DE929356C - Schleuder zum Abtrennen von Schlamm - Google Patents
Schleuder zum Abtrennen von SchlammInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 23. JUNI 1955
A 18006 III /82 b
Zum Abtrennen von Schlamm in Form von mehr oder weniger festen Teilchen aus einem Flüssigkeitsgemisch sind Schleudertrommel!! oder Rotoren
verwendet worden, die mit einer Förderschnecke versehen sind, welche die Schlammasse zum
Schlammauslaß der Trommel befördert. Wenn man in diesem Zusammenhang die Schlämmasse soweit
wie möglich von der Flüssigkeit, in der die Sc'hlammteilchen aufgeschwemmt sind. l>efreien
wollte, ist eine Schleudertrommel angewandt worden, die konzentrisch zur Umlaufachse angeordnet
und teilweise oder vollständig von kegelförmiger Gestalt ist, wobei in der Trommel die
Förderschnecke die Aufgabe hat, den Schlamm längs der kegelförmigen Innenwandrläche nach
innen zur Umlauf achse hin auf einen Radius innerhalb des während des Umlaufes sich bildenden
Flüssigkeitsniveaus zu fördern, in dem die Masse über eine Kante derTrommehvand gefördert wurde.
Die Schlammteilchen, die ein größeres spezifisches Gewicht als die Flüssigkeit besitzen, wurden so
zwangläufig nach innen bewegt und durch das mechanische Zusammenwirken der Förderschnecke
und der Wand des umlaufenden Rotors sozusagen gegen die Wirkung der Fliehkraft aus der Flüssigkeit
herausgehoben. Die Flüssigkeit, die noch immer der Fliehkraft ausgesetzt ist, wurde hierbei aus der
Schlammasse ausgeschleudert und in das Flüssigkeitsniveau zurückgeführt, so daß der Schlamm
mehr oder weniger entfeuchtet λνιΐΓα€, bevor er
über die erwähnte Kante gefördert und dadurch aus dem umlaufenden Rotor ausgeschleudert wurde.
Das Ausmaß der Entfeuchtung hängt ab von der Zeitdauer, während der die Schlammasse, nachdem
sie innerhalb des Flüssigkeitsniveaus gelangt ist, von der Förderschnecke längs der Trommelwand
gefördert wird. In erster Linie hängt jedoch nicht die flüssigkeitsaustreibende Wirkung der Fliehkraft
von der angewandten Zeit ab, sondern die mechanische Bearbeitung, das sogenannte Kneten, welches
die Masse durch das Zusammenwirken von Förderschnecke und Trommelwand erfährt. Je langer das
Kneten durchgeführt wird und die Sehlammasse auf diese Weise mechanisch durchgearbeitet wird,
desto vollständiger ist die Entfernung der Flüssiglceit
aus dem Schlamm. Um eine genügend lange Zeit zum Trocknen auf das gewünschte Ausmaß in
einem umlaufenden Rotor der beschriebenen Ausführung zu erzielen, kann es notwendig sein, einen
umlaufenden Rotor mit einer so geringen Kegel-Steigung
und, als Folge davon, mit solchen Ausmaßen zu bauen, daß man in baulicher Hinsicht
Schwierigkeiten hat. Weiterhin hat eine Trennschleuder dieser Ausführung nur eine geringe
Trennleistung.
Nach der Erfindung werden diese Nachteile dadurch behoben, daß die umlaufende Trommel1 durch
eine Trennwand in zwei Räume aufgeteilt ist, die hintereinander durchlaufen werden, wobei jede von
ihnen mit einer kegelförmigen Förderschnecke oder einer anderen mechanischen Fördereinrichtung versehen
ist, die mit einem nach innen gerichteten Gleitweg zusammenwirken, welcher zweckmäßig
durch eine kegelförmige Wand im Rotor gebildet wird. Außer einer bemerkenswerten Verkürzung
des Rotors und der Möglichkeit einer hohen Steigerung der Trennleistung bietet diese Anordnung den
Vorteil, daß die Schlammasse, nachdem sie in der ersten Kammer von der Hauptmenge der Flüssigkeit
befreit und aus dieser Kammer auf einen Radius gefördert wurde, der infolge der Kegelfoirm
der Wand verhältnismäßig klein ist, in der zweiten Kammer einer zweiten Förderschnecke zugeführt
wird, welche die Entfeuchtung auf einem wesentlich größeren Radius sehr viel wirkungsvoller als in der
ersten Kammer fortsetzt, was die Entfeuchtung wirkungsvoll beschleunigt und verbessert.
