DE932450C - Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen der Moebel- und Bautischlerei - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen der Moebel- und Bautischlerei

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Publication number
DE932450C
DE932450C DEH4517A DEH0004517A DE932450C DE 932450 C DE932450 C DE 932450C DE H4517 A DEH4517 A DE H4517A DE H0004517 A DEH0004517 A DE H0004517A DE 932450 C DE932450 C DE 932450C
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DE
Germany
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furniture
manufacture
joinery
wood
chipboard
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Expired
Application number
DEH4517A
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Groessner
Kurt Dr Hempel
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HOLZWERKE ZAPFENDORF GmbH
Original Assignee
HOLZWERKE ZAPFENDORF GmbH
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47BTABLES; DESKS; OFFICE FURNITURE; CABINETS; DRAWERS; GENERAL DETAILS OF FURNITURE
    • A47B13/00Details of tables or desks
    • A47B13/08Table tops; Rims therefor

Landscapes

  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen der Möbel- und Bautischlerei Der für gewisse Bauteile, insbesondere Möbelstücke, seit langem verwandte Werkstoff Holz hat in seiner Anwendung neben Vorteilen auch Nachteile, die hauptsächlich in der verhältnismäßig geringen Oberflächenhärte und in dem ungleichmäßigen Arbeiten des Holzes in verschiedenen Richtungen bei Feuchtigkeitswechsel begründet sind. Andere, aus Holzfurnieren oder zerkleinerten pflanzlichen Materialien, insbesondere Holzfasern, hergestellte Platten, wie z. B. Sperrholz oder Preßplatten, genügen zwar hinsichtlich der Stehfestigkeit den zu stellenden Anforderungen, haben jedoch den gemeinsamen Nachteil, daß sie eine verhältnismäßig geringe Oberflächenhärte besitzen. Es ist zwar möglich, durch Anwendung geeiLyneter Bindemittel, wie z. B. härtbarer Kunstharze und hoher Drucke, Preßplatten zu erhalten, die eine weit größere Oberflächenhärte als natürliches Holz aufweisen und sich daher, z. B. als Tischplatten, sehr gut eignen würden, jedoch sind die unter hohem Druck gepreßten Platten nicht stehfest, d. h., sie verwerfen sich beim Lagern. Dabei entwickeln diese Platten Verzugskräfte, die mit der Dicke und der räumlichen Ausdehnung der Platten wachsen und im Laufe der Zeit so stark werden können, daß die Befestigungsmittel zwischen der Platte und den anderen Teilen des Werkstückes den Verzugskräften nicht mehr gewachsen sind und die Verbindung reißt.
  • Gemäß der Erfindung erhält man nun Erzeugnisse der Möbel- und Bautischlerei, die den in der Einleitung gestellten Anforderungen vollauf genügen, indem man auf einem verwindungssteifen Rahmen, dessen Größe sich zweckmäßigerweise innerhalb der bei Erzeugnissen der Möbel- und Bautischlerei üblichen Abmessungen hält, unter hohem Druck aus zerkleinertem Holz und härtbaren Kunstharzen gepreßte Plätten mit einem spezifischen Gewicht über o,9 und einer Dicke von 6 bis ro mm befestigt, die in randbegrenzten Formen gepreßt und gegebenenfalls nach dem Pressen einer Klimatisierung unterworfen wurden. Bei derartigen Platten bleiben die eventuell auftretenden Verzugskräfte kleiner als die Befestigungskräfte und werden von dem verwindungssteifen Rahmen aufgenommen. Die Dicke der Platten kann in besonderen Fällen auch von den oben angegebenen Werten abweichen.
  • Die Herstellung der hier zu verwendenden Platten wird in an sich bekannter Weise vorgenommen. Als Rohstoff dient zerkleinertes Holz, wie z. B.- Säge-oder Hobelspäne, Holzschnitzel, Holzfasern oder Fasern beliebiger verholzter Pflanzen usw. Diese werden mit härtbarem Kunstharz vermischt bzw. mit Kunstharzlösung getränkt. Die mit Kunstharz vermischten und zum Verpressen fertigen Späne werden in einer bestimmten Menge in eine randbegrenzte Preßform mit den Ausmaßen des Tischblattes möglichst gleichmäßig über die ganze Fläche verteilt eingebracht. Die Menge muß so abgewogen sein, daß die Platte nach dem Verpressen die gewünschte Stärke, beispielsweise 8 mm; erreicht. In der Form wird das Gemisch von Spänen und Bindemittel unter Druck und Wärme gesetzt und das Bindemittel zum Aushärten gebracht. Die anzuwendenden Temperaturen und Drücke liegen in den Bereichen von r2o bis 16o° C und 8o bis 25o kg/cm2. Allerdings kann man bei Verwendung kalthärtender Kunstharze oder geeigneter Härtebeschleuniger auch bei niedrigeren Temperaturen arbeiten. Es empfiehlt sich, die fertigen Platten langsam abkühlen zu lassen, was z. B. durch unmittelbares Aufeinanderlegen der aus der Presse kommenden Platten geschehen kann. Dadurch wird das Auftreten von Spannungen verhindert. Weiterhin empfiehlt es sich, die Platten vor der Verwendung auf das Feuchtegleichgewicht zu bringen, was z. B. durch Aufeinanderlegen der mit Wasser befeuchteten Platten möglich ist. Die fertigen Platten werden, sofern man sie nicht sofort in der gewünschten Größe gepreßt hat, geschnitten und verarbeitet.
