DE925522C - Verfahren, Gewindewalzen und Maschine zum Walzen von Gewinde im Durchlauf - Google Patents

Verfahren, Gewindewalzen und Maschine zum Walzen von Gewinde im Durchlauf

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DE925522C
DE925522C DEP4451A DE0004451A DE925522C DE 925522 C DE925522 C DE 925522C DE P4451 A DEP4451 A DE P4451A DE 0004451 A DE0004451 A DE 0004451A DE 925522 C DE925522 C DE 925522C
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rollers
threads
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PEE WEE MASCHINEN und APPBAU I
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    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21HMAKING PARTICULAR METAL OBJECTS BY ROLLING, e.g. SCREWS, WHEELS, RINGS, BARRELS, BALLS
    • B21H3/00Making helical bodies or bodies having parts of helical shape
    • B21H3/02Making helical bodies or bodies having parts of helical shape external screw-threads ; Making dies for thread rolling
    • B21H3/04Making by means of profiled-rolls or die rolls

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forwarding And Storing Of Filamentary Material (AREA)

Description

  • Verfahren, Gewindewalzen und Maschine zum Walzen von Gewinde im Durchlauf Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren., auf Gewindewalzen und auf eine Maschine zum Walzen von Gewinden, insbesondere solche größerer Tiefe. Die erfindungsgemäße Gewindewalzmaschine arbeitet mittels umlaufender, zur Einlaufseite sich konisch verjüngender Gewindewalzen im Durchlaufverfahren, wodurch die Herstellung von langen, schlagfreien Präzisionsgewinden, wie sie an Leit-und Zugspindeln verwende t werden, bezweckt wird.
  • Bei Gewinden, die eine große Materialverformung erfordern, ist es als Nachteil empfunden worden, daß das an sich bekannte Durchlaufwalzen für die Herstellung solcher tiefen Gewinde bisher nicht anwendbar war, weil es nicht gelang, schlagfreie Gewinde zu walzen. Die Gewinde wurden häufig schief, da das zwischen die Walzen eingeschobene Werkstück zu Beginn keine genaue Führung hatte. Die Gewindewalzen waren nämlich von vornherein auf das Fertigmaß des Gewindes eingestellt, und das zwischen die Walzen eingeführte Werkstück schraubte sich während des Walzens in axialer Richtung hindurch. Um das Werkstück zwischen- die Walzen einführen zu können, wurden Gewindewalzen mit einem konischen Einlauf und einem zylindrischen Mittelstück sowie konischem Auslauf verwendet, die doppelkonusartig ausgebildet waren. Es sind auch bereits Gewindewalzen -mit einer einseitigen konischen Verjüngung an einem zylindrischen Teil bekannt, bei denen die Gewindegänge am konischen und am zylindrischen Teil die gleiche Teilung, bezogen auf die Achse, aufweisen. Die Achsen dieser Gewindewalzen waren aber ebenfalls auf festen Abstand eingestellt, so daß beim Einschrauben des Werkstückes zwischen die Walzen zunächst keine Führung für das Werkstück vorhanden war.
  • Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, zum Walzen von Gewindebolzen im- Durchlauf drei Walzen zu verwenden, von denen die eine nachstellbar ist. Diese Walzen waren eingängig, und der Gewindebolzen durchläuft zuerst bei auf Vormaß eingestellter, nachstellbarer Walze die Walzen axial und wird dabei vorgewalzt und durchläuft dann bei auf Endmaß eingestellter Nachstellwalze und umgekehrter Drehrichtung die Walzen in der anderen Richtung und wird fertiggewalzt. Danach wird die Nachstellwalze wieder auf Vormaß eingestellt und die Drehrichtung umgekehrt, so 'daß der fertiggewalzte Gewindebolzen bei entlasteten Walzen aus diesen ausläuft. Während des eigentlichen Walzvorganges befinden sich die Gewindewalzen in einem eingestellten festen Abstand zueinander, der nach dem Vorwalzen auf das Fertigmaß des zu walzenden Gewindes eingestellt wird. Der Gewindebolzen läuft hierbei dreimal mit seiner ganzen Gewindelänge durch die Walzen hindurch, die nach jedem Durchlauf wieder neu eingestellt werden müssen. Dieses Verfahren ist umständlich und zeitraubend und gewährleistet ebenfalls keine genügend gute Führung weder beim Vorwalzen im ersten Durchlauf noch beim Fertigwalzen im zweiten Durchlauf. Bei Gewindebc,Izen könnte dieses Verfahren vielleicht deshalb durchführbar sein, weil diese normale Gewinde mit kleiner Gewindetiefe aufweisen. Für da s Durchlaufwalzen langer Werkstücke mit einem schlagfreien Präzisionsgewinde, beispielsweise zur Herstellung von Spindeln, kommt dieses Verfahren nicht in Betracht.