An Handf der Zeichnung wird die Erfindung im
nachstehenden durctti ein Ausführungsbeispiel
erläutert.
In einer umlaufenden Schleudertrommel 1 befindet
sich eine Trennkammer 2, die mit einem Satz kegelförmiger Teller ausgerüstet ist. An der Außenseite
des Tellersatzes befindet sich ein Schlämmraum 3 mit einer Förderschnecke 4, die mit der
Innenfläche der zylindrischen Wand 5 des Rotors zusammenwirkt. Die Förderschnecke erstreckt sich
auch längs einer kegelförmigen Wand 6, die mit der Wand 5 in Verbindung steht. Der untere Teil
der Förderschnecke ist mit einem Mittel'stück 7 verbunden, das auf der WeWe 8 befestigt ist, die sich
innerhalb der Hohlwelle 9 befindet, welche die Außenwand 5 der umlaufenden Trommel trägt. Die
beiden Wellen 8 und 9 werden mit etwas verschiedenen Drehzahlen angetrieben, so daß die Förderschnecke
4 den Schlamm längs dieser Wände 5 und 6 in Richtung nach oben und nach innen zur
Umdirehungsachse hin fördert. Die Wand 6 hat an ihrem inneren Ende einen Überlauf rand 10, der
zweckmäßig konzentrisch zur Umdrehungsachse verlaufen kann. Durch die Schnecke 4 wird der
Schlamm über diesen Rand gefördert, worauf er durch die Einwirkung der Fliehkraft durch einen
Kanal 11 in eine Kammer 12 geschleudert wird,
welche mit einer zweiten Förderschnecke 13 versehen ist, die ebenfalls fest mit dem Mittelstück 7
verbunden ist und sich mit derselben Winkelgeschwindigkeit in bezug auf das umlaufende
Gehäuse bewegt. Während der laufenden Entfeuchtung wird die Masse durch die Förderschnecke 13
nach oben und nach innen entlang einer kegelförmiigen Wand 14 zu einem Auslaß 15 gefördert,
durch den die Masse in trockenem Zustand, aus der Trommel ausgeworfen wird.
Die zu behandelnde Flüssigkeit wird der Trommel von oben her durch eine stillstehende
zentrale Leitung 16 zugeführt, die sich in die Trommel hinein bis zu einer in ihr befindlichen
Verteilerkammer 17 erstreckt. Aus dieser Kammer wird die Flüssigkeit durch ein System von Kanälen
18 einer Kammer 19 zugeleitet, die sich an der
Außenfläche des Tellersatzes 20 in der Trennkammer 2 befindet. In diese Kammer kann auch eine
Hilfsflüssigkeit eingeleitet werden, und zwar durch einen Kanal 21, der mit einer zweiten Verteilerkammer
22 in Verbindung steht, der die HiIfsflüssigkeit
durch ein größeres Rohr 23 zugeführt wird, das konzentrisch zum Rohr 16 sitzt und mit
einem Einlaß 24 verbunden ist. Die beiden Flüssigkeitsströme passieren auf diese Weise die Kammer
19 im Gegenstrom. Diese Anordnung ist Vorzugsweise dazu geeignet, feste Teilchen aus einer
Flüssigkeit abzutrennen und sie gleichzeitig durch einen Waschvorgang so vollständig wie möglich
von anhängender Flüssigkeit zu befreien, beispielsweise für die Trennung von Bleicherde und öl. Die
Bleic'herdeteilchen begleiten das Öl durch die Leitung 18 in die Kammer 19, während eine Hilfsflüssigkeit,
beispielsweise Wasser, in dieselbe Kammer durch die Leitung 21 eintritt, die ein
Stück über der Leitung 18 'hinausragt. Das Wasser bildet eine Schicht in dem am weitesten außen
befindlichen Teil: der Kammer 19 und füllt gleichfalls die Kammer 3 im Bereich der Trommehvand,
