DE925298C - Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Kuehlung und Einpuderung von wasseranziehenden Salzen, insbesondere von Kalkammonsalpeter - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Kuehlung und Einpuderung von wasseranziehenden Salzen, insbesondere von KalkammonsalpeterInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C05C1/00—Ammonium nitrate fertilisers
- C05C1/02—Granulation; Pelletisation; Stabilisation; Colouring
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Kühlung und Einpuderung von wasseranziehenden Salzen, insbesondere von Kalkammonsalpeter Es ist bekannt, wasseranziehende Salze und mineralische Dünggemittel, insbesondere Kalkammonsalpeter, zur Verbesserung ihrer Lagerfähigkeit mit pulverförmigen Stoffen, Z. B. mit Kieselgur, Kalkstaub oder Steinmehl, einzupudern. Diese Einpuderung wird bisher meistens in Mischtrommeln vorgenommen und erfordert zur Erzielung einer gleichmäßigen Puderschicht verhältnismäßig lange Behandlungszeiten.
- Die einzupu#dernden Salze und Düngemittel durchlaufen während ihrer Fabrikation fast immer höhere Temperaturen, worauf sie in besonderen Vorrichtungen auf Raumtemperatur abgekühlt werden. Zur Kühlung von körnigen Stoffen, insbesondere von Salzen -und Düngemitteln, wurden im Hauptpatent ein Verfahren und Vorrichtungen vorgeschlagen, bei denen die körnigen Stoffe innerhalb eines Behälters über mit Gasdurchgangsöffnungen versehene Zwischenböden wandern und vom Behandlungsgas durchströmt werden.
- Es wurde in weiterer Ausbildung der Arbeitsweise des Hauptpatents gefunden, daß dieses Verfahren zu einer gleichmäßigen und wirksamen Einpuderung verwendet werden kann, wenn die zur Kühlung des Materials benutzten, Gase vorher staubförmig mit den Einpuderungsstoffen beladen werden. Hierbei kann man sowohl den Gesamtstrom der Kühlluft als auch nur einen Teilstrom derselben mit den staubförmigen Puderbestandteilen beladen.
- In der Zeichnung ist eine zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vorrichtung beispielsweise dargestellt.
- - Fig.-i zeigt einen Vertikalschnitt dieser Vorrichtung und Fig. 2 den zugehörigen Horizontalschnitt.
- Es ist i ein runder Behälter, in den das zu be- handelnde Material von oben her durch eine zentral angeordnete Öffnung:2 eintritt. Es fällt innerhalb des Behälters auf einen kegelförmigen Zwischenboden, der aus einer Haube 3 und darunter angeordneten ringförmigen Platten 4 besteht. Zwischen den einzelnen Platten sind ausreichend große Ab- stände vorhanden, durch welche die Kühlluft nach oben entweichen kann, wobei das herabwandernde Material intensiv durchgewirbelt wird.
- Durch den aus der Haube 3 und den Einzelringen 4 bestehenden kegelförmigen Zwischenboden wird das einzupudernde Material bis dicht an die Seitenwandungen des Behälters i herangeführt. Hier kehrt -es seine Richtung um und gelangt dann auf eine zweite, trichterförmige Rostfläche, die aus einzelnen Ringen 5 besteht. Auch zwischen diesen Ringen sind Zwischenräume vorhanden, durch welche die Luft nach oben entweichen kann.
- Unterhalb der kegelförmig angeordneten Rostplatten 4 können einige konzentrisch ineinandergesetzte Blechringe 6 angeordnet sein, zwischen denen die Luft nach oben entweicht. Auf diese Weise läßt sich die Materialschicht gleichmäßiger über die Platten 5 verteilen.
