DE933474C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Pigmenten in Schueppchenform aus dehnbaren Materialien - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Pigmenten in Schueppchenform aus dehnbaren Materialien

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DE933474C
DE933474C DET3779A DET0003779A DE933474C DE 933474 C DE933474 C DE 933474C DE T3779 A DET3779 A DE T3779A DE T0003779 A DET0003779 A DE T0003779A DE 933474 C DE933474 C DE 933474C
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DE
Germany
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pigment
rollers
rolling
treated
pigments
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DET3779A
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English (en)
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Jean Francois Germai Herenguel
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Trefileries & Laminoirs Du Hav
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Trefileries & Laminoirs Du Hav
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C3/00Treatment in general of inorganic materials, other than fibrous fillers, to enhance their pigmenting or filling properties
    • C09C3/04Physical treatment, e.g. grinding or treatment with ultrasonic vibrations
    • C09C3/045Agglomeration, granulation, pelleting
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/62Metallic pigments or fillers
    • C09C1/622Comminution, shaping or abrasion of initially uncoated particles, possibly in presence of grinding aids, abrasives or chemical treating or coating agents; Particle solidification from melted or vaporised metal; Classification

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inks, Pencil-Leads, Or Crayons (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Pigmenten in Schüppchenform aus dehnbaren Materialien Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Pigmenten in Schüppchenform aus dehnbaren Ausgangsstoffen, ferner eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.
  • Unter »Pigmenten in Schüppchenforma sind Pigmente zu verstehen, deren Teilchen aus dünnen Blättchen bestehen, deren mittlere Abmessungen in Richtung ihrer größten Ausdehnung kleiner als 15 ,u sind, während ihre Dicke nur einen geringen Bruchteil dieses Maßes beträgt. Pigmente dieser Art können aus Metallen (Aluminium, Kupferlegierungen, Eisenmetallen, rostfreiem Stahl, Blei, Edelmetallen usw.) bestehen. Es kommen aber auch nichtmetallische Pigmente, z. B. solche auf Basis von thermoplastischen Harzen oder Paraffinen von sehr hohen Molekulargewichten (Polyäthylen) in Frage.
  • Ein schüppchenförmiges Pigment soll im wesentlichen folgende Eigenschaften aufweisen die für einen gegebenen Verwendungszweck günstigsten mittleren Abmessungen der Schüppchen in Richtung ihrer größten Ausdehnung, ein, höchstmögliches Deckvermögen, d. h. eine größtmögliche Fläche, auf der sich ein Gramm des Pigments auf einer Flüssigkeitsoberfläche ausbreiten kann, wobei dieses Deckvermögen P -- in. cmz -eine Funktion der Dicke a in Tausendstelmillimeter, entsprechend etwa der folgenden Beziehung: ist, eine möglichst große Regelmäßigkeit der Schüppchenabmessungen mit einer oberen Grenze für die größten Teilchen, Ebenheit der Schüppchen, Glanz, d. h. eine vollkommen glatte Oberfläche. Außerdem sollen solche Pigmente häufig ein großes Schwimmvermögen auf der Oberfläche einer Farbe oder eines Lackes besitzen, - das durch ein günstiges Verhältnis zwischen der Oberfläche und der Dicke der Schüppchen sowie durch das Vorhandensein eines Films an der Oberfläche der Schüppchen bedingt ist, der aus einem Stoff besteht, der ihnen besondere Oberflächenspannungseigenschaften gegenüber ihrem Träger, d. h. der Farbe bzw. dem Lack, erteilt.
  • Bisher erfolgte die Iierstellung von Pigmenten in Schüppchenform aus dehnbaren Ausgangsstoffen durch schlagend wirkende Verfahren, entweder in Pochwerken oder in Kugelmühlen, in beiden Fällen unter ungeordneter Schlageinwirkung auf das zu behandelnde Gut.
  • Die Verwendung von Kugelmühlen für diesen Zweck besitzt zwar gegenüber der von Pochwerken erhebliche Vorteile hinsichtlich der Eigenschaften der hergestellten schüppchenförmigen Pigmente, weist aber doch noch schwerwiegende Nachteile auf, insbesondere weil in einer Kugelmühle gleichzeitig eine Zertrümmerung der Teilchen durch die ungeordneten Schläge, die sie erleiden, erfolgt, welche örtliche Querschnittsschwächungen, ferner eine Verminderung der Schüppchenstärke durch eine reine Hammerwirkung und eine Verkleinerung ihrer Abmessungen infolge des durch die Reibung der Kugeln nach Beendigung ihres Falls und während ihrer darauffolgenden Drehbewegung an der Füllung verursachten Abriebe ergeben.