während1 das· Öl'eine Schicht im Innern des Wasserringes
bildet und in den Tellersatz 20 hineinfließt. Hier werden die Bleicherdeteilchen abgetrennt und
durch die Fliehkraft zwangläufig nach außen durch die ölschicht hindurch in die Wasserschicht
gezwungen, wo sie durch Waschen vom anhaftenden Öl· befreit werden und sich nach und nach in der
Kammer 3 an der Trommelwand ansammeln, während das Öl durch die Öffnungen 25 des Tellersatzes
nach oben fließt und durch den Kanal 26 zum Ölauslaß geleitet wird. In dem nach außen gelegenen
Teil der Kammer 19 fließt das Wasser durch eine Leitung 28 nach unten zu einem Überlaufrand 29,
über den es die Trommel durch den Wasserauslaß 30 verläßt. Der Überlaufrand 29 liegt radial etwas
außerhalb der Leitung 26, so daß ein Gleichgewicht zwischen dem 'öl und dem Wasser herrscht, und die
Grenzfläche zwischen beiden liegt während des
Betriebes in der Kammer 19, und zwar zwischen der Einlaßöffnung der Leitung 28 und dem Außendurchmesser
des Tellersatzes. Der Überlaufrand 10 liegt auf einem etwas kleineren Radius als der
Rand 29. damit sich ein Wasserniveau nahe beim oder gleich außerhalb vom Rand 10 bildet.
Die Kammer 12 hat an ihrem Grund einen Auslaß 31, der auf einem etwas kleineren Radius liegt
als der größte Durchmesser der Förderschnecke 13, so daß während des Betriebs ein Flüssigkeitsstand
auf dem Halbmesser des Auslasses gehalten wird. Der Auslaß 31 führt über eine Kammer 32 zu einem
Auslaß 33 in der äußeren Trommelwand.
An Stelle von in öl aufgeschwemmter Bleicherde können natürlich auch andere sc'hlammhaltige
Flüssigkeiten behandelt werden und unter diesen auch solche, bei denen die flüssige Phase nicht
einheitlich ist, sondern aus einer Mischung von Flüssigkeiten von verschiedenem spezifischem Gewicht
besteht, beispielsweise pflanzliche öle, wie Olivenöl, oder tierische öle. In diesem Fall ist der
Nebenflüssigkeitseinlaß 21 bis 24 nicht notwendig, und die gesamte Flüssigkeitsmenge kanu durch den
Einlaß 16 bis 18 zugeführt werden. Auch kann man, wenn man Bleicherde behandelt, dieser und
dem öl vor der Behandlung in der Trennschleuder eine Hilfsflüssigkeit, beispielsweise Wasser, zusetzen
und das Gemisch durch den Einlaß 16 bis 18
einleiten. Die Erfindung ist jedoch keineswegs auf das Verfahren mit zwei Flüssigkeiten beschränkt.
Wenn die Flüssigkeit, in der die Teilchen aufgeschwemmt sind, aus einem Gemisch verschiedener
Flüssigkeiten besteht, werden die Trennkammer 2 und der Tellersatz 20 auch zur Trennung der beiden
Flüssigkeiten benutzt, wobei die schwerere Flüssigkeit zusammen mit den Schlammteilchen zurück
nach außen in die Kammer 19 wandert, während sich die leichtere Flüssigkeit nach innen zum Auslaß
25, 26, 27 bewegt. In der Kammer 3 werden die Schlammteilchen von der schwereren Flüssigkeit
abgetrennt und durch die Förderschnecke 4 in der beschriebenen Weise weitergefördert, während die
schwerere Flüssigkeit die Trommel durch den Auslaß 28, 29 verläßt. Die Wirkung ist infolgedessen
dieselbe und unterscheidet sich von der beschneiden nur dadurch, daß das Gemisch der Flüssigkeiten
im Tellersatz getrennt wird.