  • Diese Nachteile werden durch das erfindungsgemäße Verfahren dadurch vermieden, daß das Werkstück zwischen die Gewindewalzen gelegt und die Gewindewalzen zu Beginn des Walzens durch bei niedriger Drehzahl erfolgendes radiales Vorschieben mindestens einer Gewindewalze auf einem Teil der Werkstücklänge auf volle Gewindetiefe eindringen und daß darauf bei dieser Einwalztiefe und nunmehr beendetem radialem Vorschub das Durchlaufwalzen des noch ungewalzten Teiles der Werkstücklänge bei höherer Drehzahl der zur Einlaufseite sich konisch verjüngenden Gewindewalzen erfolgt. Auf diese Weise wird es ermöglicht, schlagfreie Präzisionsgewinde auch großer Tiefe mit hoher Genauigkeit fortlaufend auf beliebig langen Werkstücken im Durchlauf in einem Arbeitsgang auf volle Walztiefe auszuwalzen. Das auf einem Teil der Werkstücklänge auf volle Tiefe eingewalzte Gewinde läßt sich mit großer Genauigkeit und schlagfrei herstellen, dadurch, daß sich die Gewindewalzen in an sich bekannter Weise während des Walzvorganges in der Achsebene der Walzen einander nähern. In dieses hergestellte Gewinde greift der zylindrische Teil der Gewindewalzen fcrmschlüssig ein und gibt die Führung für das nachfolgende Durchlaufwalzen, das mit der gleichen Genauigkeit zu Ende geführt wird. Das allmähliche Ausarbeiten auf volle Gewindetiefe wird in diesem zweiten Abschnitt des Verfahrens dadurch erreicht, daß die Gewindewalzen, bei nunmehr beendetem radialem Vorschub, auf ihrem dem noch ungewalzten Werkstückende zügekehrten Teil in ebenfalls an sich bekannter Weise konisch gestaltet sind. Die Erfindung kann somit als eine Kombination des Walzens mit radialem Vorschub und des bisher bekannten Durchlaufwalzens angesprochen werden. Der radiale Vorschub der Gewindewalzen wird im allgemeinen bei niedriger Drehzahl erfolgen, während das Durchlaufwalzen bei höherer -Drehzahl der Gewindewalzen durchgeführt wird. Es ist auf diese Weise möglich, nach der Herstellung des ersten auf volle Tiefe ausgewalzten Gewindeabschnittes den sich daran anschließenden Durchlaufwalzvorgang schneller durchzuführen und die Walzzeit für die ganze Länge des Werkstückes zu verkürzen.
  • In den meisten Fällen wird es möglich sein, die volle Walztiefe bei der langsamen Drehzahl der Gewindewalzen durch den hohen Walzdruck auf einmal zu erreichen, so daß unmittelbar anschließend das Durchlauf-walzen beginnen kann. Für den Fall, daß sehr hohe Materialverformungen, beispielsweise bei der Herstellung von Trapezgewinde mit großer Gewindetiefe, bewältigt werden sollen, wird nach der Erfindung die Drehrichtung der Gewindewalzen während des radialen Vorschubes derselben mehrmals umgekehrt und der Walzdruck vor jeder Änderung der Drehrichtung fast bis auf Null vermindert und bei umgekehrter Drehrichtung wieder bis auf vollen Walzdruck ansteigend eingeschaltet. Hierdurch wird der Verformungsvorgang günstig beeinflußt. Die Werkstoffaser steigt auf kürzestem Weg radial auf, und der Werkstoff ist von Beginn des Walzprozesses an fließfreudig. Außerdem treten keine Wirbel und Stauungen auf. Ferner werden Unrundheiten am Werkstück vermieden, da im Augenblick des Stillstandes des Werkstückes der Walzdruck verringert ist.
