DE933595C - Axial-Fluessigkeitsdichtung - Google Patents
Axial-FluessigkeitsdichtungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J15/00—Sealings
- F16J15/16—Sealings between relatively-moving surfaces
- F16J15/34—Sealings between relatively-moving surfaces with slip-ring pressed against a more or less radial face on one member
- F16J15/36—Sealings between relatively-moving surfaces with slip-ring pressed against a more or less radial face on one member connected by a diaphragm or bellow to the other member
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
- Axial-Flüssigkeitsdichtung In den meisten Kraftwagengetrieben und Hinterachsen werden einbaufertige Wellendichtungen verwendet, die aber bei den immer höher werdenden Fahrgeschwindigkeiten leicht undicht werden und zu Ölverlusten und Verschmutzung des Fahrzeugs sowie zu gefährlichen Ölspuren auf den Straßen führen.
- Es ist nun bereits vorgeschlagen worden, statt der als Radialdichtung wirkenden Wellendichtungen Axialdichtungen einzubauen, bei denen als Dichtungsträger einfache auswechselbare Bauteile zur Anwendung gelangen und hochwertige Getriebeteile nicht mehr als schnell verschleißbare Dichtungsschleifflächen beansprucht werden.
- Die bekannten Axialdichtungen bestehen meist aus einem stillstehenden Dichtungsring, der auf einer umlaufenden Scheibe schleift. Der auf den Dichtungsring wirkende Anpreßdruck wird dabei von einer Gummihalterung erzeugt oder auch von einer Feder.
- Trotz sorgfältiger Ausführung der Dichtungsteile ergab sich aber in der Praxis, daß schon nach kurzer Zeit Öl zwischen Scheibe und Dichtring in den abzudichtenden Raum übertrat, weil die von den Lagern auf die Dichtung geschleuderte Ölmenge und deren kinetische Energie den Reibungswiderstand zwischen Dichtring und Dichtscheibe überwindet.
- Um diesem Übelstand abzuhelfen, wird erfindungsgemäß die Scheibe, auf der der Dichtring schleift, als Ölabweisscheibe ausgebildet und unmittelbar vor dem Wälzlager angeordnet. Sie wird so groß bemessen, daß sie den größten Teil des in Richtung auf die Dichtung spritzenden Öls von der Dichtung fernhält und infolge ihres großen Durchmessers eine besonders starke Fliehkraftwirkung hat. Der Schleif- oder Dichtungsring ist als Ölsammelrinne ausgebildet, aus der das Öl in der die Dichtung entlastenden Richtung weggeschleudert wird.
- Die Erfindung wird gesehen in der Kombination der großen unmittelbar vor dem Wälzlager angeordneten Ölabweisscheibe und dem als Ölsammelschiene ausgebildeten Dichtungsring.
- Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnungin einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt.
- Zwischen dem Lager 9 und den Feststellmuttern io ist eine mit der Welle i1 rotierende metallische Ölabweisscheibe i eingebaut, gegen die ein ebenfalls metallischer Dichtring 2, z. B. aus Gußbronze, schleift. Dieser Ring 2 bildet im Querschnitt zwei etwa rechtwinklig zueinander stehende Schenkel und ist an einen Gummiririgbalg 3 anvulkanisiert. Der Ring :2 bildet zusammen mit der Ölabweisscheibe r eine Rinne 5. Der Gummibalg 3 weist eine umlaufende Rille auf, in der eine endlose Wendelfeder 4 liegt, die der durch die Vorspannung bedingten Verformung des Gummibalges 3 'entgegenwirkt und damit dessen Spannkraft in axialer Richtung erhöht.
- Die Befestigung des Gummibalges 3 auf dem Gehäuse erfolgt mittels eines fest am Gehäuse sitzenden Ringnockens 8, auf den das zweilippige Ende des Gummibalges aufgeschoben wird.
- Das bei höheren Drehzahlen aus dem Lager herausgepumpte Öl prallt gegen die rotierende Abweisscheibe i, die das Öl nach außen schleudert, und zwar in den Ringraum i2, -aus dem es über den Kanal 13 in den Ölsammelraum abfließt. Von dem abgeschleuderten Öl spritzen aber auch Teile durch den Spalt zwischen Abweisscheibe i und Gehäuse 6 und gelangen in die Auffangrinne 5, aus der sie in den Kanal 13 abtropfen.
- Bei dieser Bauart kommt das .Öl mit dem Gummibalg kaum in Berührung und es kann somit eine Verhärtung des Balges durch aktive Öle nicht erfolgen.