- Die zur Kühlung verwendete Luft wird unterhalb des unteren, aus den Platten 5 bestehenden Zwischenbodens durch einen Rohrstutzen 8 (Fig. 2) .eingeführt. Sie durchströmt dann zunächst die auf dem unteren Zwischenboden und darauf die- auf dem oberen Zwischenboden herabwandernde Materialschicht, um schließlich durch eine Öffnung 9 den Behälter i zu verlassen. Die Geschwindigkeit der durch die Rohrleitung 8 eingeleiteten Luft und die Menge des durch die Öffnung 2 eintretenden Materials müssen derart aufeinander abgestimmt sein, daß einerseits ein ununterbrochener Materialfluß und andererseits eine ausreichende K ühlung mit einem möglichst kleinen Luftvolumen erzielt wird. - Zur Einpuderung des durchlaufenden Materials kann die durch die Rohrleitung 8 zugeführte Luft vorher mit Hilfe einer Rühr- oder Mischvurrichtun,g in ausreichender Weise mit den zur Einpuderung benutzten pulverförmigen Stoffen beladen werden. Vorteilhafter ist es jedoch, wenn füi die Aufwirbelung des Puderstaubes nur ein Teilstrom der Luft verwendet wird.
- Zu diesem Zweck ordnet man am Boden des Behandlungsbehälters i eine besondere Ringkammer io an, in die durch die Leitung ii das mit dem Puderstaub beladene Gas eintritt. Dieses staubförmige Gas- oder Luftmedium gelangt durch die ,öffnungen 12 aus der Kammer io in den trichterförmigen, aus den Platten5 gebildeten Zwischenboden und verteilt sich hierbei gleichmäßig über das herahwandernde Material. Den Druck der Luft, die als staubförmiges Gasmedium in die Leitung ii eingeführt wird, hält man zweckmäß ig etwas höher als den in der Leitung 8 herrschenden Druck, damit die staubförmigen Anteile sich gleichmäßig nach oben fortbewegen können.
- An Stelle der aus einzelnen Platten oder Stäben 4 bzw. 5 bestehenden Zwischenböden können auch entsprechend geformte Maschensiebe oder Lochplatten benutzt werden, durch die das beider Kühlung einzupudernde Material nach unten wandert.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur kontinuierlichen Kühlung und Einpuderung von wasseTanziehenden Salzen, insbesondere von Kalkammonsalpeter, unter Benutzung des Verfahrens nach Patent gch:2 955, wobei das Gäs mit einer Geschwindigkeit entgegenströmt, welche die Fließeigenschaften des Materials so weit verbessert, daß die Materialbewegung ohne. zusätzliche mecha.-nische Mittel erfolgt, und daß die Schichthöhe ,des Materials durch Querschnittsveränderung der Ahlauföffnung derart geregelt wird, daß die Temperatur bzw. der Feuchtigkeitsgehalt des austretenden Gases und die des eintretenden Materials unter tragbarem Energieatifwand für das Bewegen des Gases möglichst einander bzw. dem Zustand des hygroskopischen Gleichgewichts angenähert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Kühlung des zu behandelnden Materials verwendeten Gase vorher staubförmige mit Einpuderungsstoffen beladen werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Einpuderung erforderliche Stoff staubförmig in einem Teilstrom >der Kühlluft suspendiert wird. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Ansprüchen i und :2, dadurch gekennzeichnet, daß am Boden des Behandlungsbehälte,rs (i) eine die Materialaustrittsöffnung (7) umgebende Kammer (io) angebracht ist, die Öffnungen (12) besitzt, aus denen der staubbeladene Gasstrom in das abwäxtswandernde, einzupudernde Material eingeleitet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER60A DE925298C (de) | 1949-10-13 | 1949-10-13 | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Kuehlung und Einpuderung von wasseranziehenden Salzen, insbesondere von Kalkammonsalpeter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DER60A DE925298C (de) | 1949-10-13 | 1949-10-13 | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Kuehlung und Einpuderung von wasseranziehenden Salzen, insbesondere von Kalkammonsalpeter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE925298C true DE925298C (de) | 1955-03-17 |
Family
ID=7394944
Family Applications (1)
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| DER60A Expired DE925298C (de) | 1949-10-13 | 1949-10-13 | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Kuehlung und Einpuderung von wasseranziehenden Salzen, insbesondere von Kalkammonsalpeter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE925298C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1121080B (de) * | 1959-03-06 | 1962-01-04 | Thyssen Huette Ag | Verfahren zur Herstellung gekoernter Mehrnaehrstoffduengemittel |
-
1949
- 1949-10-13 DE DER60A patent/DE925298C/de not_active Expired
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