  • Durch sorgfältigstes Einstellen der Kugelmühle wird es möglich, den Abrieb in weitem Maße herabzusetzen, jedoch kann nicht verhindert werden, daß gleichzeitig mit der- Dickenverminderung auch eine Zertrümmerung erfolgt. Man beobachtet sogar, im Falle von Schüppchenabmessungen in der Größenordnung von io ,u oder weniger, daß die Zertrümmerungserscheinungen gegenüber der Dickenverminderung überwiegen, so daß ein verlängertes Mahlen das Deckvermögen nicht weiter steigert. Gleichzeitig hört die Erhöhung des Schwimmvermögens des Pigments auf; es nimmt sogar in erheblichem Maße ab.
  • Es wurde festgestellt, daß ein bestimmtes Verhältnis zwischen der Oberfläche und der Dicke eines Elementarteilchens des Pigments bestehen muß, damit dessen Schwimmeigenschaften sich entwickeln können. Man kann diese Beziehung durch das Verhältnis D aus-8 drücken. Dies wird durch die folgenden Zahlenwerte für den beispielsweisen Fall von Aluminium-Pigmenten, die in einer Kugelmühle in Gegenwart eines aus einer Kohlenwasserstoff-Verbindung bestehenden Trägers gemahlen und dann mit einer Stearinsäurelösung behandelt @ wurden, die sie mit einem Film überzieht, der die gewünschten Oberflächenspannungseigenschaften bewirkt, bestätigt.
  • Die Messung des Deckvermögens erfolgte mittels der bekannten Methode, die darin besteht, daß man i g trockenen Pigments sich auf einer Wasseroberfläche ausbreiten läßt, die eine Schale bis zum Rande füllt, das Pigment hierauf mit Hilfe eines Lineals zusammendrängt, bis es eine geschlossene Fläche bildet, und diese Fläche ausmißt.
  • Die Messung des Schwimmvermögens erfolgt mittels des bekannten Spachtelverfahrens (s. »Aluminium Paints and Powders(c von J. D. Edwards, Sammlung Rheinholf, 1936, S. 31) in normalem Cumaronlack folgender Zusammensetzung:
    Cumaron 25 g
    Benzol ioo cm3
    Farbprobe . q. g
    Für Aluminium wurden folgende Zahlenwerte erhalten
    Mittlere Schwimm-
    Mittlere Deck-
    Schüppchen- Da ver-
    Schüppchen- dicke vermögen vermögen
    abmessungen E cm,/9 a/
    0
    io 0,5o-o,4o 200-250 8-io ooo 50=75
    5 0,27 93 15000 30
    Wie ersichtlich, führt eine Fortsetzung des Mahlens unter eine Blättchengröße von io ,u herunter zu einer z Dickenverringerung von D (Verhältnis von Schüppchenoberfläche und -dicke) und deshalb zu einem Abfall des Schwimmvermögens. Daraus folgt, daß man mit einer Kugelmühle nur schwer und manchmal überhaupt nicht gleichzeitig die gewünschten Oberflächenabmessungen-und Dickenverminderung erreichen kann, die unter gleichzeitig befriedigenden Schwimmeigenschaften- das Deckvermögen bestimmen. Überhaupt ist es in der Praxis schwierig, auf systematischem Wege Deckvermögen von über 18 ooo cm 2/g zu erzielen.
  • Außerdem sind die mit einer Kugelmühle erzeugten Schüppchen infolge der ungeordneten Stöße, die diese während des Mahlens erlitten haben, nicht eben und ihre Oberfläche infolge des durch die Reibung der Kugeln unvermeidlichen Abriebs oft nicht .glatt. Durch die Erfindung werden die Nachteile der bekannten Arbeitsmethoden vermieden, indem die Herstellung der Schüppchen durch einen Walzvorgang erfolgt.
  • Das neue Verfahren ist vor allem dadurch gekennzeichnet, daß die in Pigmentschüppchen umzuwandelnden, in einer Trägerflüssigkeit derart, daß sich ein flüssiger Brei ergibt, verteilten Stoffteilchen einem Walzvorgang unterworfen werden, indem man sie wiederholt zwischen ohne erhebliches gegenseitiges Gleiten aufeinander abrollenden Flächen durchgehen läßt, die unter geeignetem Druck aneinandergepreßt werden.
