DE930263C - Verfahren zur Leistungssteigerung von Schachtoefen, insbesondere Kokshochoefen - Google Patents

Verfahren zur Leistungssteigerung von Schachtoefen, insbesondere Kokshochoefen

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DE930263C
DE930263C DET893D DET0000893D DE930263C DE 930263 C DE930263 C DE 930263C DE T893 D DET893 D DE T893D DE T0000893 D DET0000893 D DE T0000893D DE 930263 C DE930263 C DE 930263C
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DE
Germany
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wind
ovens
performance
increasing
furnace
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Expired
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DET893D
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English (en)
Inventor
Franz Dr Bartscherer
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HUETTENWERKE PHOENIX AG
Thyssen AG
Original Assignee
HUETTENWERKE PHOENIX AG
August Thyssen Huette AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00Making pig-iron in the blast furnace

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Leistungssteigerung von Schachtöfen, insbesondere Kokshochöfen Bei allen hüttenmännischen Arbeitsverfahren ist bei gegebenen Betriebsverhältnissen im allgemeinen mit einer Leistungssteigerung eine Brennstoffersparnis verknüpft, da ja ein Teil der unvermeidlichen Wärmeverluste konstant bleibt. Auch beim Hochofenbetrieb ist in der Fachwelt und im Schrifttum diese Ansicht vertreten worden. Die Untersuchungen in dieser Richtung zeigten aber, daß diese Regel in den im Betrieb vorkommenden Grenzen nicht zutrifft. So betrug z. B. bei sonst gleichen Verhältnissen (gleiche Hochofengröße, gleicher Möller, gleiche Koksbeschaffenheit, gleiche Roheisenqualität) bei 92 8oo m3 Wind pro Stunde die Leistung des Ofens 766 kg Roheisen je Quadratmeter Gestellfläche und Stunde bei einem Koksaufwand von i i 9o kg; t Roheisen. Bei Anwendung von 61 ooo m3 Wind erzeugte derselbe Ofen nur 691 kg Roheisen je Quadratmeter Gestellfläche und Stunde bei einem Koksaufwand von 9 i z kg/t Roheisen. Es ergibt sich also eine Koksersparnis von a78 kg/t Roheisen, also etwa 23%. Allerdings bedingt diese Brennstoffersparnis eine Leistungsverminderung von nicht ganz io%.
  • Es sind bereits Mittel zur Leistungssteigerung von Hochöfen bekanntgeworden, die gegenüber der früheren Arbeitsweise auch zu einer Koksersparnis geführt haben. Diese Mittel zur Leistungssteigerung von Hochöfen bestehen beispielsweise darin, daß durch jede Blasform gleichzeitig Windströme verschiedener Pressung, gegebenenfalls auch verschiedener Temperatur oder verschiedenen Sauerstoffgehaltes in den Ofen derart eingeführt werden, daß wenigstens einer der Windströme eine so hohe Pressung besitzt, daß die Luft bis in die Mitte des Ofens gelangt. Bei angespannter Kokslage ist es aber notwendig, möglichst viel Koks zu sparen und trotzdem eine gewisse Produktionshöhe einzuhalten.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Leistungssteigerung von Schachtöfen, insbesondere Kokshochöfen, das darin besteht, daß unter Verwendung von an sich bekannten mehrstufigen Blasformen die Ges.amtwindmengen wie auch die Windmengen der einzelnen Stufen so gewählt werden, daß die Leistung der Ofen zum mindesten aufrechterhalten wird oder gegenüber der üblichen Arbeitsweise noch gesteigert werden kann, aber trotzdem eine größtmögliche Koksersparnis erreicht wird. Bei der Vielzahl der Einflußgrößen, wie Hochofenprofil, Rauminhalt der Öfen, chemische und physikalische Beschaffenheit des Erzes, des Kokses, Art und Größe der Windformen, kann eine allgemein gültige Regel dafür nicht gegeben werden. Durch einfache Versuche ist es aber möglich, entsprechend den jeweiligen Betriebsverhältnissen die günstigsten Bedingungen festzustellen.
  • Es zeigt sich beispielsweise als vorteilhaft, bei einem Hochofen, der bei einem Möllerausbringen von 380/0 und go ooo m3 Windmenge pro Stunde bei dem üblichen Verfahren einen Koksverbrauch von ioookg pro Tonne Roheisen hatte, bei Anwendung der an sich bekannten mehrstufigen Blasformen mit der Windmenge auf rund 65 ooo m3 zurückzugehen, um bei gleicher und teilweise noch erhöhter Leistung .eine Koksersparnis von über 2o% gemäß dem Vorschlag der vorliegenden Erfindung zu erzielen. Dias Verfahren gestattet also, sich in wirtschaftlicher Weise den jeweils gegebenen Bedingungen hinsichtlich Leistung und Koksverbrauch anzupassen.
  • Für das Verfahren ist es zweckmäßig, die Stufen abwechselnd in der Blasformebene einzuordnen. Auch ist @es zweckmäßig, den inneren Windstrom durch geeignete Gase vor frühzeitiger Verbrennung zu .schützen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Leistungssteigerung von Schachtöfen, insbesondere Kokshochöfen, bei dem durch jede Blasform gleichzeitig Windströme verschiedener Pressung, gegebenenfalls auch verschiedener Temperatur oder verschiedenen Sauerstoffgehaltes in den Ofen derart eingeführt werden, daß wenigstens einer der Windströme eine so hohe Pressung besitzt, daß die Luft bis in die Mitte des Ofens gelangt, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtwindm-enge wie auch die Windmengen der einzelnen Stufen der Blasformen so eingestellt werden, daß bei gegebenerLeistung der geringste Koksverbrauch auftritt. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufen abwechselnd in der Blasformebene eingeordnet sind. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Windstrom durch geeignete Gase vor frühzeitiger Verbrennung geschützt wird.
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