  • Um die Gewindewalzen zu schonen und zu verhindern, daß die Anfänge der Gewindegänge ausbrechen, insbesondere dann, wenn große Gewindetiefen gewalzt werden, wird die Drehrichtung und die Korrektur der Gewindewalzen bezüglich der Durchlaufrichtung so gewählt, daß sich das Werkstück beim Durchlaufwalzen nach vorn aus den Gewindewalzen herausschraubt und sich dabei die Anfänge der Gewindegänge der Gewindewalzen an der Einlaufseite aus dem Werkstoff des Werkstückes herauswälzen.
  • Die Fließfreudigkeit des Werkstoffes kann durch die besondere Ausbildung der Gewindewalzen verbessert werden, insbesondere dann, - wenn Trapezgewinde gewalzt werden sollen, wie sie an Spindeln normalerweise verwendet werden.
  • Die zur Ausübung des Verfahrens dienenden zylindrischen Gewindewalzen, bei denen die Gewindegänge am konischen und am zylindrischen Teil, bezogen auf die Achse, dic gleiche Teilung aufweisen, sind so ausgebildet, daß die Profilköpfe am konischen Teil parabolisch oder in ähnlicher Form abgerundet sind, wobei der zylindrische Teil ebensolche Abrundungen als Überhöhungen des normalen Profils aufweist und die Schenkel des Flankenwinkels als Tangenten dieser Überhöhungen anliegen. Die parabolische oder ähnliche Abrundung der Profilköpfe, insbesondere auch am konischen Teil, erleichtert das Eindringen und das Walzen des Materials, und zwar nicht nur während des radialen Vorschubes der Gewindewalzen, sondern auch besonders während des nachfolgenden Durchlaufwalzens bei voller Gewindetiefe, und hat zur Folge, daß keine Materialstauungen auftreten und der Walzdruck wesentlich geringer sein kann als bei Profilköpfen, die keine Abrundungen aufweisen. Daß der Gewindekern am Werkstück um den Betrag der Überhöhung tiefer liegt, wirkt sich auf die spätere Paßgenanigkeit des Werkstückes nicht aus, da das Gewinde auf den Gewindeflanken trägt.
  • Es ist das Walzen von Rippenheizrohren mit gewindeförmig verlaufenden Rippen bekannt. Die Profile der aus Rillenscheiben zusammengesetzten Werkzeuge sind zunächst spitz ausgebildet und flachen sich dann immer mehr ab, wobei der Zwischenraum zwischen zwei sich gegenüberstehenden Profilflanken immer schmaler und spitzwinkliger wird. Das letzte Profil besitzt die endgültige Breite, die gleich dem Abstand der Rippen am fertiggewalzten Rohr ist. Die Profilköpfe der Werkzeuge zur Herstellung von Rippenrohren sind demzufolge auch nicht über das normale Profil hinaus überhöht und besitzen auch nicht alle eine parabolische oder ähnliche Form, an die sich die Werkzeugflanken als Tan-enten anschließen. Bei der Herstellung dieser Rippenrohre liegen somit ganz andere Voraussetzungen vor wie bei dem Erfindungsgegenstand, bei dem es sich um die Herstellung von Präzisionsgewinden mit insbesondere großen Materialverformungen im Durchlaufwalzverfahren handelt. Für die erfindungsgemäße Ausbildung der zur Durchführung des Verfahrens dienenden Gewindewalzen konnten daher die für die Herstellung von Rippenrohren bekannten Werkzeuge keine Anregung geben.
  • Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform dieser Gewindewalzen besteht darin' daß die Gewindewalzen zum Walzen von Werkstücken mit Rechtsgewinde gegenüber einer Walze, deren Außendurchmesser ein Vielfaches des Flankendurchmessers des Werkstückes ist, einen um eine Korrektur von etwa io% größeren Durchmesser und bei Werkstücken mit Linksgewinde einen um diese Korrektur kleineren Durchmesser aufweisen, damit das Werkstück nach vorn herausläuft und die Anfänge der Gewindegänge sich hierbei aus dem Werkstück des Werkstückes herauswälzen.
  • Hierdurch ist es möglich, Werkstücke mit Bunden von der Walzenvorderseite her zwischen die Walzen einzubringen und auf das zwischen den Walzen befindliche Lineal zu legen und mit radialem Vorschub der Gewindewalzen bis gegen den Bund an-=walzen, um dann anschließend das Werkstück im Durchlauf zu walzen, wobei der Bund nicht be- hindert, da das Werkstück nach vorn lierausläuft.