  • Vorrichtungen zur Durchführung dieses Verfahrens sind in den Abbildungen beispielsweise veranschaulicht. Von diesen zeigt Abb. x das Schema einer Walzvorrichtung, bei der das Pigment mittels einer Pumpe umgetrieben wird, Abb. 2 einen schematischen Querschnitt durch ein Walzwerk, bei dem jede Arbeitswalze sich gegen zwei Stützwalzen abstützt, Abb. 3 einen schematischen Teilschnitt durch ein Walzwerk, das aus einer großen Anzahl von zwischen zwei Rollbahnen angeordneten Rollen besteht, Abb. q. einen Axialschnitt durch eine Walzvorrichtung mit doppelter Rollbahn, Abb. 5 einen lotrechten Schnitt durch einen Trog, der das in einer Trägerflüssigkeit verteilte Pigment enthält und in den eine Vorrichtung nach Abb.4 eingebaut ist.
  • Die in Abb. i dargestellte Vorrichtung weist zwei durch eine Feder :z gegeneinandergepreßte und durch einen nicht dargestellten Antrieb in Umdrehung versetzte Walzen i auf. Der aus den in einer Trägerflüssigkeit verteilten Metall- oder sonstigen Teilchen bestehende Brei wird durch ein Rohr 3 mit einem Regelorgan q. zwischen die Walzen i eingeführt. Nach Verlassen der Walzen x wird der Brei von einem Trichter 5 aufgenommen, aus dem er über ein Rohr 6 zu einer Umlaufpumpe 7 gelangt, die ihn durch ein Rohr 8 von neuem in das Einlaufrohr 3 drückt. Abstreifer g, die von Federn io an die Oberfläche der Walzen i angedrückt werden, befreien letztere von dem anhaftenden Brei.
  • Der Brei geht mehrere Male durch das Walzwerk hindurch, bis das Erzeugnis die gewünschten Eigenschaften aufweist.
  • Die in Abb. i dargestellte Anordnung ermöglicht es in der Praxis nicht, den Walzen i einen sehr kleinen Durchmesser zu geben, weil solche Walzen gegenüber dem erforderlichen Arbeitsdruck nicht hinreichend starr sein würden.
  • Um diese Schwierigkeit zu überwinden, kann man die in Abb. 2 dargestellte Anordnung wählen, bei der jede Arbeitswalze ii sich gegen zwei Stützwalzen 12 von größerem Durchmesser abstützt, die die Arbeitswalzen ii mittels Federn 2 gegeneinanderpressen. Diese Anordnung ermöglicht es, den Durchmesser der Arbeitswalzen so weit zu verkleinern, wie dies für eine einwandfreie Arbeitsweise erwünscht ist.
  • Da die Leistung eines Walzapparates für Pigmente nicht nur von der Umfangsgeschwindigkeit der Arbeitswalzen und ihrem Anpreßdruck abhängt, sondern auch von der Walzenzahl, ist es vorteilhaft, die Vorrichtung mit soviel Arbeitswalzen als möglich auszustatten.
  • Um eine solche Vielzahl von Arbeitswalzen von kleinem Durchmesser anordnen zu können, wird zweckmäßig die Walzvorrichtung nach dem Vorbild der Rollenlager bzw. Nadellager ausgebildet, indem man, wie Abb. 3 schematisch zeigt, eine große Anzahl Rollen bzw. Nadeln 13 zwischen zwei sich gegeneinander bewegenden Rollbahnen 1q. anordnet.
  • Abb. ¢ zeigt eine praktische Ausführungsart einer Walzvorrichtung dieser Bauart. Eine Scheibe 15 ist auf einer Welle 16 mittels einer Nutenverbindung 17 derart montiert, daß sie von der Welle mitgenommen wird, sich aber in ihrer Längsrichtung frei bewegen kann. Die beiden Stirnflächen der Scheibe 15 sind zu kegelförmigen Rollbahnen 18 ausgestaltet, denen entsprechende kegelförmige Rollbahnen i9 auf nicht drehbaren Scheiben 2o gegenüberstehen, die beiderseits der drehbarenScheibe 15 vorgesehen sind. Zwischen den Rollbahnen 18 und i9 sind zwei Reihen von Rollen 21 angeordnet, die gegebenenfalls in nicht dargestellten Käfigen gehalten werden. Die Scheiben 2o sind auf Querträgern 22 befestigt, die ihrerseits auf Säulen 23 derart montiert sind, daß sie sich längs derselben bewegen können. Federn 2q., deren Spannung mittels Muttern 25 eingestellt werden kann, pressen die Rollbahnen i9 und Rollen 2i federnd gegen die drehbare doppelte Rollbahn 18.