Wenn die schlammenthaltende Flüssigkeit einheitlich ist, kann der Auslaß 28, 29 entfallen, da die
einheitliche Flüssigkeit als Ganzes durch den Auslaß 25 bis 27 ausgeführt werden kann. In diesem
Fall wird nur ein kleiner Teil der noch anhaftenden Flüssigkeit, die zum Überlaufrand 10 befördert ist,
in der Kammer 12 abgetrennt und durch den
Flüssigkeitsauslaß 31, 32 abgeführt. !
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Zum Abtrennen von Schlamm aus schlammhaltiger Flüssigkeit bestimmte Schleuder mit einer Trommel, die in zwei von der Schlammmasse nacheinander durchströmte Räume eingeteilt ist, von denen jeder mit einem Einlauf für die zu separierende Flüssigkeit, einem Ablauf für den abgetrennten Schlamm und einem Ablauf für vom Schlamm befreite Flüssigkeit sowie außerdem mit einer Fördervorrichtung, beispielsweise einer Förderschnecke, die mit der Außenwand der Trommel zusammenarbeitet, versehen ist, bei welcher wenigstens ein Teil sich kegelförmig nach dem Ende zu verengt und den Schlammablauf bildet, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten Raum (2) der Trommel a) der Einlauf der Flüssigkeit in eine Kammer (2, 3) mündet, deren radial innerer Teil (2) durch eine Wand vom Ablauf (10) für den Schlamm getrennt ist, aber mit dem Ablauf (10) am äußeren Umkreis der Wand kommuniziert, b) der Ablauf (26) für die Flüssigkeit an dem radial inneren Teil der Kammer (2, 3) angeordnet und c) der Ablauf (10) für den Schlamm, radial gesehen, in der unmittelbaren Nähe des Ablaufes (26) für vom Schlamm befreite Flüssigkeit gelegen ist und daß im zweiten Raum (12) der Trommel der Ablauf (31) für die vom Schlamm befreite Flüssigkeit in einem größeren Abstand von dor Trommelwelle als der Ablauf (15) für den Schlamm angeordnet ist.
- 2. Schleuder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Raum mit einem zweiten Ablauf (29) für vom Schlamm befreite Flüssigkeit versehen ist, der in einem größeren Abstand von der Trommel achse als der erste Ablauf (26) liegt und mittels eines Kanals (28) mit dem äußeren Umfangsteil des ersten Raumes kommuniziert.
- 3. Schleuder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (2,3) mit einem an sich bekannten Tellersatz (20) versehen sind.
- 4. Schleuder nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß der Ablauf (26) für von Schlamm befreite Flüssigkeit und der Schlammablauf (10) im ersten Raum (2,3) untereinander auf einem solchen Abstand von der Trommelachse liegen, daß sich während des Betriebes in diesem Raum ein Flüssigkeitsniveau in der Nähe des Schlammablaufes (10) bildet.
- 5. Schleuder nach einem der Ansprüche 1bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten Raum (2, 3) der Einlauf (18) für die zu separierende Flüssigkeit an dem einen Ende des Raumes und eine Leitung (21) für die Einführung einer Hilfsflüssigkeit am entgegengesetzten Ende des Raumes einmündet und die Flüssigkeiten der Trommel getrennt durch deren Welle zugeführt werden.
- 6. Schleuder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Förderschnecke (4) des ersten Raumes teilweise in die Förderschnecke (13) des zweiten Raumes erstreckt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©509516 6.55
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