  • Das Durchlaufwalzen des Werkstückes wird dadurch bewirkt, daß der Steigungswinkel der Gewindewalzen zu dem Steigungswinkel des Werkstückes differiert. Um die Gewindewalzen zu berechnen, geht man am einfachsten von ihrem Durchmesser aus. Die Korrektur beträgt etwa io%. Das bedeutet, daß bei einem Gewinde von beispielsweise hi 3o die Gewindewalzen bei Pluskorrektur 30 + IO'/o = M 33, jedoch mit der gleichen Steigung wie bei M 3o hergestellt werden. Bei einer Minuskorrektur werden die Gewindewalzen für M 30 - 10 0/0 = M 27 mit der gleichen Steigung wie für M 3o hergestellt. Da der Steigungswinkel vom Durchmesser der Walzen abhängig ist, kann die Korrektur selbstverständlich auch auf den Steigungswinkel bezogen werden.
  • Die Gewindewalzrhaschine, die zur Ausübung des Verfahrens unter Benutzung der vorher gekennzeichneten Gewindewalzen dient und die mit einer Aufnahmevorrichtung für das zu walzende Werkstück versehen ist, kennzeichnet sich dadurch, daß in an sich bekannter Weise die eine Gewindewalze ortsfest und die andere Gewindewalze auf einem mit einem hydraulischen Antrieb versehenen Schlitten gelagert ist, welcher die Vorschubbewegung der Gewindewalze ausführt, und daß ein die Vorschubbewegung begrenzender, einstellbarer, fester Endanschlag am Maschinengestell angeordnet ist, gegen den der Schlitten beim Durchlaufwalzen unter dem eingestellten Walzdruck anliegt, daß die Gewindewalzen mit ihrer Einlaufseite nach hinten liegend auf den Antriebsspindeln angeordnet sind und daß ein Wendeschalter und ein in einer Ablauf-1.eitung des hydraulischen Antriebs liegender Hahn durch eine Kurvenscheibe miteinander gekoppelt und gemeinsam durch eine Handhabe verstellbar sind. Die Gewindewalzmaschine ist ferner mit zwei Aufnahmevorrichtungen für das Werkstück versehen, von denen die eine das '\#,Terkstücl<: beiderseits der Gewindewalzen und die andere das Werkstück am zylindrischen Teil der Gewindewalzen abstützt. Hierdurch wird die Führung des Werkstückes beim Anwalzen und beim Durchlaufwalzen verbessert. Das Werkstück wird auf seiner ganzen Länge und insbesondere im Bereich zwischen den Walzen sicher geführt.
  • Die Erfindung ist in den Zeichnungen an einer Gewindewalzmaschine beispielsweise erläutert, und zwar zeigen Fig. i und 2 die Gewindewalzen mit Werkstück mit der Umsteuervorrichtung für die Drehrichtung der Gewindewalzen in schematischer Darstellung in zwei verschiedenen Arbeitsstellungen, Fig. 3und4dieUmsteuervorrichtung inZwischenstellungen; Fig. 5 zeigt die Gewindewalzen mit Werkstück in vergrößertem Maßstab, Fig. 6 die Stirnseite der Einlaufseite einer Gewindewalze in Ansicht, Fig. 7 eine Aufnahmevorrichtung mit Spitzen und Werkstückauflage und Fig. 8 eine Aufnahmevorrichtung mit höhenverstell-barer Werkstückauflage und höheneinstellbaren Stützen.
  • Gemäß den Fig. i bis 4 besitzen die Gewindewalzen i und :2 den zylindrischen Teil 3, 3' und den konischen Teil 4, 4#. Zwischen den Walzen i und 2 befindet sich das Werkstück 5, dessen Bund 6 auf der Vorderseite der Maschine liegt. Die Stirnseiten 7, 7' der beiden Gewindewalzen liegen auf der Einlaufseite. In der Stellung der Fig. 2, in der die Gewindew-alzen ihre volle Einwalztiefe am Werkstück 5 erreicht haben, stimmt der zwischen den Gewindewalzen gebildete Walzspalt an der Einlaufseite mit dem Vorarbeitsdurchmesser d des Werkstückes überein.
  • Die Gegeneinanderbewegung der beiden Gewindewalzen erfolgt durch einen nicht dargestellten hydraulischen Antrieb, durch den der Schlitten 8, auf welchem die Gewindewalzb 2 auf der Antriebsspindel 9 gelagert ist, gegen die in dem Maschinengestell io auf der Antriebsspindel i i gelagerte ortsfeste Gewindewalze i verschoben wird.