  • Damit die Rollen 21 ohne Reibung auf den kegelförmigen Rollbahnen 18, ig abrollen können, sind sie selbst leicht kegelförmig, und die Spitzen ihrer Kegelflächen liegen auf der Drehachse der Welle 18.
  • Die zweckmäßigen Abmessungen einer solchen Vorrichtung können etwa die folgenden sein:
    Mittlerer Durchmesser der
    Rollbahnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 mm
    Mittlerer Durchmesser der
    Walzen ..................... 8 mm
    Länge der Walzen . . . . . . . . . . . . . 12 mm
    Zahl der Walzen (je Rollbahn) ... 15
    Umlaufgeschwindigkeit der
    mittleren Doppelrollbahn ..... iq.oo Umdr./XZin.
    Gesamtspannung der Federn
    ungefähr..... ioo kg
    Die Beschickung einer derartigen Vorrichtung mit dem in Schüppchen umzuwandelnden Brei kann entweder erfolgen, indem man diesen um die Welle herum einspritzt und ihn mittels eines Systems, ähnlich dem in Abb. i dargestellten, umlaufen läßt oder vorzugsweise, indem man die Vorrichtung in ein den Pigmentbrei enthaltendes Gefäß 26 eintaucht, wie in Abb. 5 gezeigt. In diesem Falle erfolgt der Breiumlauf durch die als Folge der Drehbewegung, die den Brei durch die Rollbahnen mit den Walzen 21 erteilt wird, auftretende Zentrifugalkraft. Die Umlaufgeschwindigkeit des Breies kann mittels Scheiben 27 (Abb. q.) mit kalibrierter Öffnung geregelt werden.
  • Man kann in einem Gefäß mehrere solcher Vorrichtungen übereinander anordnen oder auch eine oder mehrere von solchen in ein Leitungssystem einschalten, in dem der Pigmentbrei umläuft. Andererseits kann mäii äüch zwischen der drehbaren Scheibe z5 und einer jeden der unbeweglichen Scheiben 2o mehrere konzentrische Rollbahnen versehen.
  • Durch das neue Verfahren wird eine regelmäßige Dickenverminderung der Pigmentteilchen erzielt, ohne daß eine das Deckvermögen und das Schwimmvermögen beeinträchtigende Zertrümmerung derselben erfolgt. Das Deckvermögen des Farbstoffes kann auf diese Weise weit über die den bekannten Verfahren gesetzten Grenzen hinaus verbessert werden, wobei diese Erhöhung des Deckvermögens mit einem dauernden Anstieg des Schwimmvermögens parallel läuft. Weiter sind die Schüppchen durch den Walzvorgang vollkommen eingeebnet, und es tritt so gut wie kein Abrieb ein, so daß ihre Oberfläche glatt, glänzend und stark reflektierend ist und auf diese Weise das Reflexionsv ermo Nä# n der Anst nch ' e erhöht wird, die nach dem Verfahren behandelte Pigmente enthalten.
  • Die folgende Tabelle zeigt die zunehmende Verbesserung der Eigenschaften eines erfindungsgemäßen Pigments in Abhängigkeit von der Walzzeit. Bei dem gewählten Beispiel bestand die Beschickung anfänglich aus dem Siebrückstand von in einer Kugelmühle gemahlenem Aluminium mit folgenden Eigenschaften:
    Mittlere Abmessungen der Schüppchen. . i2o ,u
    Deckvermögen ... i .................. 1520 cm2/g
    Mittlere Schüppchendicke . . . . . . . . . . . . . 2,6 ,u
    Schwimmvermögen .................. o
    Diese Füllung wurde in einer Trägerflüssigkeit verteilt, die aus 31 Toluol und 3o g Stearinsäure je kg Aluminium bestand.