- Ein Austreten des Öls aus dem Getriebe an der Dichtstelle ist wegen der entgegengesetzt wirkenden Fliehkraft nicht möglich, selbst dann nicht, wenn bei auftretenden Schwingungen ein kurzes Abheben des Dichtungsringes :2 von der Abweisscheibe i stattfinden sollte.
- Die Verlegung der Dichtstelle nach dem Innern des Getriebes zu hat den Vorteil, daß Verunreinigungen (z. B. Straßenschmutz) vom Abdichtungsvorgang ferngehalten werden.
- Die oben beschriebene Befestigung des Gummibalges auf einem Ringnocken des Gehäusedeckels stellt eine wesentliche Vereinfachung der bisher üblichen Einbauweise dar. Montage und Demontage sind nunmehr ohne Hilfswerkzeuge möglich, ebenso sind damit verbundene oft auftretende Beschädigungen ausgeschlossen. Die mehrfache Verwendung eines Dichtringes ist somit gewährleistet. Die innere Lippe am Rande des Gummibalges dient zugleich als Schmutzabweiser.
- Die bisher üblichen Radialdichtungen liegen mit ihrer Dichtlippe äuf der Getriebewelle oder einem Antriebsflansch. Das erfordert, daß der Dichtsitz des betreffenden Maschinenteiles sauber geschliffen und poliert werden müß. Das erfordert weiterhin, daß beim Transport und bei der Montage des Getriebeteiles größte Sorgfalt aufgewendet werden muß. Ein weiterer Übelstand dieser Radialdichtungen liegt darin, daß sich bei längerer Laufzeit #Ln der Dichtstelle Einlaufriefen bilden, die nicht selten das hochwertige Getriebeteil zerstören, so daß es ausgewechselt werden muß.
- Im Gegensatz dazu ist beim Erfindungsgegenstand als axial wirkende Dichtfläche die ölabweisscheibe i vorgesehen, wodurch als Dichtungsträger ein sehr einfaches Bauteil gewonnen wurde.
- Schließlich besteht ein weiterer Vorteil des Erfindungsgegenstandes noch darin,. daß die Wärmeentwicklung und der Verschleiß der aufeinander schleifenden Materialien geringer ist als bei Gummi, da die-spezifische Gleitung bei Rotguß oder Gußbronze bei o,i8 liegt,. während die von Gummi etwa 0,194 beträgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung an Axial-Flüssigkeitsdichtungen, insbesondere für Kraftwagengetriebe, Hinterachsen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß eine mit der Welle (i I) rotierende Ölabweisscheibe (i), die unmittelbar vor dem Wälzlager (9) angeordnet und so groß ist, daß sie den größten Teil des in Richtung auf die Dichtung spritzenden Öls von der Dichtung fernhält und infolge ihres großen Durchmessers eine starke Fliehkraftwirkung hat, mit einer an sich bekannten Axialdichtung kombiniert ist, deren Schleifring (2) als Ölaufsaugrinne (5) ausgebildet ist, aus der das Öl in der die Dichtung entlastenden Richtung weggeschleudert wird. Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 434 589, 2 3 16 059; britische Patentschriften Nr. 664940, 519o85; französische Patentschrift Nr. 830 586.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH16046A DE933595C (de) | 1953-04-12 | 1953-04-12 | Axial-Fluessigkeitsdichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEH16046A DE933595C (de) | 1953-04-12 | 1953-04-12 | Axial-Fluessigkeitsdichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE933595C true DE933595C (de) | 1955-09-29 |
Family
ID=7147867
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH16046A Expired DE933595C (de) | 1953-04-12 | 1953-04-12 | Axial-Fluessigkeitsdichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE933595C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1292974B (de) * | 1961-11-29 | 1969-04-17 | Chicago Rawhide Mfg Company | Gleitringdichtung |
| EP0040089A1 (de) * | 1980-05-12 | 1981-11-18 | GEORGE ANGUS & COMPANY LIMITED | Stirnseitige Abdichtung für sich relativ drehende Teile |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB664940A (de) * | 1900-01-01 | |||
| FR830586A (fr) * | 1936-12-09 | 1938-08-03 | Kupfer Asbest Co | Joint d'étanchéité pour arbres |
| GB519085A (en) * | 1937-10-14 | 1940-03-15 | Gen Motors Corp | Improvements in fluid seals |
| US2316059A (en) * | 1941-06-19 | 1943-04-06 | Nathan F Fretter | Sealing means |
| US2434589A (en) * | 1944-10-16 | 1948-01-13 | Borg Warner | Pump shaft seal |
-
1953
- 1953-04-12 DE DEH16046A patent/DE933595C/de not_active Expired
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