  • Zur Umstetierung der Drehrichtung des Antriebsmotors der bei-den Antriebsspindeln 9 und i i dient der Wendeschalter 12, dessen Schaltglied13 von dem Stift 14 durch die Kurvenscheibe 15 entgegen der Rückzugsfeder 16 verstellt wird. Die Kurvenscheibe ist mit dem Hahnküken 17 verbunden, welches durch die Handhabe rg verstellbar ist. Das Halinküken besitzt die Bohrung ig und liegt in der Ablaufleitung 2o, die das Drutköl aus dem Vorschubzylinder bei entsprechender Stellung des Hahnkükens 17 und der Bohrung ig abfließen läßt. Die Kontakte:zi schalten die-Drehrichtung des Antriebsmotors so, daß die Walzen, wie in Fig. i dargestellt, auf Rechtslauf arbeiten. Die Kontakte -21' schalten die Drehrichtung des Antriebsmotors so, daß die Walzen, wie in Fig. 2 dargestellt, auf Linkslauf arbeiten.
  • An dem Maschinengestell befindet sich der einstellbare Anschlag:22, gegen den der Schlitten 8 in der Stellung der Fig. 2, aufgefahren ist, wenn die volle Walztiefe der Gewindewalzen erreicht ist. Der Schlitten 8 steht aber trotzdem unter dem eingestellten Walzdruck.
  • In der Fig. 5 sind die Gewindewalzen i und :2 in vergrößertem Maßstab dargestellt, und zwar im Augenblick des Durchlaufwalzens. Der Pro#1kopf 23 aller Gewindegänge 24 ist parabolisch ausgebildet, und das normale Profil 25, das gestrichelt andeutungsweise dargestellt ist, ist um den parabolischen oder ähnlichen Teil des Profilkopfes überhöht. Die Gewindegänge 24 am konischen Teil 4 haben die gleiche Teilung t, bezogen auf die Achse der Gewindewalzen, wie am zylindrischen Teil 3. Die Drehrichtung der beiden Walzen ist durch- die beiden Pfeile angezeigt. Das Werkstück 5 bewegt sich in Pfeilrichtung nach außen. Der Vorarbeitsdurchmesser ist mit d und der Fertigdurchmesser mit D bezeichnet.
  • Die Fig. 6 zeigt die Gewindewalzen von der Einlaufseite her in Ansicht. Die Anfänge der Gewindegänge sind mit 26 bezeichnet. Die Profilköpfe 23' fallen entsprechend der Konizität des konischen Teiles 4 spiralförmig ab.
  • In den Fig. 7 und 8 sind je zwei Aufnahmevorrichtungen für das Durchlaufwalzen von langen Spindeln dargestellt. Der Fertigdurchmesser ist mit D und der Vorarbeitsdurchmesser mit d bezeichnet. Der Unterschied zwischen beiden ist vergrößert dargestellt.
  • Nach Fig. 7 wird das Werkstück 5 in an sich bekannter Weise zwischen den Spitzen 27 und 28 aufgenommen, so daß die Achse 29 des Werkstückes in der durch die Achsen 30 und 31 der Gewindewalzen gehenden Ebene liegt. Die Spitzen 27, :28 sind in ihrem Abstand zueinander einstellbar auf der Rundführung 32 befestigt, die in der Schlittenführung 33, welche auf dem Maschinengestell io angeordnet ist, in den Lagerböcken 34 und 35 parallel zur Achsrichtung der beiden Gewindewalzen verschiehlich ist. Zwischen den beiden Gewindewalzen befindet sich ferner die Werkstückauflage (Lineal) 36, welche das Werkstück 5 auf seinem fertiggewalzten Teil abstützt und den konischen Teil 4, 4' der Gewindewalzen frei läßt. Die Werkstückauf lage 36 ist auswechselbar auf dem Lagerbock 37 angeordnet, der zwischen den Gewindewalzen steht und eine Durchlaßöffnung für die Rundfüh ' rung 32 besitzt.