    Walz- Mittlere Mittlere Dz Deck- Schwimm-
    zeit Dicke e Größe D - vermögen vermögen
    Std. ,A ,A E cml/g °/a
    0 2,6 12o 55o 152o 0
    3 0,42 15 535 9500 51
    6 0,20 12 720 20500 67
    13 o,145 io 69o 27500 75
    17 0,130 8 500 30000 85
    Diese Zahlen zeigen die durch den Walzvorgang bedingte geringe Zertrümmerung, da trotz der zunehmenden Verminderung der Schüppchendicke das Verhältnis sehr hoch bleibt und das Schwimmvermögen dauernd zunimmt.
  • Der Ausgangsstoff kann in Form von Aluminiumspänen vorliegen. Ferner kann er auch dadurch erhalten werden, daß man flüssiges Aluminium in Wasserdampf spritzt, wobei Körner von der Größenordnung o,i bis 0,5 mm entstehen. Auch können Abfälle dünner Blättchen von o,oi bis 0,5 mm Stärke aus Metall, Edelmetall, Eisenlegierungen, rostfreiem Stahl usw. verwendet werden, vorausgesetzt, daß sie genügend dehnbar bzw. auswalzbar sind.
  • Der durch Vermischen des Ausgangsmaterials mit der Trägerflüssigkeit hergestellte Brei kann etwa wie folgt zusammensgesetzt sein:
    Pigmentmenge je Liter
    Natur des Pigments Trägerflüssigkeit
    kg/1
    Kupferlegierungen 1,5 - 6
    Aluminium - 0,5-2
    Material von einer
    Dichte -1 0,2 - 1
    Im Falle von Metallen kann die Trägerflüssigkeit ein cyclischer Kohlenwasserstoff vom Typ des Benzols oder höherer Homologen oder ein Leichtöl (z. B. Benzin oder Petroleum) mit 2 bis 8o °/o Mineral- oder Pflanzenölzusatz (z. B. Rüb- oder Rizinusöl) oder von tierischem Fett (Talg, Lanolin, Bienenwachs) zwecks Schmierung sein. Vorteilhafterweise werden Netzmittel zugesetzt, die aber das Schwimmvermögen nicht beeinträchtigen dürfen, wie beispielsweise Triäthanolaminarylalkylsulfonat, ferner andere nichtionisierte und Metall nicht angreifende Netzmittel oder solche mit aktiven- Kationen. Zur Erleichterung des Auswalzens kann noch eine gewisse Menge (z. B. 2 bis io %) an freier Fettsäure hinzugefügt werden.
  • Für nichtmetallische Pigmente auf Basis von thermoplastischen Harzen oder Paraffinen von sehr hohen Molekulargewichten (Polyäthylen) ist der Träger unter Rücksicht auf ihre Natur zu wählen; vor allem darf er die betreffenden Pigmente nicht auflösen. Geeignet sind z. B. wäßrige Emulsionen von tierischen oder pflanzlichen Fetten mit Zusatz von Netzmitteln.
  • Der Walzvorgang kann bei Raumtemperatur erfolgen. Man kann aber zur Beschleunigung auch unter erhöhten Temperaturen arbeiten, z. B, bei Metallen solchen von 8o bis 125° und darüber und bei nichtmetallischen Farbstoffen von 3o bis 8o°, vorausgesetzt, daß die Trägerflüssigkeit bei der betreffenden Temperatur noch ausreichend schmiert.
  • Das Verfahren kann so durchgeführt werden, daß man eine Charge in geschlossenem Arbeitskreislauf wiederholt durch ein und denselben Walzapparat gehen läßt, bis das behandelte Pigment die gewünschten Eigenschaften erlangt hat, worauf es aus der Vorrichtung entfernt und durch eine neue Charge ersetzt wird.
  • Das Verfahren kann aber auch fortlaufend durchgeführt werden, indem man eine genügende Anzahl von Walzvorrichtungen hintereinander aufstellt, so daß das der ersten zugeführte Rohpigment nach Durchlaufen aller Vorrichtungen die letzte mit den gewünschten Eigenschaften verläßt.
  • Die Arbeitswalzen müssen in jedem Falle einen der Dicke der zu formenden Teilchen angepaßten Durchmesser haben. Für die Anfangsphase des Mahlens, in der die Teilchen des zu behandelnden Materials eine Dicke von der Größenordnung o,i mm aufweisen, kann man Walzen von ungefähr 15 bis 2o mm Durchmesser verwenden. Gegen das Ende des Arbeitsvorganges, wenn die Dicke der Pigmentteilchen in der Größenordnung von einem Mikron liegen soll, benutzt man vorteilhafterweise Walzen von möglichst kleinem Durchmesser, in der Größenordnung von i bis 3 mm.
