dichtscheibe überwindet.
  • Um diesem Übelstand abzuhelfen, wird erfindungsgemäß die Scheibe, auf der der Dichtring schleift, als Ölabweisscheibe ausgebildet und unmittelbar vor dem Wälzlager angeordnet. Sie wird so groß bemessen, daß sie den größten Teil des in Richtung auf die Dichtung spritzenden Öls von der Dichtung fernhält und infolge ihres großen Durchmessers eine besonders starke Fliehkraftwirkung hat. Der Schleif- oder Dichtungsring ist als Ölsammelrinne ausgebildet, aus der das Öl in der die Dichtung entlastenden Richtung weggeschleudert wird.
  • Die Erfindung wird gesehen in der Kombination der großen unmittelbar vor dem Wälzlager angeordneten Ölabweisscheibe und dem als Ölsammelschiene ausgebildeten Dichtungsring.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnungin einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt.
  • Zwischen dem Lager 9 und den Feststellmuttern io ist eine mit der Welle i1 rotierende metallische Ölabweisscheibe i eingebaut, gegen die ein ebenfalls metallischer Dichtring 2, z. B. aus Gußbronze, schleift. Dieser Ring 2 bildet im Querschnitt zwei etwa rechtwinklig zueinander stehende Schenkel und ist an einen Gummiririgbalg 3 anvulkanisiert. Der Ring :2 bildet zusammen mit der Ölabweisscheibe r eine Rinne 5. Der Gummibalg 3 weist eine umlaufende Rille auf, in der eine endlose Wendelfeder 4 liegt, die der durch die Vorspannung bedingten Verformung des Gummibalges 3 'entgegenwirkt und damit dessen Spannkraft in axialer Richtung erhöht.
  • Die Befestigung des Gummibalges 3 auf dem Gehäuse erfolgt mittels eines fest am Gehäuse sitzenden Ringnockens 8, auf den das zweilippige Ende des Gummibalges aufgeschoben wird.
  • Das bei höheren Drehzahlen aus dem Lager herausgepumpte Öl prallt gegen die rotierende Abweisscheibe i, die das Öl nach außen schleudert, und zwar in den Ringraum i2, -aus dem es über den Kanal 13 in den Ölsammelraum abfließt. Von dem abgeschleuderten Öl spritzen aber auch Teile durch den Spalt zwischen Abweisscheibe i und Gehäuse 6 und gelangen in die Auffangrinne 5, aus der sie in den Kanal 13 abtropfen.
  • Bei dieser Bauart kommt das .Öl mit dem Gummibalg kaum in Berührung und es kann somit eine Verhärtung des Balges durch aktive Öle nicht erfolgen.
  • Ein Austreten des Öls aus dem Getriebe an der Dichtstelle ist wegen der entgegengesetzt wirkenden Fliehkraft nicht möglich, selbst dann nicht, wenn bei auftretenden Schwingungen ein kurzes Abheben des Dichtungsringes :2 von der Abweisscheibe i stattfinden sollte.
  • Die Verlegung der Dichtstelle nach dem Innern des Getriebes zu hat den Vorteil, daß Verunreinigungen (z. B. Straßenschmutz) vom Abdichtungsvorgang ferngehalten werden.
  • Die oben beschriebene Befestigung des Gummibalges auf einem Ringnocken des Gehäusedeckels stellt eine wesentliche Vereinfachung der bisher üblichen Einbauweise dar. Montage und Demontage sind nunmehr ohne Hilfswerkzeuge möglich, ebenso sind damit verbundene oft auftretende Beschädigungen ausgeschlossen. Die mehrfache Verwendung eines Dichtringes ist somit gewährleistet. Die innere Lippe am Rande des Gummibalges dient zugleich als Schmutzabweiser.
  • Die bisher üblichen Radialdichtungen liegen mit ihrer Dichtlippe äuf der Getriebewelle oder einem Antriebsflansch. Das erfordert, daß der Dichtsitz des betreffenden Maschinenteiles sauber geschliffen und poliert werden müß. Das erfordert weiterhin, daß beim Transport und bei der Montage des Getriebeteiles größte Sorgfalt aufgewendet werden muß. Ein weiterer Übelstand dieser Radialdichtungen liegt darin, daß sich bei längerer Laufzeit #Ln der Dichtstelle Einlaufriefen bilden, die nicht selten das hochwertige Getriebeteil zerstören, so daß es ausgewechselt werden muß.
  • Im Gegensatz dazu ist beim Erfindungsgegenstand als axial wirkende Dichtfläche die ölabweisscheibe i vorgesehen, wodurch als Dichtungsträger ein sehr einfaches Bauteil gewonnen wurde.
  • Schließlich besteht ein weiterer Vorteil des Erfindungsgegenstandes noch darin,. daß die Wärmeentwicklung und der Verschleiß der aufeinander schleifenden Materialien geringer ist als bei Gummi, da die-spezifische Gleitung bei Rotguß oder Gußbronze bei o,i8 liegt,. während die von Gummi etwa 0,194 beträgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung an Axial-Flüssigkeitsdichtungen, insbesondere für Kraftwagengetriebe, Hinterachsen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß eine mit der Welle (i I) rotierende Ölabweisscheibe (i), die unmittelbar vor dem Wälzlager (9) angeordnet und so groß ist, daß sie den größten Teil des in Richtung auf die Dichtung spritzenden Öls von der Dichtung fernhält und infolge ihres großen Durchmessers eine starke Fliehkraftwirkung hat, mit einer an sich bekannten Axialdichtung kombiniert ist, deren Schleifring (2) als Ölaufsaugrinne (5) ausgebildet ist, aus der das Öl in der die Dichtung entlastenden Richtung weggeschleudert wird. Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 434 589, 2 3 16 059; britische Patentschriften Nr. 664940, 519o85; französische Patentschrift Nr. 830 586.
DEH16046A 1953-04-12 1953-04-12 Axial-Fluessigkeitsdichtung Expired DE933595C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1292974B (de) * 1961-11-29 1969-04-17 Chicago Rawhide Mfg Company Gleitringdichtung
EP0040089A1 (de) * 1980-05-12 1981-11-18 GEORGE ANGUS & COMPANY LIMITED Stirnseitige Abdichtung für sich relativ drehende Teile

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