  • Die in der Fig. 8 dargestellte Aufnahmevorrichtung besteht aus der an sich bekannten höhenverstellbaren Werkstückauflage 39, die durch die beiden Keile 40 und 41 durch Verschiebung des Keiles 41 in Abhängigkeit von der Vorschubbewegung des Schlittens 8 beim Einwalzen des Gewindes auf volle Walztiefe in ihrer Höhe derart verstellt wird, daß die Achse 29 des Werkstückes 5 stets auf gleicher Höhe, und zwar etwas unterhalb der durch die beiden Achsen 30 und 31 der beiden Gewindewalzen gehenden Ebene, liegt. Die Verstellung dieses Keiles 41 erfolgt durch Beaufschlagen der Zahnstang!2 42, die über die Ritzel 43 und 44 den mit einer Längsverzahnung 45 versehenen Keil 41 entgegen der Feder 46 verstellt. Der Keil 4o besitzt die senkrechte Führungsnut 47 und die Rückzugsfedern 48, 49.
  • In dem Maschinengestell ist zwischen den Gewindewalzen die Traverse 5o angeordnet, die zur Aufnahme der Stützen 51 auf der Vorderseite und der Stützen 52 auf der Rückseite der Maschine dient. Die Stützen 51 und 5.2 sind höheneinstellbar durch das Gewinde 53 und die Gegenmuttern 54. Die Stützen 5 1 sind auf den Fertigdurchmesser D und die Stützen 5-2, auf den Vorarbeitsdurchmesser d eingestellt.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Das auf Vorarbeitsmaß vorgearbeitete Werkstück wird mit Hilfe der in der Fig. 7 oder 8 dargestellten Aufnahmevorrichtung zwischen die Gewindewalzen i und:2 gebracht, und zwar so, daß ein.etwaiger Bund zu Beginn des Walzens auf der Vorderseite der Gewindewalzmaschine dicht an den Stirnflächen der Gewindewalzen liegt, wie es in der Fig. i gestrichelt dargestellt ist. Der Antrieb der Grewindewalzen wird eingeschaltet, und der Schlitten 8 wird mit der Gewindewalze 2, gegen das Werkstück bewegt. Das Einwalzen erfolgt mit dem eingestellten hohen Walzdruck bei niedriger Drehzahl der Gewindewalzen, so daß sich das Werkstück nur langsam aus den Gewindewalzen nach vorn herausschraubt, bis die volle Walztiefe erreicht ist.
  • Bei sehr großen Materialverformungen, beispielsweise bei der Herstellung von Trapezgewinden. kann es erforderlich sein, daß die Drehrichtung der Walzen bis zur Erreichung der vollen Walztiefe mehrmals umgeschaltet wird, da das Auswalzen auf volle Walztiefe unmittelbar am Bund erfolgen soll. Das Werkstück läuft nach Umschaltung der Drehrichtung der Gewindewalzen wieder zurück, so wie es in der Fig. 2, in der die volle Walztiefe erreicht ist, dargestellt ist.
  • Die Umschaltung der Drehrichtung der Gewindewalzen erfolgt durch Betätigung der Handhabe 18, bei deren Betätigung der Ablauf des Druchöles aus dem Vorschubzylinder durch das Hahnküken 17 und zugleich die Umschaltung des Antriebsmotors durch den Wendescha.Iter 12 gesteuert werden. Das Walzen erfolgt gemäß den Stellungen der Fig. i und 2 unter vollem Walzdruck, weil die Ablaufleitung:2o am Hahnküken geschlossen ist. Bei der Umschaltung der Drehrichtung der Walzen wird zunächst das Hahnküken in die voll gezeichnete Stellung der Fig. 3 gebracht, in der die Ablaufleitung bereits geöffnet wird, während der Wendeschalter noch seine eingeschaltete Stellung behält. Im nächst-en Augei#blick der Bewegung, in dem die Ablaufleitung voll geöffnet ist, ist der Wendeschalter ausgeschaltet, wie es gestrichelt in der Fig. 3 dargestellt ist. Bei der weiteren Bewegung der Handhabe wird zunächst der Wendeschalter auf umgekehrte Drehrichtung bei noch etwas geöffneter Ablaufleitung eingeschaltet, wie die Fig. 4 zeigt, und erst darauf wird die Stellung der Fig. 2 eingenommen, in der mit vollem Walzdruck gearbeitet wird.