  • Die so hergestellten Holzspanplatten von einem spezifischen Gewicht über o,9 und einer Dicke von 6 bis ro mm entwickeln bei ausreichender Festigkeit gegen mechanische Verformung durch Druck oder Zug gar keine oder doch so geringe Verzugskräfte, daß ein Losreißen von dem verwindungssteifen Rahmen auch bei normaler Befestigung, wie z. B. Aufleimen oder Anschrauben, und unter normaler Beanspruchung nicht zu befürchten ist. Die Art der Befestigung der Platten auf dem Rahmen richtet sich 'nach dem Werkstoff dieses Rahmens. Bei Holzrahmen kann man nach allen in der Holzverarbeitung üblichen Methoden arbeiten; besteht der, Rahmen aus Metall, Wie das bei Bänken z. B. in .Eisenbahnabteilen der Fall sein kann, so ist die-Befestigung den vorliegenden Verhältnissen anzupassen und kann z. B. durch Verschrauben erfolgen.
  • Zur Herstellung eines einfachen Tisches kann die Platte auf das übliche Tischgestell, bestehend aus vier Füßen und vier Zargen, aufgeleimt werden. Die Randpartien, insbesondere die Kanten der so hergestellten Platte, weisen bei randbegrenzt gepreßten Platten die gleiche Härte auf, wie die. inneren Bereiche. Als Führung für einen Schubkasten können noch starke Verbindungsleisten zwischen den Längszargen angebracht werden. Um *ein besseres Aussehen zu erreichen, kann die Kante der Platte durch einen Unterleimer verstärkt und einen Umleimer eingefaßt werden. Die Platten dieser Tische sind so fest, daß sie das Betreten durch eine Person aushalten. Dadurch erübrigen sich feste Unterlagen, wodurch Materialeinsparung, Vereinfachung des Herstellungsprozesses und damit Verbilligung des Fertigerzeugnisses erzielt wird. Insbesondere bei Linoleumtischen hat sich die Holzspanplatte als selbsttragende Unterlage bewährt..
  • In gleichem Maße hat sich die Verwendung der gemäß der Erfindung hergestellten Platten als Stuhlsitze oder Rückenlehnen bewährt.
  • Außer den. guten mechanischen Eigenschaften besitzen die aus den Preßplatten hergestellten Erzeugnisse deren sonstige Vorteile, wie z. B. ausgezeichnete Oberflächenfestigkeit und Härte. Sie sind nicht kratz- und druckempfindlich. Diese Oberflächeneigenschaften lassen sich je nach Art der verwandten Holzspäne und Bindemittel weitgehend variieren. So ist es möglich, nach Belieben harte, elastische oder lackartige Oberflächen zu verhalten. Durch Auswahl geeigneter Holzsorten und Spanformen kann man den Oberflächen ein auch in ästhetischer Hinsicht befriedigendes Aussehen geben. Schließlich kann man zur Herstellung der Erzeugnisse nach der Erfindung Preßplatten mit beliebigen aufgeleimten Furnieren verwenden. Dadurch büßt zwar das Bauteil die günstigen Oberflächeneigenschaften der Preßplatte ein, aber es ist auf diese Weise möglich, nach dem beschriebenen einfachen und wirtschaftlichen Verfahren z. B. Möbelstücke herzustellen, die bezüglich -der Oberflächenwirkung "auch höheren Ansprüchen' genügen. Außer Tischen lassen. sich auch andere Erzeugnisse der Möbel- oder Bautischlerei, wie z. B. Schrank-, Kommoden-, Schreibtisch-, Büromöbelteile aller Art, Türen usw., herstellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen der Möbel- und Bautischlerei, insbesondere von Tischen oder Stühlen, durch Befestigen von Holzspanplatten mit einem spezifischen Gewicht über o,9 und einer Dicke von etwa 6 bis ro mm auf einem verwindungssteifen Rahmen, dadurch gekennzeichnet, daß man Spanplatten verwendet, die randbegrenzt gepreßt und gegebenenfalls nach dem Pressen einer Klimatisierung unterworfen worden sind. a. Erzeugnis der Bau- oder Möbeltischlerei, insbesondere Tisch oder Stuhl, bestehend aus einem verwindungssteifen Rahmen und einer darauf befestigten Holzspanplatte mit einem spezifischen Gewicht über o,9 und einer Dicke von etwa 6 bis ro mm, die randbegrenzt gepreßt und gegebenenfalls nach dem Pressen einer Klimatisierung unterworfen wurde.
DEH4517A 1950-07-11 1950-07-11 Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen der Moebel- und Bautischlerei Expired DE932450C (de)

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