  • Das Verfahren kann also durchgeführt werden, indem man das Pigment nacheinander durch Walzwerke mit immer kleinerem Walzendurchmesser gehen läßt.
  • Die Rollbahnen sollen so schnell umlaufen, wie es ihr Durchmesser zuläßt.
  • Nadelrollenwerke ergeben einen besseren Wirkungsgrad mindestens für das Auswalzen von Pigmenten mit ungefähr oder unter einem Mikron Schüppchendicke.
  • Der Anpreßdruck der Walzen soll so hoch wie irgend möglich sein, ohne daß es jedoch zu einem Festklemmen der Oberflächen kommen darf.
  • Die gemäß der Erfindung hergestellten Pigmente in Schüppchenform zeichnen sich durch ein höheres Deckvermögen und gleichzeitig durch großes Schwimmvermögen und starkes Reflexionsvermögen im Vergleich zu den nach den bekannten Verfahren herstellbaxen Farbstoffen aus. So weist z. B. ein Aluminium-Pigment ein Deckvermögen von über 18ooo cm2/g auf.

Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Pigmenten in Schüppchenform aus dehnbaren Ausgangsstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die in Pigmentschüppchen umzuwandelnden, in einer Trägerflüssigkeit derart, daß sich ein flüssiger Brei ergibt, verteilten Materialteilchen einem Walzvorgang unterworfen werden, indem sie wiederholt zwischen ohne erhebliches gegenseitiges Gleiten aufeinander abrollenden Flächen hindurchgeschickt werden, die unter geeignetem Druck aneinandergepreßt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Charge des Ausgangsmaterials in einem geschlossenen Arbeitskreislauf so lange durch die Walzvorrichtung geschickt wird, bis das behandelte Pigment die gewünschten Eigenschaften erlangt hat.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch seine Durchführung im kontinuierlichen Betriebe, indem das Ausgangsmaterial durch eine solche Anzahl hintereinandergeschalteter Vorrichtungen geschickt wird, daß der Farbstoff beim Austritt aus der letzten Vorrichtung die gewünschten Eigenschaften erlangt hat. q..
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerflüssigkeit, in der das zu behandelnde Pigment verteilt ist, einen Schmierstoff, z. B. einen Kohlenwasserstoff, ein Mineral-, pflanzliches oder tierisches Öl und gegebenenfalls eine freie Fettsäure und ein Netzmittel enthält.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß das Auswalzen bei höherer als Raumtemperatur erfolgt.
  6. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche i bis 5, gekennzeichnet durch mindestens ein Paar umlaufender Walzen geringen Durchmessers, die mit geeignetem Druck aufeinandergepreßt werden, und, ohne erheblich gegenseitig zu gleiten, aufeinander abrollen können, sowie Mittel zur Zuführung des zu behandelnden und zur Abführung des behandelten Pigmentbreies.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Arbeitswalze in Berührung mit zwei Stützwalzen steht, auf die federnde Mittel einwirken, die die Arbeitswalzen aneinanderpressen. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsleitung für den zu behandelnden und die Abführungsleitung für den behandelten Pigmentbrei über eine Umlaufpumpe miteinander verbunden sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie mehrere zwischen kreisförmigen Rollbahnen angeordnete Walzen aufweist, wobei die Rollbahnen sich gegeneinander bewegen können und federnd aneinandergepreßt sind. io.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisförmigen Walzenbahnen kegelförmig sind und die zwischen ihnen angeordneten Walzen eine entsprechende Kegelform aufweisen. ii.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 6 bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollbahnen und die dazwischen angeordneten Walzen in ein mit einem Pigmentbrei gefülltes Gefäß eintauchen.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis ii außer 8, gekennzeichnet durch Hintereinanderschaltung mehrerer Walzenpaare mit abnehmendem Durchmesser.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch ii, gekennzeichnet durch Regelvorrichtungen, z. B. Scheiben, zur Beeinflussung des durch die von den in den Pigmentbrei eingetauchten Walzvorrichtungen erzeugte Zentrifugalkraft bewirkten Umlaufs des Pigmentbreies.
DET3779A 1950-01-17 1951-01-13 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Pigmenten in Schueppchenform aus dehnbaren Materialien Expired DE933474C (de)

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