  • Zum Durchlaufwalzen wird die Drehrichtung der Gewindewalzen nochmals umgekehrt. Gleichzeitig wird eine höhere Drehzahl der Gewindewalzen eingeschaltet. Das Werkstück läuft nunmehr im Durchlaufwalzen nach vorn aus der Maschine heraus, wobei in einem einzigen Arbeitsgang die volle Walztiefe, auch bei größten Materialverformungen, hergestellt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Walzen von langen Gewinden auf Werkstücken mittels umlaufender, zur Einlaufseite sich konisch verjüngender Gewindewalzen im Durchlauf, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück zwischen die Gewindewalzen gelegt und die Gewindewalzen zu Beginn des Walzens durch bei niedriger Drehzahl erfolgendes radiales Vorschieben mindestens einer Gewindewalze auf einem Teil der Werkstücklänge auf volle Gewindetiefe eindringen und daß darauf bei dieser Einwalztiefe und nunmehr beendetem radialem Vorschub das Durchlaufwalzen des noch ungewalzten Teiles der Werkstücklänge bei höherer Drehzahl der Gewindewalzen erfolgt. ' 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch ge- kennzeichnet, daß die Drehrichtung der Gewindewalzen während des radialen Vorschubes derselben mehrmals umgekehrt wird und der Walzdruck vor jeder Änderung der Drehrichtung fast bis auf Null vermindert und bei umgekehrter Drehrichtung wieder bis auf vollen Walzdruck ansteigend eingeschaltet wird. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung und die Korrektur der Gewindewalzen bezüglich der Durchlaufrichtung so gewählt werden, daß sich das Werkstück beim Durchlaufwalzen nach vorn aus den Gewindewalzen herausschraubt und sich dabei die Anfänge der Gewindegänge der Gewindewalzen an der Einlaufseite aus dem Werkstoff des Werkstückes herauswälzen. 4- Gewindewalze, die sich zur Einlaufseitt konisch verjüngt, zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 3, bei der die Gewindegänge am konischen und am zylindrischen Teil, bezogen auf die Achse, die gleiche Teilung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilköpfe (:23) am konischen Teil parabolisch oder in ähnlicher Form abgerundet sind und der zylindrische Teil ebensolche Abrundungen als Überhöhungen des normalen Profils (25) aufweist und die Schenkel des Flankenwinkels n.ls Tangenten dieser überhöhung anliegen. 5. Gewindewalze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindewalzen (1, 2) zum Walzen von Werkstücken mit Rechtsgewinde gegenüber einer Walze, deren Außendurchmesser ein Vielfaches des Flankendurchmessers des Werkstückes ist, einen um eine Korrektur von etwa io% größeren Durchmesser und bei Werkstücken mit Linksgewinde einen um diese Korrektur kleineren Durchmesser aufweisen, damit das Werkstück nach vorn herausläuft und die Anfänge (26) der Ge- windegänge sich hierbei aus dem Werkstoff des 'Werkstückes herauswälzen. 6. Gewindewalzmaschine zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 3 unter Verwendung von Gewindewalzen nach den Ansprüchen 4 und 5 mit einer Aufnahmevorrichtung für das zu walzende Werkstück, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die eine Gewindewalze (i) ortsfest und die andere Gewindewalze (:2) auf einem mit einem hydraulischen Antrieb versehenen Schlitten (8) gelagert ist, welcher die Vorschubbewegung der Gewindewalze (:2) ausführt, und daß ein die Vorschubbewegung begrenzender, einstellbarer, fester Endanschlag (22) am Maschinengestell angeordnet ist, gegen den der Schlitten beim Durchlaufwalzen unter dem eingestellten Walzdruck anliegt, daß die Gewindewalzen mit ihrer Einlaufseite nach hinten liegend auf den Antriebsspindeln (9 und ii) angeordnet sind und daß ein Wendeschalter (12) und ein in einer Ablaufleitung (2o) des hydraulischen Antriebes liegender Hahn (17) durch eine Kurvenscheibe (15) miteinander gekoppelt und gemeinsam durch eine Handhabe (18) verstellbar sind. 7. Gewindewalzmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Äufnahmevorrichtungen angeordnet sind, von denen die eine das Werkstück beiderseits der Gewindewalzen (1, 2), vorzugsweise an den Enden, und die andere das Werkstück-im Bereich des zylindrischen Teiles der Gewindewalzen abstützt. Angezogene Druckschriften: Deutsche -Patentschrift Nr. 522:269; schweizerische Patentschriften Nr. 2,18425, 278341, :253303; französische Patentschrift Nr. 9M342.
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